Connect with us

Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 7. Spieltag 2020/21

Im Keller brennt noch Licht. In Lieme kommt es zu einem harten Fight im Kampf um den Klassenerhalt. Nicht nur dieses Spiel nimmt Lippe-Kick in den Brennpunkt.

 

Kellerkrimi in Lieme

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Ungewohnt für den Verfasser dieses Berichtes, dass bereits am Donnerstag mit den Vorberichten begonnen werden kann. In den letzten Wochen waren die B2 Lemgo-Akteure vielfach beschäftigt. Nun geht es ruhiger und gesitteter zur Sache. Dieser gewöhnliche, wie angemessene Spieltagsrhythmus ist für die Trainer eine wahre Wohltat. Sie dürfen ihre gesammelten Erkenntnisse auf dem Trainingsplatz an ihre Akteure weitergeben. Wir kommen zu den Spielen. Einiges ist beim weiterhin punktlosen Tabellenletzten SV Werl-Aspe II zusammengekommen. Die wohl härteste Prüfung steht den Schwarz-Weißen bevor, empfängt man den so stark auftrumpfenden TSV Schötmar, der im Angriff und in der Abwehr die Bestwerte in dieser Liga aufweist. Auf dem Papier deutlich schwerer hat es da schon der Spitzenreiter TuS RW Grastrup/Retzen mit dem Gastspiel beim viertplatzierten TuS Lipperreihe II.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SG Leese/Hörstmar/Lieme II vs. SV Wüsten II

(hk). Per se kennt sich SG Leese/Hörstmar/Lieme II-Coach Robert Maros mit dem SV Wüsten II ungefähr so gut aus wie mit der Atomphysik. Er muss auch dieses Mal sein breit gefächertes Netzwerk anzapfen, um Wissen über den Gegner zu erlangen. Aus diesem Grund ist es legitim, nein, vielmehr geradezu sinnvoll, sich auf das eigene Handeln zu konzentrieren. „Wir müssen auf uns gucken. Nach der 0:4-Pleite in Asemissen müssen wir Moral beweisen, einen Sieg gegen Wüsten II vielleicht holen“, sind die Forderungen von Maros einleuchtend. Für die Spielgemeinschaft ist es ganz entscheidend, möglichst kontinuierlich die eigene Leistung abzurufen, mangelt es hier gravierend beim Tabellen-14. Einigen verpassten Punkten trauert Robert Maros hinterher, wenn er bei Lippe-Kick bedauert: „Das 1:1 bei St. Pauli hätte ein Sieg sein können. Wir sind keine Top-Mannschaft, haben aber einen verdammt starken Zusammenhalt, sind ein gutes, nettes Team.“ Nur gut und nett zu sein, reicht indes bei weitem noch nicht aus, um anzuschreiben. Speziell in den direkten Duellen möchte Maros eine Zählereinfuhr betreiben, soll das Abstiegsgespenst schnellstmöglich vertrieben werden. Um sich auf dieses eminent wichtige Spiel einzuschwören, hat LHL II am Donnerstag-Abend einen Test-Kick gegen die eigene A-Jugend bestritten, um zu schauen, welche Akteure helfen können. Verbesserungswürdig: Vor heimischer Kulisse gelang in dieser Saison noch kein Erfolg. Ein ganz wichtiger Faktor ist für den Harmonie-Menschen Maros: „Wir spielen um 12.30 Uhr in Lieme, danach die Erste. Da hat man endlich einen Zusammenhalt zwischen der Ersten und Zweiten gespürt. Beide Mannschaften müssen punkten“, so die klare Forderung bei Lippe-Kick.

 

