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Interview Till Inhoff

SG Belle-Cappel-Reelkirchen-Kicker Inhoff: “Wir haben eine unglaubliche Moral in der Mannschaft”

Kreisliga C2 Detmold (hk). Die SG Belle-Cappel-Reelkirchen II geht in ihre erste Saison mit der neuen Spielgemeinschaft. Im letzten Jahr verkörperte die SG Belle-Reelkirchen ein Spitzenteam in der Kreisliga C2, welches erst im Relegationsspiel an Diestelbruch-Mosebeck II scheiterte. Nun unternehmen die Ostlipper also einen neuen Anlauf Richtung B-Liga. Auch der neue Trainer hört auf den Nachnamen Holz. Fabian hat seinen Vater Werner beerbt und fungiert nun als Spielertrainer. Mittelfeldackerer Till Inhoff hat sich nun im ausführlichen Interview mit Lippe-Kick-Chefredakteur Henning Klefisch zur eigenen Perspektive  und zu einem ultimativen Aufstiegsfavoriten geäußert.


Lippe-Kick: Hallo Till. Auch in der Kreisliga C2 Detmold gilt: Die Tabelle lügt nicht. Mit vier Punkten aus zwei Partien rangiert ihr auf dem fünften Tabellenplatz. Die Punkteteilung bei der SG IB II gab es zum Auftakt, ehe der knappe Heimsieg gegen die Reservemannschaft aus Falkenhagen eingefahren werden konnte. Wie fällt dein Zwischenfazit nach je einem Heim- und Auswärtsspiel aus?


Inhoff: „Ja, leider sieht die Tabelle nicht so aus, wie wir es uns gewünscht hätten, das positive ist, dass es erst zwei Spiele sind und wir noch mehr als genug Spiele haben, um diesen Rückstand aufzuholen. Die Erkenntnisse, die wir aus den ersten beiden Spielen gewinnen konnten, sind z.B. dass wir eine unglaubliche Moral in dieser Truppe haben, die über neunzig Minuten die Siegchance nicht aufgibt und immer an seine Chance glaubt das Spiel noch zu drehen. So haben wir uns in Brüntrup einen Punkt erkämpft und zu Hause konnten wir den Rückstand sogar noch zu einem Sieg drehen. Eine andere Erkenntnis, die wir als Team gewonnen haben, ist, dass wir unser Spielsystem umstellen müssen. Wir haben die Vorbereitung und die ersten beiden Spiele in der Abwehr mit einer Viererkette gespielt, welches in den Testspielen auch wirklich gut funktionierte, hierfür muss eine Mannschaft aber eingespielt sein und alle Spieler dieses System verstehen und umsetzen können. Durch die Ausfälle mussten wir in der Kette immer umstellen, sodass ein Einspielen und Verinnerlichen nicht möglich war. Dies ist der Grund, warum wir wieder auf das altbewährte Spiel mit einem Libero und zwei Manndeckern umstellen werden. So erhoffen wir uns eine deutlich stabilere Abwehr und noch mehr Druck nach vorne. Um so die nächsten Spiele sicher auftreten zu können.”

Lippe-Kick: Ein Blick auf die kommenden Wochen bestätigt interessante Aufgaben, die auf euch zukommen. Wo könnten mögliche Stolperfallen sein und wie lautet deine Einschätzung zu den anstehenden Gegnern?


Inhoff: „Wir müssen jetzt einfach von Spiel zu Spiel denken und uns nicht schon verrückt machen, welcher Gegner uns in vier oder fünf Wochen gegenüber steht. Wir müssen einfach auf uns schauen und jeden Gegner schlagen wollen. Ich weiß, es ist eine im Fußball sehr ausgelutschte Phrase, aber so ist halt unsere Situation, wir dürfen uns in keinem Spiel für ein anderes Spiel schonen, dafür ist die Liga größtenteils zu ausgeglichen. Jetzt liegt erstmal das Spiel gegen Klüt-Wahrmbeck vor uns, gegen diese kämpferisch starke und erfahrene Truppe tun wir uns immer mal gerne sehr schwer. Wir sind uns der Schwere dieser Aufgabe sehr bewusst.”

Lippe-Kick: In der abgelaufenen Spielzeit habt ihr die knappste aller Entscheidungen als Verlierer absolvieren. Das Aufstiegsspiel gegen den SV Diestelbruch-Mosebeck II ist im Elfmeterschießen verloren worden. Kannst du uns bitte verraten, wie ihr euch damals gefühlt habt?


