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Kreisliga C1 Lemgo

Kreisliga C1 Lemgo – Vorbericht 4. Spieltag 2020/21

Klein, aber fein. So ist die erste Lemgoer C-Klasse aufgestellt. Das Gipfelsturm-Treffen überstrahlt alle weiteren Partien.

Gipfel-Treffen an der B66

 

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Donnerstag und Freitag sind immer harte Tage bei Lippe-Kick, werden doch von morgens bis abends Vorberichte angefertigt. Von der Bezirksliga bis zu den B-Klassen. Ein klares Indiz: Wenn die C1 Lemgo ansteht, dann steigt die Vorfreude, kommt doch der freie Samstagnachmittag immer näher. Dankbarkeit und Verbindlichkeit ist ein hohes Gut, wird in dieser Extertal-Kalletal-Dörentrup-Spielklasse großgeschrieben. Deshalb ist es eine Art Erholung, die ansteht, wenn über acht dieser neun Vereine berichtet wird. Zwei Spiele stechen in dieser vierten Runde hervor. Zum einen das Frühspiel auf dem einzigartigen Schiefen Brink in Laßbruch. Bereits um 10.30 Uhr bespielen sich dort die Drittvertretungen vom SC Extertal und der SG Lüdenhausen/Talle/Westorf. Das große Spitzenspiel steigt zwei Stunden später, wenn der Tabellenzweite SG Bega/Humfeld II den Spitzenreiter TuS Almena zum Tanz bittet.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch

 

SC Extertal III vs. SG Lüdenhausen/Talle/Westorf III

Ein Kellerkracher wird bereits um 10.30 Uhr in der Früh von Referee Andreas Hellmich angepfiffen. Vielleicht reißt eine Serie der noch sieglosen Extertaler gegen die punktlosen Kalletaler. Nach einem Zähler aus drei Partien liebäugelt SC Extertal III-Trainerfuchs Andreas Adler mit dem ersten Saisonsieg. Die Perspektiven stehen günstig, weshalb er von seinem Team verlangt: „Wir müssen Sonntag voll angreifen. Drei Punkte müssen zu Hause bleiben am Schiefen Brink. Die anderen Spiele werden schwerer werden.“ Weiterhin Bestand haben soll, dass der SCE III auch am Sonntagmittag noch über den Gästen im Ranking thront. Keine spezielle Analyse fertigt er über die SG LTW III an, ist diese doch so greifbar wie nasse Seife. Das Schicksal einer dritten Mannschaft sorgt dafür, laufen doch jede Woche andere Spieler auf. Eine weitere Motivationsmaßnahme: „Wir wollen natürlich ein gutes Bild abgeben, wenn Lippe-Kick und ein großes deutsches Fußball-Magazin bei uns sind, auf so einem einmaligen Sportplatz.“ Vielleicht auch deshalb: „Ich hoffe auf viele Zuschauer, wenn auch schon früh.“ Da mit Hannes Heitkamp (Bild rechts), Fabian Meslin und Timo Holzkamp drei wichtige Stützen wegfallen, „werde ich wohl wahrscheinlich auch wieder meine Fußballschuhe schnüren müssen“, damit durch das Mittelfeld der Extertaler pflügen.

 

Auch bei der noch punktlosen Spielgemeinschaft aus dem Kalletal ist die Begierde nach dem ersten Dreier groß. Spielertrainer Jan Rügge formuliert dies klar bei Lippe-Kick: „Die Mannschaft möchte unbedingt die ersten Punkte der Saison einfahren und ich denke, das ist machbar.“ Die eigene Reserve hat den gleichen Gegner nur äußerst knapp besiegt, bemerkt Rügge immerhin: „Wir müssen aber aufpassen, unsere Zweite hat sich schwergetan.“ Auf Kater, Herrmann, Diekmann und Koschek müssen die Gäste verzichten. „Aber sie werden gut ersetzt“, lässt sich ein gechillter Rügge dadurch nicht beunruhigen.