Zu einem aufregenden Klippen-Duell kommt es Sonntagmittag ab 12.30 Uhr auf der Bega-Kampfbahn in Lieme. Klar ist: Wer dieses Match verliert, steht nach der siebten Runde save auf einem Abstiegsrang. Etwas Oberwasser hat die Equipe von Coach Robert Maros. Sie haben einen Punkt und das um zwei Tore bessere Torverhältnis im Vergleich zu den Wüsten-Füchsen. Gäste-Coach Viktor Melnicuk (Bild links) spricht nichts als die Wahrheit, als er bei Lippe-Kick erklärt: „Sie haben ähnlich schwach gepunktet wie wir!“ Das Abwehrverhalten entwickelt sich langsam zu einer echten Plage für den Aufsteiger, müssen sie wirklich hinten dichtmachen. 21 Gegentore in sechs Partien sind definitiv zu viel. Aus diesem Grund hat Melnicuk in der Dienstagseinheit vor allem das Verteidigungsverhalten in den Fokus gerückt. So räumt er diesem Teil doch eine gewichtige Bedeutung ein: „Darauf wird es am Sonntag ankommen! Wenn wir am Sonntag in der Abwehr stabil stehen, haben wir sehr gute Chancen zu punkten. Nach vorne geht bei uns immer etwas!“ Die acht erzielten Tore bedeuten von den unten platzierten Teams den besten Wert. Bis auf den dauerhaft fehlenden Stephan Kroll hat Viktor Melnicuk den gesamten Kader zur Auswahl.

 

Referee Patrick Kriebel leitet ab 12.30 Uhr dieses Spiel in Lieme.

 

TuS Bexterhagen II vs. TuS Ahmsen II

(hk). Das Duell der beiden Reserveteams am “Alten Postweg”. Mit unterschiedlichen Gefühlslagen gehen die Kontrahenten in diese Partie. Während die Reds einen eindrucksvollen 4:1-Auswärtserfolg feierten, kamen die Grün-Weißen daheim deutlich unter die Räder. „Ich beurteile die Gäste nach den zwei starken Unentschieden im Vorfeld. Gegen Lipperreihe II kannst du auch mal in Unterzahl vermöbelt werden“, ist TuS-Trainer Dennis Lütkehölter gnädig mit dem letzten Ahmser Auftritt. Er spricht aber auch Klartext, was die eigene Zielsetzung angeht. „Wir spielen zu Hause, da wollen wir gewinnen und den Zuschauern eine leidenschaftliche und spielerisch ansprechende Partie bieten“, wollen die Roten nun auch wieder etwas mehr den Ball miteinander spielen lassen. In den letzten Wochen hat man mehr auf andere Mittel gesetzt. „Gegen Schötmar und Holzhausen/Sylbach mussten wir das Ganze defensiv und kampfstark anlegen, bei Yunus entstand die Spielidee durch den kaum bespielbaren Platz. Jetzt nehmen wir diese Erfahrung, diese Kompaktheit und Zweikampfstärke und versuchen, auch das spielerische Moment wieder mehr mit einzubringen. Denn das können wir auch durchaus sehr gut“, will der Coach unbedingt drei Punkte. Fehlen werden an diesem Wochenende noch Gronemeier, Klatt, und Arslan, der allerdings das Training zeitnah wieder aufnehmen wird. Zusätzlich fallen Björn Gutsfeld berufsbedingt und Torhüter Max Mäscher aus, der im Urlaub weilt. „Es ist eventuell seit Langem mal wieder so, dass ich nicht jeden, der fit ist, mit in den Kader nehmen kann“, stehen dem Coach mit Nils Gleisner (Bild rechts), Jan Piel (Bild links) und Marc Stühlmeyer wieder weitere Optionen zur Verfügung.

 

TuS Ahmsen II-Coach Herrmann Achilles erkennt einige Begünstigungen für die Hausherren: „Bexterhagen II hat den klaren Heimvorteil, auf bekanntem Rasen und dann vor den eigenen Zuschauern, die von außen unterstützen und einpeitschen.“ Vor allem gegen die Spitzenmannschaften mit Aufstiegsambitionen wie Schötmar und Holzhausen/Sylbach haben die Bexterhäger deutlich gemacht, dass mit ihnen zu rechnen ist. Hier haben sie leistungsmäßig voll überzeugt. Die Gäste gehen als klarer Außenseiter in diese Partie, weshalb Achilles deutlich macht: „Unser Ziel wird sein, dass wir von der ersten Sekunde an diszipliniert und geschlossen das Spiel angehen und kompakt stehen.“ Und: „Vor allem wird es aber darum gehen, dass wir in jedem Moment versuchen wollen, die Situation für uns zu entscheiden und Bexterhagen II gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen.“ Die vielen Ausfälle verkomplizieren die Gemengelage. Philipp „Sepp“ Schüler (Bild links; verletzt), Pippo Schüler, Sebastian König ( beide beruflich verhindert), Tim Hoffmann (Schulter), Frenzel und Peters (beide Sprunggelenksverletzung müssen aussetzen. Ihre Rückkehr feiern hingegen Köller (Zehbruch) Kajtazi und Barisa (Urlaub) sowie Welland (lange krank).

