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Gastro-Report

Gastro-Report – SV Werl-Aspe

Mhm, lecker, ein Bierchen, dazu eine feine Stadionwurst. Fußball-Freund, was willst du mehr? Lippe-Kick macht den Gastro-Check. Nun ist der SV Werl-Aspe an der Reihe.

Das eingespielte Gastro-Team

Gastro-Report (hk). Diese erneute Corona-Pause, die bis auf unbestimmte Zeit auch den lippischen Fußball lahmlegt, trifft ebenfalls die lokalen Medien mit voller Wucht. Natürlich lässt sich Lippe-Kick von dieser Zwangspause nicht entmutigen, kreiert immer wieder neue Ideen. Aus diesen entstehen dann freshe Rubriken. Wie etwa auch der Gastro-Report. Hier können die Vereine ihre kulinarischen Genüsse preisgeben. Das geschmacklich hochinteressante Warenangebot wird präsentiert, ebenso die Preisstruktur und Besonderheiten aus der Vereinsküche. Lippe-Kick möchte ganz gezielt die Vereine in den Fokus rücken, die Caterer, die mit viel Liebe zum Detail hungrige und durstige Besucher beglücken. Nun verrät uns SV Werl-Aspe-Gastro-Boss Musti Sahin was sein Verein für Köstlichkeiten offeriert. Dies tut er im “Asper Treffpunkt”, am legendären Heerser Bruch gelegen.

 

Unterstützt die lippische Gastronomie und bestellt bitte!

 

Von Henning Klefisch

 

Die Selbstständigkeit liegt Musti Sahin in den Genen. Seine ganze Familie sei von Berufswegen selbst und ständig aktiv, verrät der 46-jährige Gastronom aus Leidenschaft im Lippe-Kick Gespräch. Aber lasst uns doch ruhig chronologisch starten. Ab wann loderte das innere Feuer für das Zaubern mit den Speisen? Lang ist das her, Musti war im Teenageralter, als der Spaß daran entflammte, selbst Essen zuzubereiten. Die Unterstützung war so nah, sehr vertraut. „Meine Eltern haben mir die Liebe zum Essen beigebracht“, so Sahin. Das war 1998. Das Interesse am Umgang mit Speis und Trank steigerte sich von Jahr zu Jahr. Er führte ein gut gehendes Steakhaus in Bielefeld, ehe die Hühnergrippe ihm 2013 einen Strich durch die Rechnung machte. Er musste einen Schlussstrich ziehen. In das Tal der Tränen marschierte der verheiratete Familienvater allerdings nicht. Musti Sahin ist nämlich einer, der die Ärmel hochkrempelt, der anpackt, niemals aufgibt. Da die Selbstständigkeit ihm gefiel, nahm er also das Angebot an, die Vereinsgaststätte vom SV Werl-Aspe zu bewirten. Viereinhalb Jahre ist das mittlerweile her. Zunächst als kulinarisches Duo zwei Jahre lang zusammen mit Jürgen Ortmann. Musti Sahin war damals Geschäftsführer, ehe Ortmann ausschied. Sahin fand Gefallen an diesem Job, übernahm diesen fortan in Eigenregie. Der Vorstand war begeistert von den Kochkünsten, dem Fleiß, der Verbindlichkeit und dem Herzblut von ihrem Speisen-Virtuosen, sagten ihm hochachtungsvoll: „Du hast alles im Griff, viele Kunden hierhin gelockt. Du bist der richtige Mann.“ Die gute Küche verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Neben unzähligen Fußballern kamen etwa auch die Handballer aus Knetterheide. Ebenfalls zahlreiche Nichtsportler aus Bad Salzuflen und Umgebung sind Gäste, wollen ihre Geschmacksnerven mit Leckereien aus Sahins Küche verwöhnen lassen. „Viele Freunde haben gesagt: Wenn das einer schafft, dann du“, erklärt er bei Lippe-Kick nicht ohne Stolz. Dennoch: Um seine sportliche Figur zu erhalten, gibt er sich hin und wieder den Kick. Auch aktiv jagt er nämlich dem Kunstleder hinterher.

