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Kreisliga B2 Lemgo

Kreisliga B2 Lemgo – Vorbericht 8. Spieltag 2020/21

Alles zur zweiten Lemgoer B-Klasse, die volle Dröhnung. Lippe-Kick gibt sie euch hier. Klickt euch rein, das ist fein.

 

Asemissen II ist alles zuzutrauen

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Stolz thront der TSV Schötmar am Himmelstor zur A-Klasse. Alles, was sich dem langjährigen Bezirksligisten bisher in den Weg gestellt hat, wurde besiegt. Zuletzt gab es einen faszinierenden 11:1-Kantersieg gegen allerdings auch stark abbauende Jungs vom SV Werl-Aspe II. Alles glänzt also rund um das Lohfeld. Vieles wirkt bei dem rot-schwarzen Panther perfekt, aber die Jäger sind zäh. Wie etwa die überraschend stark gestartete Zweitvertretung der TSG Holzhausen/Sylbach, noch mehr der Turn – und Sportverein Grastrup/Retzen. Zustände, wie in der Bundesliga, wo Bayern München keine echte Konkurrenz fürchten muss, wird es in der Kreisliga B2 Lemgo bestimmt nicht geben. Die Hürde wird für den TSV Schötmar heftig sein, ist der Prüfstein mit dem Tabellenfünften TuS Asemissen II doch extrem anspruchsvoll. Grastrup/Retzen bekommt es mit dem zu oft unterschätzten TuS Bexterhagen II zu tun, während die TSG Holzhausen/Sylbach II den Vierten TuS Lipperreihe II zu Gast hat.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

 

 

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SC St. Pauli vs. TuS Leopoldshöhe II

(ab). Auch ohne den Gegner sonderlich gut zu kennen, sieht St. Pauli-Coach Simon Meschonat die Rollen klar verteilt: „Die letzten Ergebnisse zeigen, dass sie auf jeden Fall als Favorit in die Partie gegen uns gehen.“ Der Aufsteiger muss schließlich erst einmal versuchen, die „schwache Vorstellung gegen Entrup“ hinter sich zu lassen und „mit mehr Willen im Heimspiel um die Punkte kämpfen.“ Dafür wird es wichtig sein, dass eigene Spiel „auf den Platz zu bringen und die gravierenden Fehler der letzten Wochen abzustellen.“ Und das, obwohl der SC „ziemlich angeschlagen“ in das Spiel geht, es fehlen sieben mögliche Stammkräfte. Billotin, Renner, Klemen und Scherzer sind verletzt bzw. krank, Drexhage und Rentschler im Urlaub und Wildner weiterhin gesperrt.

 

Die Gegenseite weiß dagegen ziemlich gut, mit wem man es zu tun bekommt. Zumindest einer von ihnen, nämlich Max Meckelmann. Der hat das Spiel des SC St. Pauli zu Saisonbeginn im Kreispokal gegen den VfL Lüerdissen als Unparteiischer gepfiffen. „Daher weiß ich, dass wir gegen ein Team mit hohen Kämpferqualitäten spielen. Tore schießen wird schwierig am Sonntag, also muss bestenfalls jeder Schuss sitzen“, empfiehlt der TuS-Kicker. Aber „nicht nur mit den Gegnern, sondern auch mit dem Platz werden unsere Jungs sicherlich kämpfen müssen. Die West-Alm ist ja traditionell bei Regen nur schwer berechenbar und entsprechend ergibt sich auch hier eine Herausforderung für uns.“ Punkte liegen lassen ist dennoch keine Option: „Wir werden als Favorit ins Spiel gehen und dementsprechend darf nur ein Sieg für uns drin sein.“ Die Vorbereitung auf das Spiel lief aber aufgrund des durchwachsenen Wetters auch nur eingeschränkt. Die Löwen haben sich vor allem auf die Probleme im Spielaufbau konzentriert. Erschwerend kommt hinzu, dass mit Keno Spangenberger der Keeper, sowie mit Marvin Diekmann, Tim Fahrmeier und Kristijan Kljucevic gleich drei Innenverteidiger verletzungsbedingt ausfallen.

 

 

Schiedsrichter ab 12.30 Uhr ist Herbert Indenbirken.