 

Tim Grabowski ist um 12.30 Uhr auf dem Rasenplatz am Alten Postweg in Bexterhagen der Referee in dieser Begegnung.

 

TuS Lipperreihe II vs. TuS RW Grastrup/Retzen

(hk). Eine wahre Eloge schwingt TuS RW Grastrup/Retzen-Coach Sebastian Brosch über die Reserve vom TuS Lipperreihe: „Ich erwarte sehr viel von Lipperreihe II. Seit rund zwei Jahren entsteht dort ordentlich etwas. Der Unterbau hinsichtlich der Jugend ist dort sehr gut mit der Jugendspielgemeinschaft mit Oerlinghausen zusammen. Die Erste ist in die Bezirksliga aufgestiegen“, weshalb auch die Reserve von guten Spielern profitiert. Das nunmehr siebte Saisonspiel bezeichnet Brosch als das „bis dato schwierigste“ für seine Mannschaft. Vier Punkte hat Grastrup/Retzen mehr als der kommende Widersacher bei einer gleichen Anzahl an Partien eingefahren. TuS-Trainer Sebastian Brosch sieht durchaus das nötige Potenzial bei seinem Team, am Ende des Spieltags sogar sieben Punkte davonzuziehen. Ein Vorteil für die Hausherren könnte sicherlich die Kunstrasenfläche sein. Dennoch: „Wir verfügen über genügend Qualität und Erfahrung, um auch diese Situation zu lösen“, so Brosch. Faktoren wie Galligkeit, den absoluten Siegeswillen, zu gewinnen, was jeweils beim jüngsten 2:2 gegen den TuS Leopoldshöhe II vermisst wurde, möchte er nun wieder von seinem Team geliefert bekommen. Diesem doppelten Punktverlust trauert Brosch auch jetzt noch hinterher. Voll auf die maximale Ausbeute fokussiert zu sein, den eigenen Matchplan durchzudrücken, das wünscht sich der erfahrene Coach, der „110 Prozent Einsatz und totale Konzentration“ von seinem Team einfordert. Zur Personalsituation: Weiterhin langzeitverletzt sind Nico Bösener, Patrick Haas und der spielende Co-Trainer Salvatore Völkel (Bild links). Letzterer hat am Donnerstag seine Schrauben gezogen bekommen, soll für ihn nun der nächste Schritt in seinem Genesungsprozess angestrebt werden. „Danke, dass du mir bisher so tatkräftig unter die Arme gegriffen hast. Ich wünsche dir eine schnelle Besserung, dass du möglichst schnell auf dem Platz, nicht an der Linie, stehen musst“, bedankt sich Brosch an dieser Stelle bei seiner „rechten Hand.” Ganz bewusst vertraut er nun den Akteuren aus der eigenen Reserve: „Sie müssen nun den Worten auch Taten folgen lassen“, ist diese Aussage extrem auffordernd.

 

Um 12.30 Uhr pfeift Fynn Heymann dieses Duell auf dem Kunstrasenplatz in Lipperreihe an.

