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Frauenfussball

FC Donop/Voßheide Frauen – Spielberichte vom 22.10.17

Ein mieser Spieltag für die Frauen vom FC Donop/Voßheide. Alle drei Frauenmannschaften mussten am Wochenende ohne Punkte die Heimreise antreten. Die Spielberichte dazu gibt es hier.

Frauen-Landesliga

SV Thülen – FC Donop-Voßheide I   2:1 (0:0)

Don-Voß-Frauen kassieren erste Saisonniederlage

Am 7. Spieltag ist es passiert. Nach einer turbulenten Endphase verlor der FC mit 2:1 beim heimstarken SV Thülen. Gleich beim Treff in Donop kam die Hiobsbotschaft für das Trainergespann Winkelmann/Reinhold. Arbeitsbiene Charlotte Meier (schon acht Torvorlagen) wurde am Morgen von einem Hund gebissen, musste genäht werden, und bekam vom Arzt Sportverbot. Dies machte einen dicken Strich durch die Rechnung des Trainers, der nur zu gerne zum vierten Mal hintereinander dieselbe Startelf aufgeboten hätte. So wurde das System vom erfolgreichen 3-4-2-1 auf ein 4-3-2-1 umgestellt, und Marina Niemeier rückte ins Team. Katharina Opitz wurde auf Laura Vorderwülbecke, und Milena Szymkowiak auf Anna Hammerschmidt angesetzt.
Von Anfang an entwickelte sich ein äußerst verbissenes, teilweise überhart geführtes Spiel auf dem tiefen Rasen am Scheid. Am Ende standen zwei gelbe Karten für den FC, und vier gelbe Karten für den SV Thülen in der Statistik. Torchancen Mangelware in den ersten 45 Minuten, außer je einer dicken Gelegenheit auf beiden Seiten. Thülens Goalgetterin Laura Vorderwülbecke wähnte sich in der 35. Minute wohl im falschen Film, als sie (von Katharina Opitz über mindestens 30 Meter im Vollsprint verfolgt) freistehend vor Torhüterin Laura Schulte in allerletzter Sekunde von ihrer Verfolgerin in Mats-Hummels-Manier sauber abgegrätscht wurde. In der letzten Spielminute der ersten Halbzeit setzte Jana Wiemann einen direkten Freistoß an den linken Pfosten, der Anna-Lena Meier direkt vor den starken rechten Fuß zurück sprang, aber leider traf sie den Ball nicht richtig, und die Chance mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen war vertan. Gezeichnet vom Abnutzungskampf taumelten beide Mannschaften in die Kabine. Beim FC hatte es in der ersten Halbzeit vor allem Jenny Friedel und Jasmin Butz heftig erwischt.
Ohne Wechsel ging es in die zweite Halbzeit. Die wieder zahlreich vertretene FC-Kolonie hatte in der 60. Minute bereits den Torschrei auf den Lippen, aber Jenny Friedels gefühlvoller Schlenzer klatschte leider wieder nur an die Latte. In der 77. Minute hatte Trainer Winkelmann ein Einsehen mit der durch ständiges überhartes Einsteigen schwer gezeichnete FC-Goalgetterin, und wechselte selbige gegen Anna-Sophie Meyer aus. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits vier Spielerinnen von Thülen eine gelbe Karte gesehen. Marina Heidebrecht rückte ganz nach vorne. Dann kamen die letzten drei Spielminuten, die wohl kaum einer der auf dem Platz anwesenden so schnell vergessen wird. In der 89. Minute setzte sich Laura Vorderwülbecke über rechts durch, und schlug aus vollem Lauf – quasi von der Seitenlinie, ca. drei Meter vor der Torauslinie – eine Flanke in die Mitte. Zum Entsetzen aller FC-Sympathisanten und –Spielerinnen senkte sich diese Flanke hinter FC-Torhüterin Laura Schulte zum 1:0 ins linke obere Toreck. Die Entscheidung? Mittnichten! Unmittelbar nach Wiederanstoß kam ein schöner Flachpass in den Strafraum bei Anna-Lena Meier an, die den Haken schlagen will, aber unsanft von den Füßen geholt wird: Elfmeter in der 90. Minute! Jana Wiemann verwandelt (wie fast immer) traumwandlerisch sicher zum 1:1. Der Endstand? Nein! Der Schiedsrichter zeigt zwei Minuten Nachspielzeit an, Thülen hat Anstoß. Nach einigen Mittelfeld-Scharmützeln bekommt die Heimmannschaft nochmal einen Freistoß, quasi direkt an der Mittellinie. 20 Spielerinnen im FC-Strafraum, und es kommt wie es kommen musste: Der lang geschlagene Ball kommt direkt am Fünf-Meter-Raum runter, und Madeline Monique Habbel berührt irgendwie noch den Ball, der unhaltbar für Laura Schulte ins kurze Eck trudelt. Unmittelbar danach ist die Partie zu Ende.
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, ein großartiges Frauenfußballspiel mit zwei starken Mannschaften, und einem sehr glücklichen Sieger gesehen zu haben, aber das ist halt Fußball. Nach dem Eintreffen der anderen Ergebnisse gab es auch wieder lächelnde Gesichter im FC-Lager, da der direkte Verfolger SuS Scheidingen überraschend zu Hause gegen den SV Upsprunge 1:5 verlor, und sich somit an dem komfortablem Vier-Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze für die Lipperinnen nichts geändert hat.
Nächste Woche geht es zu Hause gegen die Zweitvertretung des Herforder SV, eine sicherlich äußerst reizvolle Begegnung.