 

TSG Holzhausen/Sylbach II vs. TuS Lipperreihe II

(hk). In der Bundesliga würde hier von einem Kampf um die Champions League-Plätze gesprochen, wenn der Tabellendritte den Vierten willkommen heißt. Hier geht es um die Tuchfühlung zur Tabellenspitze, soll der Kontakt zu den begehrten Plätzen bitteschön nicht abreißen. Die Meinung ist hoch, die TSG Holzhausen/Sylbach II-Coach Simon Koring vom Gast hat: „Lipperreihe II war stets ein anspruchsvoller Gegner, sie können ein gutes Kombinationsspiel aufziehen, besonders auf heimischem Kunstrasen, und haben seit langem einen guten Trainer.“ Vor allem die personifizierten Tormaschinen Krause und Habigtsberg hat er im Blick, traf das Duo schließlich liebend gerne gegen die TSG-Zweitvertretung. Koring betont im Lippe-Kick-Gespräch: „Das Team ist für mich in dieser Saison sicher eine der Top 4-Mannschaften und dementsprechend aktuell voll im Soll. Ich sehe sie als klaren Favoriten im Spiel an.“ Dies, obwohl der Vorjahres-Aufsteiger drei Zähler mehr auf der Habenseite bisher verbucht hat. Dazu sollte die eigene Brust nach fünf Saisonsiegen stolz angeschwellt sein. Welche Fußball-Materie war wichtig für die Hausherren? „Wir haben diese Woche einiges Augenmerk auf die Torabschlüsse, den Spielaufbau, aber auch noch mal etwas Kondition gelegt.“ Die am Knie lädierten Sebastian Funke und Alexander Möwe fallen aus, bei Sebastian Ewers (Bild links) zwickt der Oberschenkel und Sebastian Aydin ist erkrankt. Dyck steht hingegen vor der Rückkehr in den Kader.

 

Um 12.30 ist Referee Wolfgang Lengert für die Spielleitung auf dem Naturrasenplatz in Holzhausen verantwortlich.

 

SV Wüsten II vs. FC Union Entrup

(hk). Mehr als einverstanden darf sich der SV Wüsten II mit der bisherigen Spielzeit zeigen. Sechs Punkte hat der fleißige Aufsteiger in den letzten fünf Partien eingeheimst. Nun begrüßen die Wüsten-Füchse also ein Team aus dem sicheren Tabellenmittelfeld, kann Coach Viktor Melnicuk (Bild links) so einige Anekdoten über diesen Rivalen erzählen: „Die letzten fünf, sechs Spiele in der Kreisliga C gegen die Zweite von Entrup waren sehr intensiv. Beide Mannschaften haben einen guten Fußball gezeigt und viele Zweikämpfe geführt. Man hat gemerkt, dass alle Beteiligten einfach Bock auf dieses Duell hatten! Von der Mentalität her nimmt sich die Erste und Zweite von Entrup nichts, weshalb ich am Sonntag ein geiles Fußballspiel erwarte!“ So unberechenbar wie die Laune eines 14-jährigen Teenagers haben sich die Entruper in der laufenden Spielzeit präsentiert. Melnicuk rechnet mit einem hoch motivierten Kontrahenten: „Aber gegen uns werden sie besonders heiß sein, das ist sicher! Union ist als Team sehr stark. Deshalb braucht man nicht einzelne Spieler hervorzuheben.“ Im Abwehrbereich hat der SVW II-Chefcoach bei 23 kassierten Gegentoren so einige Ansatzpunkte erkannt, muss auch im Umschaltspiel einiges besser werden. Auch dies stand ganz weit oben auf dem Stundenplan. Der 3:2-Sieg in Lieme hat gutgetan. Deshalb möchte der Liga-Neuling mit einem ähnlichen Kader in diese Partie gehen. Den Favoriten-Status schiebt er den Unionern zu, „weil sie einfach die erfahrenere Mannschaft sind.“ Dennoch soll dem langjährigen B-Ligisten am Sonntag ein Schnippchen geschlagen werden.

