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Kreisliga A Detmold

RSV Hörste – Das Ackmann-Ende

Florian Müller übernimmt für Ralf Ackmann. Alles zum Trainerwechsel, das hat Lippe-Kick im folgenden Link hier im Angebot.

 

 

Müller beerbt Ackmann

 

Kreisliga A Detmold (hk). Nach zwei Spielzeiten wird das Kapitel Ralf Ackmann beim RSV Hörste zugeschlagen. Ihn beerbt der ehemalige TuS Helpup und TuS Asemissen-Coach Florian Müller. Reichlich lobende Worte hat RSV-Obmann Tobias Büker für den scheidenden Coach parat, bescheinigt ihm, in Summe „eine gute Arbeit“ geleistet zu haben. „Wir wünschen uns, dass Ralf möglichst schnell etwas findet.“ So sei diese Personalentscheidung „kein Rauswurf“ gewesen, vielmehr eine „Neuorientierung.“ Und: „Man geht im Guten. Er ist ein großartiger Typ.“ Letztlich unterliegt allerdings auch der Fußball im Lokalsektor der allseits bekannten Ergebnisarithmetik, weshalb die bisherige Sieglosigkeit und drei Zähler aus acht Partien einfach zu wenig waren, um in das dritte gemeinsame Jahr zu gehen.

 

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Von Henning Klefisch

 

 

Büker nimmt seine Equipe in die Verantwortung, wenn er ihr ins Pflichtenheftchen schreibt: „Die Mannschaft muss sich hinterfragen, wenn du mit den Punkten da stehst, wo du stehst.“ Auch beim Rasensportverein ist es zur guten wie alten Tradition geworden, regelmäßig im Frühjahr die Trainergespräche zu führen. In diesen wurde den Protagonisten immer klarer, dass nach der Corona-Zwangspause ein völliger Neustart der richtige Schritt wäre. Nach drei Remis aus zuletzt acht Partien sollte mit neuem Elan und Personal eine Aufbruchsstimmung erzeugt werden.

 

„Wir möchten bei null neu anfangen”

 


„Unsere Mannschaft hat dann über ein Jahr kein Spiel gewonnen. Wir möchten bei null neu anfangen“, bestätigt Büker dies via Lippe-Kick. Weiter ausführend: „Wir wollen mit dieser Bürde im Kopf nicht in die Serie hineingehen. So können wir völlig neu ansetzen, haben neue Impulse, neue Ideen. Wir sind komplett unbelastet.“

 

„Müller ist ein Gesicht des lippischen Fußballs“

 

Wie Kai aus der Kiste kam Florian Müller jetzt nicht zum Traditionsverein vom Luftkurort, der im vergangenem Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feierte. Die Hörster Führungs-Riege hat in den jüngsten drei, vier Jahren regelmäßig Kontakt zum ehemals höherklassig aktiven Kicker gehalten, stets und ständig Gespräche mit ihm geführt. Ein interessanter Background: Marius Ahle und Tobias Büker gingen sogar mit Müller gemeinsam auf die Gesamtschule Leopoldshöhe, weshalb der Bekanntheitsgrad fest verwurzelt ist. „Er ist ein Gesicht des lippischen Fußballs.“ Dass dieses sein großartiges fußballerisches Können als Spielertrainer darbietet, „ist nicht angedacht“, betont Büker mit Nachdruck in seiner Stimme. Fußballerisch und körperlich könnte er durchaus in der Detmolder A-Klasse seine Qualitäten auf dem Spielfeld präsentieren. Es müsste allerdings personell so einiges passieren, damit dieser Fall tatsächlich Anwendung findet.

 

„Wollen ein beständiger A-Ligist sein“

 

Nach zwei Rängen im unteren Tabellenmittelfeld in den jüngsten beiden Spielzeiten (siehe: https://www.lippe-kick.de/mannschaft/rsv-hoerste/ soll im kommenden Jahr bitteschön das Nervenkostüm nicht ganz so arg überstrapaziert werden. Büker wünscht sich keine allzu harsche Anstrengung für den Herz-Kreislauf-Sektor, formuliert hoffnungsvoll: „Der Klassenerhalt ist das primäre Ziel. Wir streben eine ruhige Saison an. Wir wollen ein beständiger A-Ligist sein. Es muss sich nach Corona erst alles wiederfinden.“

Sicherheit herrscht im Personalbereich. Der Kader wurde durchtelefoniert. Das Feedback war zumeist positiv, dass es gemeinsam weitergehen wird. „Die Truppe bleibt so zusammen“, so erklärt es Tobias Büker kurz und knackig.