Inhoff: „Ja dies war wirklich sehr ärgerlich. Wir haben die Rückrunde perfekt und nahe am Maximum gespielt, so dass wir natürlich gerne den Aufstieg realisiert hätten für den die Mannschaft so gekämpft hat. Wir haben den Aufstieg aber nicht in diesem Spiel verpasst so blöd es sich auch anhören mag. Wir haben die Punkte in der Hinrunde liegen lassen, hätten wir diese geholt bin ich mir sicher, hätte es mit dem direkten Aufstieg geklappt. Deswegen haben wir als Team den Aufstieg verspielt und nicht der Einzelne, der im Elfmeterschießen nicht getroffen hat. Das sollte jedem von uns bewusst sein. Wie man sich nach so einer knappen Niederlage fühlt, kann bestimmt jeder Sportler nachempfinden, der so nah vor dem Erreichen seiner Ziele steht und dann scheitert. Auch hätten wir gerne unserem Trainer einen besonderen Abschied geschenkt, der trotz seiner schwierigen Situation so viel Kraft in uns investiert hat, wie es ihm nur möglich war. Ihm gilt nochmal mein Dank für die Leistung die er erbracht hat.”

Lippe-Kick: Gibt es durch dieses späte und bittere Scheitern auch die Möglichkeit einer Trotzreaktion nach dem Motto: Jetzt erst recht?


Inhoff: „Ich glaube eine “Jetzt erst recht”- Einstellung herrscht bei uns nicht. Wir setzen uns jedes Jahr als Ziel oben mitzuspielen und wenn alles klappt auch aufzusteigen. Dafür versuche ich, wir als Team, sowie Trainer und Betreuer alles zu geben. Natürlich sind wir uns bewusst, dass es dieses Jahr mit dem Aufstieg wieder sehr schwierig wird, deswegen müssen wir in jedem Spiel ruhig und konzentriert agieren, um unsere Ziele zu erreichen.”

Lippe-Kick: Die fiktiven Buchmacher würden sicherlich den TuS Deutsche Eiche Holzhausen-Externsteine als die absolute Topmannschaft in dieser Spielklasse bewerten. Die ersten beiden Partien haben dies eindrucksvoll untermauert. Welche Teams können den Ben-Ayed-Jungs das Leben schwer machen?


Inhoff: „Ich denke diese Einschätzung fiel nicht ohne Grund, wir mussten im Rückspiel gegen damals noch BHK eine krasse Niederlage schlucken und konnten uns von dem Tempo und der Spielfreude dieser Mannschaft selbst überzeugen. Dennoch sehe ich auch Brakelsiek/Wöbbel II als einen der Favoriten für einen Aufstieg an, sie waren schon die letzten Jahre eine gut funktionierende Truppe mit guten Einzelspielern, die sich jetzt noch weiter verstärkt hat, sodass ich ihnen Einiges zutraue. Mit den Sportfreunden aus Oesterholz/Kohlstädt II ist eine neue Truppe nach zwei Spielen oben mit dabei, die wohl kaum einer so früh einschätzen kann, auf die ich aber sehr gespannt bin. Und natürlich hoffe und glaube ich, dass wir den oben genannten Teams die Stirn bieten können, um so lange die Chance auf einen möglichen Aufstieg wahren können. Ich hoffe, dass unsere Verletzten schnell wieder zu der Mannschaft stoßen und wir gemeinsam mit unseren Neuzugängen erfolgreichen und schnellen Fußball spielen werden.”

Lippe-Kick: In dieser Serie habt ihr wieder einen neuen Namen und heißt nun SG Belle-Cappel-Reelkirchen II. Was hat sich für euch konkret verändert, wie verliefen die ersten Woche in dieser neuen Konstellation?

Inhoff: „Ich denke, dass die neue SG nur Vorteile bringt, zum einen können sich die Mannschaften unterstützen wenn Not am Mann ist, was auch schon im Pokal und der Serie praktiziert wurde und zum anderen haben sich die beiden ehemaligen zweiten Mannschaften zusammen geschlossen, um so auch eine schlagfertige und vor allem einen personell breiteren Kader zu haben. Wie sich alles weiter entwickeln wird, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.”

Lippe-Kick: Die A-Jugend der JSG Hügelland ist bekanntlich Meister geworden. Wie sehr hofft ihr, dass ihr davon auch profitieren könnt?


Inhoff: „Ja, der Erfolg ist natürlich für die SG ein schöner Erfolg, aber für uns hatte dieser keine Auswirkungen. Leider hat kein Spieler dieser Mannschaft den Weg zu uns gefunden. Wie dies sich in der Zukunft entwickeln wird, kann ich leider nicht einschätzen, da mir dazu das nötige Hintergrundwissen und die Einbindung in die Jugendabteilung fehlt.”

 

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