TuS Leopoldshöhe II vs. TSG Holzhausen/Sylbach II

(hk). Dieses 2:2 beim Spitzenreiter TuS RW Grastrup/Retzen hat Appetit auf mehr gemacht. Das Heimspiel gegen die drittplatzierte TSG Holzhausen/Sylbach II wird nicht leichter werden. Die Löwen sind in der noch juvenilen Spielzeit erfolgreich auf der Jagd, weshalb der Hunger von Leopoldshöhe II-Sprachrohr Max Meckelmann intensiviert wurde: „Nachdem wir uns letzte Woche bereits gut geschlagen haben, wollen wir jetzt den Schwung mitnehmen und endlich auch wieder dreifach punkten. Aber nur, weil wir hier gegen eine 2. Mannschaft spielen, heißt das freilich nicht, dass wir sie unterschätzen dürfen.“ So sind die Koring-Kicker doch besser als gleich fünf Erstvertretungen in der B2 Lemgo platziert. Sogar drei Punkte haben sie mehr als ihre eigene Erstvertretung bisher eingesammelt, weshalb Meckelmann völlig zutreffend feststellt: „Sie haben diese Saison gezeigt, dass sie ihrer Ersten in nicht viel nachstehen. Ich erwarte ein interessantes Spiel und eine Menge Einsatz.“ Bis auf acht Punkte könnten sie einen Abstiegsrang bereits hinter sich lassen, wenn der Heimsieg gelingt. Um diese Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, sind beim Training zahlreiche Passübungen exerziert worden, damit hier Automatismen erlangt werden. „Wenn wir das am Sonntag auf den Platz bringen, werden wir auch wieder punkten“, konstatiert Meckelmann im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Im Seniorenbereich ist TSG Holzhausen/Sylbach II-Coach Simon Koring noch nicht in den Genuss gekommen, auf den TuS Leopoldshöhe II getroffen zu sein. Hier gab es eher im Nachwuchssektor einige sportliche Begegnungen. Koring, ein fleißiger Konsument diverser Zahlenwerke und Berichte über die zweite Lemgoer B-Liga-Staffel, fühlt sich in seiner ersten Einschätzung absolut bestätigt. „Leo ist ein unbequemer Gegner, macht die Räume eng und versucht, das gegnerische Spiel zu zerstören, um selber schnell umzuschalten.“ Beim 2:2-Unentschieden am letzten Spieltag gegen den bis dato ausschließlich siegreichen TuS RW Grastrup/Retzen hat dies der TuS Leopoldshöhe II bemerkenswert gut gemacht. Zudem erkämpfte sich die TSG-Erstvertretung äußerst mühsam einen 2:1-Auswärtserfolg in Leopoldshöhe. Das richtige Gegengift gegen diesen sperrigen und offensiv schnell zustechenden Gegner zu finden, zudem das gegnerische Toreschießen zu erschweren, das wird entscheidend sein. Klar ist: Denn Gästen steht ein intensives Spiel bevor. Selbst fühlen sich die Blau-Weißen richtig motiviert nach dem 2:2-Remis gegen den FC Union Entrup, was die Sinne weiter geschärft hat. Koring, ganz jovial: „Wir haben viel Spaß und die Qualität, Zählbares gerne dreifach mitzunehmen.“ Dyck muss arbeiten, Hanke hat einen privaten Termin, Ewers ist verletzt. Eine mögliche Zwangspause droht auch den lädierten Möwe, Aydin (Bild links) und Milz.

 

Imdat Yumusak leitet dieses Spiel in Leopoldshöhe am Sonntag ab 12.30 Uhr.

SV Werl-Aspe II vs. TSV Schötmar

(hk). Mehr Kontrast geht wirklich nicht. Das punktlose Schlusslicht SV Werl-Aspe II bekommt Besuch vom TSV Schötmar. Minimum trifft Maximum, denn die Lohfeld-Jungs haben alle ihre fünf Saisonspiele bisher gewonnen. „Wir empfangen den Top-Favoriten für den Aufstieg“, betont SVWA II-Akteur Marius Grimm, der staunend das Torverhältnis von 31:3 im Hinterkopf hat. Jetzt kommt der kleine Haken, der vielleicht die Tür für den Außenseiter einen Spalt weit aufmacht: „Nur sehr selten wurde dem TSV einiges abverlangt.“ Hier können die Hausherren anknüpfen, ihre beste Leistung abliefern, um somit die Erfolgswahrscheinlichkeit zu steigern. Grimm prognostiziert: „Sie haben eine spielstarke Truppe und sind offensiv sehr stark. Viele Gesichter sind auch für uns aufgelaufen. Daher kennt man nahezu alle und es besteht eine freundschaftliche Beziehung zu den Spielern. Sie werden uns dennoch am Sonntag einiges abverlangen. Damit wir nicht voll unter die Räder kommen, müssen wir uns voll reinhängen. Viel rechnen wir uns aber nicht aus.“ So kann man sich dadurch nur positiv überraschen lassen, möchte man sich nicht zu stark unter Druck setzen. Grimm stapelt erst einmal tief, was möglicherweise auch realistisch erscheint: „Ein Erfolg wäre vermutlich, kein Ergebnisdebakel abzuliefern, keine Verletzten und auch keine unnötigen Karten am Ende des Spieles. Eine ordentliche Präsentation und Einstellung erwarte ich von meinen Mannschaftskollegen“, gehört dazu auch die professionelle Vorbereitung auf solch ein Spiel. Hier bestand noch Luft nach oben. Die Ausfallliste hat beträchtliche Ausmaße angenommen, wird erst am Sonntagmittag Klarheit herrschen, welche Akteure spielfähig sind. Urlauber Florian Rausch muss definitiv aussetzen.