 

Mit Aufsteigern hat der FC Union Entrup eine sehr frische wie lehrreiche Erfahrung sammeln dürfen. Das Heimspiel gegen den SC St. Pauli ist in der Vorwoche nur mühsam mit 2:1 gewonnen worden. Der SV Wüsten II ist mindestens genauso stark wie die Paulianer zu bewerten. Deshalb vermutet auch Union-Fänger Timm Lessow: „Nachdem wir uns letztes Wochenende schon schwergetan haben, wird es vermutlich am Sonntag nicht leichter. Zumindest stellen wir uns darauf ein.“ Die Entruper sind trotz aller Körperlichkeit eine technisch ansprechend agierende Mannschaft, die sich auf dem Kunstrasenplatz in Wüsten gewiss wohlfühlen wird. „Aber, wenn Wüsten II alles aufbietet, wird das sicher kein Zuckerschlecken.“ Bis auf einen Zähler könnten die Wüsten-Füchse mit einem Heimerfolg an den FCU heranrücken, weshalb Lessow nur die vollen drei Punkte als das einzig Wahrhaftige erklärt. „Der Plan ist es auch, die Punkte souverän zu holen, die Kräfte müssen noch acht Wochen reichen“, ist diese Spielzeit nicht nur, sondern vor allem für die Amateurfußballer, körperlich, auch mental, eine echte Herausforderung. Bis auf Ulrich Bornscheuer (Bild rechts) darf Union-Coach Thomas Johannfunke seine Bestformation aufbieten.

 

Ab 13.00 Uhr leitet Referee Lukas Wessel diese Partie auf dem Kunstrasenplatz in Wüsten.

 

 

 

Yunus Lemgo vs. TBV Lemgo III

(hk). Die Hansestadt bebt, wenn die einzigen beiden Mannschaften aus der Kernstadt aufeinandertreffen. So langsam ist der Traumstart mit neun Punkten aus den ersten drei Spielen vergessen. Zuletzt verließ Yunus Lemgo nämlich dreimal in Folge das Spielfeld als Verlierer. Nach dem spielfreien Wochenende ist die Moral wieder aufgerichtet, haben die Grün-Weißen zuletzt sehr ansprechend trainiert. Dennoch bezeichnet Magier Mehmet Anat den Gast TBV Lemgo III als „Favoriten“, fügt erklärend hinzu: „Sie sind spielerisch sehr stark.“ Vor allem der gegnerische Capitano Marco Schröder, Flügelläufer Özcan Altunbas und Routinier Kenan Sayan müssen von seinem Team intensiv bespielt werden. Schröder führt mit 14 Toren nach sieben Partien das Torjäger-Ranking an. Resultierend: „Sie haben eine wirklich gute Truppe“, lobt Anat. Um diese erfolgreich zu bespielen, sollten die Delphine „unser Bestes geben“, wird es auch auf die Taktik-Fähigkeiten von Anat ankommen. Den richtigen Match-Plan muss er seinem Team mit auf den Weg geben. „Ich hoffe, dass wir ein gutes Spiel zeigen“, ist dies auch

A. Tümenci

erforderlich, um in die Punkte-Ränge zu fahren. Spielmacher Tayfun Osman Ergün fehlt verletzungsbedingt definitiv. Fänger Mert Yilmaz könnte es vielleicht bis Sonntag schaffen. Yusuf Yeldan ist langzeitverletzt, Cihan Deniz ist aus disziplinarischen Gründen und Hamzer Yalcin wegen der Rot-Sperre nicht dabei. Vor allem der Offensivbereich klagt über Personalknappheit. Abwehr-Boss Monzer Hantro und Kreativ-Kicker Ahmet Tümenci feiern die Rückkehr in den Spielbetrieb. Bünyamin Topcu befindet sich im Aufbautraining, hat er bereits einige Laufeinheiten bis dato hinter sich gebracht.