 

Corona stoppte die famose Entwicklung

 

Erst einmal hinsetzen. Denn: Am finalen Sonntag vom März erhielt Ralf Ackmann diese gravierende Nachricht. Zugebend: „Es kam schon überraschend, da wir eine andere Absprache hatten! Dass man aber auch etwas tiefer in die Strukturen schauen muss – wieso, weshalb, warum – rückt dann schnell in den Hintergrund.“ Tiefer und ehrlich erläuternd: „Aber ich nehme es natürlich sportlich, menschlich war ich enttäuscht. Das Ganze ist aber mittlerweile, nach einigen zusätzlichen Telefonaten, ausgeräumt.“ Es ist noch keine zwei Jahre her, als im Juni 2019 Ackmann relativ prompt den Trainer-Job bei den Schwarz-Weißen übernahm. Für den 49-Jährigen war das „schon eine sehr spannende Aufgabe, um erstmal die Strukturen der Mannschaft kennenzulernen und zu schauen, was du ändern kannst, um sie besser zu machen.“

Vor allem im Premierenjahr lief so einiges einwandfrei. So schreibt er sich durchaus auf die Fahne, dass er es schaffte, „Struktur, Abläufe im Spiel, so wie Werte, wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Aufgaben auf und neben dem Platz, der Mannschaft zu vermitteln.“ Der beschrittene Weg verlief verheißungsvoll, ehe Corona sich wie Mehltau auf die Szenerie legte. Diese neu gestellten Aufgaben waren völlig unbekannt. Während einer undurchsichtigen Zeit musste das Motivationslevel weiterhin hochgehalten werden. In dieser Disziplin wurde der erfahrene Fußball-Trainer ausgiebig gefordert. „Dass ein Verein sich dann orientiert und sondiert, wo der Weg hingehen soll, ist natürlich nachvollziehbar. Wenn er sich dann entschließt, einen neuen Weg einzuschlagen und den Schwerpunkt anders zu setzen, ist das absolut in Ordnung. Für diesen Weg ist Flo mit Sicherheit der richtige Mann und ich wünsche ihm und dem RSV gutes Gelingen“, liegt es nicht in seinem Naturell, verbal die Alustollen herauszukramen.

 

 

„Ein großer Teil der Mannschaft stand hinter meiner Arbeit“

 

 

Ralf Ackmann.

Es gibt vielleicht Trainer, die sich bockig in ihr Schneckenhaus verziehen, eingeschnappt sind. Nicht so der Familienvater, der tatendurstig, zugleich hilfsbereit postuliert: „Sollte es nochmal einen Re-Start der aktuellen Serie geben, werde ich ihm und der Mannschaft zur Seite stehen. Dieser Verantwortung bin ich mir und den Jungs gegenüber schuldig und möchte mich dann nicht so aus der Affäre ziehen, obwohl mein Arbeitsverhältnis auf meinem Wunsch hin zum 31. März 2021 beendet wurde.“ Ergänzend: „Ich selber habe das Vertrauen in die Mannschaft nie aufgegeben. Mit dem aktuellen Kader spielst du halt im unteren Drittel oder aber, wenn alles glattläuft, im gesicherten Mittelfeld. Ich war mir sicher, auch mit Flo’ s Hilfe und Unterstützung als Spieler, die Liga zu halten.“

Ackmann kann sich nicht viel vorwerfen. Er unterstreicht, dass er stets versucht hat, das Beste zu geben. Zudem ist er sich im Klaren: „Ich weiß, dass ein großer Teil der Mannschaft hinter meiner Arbeit gestanden hat und selbst von der Entscheidung überrascht war!“

 

Wunsch nach mehr Verständnis für die Gegebenheiten.

 

Ralf Ackmann ist in diesen Tagen keiner, der hektisch auf sein Handy starrt, um sehnsüchtig neue Offerten eintrudeln zu lassen. Er lässt alles auf sich zukommen, lässt keine Kopfkirmes starten, wenn es um ein neues Trainer-Engagement geht. Dennoch klarstellend: „Sollte eine Anfrage kommen, muss es einfach für beide Seiten passen und funktionieren.“ Im Vergleich zu früheren Zeiten muss sich das alte Kalletaler Schlachtross auf neue Gegebenheiten einstellen. Und auf neue Spieler. Die Rücksichtnahme ist in der heutigen Zeit anders als in der Epoche rund um die Jahrtausendwende. Heutzutage hat Ackmann des Öfteren Absagen vernommen, die als Begründung Geburtstage oder „gerade erst von der Arbeit gekommen“ inkludierten.

Ackmann: „Da gerät das Ziel vom Spieltag, das bestmögliche Team aufzustellen und Punkte einzufahren, schnell mal zur Improvisation, der man sich natürlich stellt. Aber auf der Gegenseite kommt dann auch schnell Kritik im Umfeld, wenn es nicht läuft und da ist die Geduld meistens nicht so groß“, bedauert er das fehlende Verständnis bei einigen nörgelnden Zeitgenossen. Was bleibt hängen aus seiner knapp zweijährigen Zeit beim RSV Hörste? „Ich für meinen Teil gehe unterm Strich im Guten und werde diese teils außergewöhnliche Zeit – Corona – beim RSV in guten Gedanken behalten”, sind es passende Schlussworte, die Ralf Ackmann wählt.

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