 

Eine ganz enge Verbundenheit besteht ebenfalls von Schötmaraner Seite aus zum SV Werl-Aspe II. Fast der komplette Kader hat in den Nachwuchsmannschaften bei den Schwarz-Weißen gespielt, da beim TSV Schötmar diesbezüglich eine klare Vakanz vorliegt. Man weiß viel voneinander, hat Sympathien füreinander, spekuliert Dargecit folglich keineswegs risikoreich: „Daher werden wir Sonntag viele bekannte Gesichter sehen. Es waren bisher immer sehr faire Spiele, wenn wir aufeinandertrafen.“ Dass gewaltige 15 Punkte Differenz zwischen den beiden Teams liegen, hat Gründe. Dargecit findet: „Leistungstechnisch haben wir es mit einem Gegner zu tun, der weit unter seinen eigenen Erwartungen und auch unter seinem Potenzial steht.“ Genau dies macht den SV Werl-Aspe II so gefährlich. Er reibt sich durchaus verwundert seine Augen, wenn er klarstellt: „Zwar war Werl-Aspe II schon letzte Saison nicht DIE Überraschungsmannschaft und ist es auch diese Saison nicht, aber auf den letzten Tabellenplatz hätte ich sie definitiv nicht gestellt, wenn man mich vor der Saison gefragt hätte.“ Angeschlagene Boxer sind stets und ständig gefährlich. Natürlich ist sich auch Ersan Dargecit vollauf bewusst, dass das Schlusslicht dringend Punkte benötigt, geht er allerdings nicht davon aus, dass sie ausgerechnet gegen das einzig unbefleckte Team der Liga mit einer Zählereinfuhr rechnen. Nur das eigene Match kann gelenkt werden, kündigt Dargecit bei Lippe-Kick bereits an: „Dennoch werden wir konzentriert in das Spiel starten und wieder unser eigenes System durchsetzen. Wir haben momentan eine hohe Motivation und viel Leidenschaft in unserem Spielfluss. Das sollten wir mitnehmen, soweit es geht.“ Einzig der langzeitverletzte Kerem Er fehlt. Coach Fathi Ilhan kann ansonsten aus dem vollen Kader auswählen.

 

Um 12.30 Uhr ist Tobias Patzer der Referee für diese Partie. Auf dem Rasenplatz Heerser Bruch in Werl-Aspe erfolgt der Anstoß.

 

TBV Lemgo III vs. TSG Holzhausen/Sylbach

(hk). Nichts für zart Besaitete war das Aufeinandertreffen vor einem Jahr zwischen diesen beiden blau-weißen Rivalen. Die Lemgoer nahmen erst in der Schlussminute das Gegentor zum Ausgleich hin. Im Rückspiel war nicht mehr dieser hohe Spannungsfaktor erkennbar. So langsam steigt die Sehnsucht nach einem dreifachen Punktgewinn. Seit vier Spielen haben die Hansestädter dieses Erlebnis nicht mehr feiern dürfen, war zuletzt am 13. September ein 6:1-Heimerfolg über den SV Werl-Aspe II die volle Ausbeute. Eine Blockade hat TBV III-Spielertrainer Dennis Driedger nicht beobachtet. Ganz im Gegenteil: „Die letzte Woche haben wir abgeschüttelt. Ich sehe aktuell eher die Lust im Team, das Ganze mit einem Erfolgserlebnis wieder geradezubiegen!“ Zumindest mit einem Auge sollte der Abstiegszone Beachtung geschenkt werden, denn vier Punkte Bonus auf den ersten Abstiegsrang, wo der SV Wüsten II derzeit rangiert, sind beileibe kein beruhigendes Polster. Bei der Erstvertretung aus Holzhausen/Sylbach sind die Ansprüche etwas ambitionierter. Das Koring-Team, das vor allem „über die Mannschaftsleistung“ kommt, wie Driedger beobachtet hat, besitzt definitiv das Potenzial für das obere Tabellendrittel. Driedger will den gegnerischen Motor nicht laufen lassen, weshalb er bei Lippe-Kick klarstellt: „Von daher dürfen wir sie sich nicht warmspielen lassen. Wir müssen sie früh stören und unter Druck setzen.“ Mit der richtigen Portion Mut und einer kontinuierlichen Leistung über die komplette Spielzeit sieht Driedger seine Elf „absolut nicht chancenlos.“ Die Jungs aus der 41.500 Einwohner-Stadt müssen einige Ausfälle ersetzen. Neben Sebastian Klaas sind auch Erhan Köse und Musa Murad aus Verletzungsgründen nicht mit dabei. Alexander Ehlebracht hat private Verpflichtungen zu erledigen, aber Lucas Lüdtke, Patrick Wattenberg, Maurice Lübeck und Raheel Hussain stehen wieder zur vollständigen Verfügung bereit.