 

Mauern ist nur etwas für Maurermeister. TBV Lemgo III-Spielertrainer Dennis Driedger glaubt nicht, dass der Lokal-Rivale hinten Beton anrührt. Vielmehr rechnet er fest damit, dass sich so einige Räume anbieten, da Yunus munter nach vorne spielen wird: „Wir erwarten eine von Anfang an aufspielende Mannschaft. Die letzten Spiele hat Yunus gerade zu Beginn die Tore gemacht!“ So lautet Plan A. Wenn allerdings Yunus komplett anders agiert, erst einmal aus einer abwartenden Haltung agiert, dann wären die Jahnplatz-Jungs ebenfalls vorbereitet. Driedger verrät somit, dass man sich mit der gegnerischen Spielweise sehr ausführlich auseinandergesetzt hat. Der prächtige Saisonstart ist auch von Driedger nicht unentdeckt geblieben, ebenso wenig die Negativserie von drei Nullrunden hintereinander. Vor allem die Qualitäten der Ex-TBV-Kicker Yusuf und Cüneyt Tümenci kennt Driedger bestens, soll vor allem die Zentrale bespielt werden. Diese bezeichnet er als „das Prunkstück, da dürfen wir sie nicht zur Entfaltung kommen lassen.“ Der Wiedergutmachungswille ist in den Hinterköpfen der Lemgoer definitiv präsent, will man sich nun mit einer ausgeklügelten Taktik und einem engagierten Spiel dafür revanchieren. Das Ziel ist bereits ausgerufen: Eine ähnlich starke Leistung zu bieten, wie beim 6:3-Heimerfolg über die TSG Holzhausen/Sylbach, haben die Hansestädter das mutmaßliche Spitzenteam fußballerisch versenkt. „Wenn wir das machen, rechne ich mit einer guten Chance, die drei Punkte mitzunehmen.“ Da nach dem aktuellen Stand auf der Lazarett-Liste glücklicherweise keine Neuzugänge begrüßt werden, „sehe ich uns gut für Sonntag aufgestellt“, bekreuzigt sich Driedger (Bild rechts) noch schnell.

 

Detlef Meyer ist am Sonntag um 15.00 Uhr der Mann mit Pfiff. Er pfeift diese Begegnung auf dem Rasenplatz der West-Alm an.

 

TSG Holzhausen/Sylbach vs. SV Werl-Aspe II

(hk). Auch der SV Werl-Aspe II ist für TSG Holzhausen/Sylbach-Coach Jörg Koring noch ein unbeschriebenes Blatt. Von dem letzten Tabellenplatz und der schmalbrüstigen Bilanz möchte er sich auf keinen Fall täuschen lassen, sensibilisiert er seine Mannschaft bereits via Lippe-Kick: „Wir können uns sicher sein, dass die zweite Garde aus Aspe sich nicht kampflos aufgibt. Sie werden alles versuchen, um uns das Leben so schwer wie möglich zu machen.“ Die Erfahrung sitzt vor allem auf der Trainerbank mit alten Haudegen wie Alexander Rugge und Stefan Tappe. Koring erwartet „einen Match-Plan, der uns in Schwierigkeiten bringen soll und kann, wenn wir nicht mit der richtigen Einstellung in das Match gegen den Tabellenletzten gehen.“ Wo das enden kann, wenn es an den passenden Primärtugenden hapert, hat die TSG am vergangenen Spieltag am eigenen Leibe gespürt, als beim TBV Lemgo III mit 3:6 verloren wurde. Was ist denn körperlich unter der Woche so geübt worden? Die Ballarbeit genoss am Dienstag ganz viel Wertschätzung, während am Donnerstag vor allem die Genauigkeit beim Passspiel auf dem Stundenplan stand. Die klare Niederlage in der Hansestadt nervt Koring, weshalb er seinem Team die klare Botschaft mit auf den Weg gibt: „Wir haben etwas gutzumachen nach unserer Leistung gegen Lemgo.“ Immer mehr Ausfälle erschweren die Voraussetzungen. Führungsfigur Pascal Gehring (Bild links) muss mehrere Wochen eine Fußballpause einlegen. Ebenfalls Moritz Simon, Liam Koring, Tom Jünemann, Tobias Hansmann, Luca Lynack, Daniel Galoyan und Daniel Stüde stehen nicht im Kader. Vage ist noch der Einsatz von Niklas Kroos (Bild rechts).