 

 

Keine Scheu vor Kosten und Mühen

 

Um auch optisch für das richtige Ambiente zu sorgen, hat er alle Hebel in Bewegung gesetzt, der Irrwisch, der Gastfreundschaft mit jeder Faser seines Körpers lebt. „Ich habe viel renoviert. Es ist eine schöne Kneipe geworden, mit Lederausstattung, Eckbänken, einem neuen Zaun, einem großen Biergarten. Dort passen mehr als 300 Leute hinein. In den Wintergarten geht es, wenn es kalt wird.“ Die hohe Investition, der große Aufwand, all das hat sich gelohnt. Immerhin stellt Sahin doch hochzufrieden fest: „Auch neue Gäste kommen, sie fühlen sich hier wohl. Alle sagen: Musti, mach weiter so. Du bist der Beste. Das ist richtig toll geworden“, hat sich sein Geschmacks-Tempel zu einem Anziehungspunkt in der Region entwickelt. Ganz besonders, ja sogar „traumhaft“, so hebt er ausdrücklich hervor, sei es im Sommer, wenn der Biergarten in ganzer Pracht erstrahlt. Zwei Fassanlagen stehen dort. Vor Corona, da hat er sogar bis November unverzagt an der frischen Luft gezapft. Wenn es etwas kühler um die Hüften wurde, schmiss er flugs den Heizpilz an, der für die nötige Wohlfühlatmosphäre sorgte. Auch die Fußball-Freunde, die das Rudelgucken bevorzugen, lockt es zum Heerser Bruch. Ob Sky oder DAZN, Sahin bietet das Rundum-Sorglospaket für die Interessierten an. Es werden sämtliche Wettbewerbe bei ihm inmitten einer angenehmen Atmosphäre gezeigt. Dort wird das Sehvergnügen mit zwei großen LED-Leinwänden, einer weiteren Leinwand, dazu zwei großen Fernsehern mit Leben ausgefüllt. Vor allem am Samstagnachmittag, wenn die Bundesliga-Konferenz läuft, ist seine Lokalität „immer voll.“ So voll, dass ohne eine vorherige Reservierung fast nichts mehr zu machen ist. „Ein unfassbares Fußballvergnügen“, schmunzelt der Gastronom mit Herz. Eine One-Man-Show wird aber nicht veranstaltet. Im Sommer tigern bis zu vier Aushilfen um die Gäste herum, am Wochenende sind es drei, im Winter zwei, auf 450 Euro Basis, versteht sich.

 

Speis und Trank in reichhaltiger Ausführung

 

Wir kommen zum Essen. Da kredenzt das Team um Chef-Koch Musti Sahin so einige Speisen. Sportplatztypisch wird die Bratwurst (2, 00 Euro) und die Pommes Frites (2, 00 Euro), nach Wunsch Mayonnaise, Ketchup für je 0, 30 Euro präsentiert. Die Currywurst ist für 2, 50 Euro erwerbbar. Je nach Größe gibt es fünf bis sieben Chicken-Nuggets, diese zum Preis von 3, 00 Euro. Wenn der Hunger etwas größer ist, könnte man sich auch ein kleines Schnitzel mit einer kultigen Pommes Frites für 6, 50 Euro gönnen. Es wird noch besser, denn in Zukunft soll es auch Pizzen geben. Dann, wenn der unbeliebte Zeitgenosse Corona verschwunden ist. Das Fleisch wird von der Fleischerei Rhiemeier aus Retzen bezogen. Vergesst die Kinder nicht, denken sich jetzt wohl einige. Tut Musti Sahin ganz bestimmt nicht, denn das Wassereis gibt es für die Kids ab einem Euro, auch diverse Süßigkeiten treffen die Geschmacksnerven der Jüngsten. Bei Anfrage, vor allem bei Versammlungen, werden Kuchen und Torten gereicht. Diese werden meist von den Eltern gebacken. Schon die Oma predigte einst gebetsmühlenartig: „Immer viel trinken.“ Wie Recht sie doch hat. Bier wird als Herforder und Krombacher ausgeschüttet. 0, 2 Liter gibt es für 1, 70 Euro. Die gleiche Menge für den gleichen Preis entstehen für Wasser, Cola, Fanta, Sprite, ebenso Apfelschorle. Wenn es einmal etwas heißer werden soll, ist auch Kaffee und Tee im Angebot. Für die fleißigen Sportler für 1, 00 Euro, für die Zuschauer jeweils 50 Cent mehr, dafür ist die Menge allerdings auch etwas voluminöser.

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