 

 

Andreas Hellmich pfeift dieses unvergessliche Spiel am Sonntag ab 10.30 Uhr auf dem Schiefen Brink in Laßbruch an.

 

SG Bega/Humfeld II vs. TuS Almena

Bei der SG Bega/Humfeld II kann man gut rechnen. Wird das Heimspiel gegen den Spitzenreiter mit mehr als zwei Toren Differenz gewonnen, krönt sich die Spielgemeinschaft zum neuen Tabellenführer. Die Vorfreude vor diesem Kracher ist groß. Bega/Humfeld II-Coach Dennis Scarlata ist richtig angetan von den Qualitäten der Extertaler, rühmt er diesen Kontrahenten in den höchsten Tönen: „Ich halte Almena für eines der stärksten Teams in der Liga. Sie sind eine erste Mannschaft und haben dementsprechend auch Ziele und Ansprüche.“ Die Zuschauer an der B66 dürfen sich wohl auf ein wahres Offensivspektakel freuen, haben beide Teams doch zusammen bereits 25 Treffer erzielt. Auch die Extertaler-Tormaschine möchte Scarlata keineswegs außer Acht lassen: „Sie haben mit Stumpenhagen einen der momentan stärksten Spieler im Kader, der sicherlich auch Sonntag einen wichtigen Aspekt in deren Spiel einnehmen wird.“ Die vollen sechs Punkte aus zwei Spielen ergattert zu haben, bedeutet einen guten Saisonstart: „Generell bin ich zufrieden mit den jetzigen Spielen. Gewisse Punkte im Pressing und Ballbesitz müssen noch verbessert werden, aber das dauert alles seine Zeit, was normal ist“, will er sich jetzt nicht verrückt machen lassen. Die Botschaft ist klar und eindringlich: „Generell wollen wir das Spiel gewinnen. Wir spielen zu Hause und wollen ein Ausrufezeichen setzen.“ Alexander Dawyniak (Bild rechts) wirkt am Sonntag nicht mit, aber Jan Phillip Cieciera gibt dafür sein Comeback.

 

Nicht verwunderlich für den TuS Almena-Coach Alexander Hoffmann beim Blick auf das Ranking: „Wir treffen meiner Meinung nach auf den stärksten Gegner in der Gruppe.“ In der Vorsaison unterlag Almena knapp mit 2:3 gegen die Dörentruper, ziehen sie daraus nun ihre Motivation: „Das Ziel muss und kann nur sein, es dieses Mal

Christian Wolter

besser zu machen.“ Das große Aber: „Es wird sehr, sehr schwer, dieser Sache sind wir uns bewusst.“ Der prächtige Startschuss mit drei Dreiern zum Start, dies bei einem Torverhältnis von 15:2, hat den Appetit auf mehr angeregt. Bega/Humfeld II mutiert nun zu einer echten Standortbestimmung. „Wir müssen sehen, wo wir stehen und ob wir unserem eigenen Ziel, dem Aufstieg, gerecht werden.“ Adrian Thoben und Christian Wolter weilen auf einer Kneipentour in Düsseldorf. Marvin Schlünz ist mal kurz weg, in einem Kurzurlaub. Christopher Fiebig und Dennis Bünte sind verletzungsgeplagt, deshalb ebenfalls nicht mit von der Partie.

 

 

 

Auf dem Rasenplatz in Humfeld ist Jakob Hamm für das 12.30 Uhr-Spiel der Unparteiische.

 