 

Am Donnerstagabend fand nach dem Training ein Krisengespräch beim SV Werl-Aspe II statt. In der bisherigen Spielzeit sind die Schwarz-Weißen nicht wettbewerbsfähig, gingen alle sechs Partien verloren, dies bei einem Torverhältnis von 3:29. Möglichst schnell muss die Wende gelingen, bevor die rettenden Ränge nur noch mit dem Fernglas erblickt werden. Ein Führungsspieler, der die Vereins-DNA mit jeder Faser lebt, ist Marius Grimm (Bild links). „Wir haben über die aktuelle Situation gesprochen und die bisherigen Spiele Revue passieren lassen. Bei 25 unterschiedlichen Spielern (davon nur drei, vier aus dem Kader der Ersten) in sechs Spielen, zeigt es sich, dass es eigentlich an der Quantität nicht mangelt.“ In den Startphasen sind sie voll auf der Höhe, beweisen ihre Eignung für diese Spielklasse, indem sie ein ebenbürtiger Kontrahent sind. Als Problem in seinem Team ist die Psyche eruiert worden, gleichermaßen die Fitness. Das sind die Ansatzpunkte, die in den folgenden Wochen angegangen werden müssen. Nach Spieltagen der Tristesse ist die Forderung nämlich klar: „Wir wollen also die Kurve bekommen und das möglichst bald“, soll am liebsten Sonntag im Derby bei der TSG Holzhausen/Sylbach bereits damit begonnen werden. Grimm hat verinnerlicht: „Das ist natürlich nicht einfach, aber, wenn wir uns zusammenreißen, ist alles möglich.“ Als „merkwürdig“ bezeichnet er den Fakt, dass die TSG-Reserve besser als das Koring-Team im Ranking dasteht, doch relativiert sich das ein wenig mit Blick auf die bisherigen Partien und den langen Saisonverlauf, der noch auf alle Beteiligten in dieser ganz besonderen Saison zukommen wird. Den Tabellenachten kann er äußerst schwer analysieren, weiß man bei den Blau-Weißen nicht so recht, woran man ist. Grimm erahnt: „Es scheint immer mit der “Tagesform” zusammenzuhängen.“ Das Schlusslicht muss auf Florian Rausch (Bild rechts) , Hidir Oezer und Sascha Jablonski auf jeden Fall verzichten. Sehr gut möglich, dass noch einige Abmeldungen folgen. Daniel Worthmann kehrt aus seiner Verletzungsabstinenz derweil zurück.

 

Jannik Simon pfeift um 15.00 Uhr das Spiel auf dem Naturrasen in Holzhausen an.

 

TSV Schötmar vs. TuS Asemissen II

(hk). Obacht, meine Damen und Herren. Wer meint, dass die folgende Heimpartie gegen die Reserve aus Asemissen nur annähernd so einfach wird wie gegen den SV Werl-Aspe II, der glaubt noch an den Weihnachtsmann und Osterhasen. TSV-Vereins-Boss Ersan Dargecit (Bild links) kennt die mögliche Stolperfalle nur allzu gut, bemerkt er doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Mit Asemissen II kommt am Sonntag ein etwas komplizierter Gegner. Sie sind definitiv ernstzunehmen und haben die letzten Jahre immer einen der ersten fünf Tabellenplätze eingenommen.“ Das spricht für eine Beständigkeit im Leistungssektor. Zugeben muss der Ur-Schötmaraner, dass das Kollektiv bei den West-Lippern enorm ist, bemerkt er immerhin: „Es war bei Asemissen II schon immer so, dass individuell kein Spieler besonders hervorgestochen ist, sie haben immer konstant als Mannschaft gut gespielt.“ Der allgemeine Warnhinweis wird auch deshalb mit einer roten Lampe als Signalwirkung versehen, weil die jüngsten Duelle eine abschreckende Wirkung beinhalten: „Die letzten Jahre waren sie uns im Allgemeinen überlegen, aber, wie schon öfters erwähnt, werden wir uns dieses Jahr nicht nach den vergangenen Jahren richten, da unser jetziger Kader weit von dem Kader der Vergangenheit entfernt ist.“ In der Tat, scheint diese neu zusammengestellte Equipe doch auch in der A-Liga eine sehr ordentliche Rolle spielen zu können, mit Blick auf das Spielermaterial. Exorbitant wichtig nehmen die schwarz-roten Panther dieses Heim-Match, soll die furiose Sieges-Serie doch um ein weiteres Erfolgskapitel ergänzt werden. Die Basis ist stimmig, plaudert Ersan Dargecit ganz unverdächtig bei Lippe-Kick: „Das Training unter der Woche lief sehr gut und die Jungs sind alle hochmotiviert.“

