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Lippische Urgesteine

Das lippische Urgestein – Folge 1: Ingo Sperlich (TBV Lemgo)

Ingo Sperlich und der TBV Lemgo. Was für eine innige, ehrliche Beziehung. In unserer neuen Rubrik „Das lippische Urgestein“ bilden wir die treuen Seelen ab. Zum Auftakt starten wir mit dem Macher vom Jahnplatz.

 

Party hard, work harder

 

Das lippische Urgestein (hk). Es gibt wohl zahlreiche Synonyme, die ohne Gewissensbisse für Ingo Sperlich verwendet werden können. Der lippische Rainer Calmund etwa oder die eierlegende Wollmilchsau. Vielleicht der Tausendsassa. Der Macher vom Jahnplatz oder noch besser, weil schlicht und ergreifend: Mr. TBV. So sieht es auch Mathias Hildebrand, der stellvertretende Vorsitzende vom TBV Lemgo. Klar ist auch: Ohne Ingo Sperlich wäre der TBV Lemgo nicht da, wo er aktuell ist. Nämlich mit einer Mannschaft in der Bezirksliga, einer in der A- und einer in der B-Klasse. Dazu ist der so zukunftsträchtige Unterbau bei den Hansestädtern vorbildlich. Keine Frage, Ingo Sperlich ist der Strippenzieher bei seinem Heimat- und Herzensverein. Zugleich ein äußerst erfolgreicher. So führte er den TBV Lemgo gleich mehrfach in die Bezirksliga (siehe: TBV Lemgo – LIPPE-KICK.de (lippe-kick.de).

 

Unterstützt bitte die lippische Gastronomie und schlemmt gerne beim:

 

 

 

Von Henning Klefisch

 

Der 42-jährige Sperlich ist ein Self-Made-Mann. Ein Lemgoer durch und durch. Zu seligen Grundschulzeiten ging er auf die Ostschule in Lemgo, dann auf das Engelbert-Kämpfer-Gymnasium in seiner Heimatstadt. Es folgte der Zivildienst in der Dialyse in der Patientenheimversorgung in Detmold, ehe er Ende des vergangenen Jahrtausends erfolgreich seine Ausbildung als Versicherungskaufmann abschloss. Er stieg in die LVM-Agentur von seiner Mutter ein, die er 2008 schließlich als Geschäftsführer übernahm. Seit 2012 ist er Inhaber. Man benötigt kein Anatomie-Modul im Medizin-Studium, um zu wissen, dass durch Sperlichs Adern blau-weißes Blut fließt. Mit jedem Atemzug atmet er TBV-Luft, denn sein Leben dreht sich um den bedeutendsten Fußballverein aus Lemgo. Um diesen nach vorne zu pushen, entwickelt er andauernd neue Gedanken. Sein Aufgabenfeld ist vielfältig. Ob die Verpflichtung von neuen Spielern oder sogar die Besetzung vom Gastro-Team. Sperlich ist das Mädchen für alles beim TBV Lemgo. Hildebrand lobt seinen Kompagnon: „Ingo findet für jedes Problem eine Lösung. Er besitzt ein gutes Netzwerk, hat einen guten Draht zu Trainern und Spielern und das nicht nur im Verein, sondern im ganzen Kreis Lippe. Ingo hat sehr gute Kontakte zu vielen Sponsoren, „seine“ LVM ist für den TBV Lemgo ein wichtiger Partner und sein persönliches finanzielles Engagement ist mehr als bemerkenswert.“ Den Kompass hat er stets in seinem Kopf. Sperlich ist souverän und fleißig: „Er behält immer den Kurs bei, auch in unruhigen Zeiten, auch wenn man ihn mal einfach „übergeht“. Nein, Ingo ist nicht nachtragend, im Gegenteil: Wenn etwas nicht funktioniert hat, packt er als einer der Ersten wieder mit an, um den Schaden zu reparieren!“ Ja, er ist ein Lebemann, der allerdings auch die Herausforderungen im Leben meistert, mit den Aufgaben wächst. Ein wahrer Workaholic, der allerdings auch die schönen Facetten des Lebens nicht stiefmütterlich behandelt. Die Pressearbeit vom Kommunikationstalent ist hochprofessionell. Keine Seltenheit, dass seine präzisen Sprachnachrichten sogar für die Dauer von einem Mittagessen, mitsamt Nachspeise, abgehört werden können. Wenn Sperlich sieht, dass ein Medium großes Interesse hegt, den lippischen Fußball ausführlich zu beleuchten, hilft er, wo er nur kann. Wie auch beim Best of Lippe-Kick. Vorbildlich, wie der TBV Lemgo hier agierte. Was wäre das nur für ein Event (gewesen), wenn es alle Vereine so unterstützten?!

 

Sperlich und die „Gute-Laune-Aktionen!“

 

Sperlich ist der personifizierte Alleskleber beim TBV Lemgo. Er hält alles zusammen. Dabei ist ihm vor allem das Miteinander außerordentlich wichtig. Gemeinsame Restaurant- oder Diskothekenbesuche besitzen für ihn eine hohe Bedeutung, um das Teambuilding zu stärken. Hildebrand hat ein vorzeigbares Beispiel dafür parat: „Nennenswert ist hier die Situation unserer zweiten Mannschaft in der Kreisliga A in der Saison 2018/19. Nach der Winterpause verlor die Mannschaft auf dem Jahnplatz recht unglücklich gegen den TuS Brake und danach musste der Abstieg arg befürchtet werden. Ingo nahm sich der Sache an, führte viele Gespräche mit den Spielern und dem Trainer Benny Rawe und startete etliche seiner „Gute-Laune-Aktionen“. Die Mannschaft fing sich und punktete.“ Als der Höhepunkt dieser Jetzt-Erst-Recht-Mentalität dient der 4:2-Coup beim SV Werl-Aspe. Auf dem dortigen Sportfest am Heerser Bruch verhagelten die Hansestädter den Aspern die gute Stimmung. Überragend war Filet-Fußballer Louis Hagemann an diesem 2. Juni 2019. Sein Tor-Navi funktionierte einwandfrei, steuerte er schließlich drei Tore zum berauschenden Auswärtssieg bei. Noch wichtiger: Mit diesem Erfolg war der Klassenerhalt in der vorletzten Runde Realität für das Lemgoer-B-Team. Einige Wochen zuvor war diese Entwicklung noch illusorisch. „Trainer Rawe und Manager Sperlich wurden nach Schlusspfiff von den Spielern in die Mitte geholt und minutenlang euphorisch gefeiert.“ Nicht wunderlich, dass Hildebrand seinen Mitstreiter als eine „Bank“ apostrophiert, fortführend: „Er ist unverzichtbar!“ Aktuell ruht der See rund um Sperlich. Natürlich ist die Corona-Pandemie dafür ursächlich. Zugleich ist der TBV-Macher gesundheitlich angeschlagen. „Daher hoffen wir alle, Spieler, Trainer, Betreuer, Verantwortliche und Fans, dass wir ihn schon bald wieder am Jahnplatz begrüßen können und wir auch weiterhin auf seine Hilfe zählen dürfen“, so der abschließende Wunsch von Mathias Hildebrand.

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