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Unvergessene Vereine

Unvergessene Vereine – Spielvereinigung Donop-Cappel

In dieser Ausgabe haben wir die heimeligen Vereine im Fokus der Begierde. Aus Ortschaften, die maximal über eine Gaststätte, vielleicht sogar eine eigene Kirche verfügen. Und Fußball, der konnte ebenso gespielt werden.

 

Kleine Dörfer, großer Fußball

 

Unvergessene Vereine (hk). Die Fußballpause wird uns noch für geraume Zeit beschäftigen. Die legendären Lippe-Kick-Vor- und Nachberichte sind wohl bis Sommer 2021 eher Traum als Realität. Redaktionelle Not macht eben erfinderisch und so kramen wir etwas genauer in der Rubrik „Unvergessene Vereine.“ So einige Teams haben wir an das Tageslicht der lippischen Öffentlichkeit gefördert. Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich. Nun gehen wir noch tiefer in die Geschichtsbücher zurück, sogar bis in die Epoche der Weimarer Republik. Faszinierend, dass sogar kleine Dörfer einen eigenen Fußballverein ihr Eigen nennen durften. Nostalgiker aufgepasst! Vor rund einem Jahrhundert, da hatten die Dörfer Donop und Cappel – rund sechs Kilometer voneinander entfernt – eine gemeinsame Spielvereinigung.

 

Ihr habt lecker Appetit? Dann ab zu:

 

 

Von Henning Klefisch

 

Der Verein, der kurz nach dem 1. Weltkrieg gegründet wurde, war anfänglich mit Erfolg an den Fußball-Verband des L.R.V. beteiligt. W. Beins war führend im Verein tätig und beteiligte sich mehrere Jahre hindurch an den Beiratssitzungen des L.R.V. Verschiedene Leichtathleten haben bei Verbandsveranstaltungen erfolgreich abgeschnitten. So wurde Treppner 1925 Lippischer Waldlauf-Meister. Zeitweise wurde nicht gespielt, da kein Sportplatz vorhanden gewesen ist. Spannend: Der SV „Germania“ Donop wurde 1920 gegründet. Bis 2003 kickte der SC Donop eigenständig, ehe die Fusion hin zum FC Donop-Voßheide erfolgte. Mit freier Sicht auf diese Historie erlebte man seit 1990 immerhin zwei einjährige Gastspiele im Detmolder Kreisoberhaus beim SCD-Verein aus dem Dorf, in dem knapp 600 Menschen wohnen. 1994/95 war es mit 18 Pünktchen der 14. Rang, zugleich der Abstieg – in der Abschieds-Saison 2002/03 mit 34 Zählern Position elf (siehe: https://www.lippe-kick.de/mannschaft/sc-donop/).

Sogar bis 2015 bestand der SV Cappel in autonomer Form. Die A-Klasse war mehr Traum als Wirklichkeit, etablierten sich die Männer aus dem rund 600 Einwohner-Dorf aus der Nähe von Blomberg in ihrer Endphase in der Spitzengruppe. Die Top-Platzierung war der vierte Platz, dies dreimal in Serie zwischen 2010 und 2013 (siehe: SV Cappel – LIPPE-KICK.de).

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