TuS Brake III vs. RSV Schwelentrup

Einen hohen Besuch erwartet TuS Brake III-Coach Björn Menze am Sonntag zur allerbesten Mittagessen-Zeit. Der letztjährige B-Liga-Vertreter RSV Schwelentrup stellt sich vor. Für Menze verkörpern die Dörentruper damit einen „nicht einfach zu bespielenden“ Kontrahenten. Dies ändert allerdings nichts daran, dass er sich auf ein „schönes und packendes Spiel“ freut. Nach dem ersten Saisonsieg am grünen Tisch durch den Nicht-Antritt der SG Lüdenhausen/Talle/Westorf III hofft das Walkenfeld-Team auf dem heimischen Rasenplatz auf den ersten selbst erkämpften Sieg. Begünstigend, dass sämtliche Akteure zur Verfügung stehen. Wie bewertet er die Perspektiven vor dem interessanten Vergleich mit dem um drei Toren besseren Kontrahenten? „Ich denke mal, dass wir auch gut mithalten können und das, was wir im Training trainieren, auch umsetzen. Aber ich bin da guter Dinge.“ Die Message an seine Jungs ist eindringlich: „Wir müssen uns zusammenreißen und uns auf gut Deutsch den Arsch aufreißen, um gegen den RSV bestehen zu können.

 

Als „die Wundertüte der Liga“ beschreibt RSV Schwelentrup-Coach Bodo Phillips den anstehenden Gegner. Seine Analyse über den nur zwei Plätze schlechter dastehenden Konkurrenten: „Bisher konnten sie drei Punkte in drei Spielen einfahren. Okay, die waren praktisch geschenkt“, bezieht er sich auf den Nicht-Antritt der SG Lüdenhausen/Talle/Westorf III. Unvergessen, dass der aktuelle Dominator der Liga, der TuS Almena, beim mühsamen 2:1-Sieg ganz viel investieren musste, um zum Erfolg zu kommen. Als „gut“ bezeichnet er die ersten beiden Saisonauftritte seiner Mannschaft, vermisst er jedoch noch das „gewisse Etwas.“ Für ihn stellt dies beileibe keine allzu große Überraschung dar, fügt er im Lippe-Kick-Gespräch hinzu: „Aber wen wundert es: Wir sind eine neuformierte Truppe und brauchen etwas Zeit, uns aneinander zu gewöhnen, die gleichen Wege zu gehen.“ Positiv zeigt er sich gestimmt, dass dies mit dem Fortlauf der Spiele auch erfolgreich umgesetzt wird. Trotz zweier Ausfälle darf Phillips auf einen „breiten Kader“ setzen. Dazu zaubert er noch einen spannenden Neuzugang aus dem Hut. „Tenkoun Diallo ist auch dabei. Er spielte schon unter mir in der Aufstiegssaison, damals noch beim RSV Barntrup III. Er war mit einer der Aufstiegsgaranten im Team. Diallo wird unseren Kader noch besser machen und ich freue mich, dass ich ihn im Team willkommen heißen kann.“ Auf diese Neuerwerbung darf man wahrlich gespannt sein.

 

 

Florian Schnüll ist um 12.30 Uhr der Referee für diese Begegnung auf dem Rasenplatz in Brake.

 

VfB Matorf vs. FC Unteres Kalletal II

Dieser Saisonstart ging für den FC Unteres Kalletal II bisher in die Hose. Das 1:1 zum Auftakt gegen den Außenseiter SC Extertal III war so überhaupt nicht eingeplant. Das 0:6 gegen die SG Bega/Humfeld II ein Schock. „Wir wollen den verpatzten Saisonstart hinter uns lassen“, gibt FC Unteres Kalletal II-Kicker Fabien Dankwerth die Marschroute bei Lippe-Kick bereits aus. Auf die eigene Spielidee wollen die Gäste setzen, betont Dankwerth: „Die Schwächen der letzten Spiele abstellen und die ersten Punkte holen. Dazu muss natürlich die Einstellung stimmen und wir wollen mit einfachem Fußball zum Erfolg kommen. Der letzte Pass und Torabschluss sind da natürlich das wichtigste und das soll diesmal besser klappen“, hat er hier so einige Defizite zuletzt erkannt. Auch wenn sich der endgültige Kader erst am Spieltag entscheiden wird, so sind die Tendenzen verheißungsvoll: „Doch auf jeden Fall werden wir eine gute und schlagkräftige Truppe auf den Platz bringen“, kündigt Dankwerth bei Lippe-Kick bereits an.

 

Patrick Boyce ist ab 15.00 Uhr der Referee auf dem Rasenplatz in Matorf.

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