 

 

Jörg Koring ist auf der Suche nach Vergleichswerten. Der jahrelang vor allem im Bad Salzufler-Jugendbereich aktive Koring hat sich mit dem TBV Lemgo III nicht bespielt. Deshalb benutzt er vor allem Analyse-Optionen, die sich auf diese Spielzeit beziehen, um seriöse Aussagen zu den Hansestädtern zu treffen. Er ist sich im Klaren: Mit einem klaren Heimsieg könnten die Lemgoer seine Mannschaft überholen. „Lemgo III befindet sich mal gerade drei Punkte hinter uns, ihre Offensive ist auf jeden Fall gefährlich und mit ihrem Kapitän und Torjäger Marco Schröder haben sie einen brandgefährlichen Spieler in ihren Reihen.“ Deshalb gilt es als sehr sinnfällig: „Wir sind gewarnt.“ Mehr Killerinstinkt im Torabschluss sollen seine TSG-Kicker zeigen. Die Voraussetzungen sind stimmig, betont Koring doch: „Fußball spielen können meine Jungs, es gab bis jetzt noch kein Spiel, was wir nicht bestimmt haben. Wir haben viel Ballbesitz und spielen uns etliche Chancen heraus, aber müssen so langsam mehr netzen“, klafft eine riesengroße Lücke zwischen Aufwand und Ertrag. Auf Tom Jünemann und Tobias Hansmann (Bild links) muss er verzichten. Sohnemann Liam Koring hat nach einer längeren Abstinenz wegen seiner Knieverletzung wieder die Rückkehr in den Trainingsbetrieb aufgenommen. Ein Einsatz kommt für ihn allerdings deutlich zu früh.

 

Rainer Lengert pfeift auf dem Kunstrasenplatz in Lemgo ab 13.15 Uhr diese Partie an.

 

FC Union Entrup vs. SC St. Pauli

(ab). Ein „mehr als spannendes Spiel“ steht für den FC Union Entrup am Sonntag auf dem Plan. Das liegt erstens am Gegner: „St. Pauli ist Aufsteiger und kommt immer mehr in Fahrt.“ Und zweitens hat der SC mit Wildner, Klotz und Billotin drei Ex-Entruper im Kader. „Das bringt noch mehr Feuer rein“, weiß Timm Lessow. Und bei „allem Respekt an den Weg, den Pauli geht, aber die Punkte müssen am Ende auf unserer Seite liegen.“ In der Hoffnung, „dass Uli Bornscheuer und Jonas Grote ihre Blessuren kurieren, können wir ein schlagfertiges Team anbieten.“

 

Der SC St. Pauli hat in den vergangenen Jahren häufig mit der Zweitvertretung des FC Union Entrup Bekanntschaft gemacht, aber schon die war „immer ein schwieriger Gegner. Mit der Ersten wird ein noch größeres Stück Arbeit auf uns zukommen“, befürchtet Coach Simon Meschonat. Die Anforderungen an seine Mannschaft sind folgende: „Wir müssen körperlich dagegenhalten und es schaffen, unsere Idee vom Spiel auf den Platz zu bringen.“ Schließlich will der Aufsteiger „nach dem ersten Sieg in der B-Liga vergangenen Sonntag gegen Wüsten natürlich die nächsten drei Punkte einfahren.“ Zielsetzung ist demnach „der zweite Saisonsieg, auch, wenn wir logischerweise als Außenseiter in die Partie gehen.“ Meschonat muss am Sonntag auf einige Spieler verzichten: „Urlaubsbedingt fehlen Luca Drexhage und Jonas Klassen. Dazu gesellen sich die verletzten Klemen und Renner, sowie der weiterhin gesperrte Wildner“, der seinen ehemaligen Mitspielern damit nicht auf dem Platz begegnen wird.