 

Verfügt der TuS Asemissen II über das Potenzial zum Schötmaraner-Party-Crasher? Durchaus, findet Lippe-Kick, denn dem schlauen Trainer Florian Meerkötter ist alles zuzutrauen, wenn es um die Vermittlung von einem ausgereiften Match-Plan geht. Unter der Woche standen so einige Taktik-Einheiten auf dem Lehrplan, um in einem zu erwartenden engen Match gegen den derzeit so grandios aufspielenden Klassenbesten günstige Erfolgs-Perspektiven zu besitzen. Meerkötter blickt zurück: „Spiele gegen Schötmar waren in der Regel immer enge und faire Duelle. Wobei die aktuelle Mannschaft aus Schötmar vermutlich nicht wirklich vergleichbar ist. Dementsprechend werden uns die Erfahrungswerte vermutlich nur bedingt etwas bringen.“ In diesem Jahr im Lohfeld anzutreten, das wird wohl vergleichbar mit einem Zahnarztbesuch sein. Man muss hin, möchte nicht so wirklich. Es könnte nämlich richtig schmerzhaft werden. „Die beiden Spiele gegen Schötmar sind auch die einzigen Spiele, in denen wir vermutlich klarer Außenseiter sind“, stehen die Asemisser ganz bestimmt nicht allein auf weiter Flur mit diesem Schicksal. Wie könnte denn das mögliche Gegengift lauten, um dem haushohen Favoriten Paroli zu bieten? „Wichtig wird es sein, dass wir als gesamte Mannschaft gut gegen den Ball arbeiten und die Räume eng machen.“ Meerkötters Zeigefinger schnellt empor, zugleich werden die Augen wach, der Rücken gerade: „Wenn wir im Spiel gegen den Ball nachlässig sind und Schötmar zu viel Raum im Mittelfeld lassen, wird es ganz schwer.“ So ist eben eine herausragende Mannschaftsleistung vonnöten, die den Schötmaranern-Solo-Künstlern den Auftritt vermiest. Dennis Müller, Manuel Epp, Jonas Epp, Max Diekhof (Bild rechts), Raffael – der Pfeil – Giebel (Bild links), selbstredend ebenso der langzeitverletzte Steven Reimer, setzen aus. Definitiv ihr Comeback geben Patrick Dove und Matthias Riediger. Für Simon Klassen und Tobias Gröschl geht es hinab in die C-Liga-

R. Giebel

Mannschaft, sollen sie in der Drittvertretung wichtige Einsatzminuten erhalten. Die Personalsituation liest sich bei manchen Akteuren so unsicher wie ein Wetterbericht im April: „Bei einigen Spielern müssen wir noch abwarten, ob sie Sonntag spielen können.“ Meerkötters Tenor: „Also insgesamt keine idealen Voraussetzungen“, müssen sie trotzdem das Beste aus der Situation machen.

 

Heike Schnittcher ist um 15.00 Uhr die Spielleiterin auf dem Naturrasenplatz vom Bad Salzufler Lohfeld.

 

TuS Helpup vs. SG Leese/Hörstmar/Lieme II

(hk). Der bemerkenswerte Aufwärtstrend des TuS Helpup erfuhr am vergangenen Sonntag ein jähes Ende. Ausgerechnet im Derby in Asemissen unterlagen die Turn- und Sportlustigen knapp mit 1:2, nachdem in den vorherigen drei Begegnungen sämtliche sieben Saisonzähler eingefahren wurden. Den Hemmschuh im eigenen Spiel hat Helpup-Coach Andre Plaß schnell erkannt: „Letzten Sonntag fehlte uns die nötige Durchschlagskraft, um zu einem Erfolg zu kommen. Das“, wirft er schon einen Blick auf das folgende Match gegen den Drittletzten SG Leese/Hörstmar/Lieme II, „soll sich jetzt ändern.“ Selbstvertrauen aus einer optimalen Trainingswoche ziehen, das fällt gänzlich flach, waren einige Komplikationen zu erkennen. Mehrere Akteure mit so manchen Wehwehchen haben ausgesetzt, um Sonntag voll einsatzfähig zu sein. Ganz viel Tapsen im Nebel ist angesagt, offenbart Plaß mit zuckenden Schultern: „Wer letztlich auf dem Platz am Sonntag steht, weiß keiner.“ Die Ausfallliste ist lang wie schwerwiegend. Kessemeier muss definitiv aussetzen, Schütte (Bild links) hat einen Bänderriss, Hellweg eine Erkältung. Bei Letzterem wird der Samstag für Klarheit sorgen. Auch Ruttmann entscheidet einen Tag vor dem Spiel, ob es reicht. Als ein potenzielles Alibi darf all dies nicht herhalten, wünscht sich Plaß immerhin bei Lippe-Kick: „Trotzdem müssen wir die drei Punkte am Platz behalten.“ Da es zurzeit, auch in den letzten Tagen, heftige Regenfälle gab, muss genau beobachtet werden, ob der Rasenteppich oder der Hartplatz als Untergrund tauglich ist. Keine tiefergehenden Erkenntnisse liegen für Plaß mit Blick auf die Spielgemeinschaft aus der Nähe von Lemgo vor. „Den Gegner kann ich überhaupt nicht einschätzen. Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen, das ist klar“, wird der vorhandene Kader direkten Einfluss auf die auszurufende Marschroute nehmen.

 

 

Leese/Hörstmar/Lieme II-Coach Robert Maros muss unverhohlen einräumen: „Es wird für uns nicht einfach.“ Dies wird noch weiter verkompliziert, begründet er dies mit einem vagen Blick auf den Kontrahenten: „Helpup ist eine Mannschaft, die wir sehr schwer einschätzen können.“ Folglich sollte sich der abstiegsbedrohte Drittletzte auf das eigene Handeln konzentrieren. „Wir müssen von der ersten Minute einfach da sein. Und wir müssen gucken, dass wir hinten gutstehen und so lange wie möglich die Null halten.“ Zuletzt erlitt die Spielgemeinschaft eine extrem unglückliche 2:3-Heimpleite gegen den SV Wüsten II. Aus diesen Fehlern haben sie die nötigen Lehren gezogen. Maros weiß: Mit einem Auswärtssieg könnte man zumindest punktemäßig mit dem TuS Helpup gleichziehen.

 

 

Stefan Wattenberg ist am Sonntag ab 15.00 Uhr der Spielleiter für diese Begegnung.

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. TuS Bexterhagen II

(hk). Das 2:2 stand zuletzt im Fokus der Rot-Weißen aus Grastrup/Retzen. Sowohl gegen den TuS Leopoldshöhe II, aber ebenso mit dem TuS Lipperreihe II, teilte man sich die Ausbeute. Nach dem prächtigen Saisonstart mit fünf Siegen hintereinander holte die Mannschaft von Chefcoach Sebastian Brosch somit nur zwei von sechs möglichen Punkten. Von einem „sehr schönem gemeinsamen sportlichen Jahr“ mit Dennis Lütkehölter spricht Brosch, sind ihm auch viele Bexterhäger-Spieler aus der damaligen Zeit noch bestens bekannt. „Ich erwarte ein extremes Kampfspiel, eine schwere Geschichte. Es wird auf jeden Zweikampf ankommen. Da wird kein Zentimeter auf dem Platz verschont bleiben“, werden zunächst die direkten Duelle den gelungenen Einstieg in diese Partie ermöglichen. Die praktikable Erfolgsformel haut Brosch verbal bereits raus: „Wenn wir 90 Minuten eine gleichstarke Leistung wie aus den ersten fünf Spielen abrufen können, dann werden wir auch drei Punkte einfahren.“ Brosch hat Bock, gibt er offenherzig zu, steht für ihn ebenfalls fest, dass seine Spieler mit einer großen Freude in dieses Spiel gehen. Wichtig für den favorisierten Gastgeber: Kompakt und kollektiv verteidigen, haben sie in den vergangenen beiden Spielen zu leichte Gegentore geschluckt. „Wir gehen frohen Mutes in die Partie, wollen alle Kräfte mobilisieren“, lautet die Ankündigung von Sebastian Brosch. Im Hinterkopf weiß er nämlich, dass seine Jungs erst in zwei Wochen das nächste Spiel bestreiten müssen. Deshalb können sie sich am Sonntag voll auspowern.

 

Mit zwei Siegen in Folge haben die Reds nun die englischen Wochen gut hinter sich gelassen. Kapitän Andre Gronemeier (Bild links) beginnt nach seinem Armbruch wieder mit dem Lauftraining, Jascha Klatt macht nach seinem Muskelriss nun auch Fortschritte und kann neben der Physiotherapie auch langsam wieder mit dem Lauftraining starten. Der dritte Langzeitverletzte, Serkan Arslan, startet nach einer Bänderverletzung, inklusive Entzündung im Knie, nun auch langsam wieder mit Sport. Eine genaue Diagnose wird ein weiteres MRT-Bild unter der Woche zeigen. „Ich freue mich für die Jungs, dass sie nach langer Leidenszeit nun Licht am Horizont sehen. Für die nächsten Wochen wird es wohl noch nichts, aber sie wieder bei der Mannschaft zu haben, gibt allen ein gutes Gefühl“, sieht TuS-Trainer Dennis Lütkehölter positive Zeichen seiner drei “Sorgenkinder”.
Marc Stühlmeyer wird am Sonntag aus privaten Gründen aussetzen müssen. Björn Gutsfeld (Bild rechts) kehrt nicht nur zurück in den Kader, sondern auch an die alte Wirkungsstätte, hat er doch vor einiger Zeit für die Retzener mal die Schuhe geschnürt. Max Mäscher wird wieder in das Tor zurückkehren. Mit den Hausherren erwartet die Roten ein ganz großer Brocken. „Ein ungeschlagener Gegner, ein Auswärtsspiel um 15.00 Uhr bei einer der heimstärksten Mannschaften der letzten Jahre – was kann es Schöneres geben“, freuen sich die Gäste auf diese Aufgabe. „Ich freue mich auch auf ein Wiedersehen mit Sebastian Brosch. Schön, dass er bei einem solchen Verein wieder als Trainer aufgetaucht ist“, kennen sich die beiden Coaches aus ihrer gemeinsamen Zeit beim TuS Leopoldshöhe. Schenken will man sich allerdings nichts. „Ich kenne Retzen sehr gut und habe die Saison, aber auch die Vorbereitung, aufmerksam verfolgt. Es sind einige bockstarke Spieler dabei. Wie viele davon am Sonntag einsatzfähig sind, kann ich schlecht einschätzen. Die zwei Unentschieden zuletzt geben keine wirkliche Relevanz über die derzeitige Leistungsstärke. Das Leopoldshöhe-Spiel (2:2) war am Ende der englischen Woche, wenn du dann noch ein paar Ausfälle hast, kann es immer schwer werden. In Lipperreihe (2:2) einen Punkt zu holen, ist nicht das schlechteste! Wir werden sehen, wie weit wir schon sind“, sind es gerade diese Partien, die dem Trainer Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der Seinen geben. Dass die Roten sehr unangenehm sein können, haben die letzten Wochen bereits gezeigt. „Wir haben oft sehr gute Phasen, sind dann aber auch hier und da nachlässig. Die Jungs wissen noch gar nicht, was möglich wäre, wenn wir mal ein komplettes Spiel in voller Konzentration und Spielfreude durchbringen“, sieht der Coach noch ein deutliches Verbesserungspotenzial. Dass sich auch seine Mannschaft in dieser Saison an einem Neuanfang befindet und sich spielerisch noch weiter finden muss, weiß der Trainer Dennis Lütkehölter natürlich. „Auch wenn wir es nicht so herausstellen, sind auch wir noch in einem Findungsprozess. Vom letzten Spiel vor der Corona-Pause am 1. März 2020 gegen die TSG Holzhausen/Sylbach (1:3) sind – aus dem damaligen 16er-Kader – nur noch fünf Spieler am Sonntag dabei“, haben auch die Reds einen heftigen Kaderumbruch ohne großes Getöse bisher sehr ordentlich vollzogen.

 

Imdat Yumusak leitet diese Partie ab 15.00 Uhr auf dem Naturrasenplatz in Grastrup.

 

 

 

 

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