Bilder:
links: Laura Schulte boxt diesen Eckball mit all ihrer Dynamik sicher weg
rechts: Katharina Opitz (ganz rechts) gegen Laura Vorderwülbecke (2. von rechts), wahrscheinlich das intensivste Duell des heutigen Spiels

Frauen-Bezirksliga 

TuS Gehlenbeck – FC Donop-Voßheide II  3:0 (2:0)

Don-Voß-Zweite rutscht weg

Durch einen äußerst schwachen Auftritt beim bisherigen Tabellenletzten aus Gehlenbeck macht sich die „FC-Zwote” ihren tollen Saisonstart zunichte, und verliert verdient mit 0:3.
Die Mannschaft von FC-Coach Dragan Sumanovic hatte sich für heute viel vorgenommen. Nominell ging es zwar „nur” zum Tabellenletzten, aber der TuS Gehlenbeck hatte nicht nur sein letztes Spiel immerhin gegen die Union aus Minden gewonnen, sondern auch fast alle vorherigen Spiele wurden nur mit einem Tor Abstand verloren. Also war Vorsicht angesagt.
Durch einige kurzfristige Ausfälle vor Anstoß musste das bisher bewährte FC-Gefüge (vor allem in der Defensive) umgestellt werden. Die ersten zehn Minuten konnten noch offen gestaltet werden, bis (O-Ton Trainer Sumanovic) der FC das Fußballspielen plötzlich einstellte, im Mittelfeld (im bisherigen Verlauf der Serie eigentlich das Herz und die Seele der Mannschaft) nur noch reagiert wurde, und sich somit quasi zwangsläufig Chancen für die Hausherren ergaben, die TuS-Stürmerin Maike Kottkamp zweimal zur 2:0 Halbzeitführung nutzen konnte.
Zur zweiten Halbzeit schöpfte Trainer Sumanovic gleich sein komplettes Wechselkontingent aus („ich hätte im Prinzip fast alle auswechseln können”), und plötzlich lief es besser. Zweikämpfe wurden gewonnen, die Aufteilung und Einstellung passte. In der 63. Minute zog Routinier Yvette Baran im Strafraum die Notbremse, was neben dem fälligen Elfmeter ihr auch die glatt rote Karte einbrachte. Den fälligen Elfmeter parierte die heute mit Abstand stärkste Akteurin auf FC-Seite: Torhüterin Nadine Schremmer. Kurz vor Schluss fiel dann in Unterzahl noch das 3:0.
Die FC-Reserve taumelt in Richtung Winterpause. Mit Sarah Benning, Helen Rekemeier, Lisa Paschek (falls nicht doch Sportinvalidität) und Alisa Goldmann fehlen dem FC schon seit Wochen vier absolute Stammkräfte. Nächste Woche geht es zu Hause gegen die Zweitvertretung des DSC Arminia Bielefeld. Auch nicht gerade ein Aufbaugegner….

Frauen-Kreisliga

VfL Lieme – FC Donop-Voßheide III  11:0 (4:0)

Als zwei Nummern zu groß erwies sich der VfL für die Dritte von DonVoss. In allen Belangen (Passsicherheit, Zweikämpfe, Abschlüsse) war der VfL heute die bessere Mannschaft, und gewann somit auch in dieser Höhe verdient. Zu allem Überfluss wurde heute auch bekannt, dass auch FC III Kapitänin Sarah Lüdeking mit dem diese Serie grassierenden FC-Kreuzbandriss-Fieber angesteckt wurde, und für mindestens ein halbes Jahr ausfällt.

Quelle: Pressemitteilung FC Donop/Voßheide, D. Seidlitz, D. Sumanovic, B. Albert

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