 

Wolfgang Lenger ist der Unparteiische ab 15.00 Uhr.

TuS Asemissen II vs. TuS Helpup

(hk). Läppische fünf Kilometer liegen zwischen den Orten Asemissen und Helpup. Folglich wird wohl mit zahlreichen Helpuper-Schlachtenbummlern zu rechnen sein, die den kurzen Weg auf sich nehmen. Mit einem Auswärtserfolg könnten die Helpuper nämlich tabellarisch reichlich Boden gutmachen, den TuS Asemissen II definitiv einholen. Reichhaltige Erlebniswerte gab es zwischen den beiden Nachbarvereinen in den vergangenen Jahren nicht, spielte Helpup doch als SG Kachtenhausen/Helpup zuletzt im Detmolder FuL-Kreis. Dennoch kennt man sich untereinander gut, denn einige Helpuper weisen eine Asemisser-Vita auf – Marc Schubert, Maximilian, „the fox in the box“, Rost oder Lucas Wöstenfeld etwa. TuS Asemissen II-Coach Florian Meerkötter ruft sein Team dazu auf: „Entscheidend wird es sein, dass wir unsere eigenen Fehler minimieren, da Helpup über gute Einzelspieler verfügt, die diese Fehler eiskalt ausnutzen.“ Wie es das Tabellenbild bereits erahnen lässt, rechnet Meerkötter mit einer ausgeglichenen Angelegenheit, die von Details entschieden wird. Die drei Siege in Serie zuletzt, diese bei einem Torverhältnis von 10:3, haben das Selbstvertrauen geweckt, findet Meerkötter Gefallen daran und sagt: „Wir wollen unseren guten Aufwärtstrend fortsetzen und die drei Punkte in Asemissen behalten. Wir müssen dafür aber unsere beste Leistung auf dem Platz bringen“, um die Erfolgsperspektive deutlich zu steigern. Patrick Dove, Manuel Epp, Tobias Gröschl (Bild rechts) und auch der langzeitverletzte Steven Reimer (Bild links) fallen allesamt aus. Jonas Epp findet dafür wieder Eingang in den Kader. Bei ein, zwei Akteuren muss abgewartet werden, inwiefern sie einsatzfähig sind.

 

Was hat der TuS Helpup bloß dem Fußball-Gott angetan? Die Bänderrisse setzen die Helpuper-Jungs in Serie außer Gefecht. Malte Schütte (Bild links) hat es nun erwischt. Torben Kessemeier ist auf keinen Fall dabei, muss er doch nach einer komplizierten Handverletzung eine Schiene tragen. Ob Gruttmann und Risy mitwirken, steht noch in den Sternen. Ein Trost: Rehm und Rost trotzen vor Tatendrang, wedeln mit der Hand und den Füßen, um am Sonntag eingesetzt zu werden. TuS Helpup-Coach Andre Plaß nimmt die Gegnerbeobachtung gerne persönlich vor: „Ich konnte mir ein Spiel von Asemissen II ansehen. Eine junge und gute Truppe mit guten Einzelspielern.“ Deshalb prognostiziert er keineswegs unrealistisch: „Es wird für uns nicht leicht werden, dort zu bestehen.“ Mut machen die letzten Spiele, sammelten die Helpuper hier doch sieben Punkte ein, gewannen deutlich in Bexterhagen (3:0) und gegen Werl-Aspe II (6:0), holten einen Moral-Zähler beim TBV Lemgo III (4:4).

 

Referee Ralph Marquardt leitet dieses Spiel am Sonntag um 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Asemissen.

Stadtwerke Bad Salzuflen

Swiss Life Select

More in Kreisliga B2 Lemgo

%d Bloggern gefällt das: