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Kreisliga C1 Lemgo

Vorberichte 24. Spieltag 17/18 C1 Lemgo

Ein ganz besonderes Verwandtschaftstreffen gibt es in einem Kalletal-Derby. Die Kellerkinder wollen zeitnah eine zweistellige Punkteanzahl auf dem Konto haben. Wir haben alles zum 24. Spieltag.

Überwindet Rügge seinen Onkel Penning?

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Die rote Laterne ist im Kreisfußball grundsätzlich sehr unbeliebt. Keiner möchte sie so wirklich haben. Das gilt auch für die Teams in der ersten Lemgoer C-Ligastaffel. Die Zweitvertretungen des FC Laßbruch/Silixen, der SG Talle/Westorf und des TuS Lüdenhausen sind zurzeit die Kandidaten, die den letzten Platz jeweils mit aller Macht verhindern wollen. Die Lüdenhauser sehen im Frühspiel um 11.00 Uhr bei der SG Bentorf/Hohenhausen III dafür auch durchaus eine realistische Chance, ist der Gegner doch direkter Tabellennachbar. Für das Schlusslicht FC Laßbruch/Silixen gestaltet sich die Aufgabe äußerst schwierig, kommt es doch zur Partie mit dem Tabellenzweiten RSV Schwelentrup. Der Vorletzte SG Talle/Westorf II hofft hingegen auf den Derbysieg im Nachholspiel gegen die SG Kalldorf II.

Von Henning Klefisch

 

SG Bentorf/Hohenhausen III vs. TuS Lüdenhausen II

Den zweiten Dreier im neuen Fußballjahr strebt die dritte Mannschaft der SG Bentorf/Hohenhausen zur frühen Stunde gegen den Nachbarn TuS Lüdenhausen II an. „Wir haben einen ausreichend großen Kader“, verrät Ben/Hoh III Co-Trainer Michael Gerber. Die Qualitäten vom Gegner kennt Gerber, lobt die „zuletzt guten Ergebnisse.“ Penning feiert seine Rückkehr, ebenso wie Käpt’n Schumacher, Küssner und Hermann, Linnenbecker ersetzt Hüske. „Einige Jungoldies pausieren diesmal“, verrät Gerber, der ergänzt: „Hinter Motivator Hoffmann steht noch ein Fragezeichen. „Robinho“ Engelking ist wohl erstmals seit über einem halben Jahr im Kader.“

Die Vorfreude ist Lüdenhausen II-Coach Rügge an seiner Stimme anzumerken: „Schön um 11.00 Uhr in Bentorf den Frühschoppen zu eröffnen, leider aber erst zum Fußball spielen“, teilt er Lippe-Kick mit einem Schmunzeln mit. Trotz dieser unchristlichen Anstoßzeit möchten die Grün-Schwarz-Weißen unbedingt punkten, auch um der kleinen Serie eine Fortsetzung zu geben. In den bisherigen Derbys hat der TuS Lüdenhausen II mit guten Leistungen aufgewartet. Erst am heutigen Tag wird entschieden, wer in den Kader aufgenommen wird. Auch für Rügge persönlich ist dieses Spiel „etwas Besonderes, da ich zum ersten Mal gegen meinen Onkel Jörg Penning, den Hüter von Ben/Hoh III, spielen werde.“

 

SG Talle/Westorf II vs. SG Kalldorf II

Eine Konstante bleibt bei der Reserve aus Talle/Westorf die Personalsituation. Die Devise von Spieler Sven Hermeier ist relativ simpel: „Wir versuchen aufgrund der vielen Spiele und Verletzten irgendwie zu überleben“, meint er damit wohl, dass nicht die dritte Mannschaft in der C1 Lemgo abgemeldet werden soll. In diesem Nachbarschaftsduell hofft er darauf, „eine schlagkräftige Truppe stellen zu können.“ Erfolgserlebnisse sind wichtig für Körper und Geist, sind diese in den letzten Partien doch eher rar gesät gewesen. „Deshalb“, ist die Forderung von Hermeier klar: „Erwarte ich von uns am Sonntag, dass wir vor allem mit einer kämpferischen Leistung alles daransetzen, um das Spiel gegen einen Tabellennachbarn und mit unseren Fans im Rücken positiv zu gestalten.“ Dass die Aufgabe gegen die acht Punkte besser platzierte Mannschaft aus Kalldorf „nicht einfach wird“, ist ihm bekannt. „Sie haben eine eingespielte Mannschaft“, erklärt er schließlich auch Lippe-Kick.

Dem SG Kalldorf II-Coach Jens Rasche fällt eine Gegnereinschätzung spürbar schwer. Beobachtet hat er bereits, dass der gegnerische Rasenplatz zumindest am Donnerstag „nicht so gut war.“ Erfreulich für den Tabellenneunten, dass sie in diesem Kalletal-Derby mit einem vollen Kader antreten können. „Wir wollen eine Serie starten“, so der Wunsch von Rasche, der dafür als Voraussetzung erkennt. „Unsere Ausbeute vor dem Tor muss besser werden, damit das klappt.“ Reichlich Routine soll dabei behilflich sein, werden mit Michael Klein und Marcus Ottenhausen gleich zwei Altherren-Spieler aktiv sein. „Sie“, äußert sich Rasche voller Respekt über die beiden Altinternationalen, „haben schon letztes Spiel für Abgeklärtheit gesorgt.“ Der Siegeswille ist bei den Schwarz-Gelben weit fortgeschritten, aber Rasche warnt. „Wir tun uns aber immer schwer gegen Mannschaften hinter uns.“ Trotzdem: „Alle sind heiß auf das Derby“, unterstreicht er.

 

VfL Lüerdissen II vs. FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II

„Ein ganz anderes Kaliber“ erwartet Patrick Schmidt, der Keeper des VfL Lüerdissen II, mit dem FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II, der morgen um 13.00 Uhr im Waldstadion vorstellig ist. Er gibt nicht fälschlicherweise zu bedenken: „Zumal es mit einer Neuner-Mannschaft in puncto Taktik immer etwas anderes ist“, fühlt er sich durch das erste Saisonduell der beiden bestätigt. Schmidt teilt Lippe-Kick sein Erinnerungsvermögen mit. „Trotz der Außenseiterrolle haben wir dort eines unserer besten Spiele gemacht und es war im Prinzip eine Art Wende in dieser Saison.“ Die Lüerdisser haben bis zur 82. Minute mit 2:3 zurückgelegen, dann aber noch 4:3 gewonnen. Patrick Schmidt möchte jedoch auch aus persönlichen Gründen Wiedergutmachung betreiben, hat er doch bei zwei Gegentreffern mächtig gepatzt, „und das an meinem Geburtstag“, stellt er etwas betrübt fest. Vor heimischer Kulisse soll sich dies nun ändern. Die Entwicklung der Lüerdisser gestaltet sich überaus positiv. Bis auf das 0:2 beim TSV Kirchheide II haben die Schützlinge von Coach Ingo Reibeholz ausschließlich gewonnen. Auch Alexander Riegler, der beim Hermannslauf seine läuferischen Qualitäten unter Beweis stellt, fehlt. „Von hier aus viel Erfolg, Alex“, möchte Schmidt seinem Mitspieler beste Wünsche mit auf den Weg geben. Er zeigt sich durchaus stolz auf das, was sein Team im bisherigen Saisonverlauf geleistet hat, beschreibt dies als „beachtlich.“ Unter Druck setzen möchte er sich auch deshalb ganz bewusst nicht. „Deshalb ist alles, was jetzt noch an Punkten hinzukommt, ein Bonus.“ Tabellenposition sechs ist für das einstige Kellerkind eine gute Zwischenbilanz. „Was nun noch nach oben geht, wird man sehen“, lässt sich Schmidt gerne noch weiter positiv überraschen.

 

Torsten Petri, der Coach des drittplatzierten FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II, befürchtet: „Es wird richtig schwierig. Lüerdissen ist gut drauf und hat die letzten Wochen gute Ergebnisse abgeliefert“, zeigt er sich davon sehr angetan. Lippe-Kick gewährt er einen Einblick in seine Personalpolitik: „Ich feile noch am Kader, um die bestmögliche Truppe aufstellen zu können.“ Petri zeigt sich erwartungsfroh, ob es möglich ist, „einen oder drei Punkte zu entführen.“

 

SG Bega/Humfeld II vs. FC Unteres Kalletal II

Ein Spiel auf Augenhöhe erwartet Bega/Humfeld II-Coach Oliver Hunger vor dem Heimspiel gegen den FC Unteres Kalletal II. Den Kalletalern bescheinigt er, „ein sehr starker Gegner“ zu sein, hat er noch das „sehr umkämpfte Hinspiel“ vor Augen. Von Spielbeginn erhofft er sich von seinem Team eine engagierte Spielweise, strebt zudem mehr Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss an. Sein Kritikpunkt: „Wir machen zu wenig aus unseren Chancen. Gerade nach den letzten drei Spielen, in denen wir nicht unser Bestes gezeigt haben, müssen wir uns mit einem Sieg selbst wieder in die Spur bringen“, sehnt er sich nach einem Erfolgserlebnis. Nicht gut sieht die Personalsituation in seinem Team aus, muss die Rotationsmaschine weiter agieren. Auch daher glaubt er: „Es wird ein schwieriges Spiel.“

Eine Kaffeefahrt kommt auf den FC Unteres Kalletal II keineswegs zu. Gästekicker Steffen Weiß erinnert sich an die Vergangenheit und an Duelle mit der SG Bega/Humfeld II, die „sehr unangenehm gewesen sind, sei es die Aufstiegssaison gewesen oder das Hinspiel.“ So rechnet er beim punktgleichen Duell des Tabellenfünften beim Vierten damit, dass die Gastgeber „entschlossen sind, uns die Punkte zu klauen“, rechnet Weiß deshalb auch mit „einem harten Stück Arbeit.“ Massive Personalprobleme plagen beide UK-Seniorenteams, „so dass es fast schon ein Kunstwerk wird mit zwei Mannschaften aufzulaufen. Trotzdem wird uns auch das gelingen“, glaubt ein zuversichtlicher Weiß. Seine Marschroute richtet sich nach dem Maximalertrag: „Da wir mit beiden Mannschaften nach Humfeld reisen, sind sechs Punkte natürlich das Ziel! Aber dafür müssen wir arbeiten“, kommt doch in vielen Bereichen erst die Arbeit und dann das Vergnügen.

 

FC Laßbruch/Silixen II vs. RSV Schwelentrup

Marcel Bonte gilt als cleverer Typ. Er lässt die Zahlenwerte sprechen: „Mit Schwelentrup kommt ein Gegner, der 26 Punkte Vorsprung hat und der klare Favorit sein wird!“ Trotz dieser in vielen Bereichen grassierenden Unterschiede wünscht sich der FC Laßbruch/Silixen II-Trainer. „Wir werden es trotzdem versuchen, es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen. Um das zu schaffen, muss genau die gleiche Leistung wie gegen Ben/Hoh III geleistet werden.“ Auf einige verletzte und arbeitende Kicker muss jedoch verzichtet werden.

Keine korrekte Bewertung kann RSV Schwelentrup-Coach Norman Dinkelbach zum Hinspiel anstellen. Immerhin kam der Gegner aus dem Extertal damals mit einer unvollständigen Mannschaft in das Bergstadion. Grundsätzlich gilt für Dinkelbach vor dem Duell beim Tabellenletzten: „Ich unterschätze La/Si II auf keinen Fall“, weil: „Man weiß nie, mit welcher Truppe unser Gegner antritt.“ Respekt wird aus diesem Grund eine wichtige Tugend sein, mit der dieses Spiel angegangen werden kann. Auf einige Spieler muss er über das lange Wochenende verzichten. „Meine Mannschaft muss sich bewusst sein, was sie noch in dieser leider schlechten Saison aus meiner Sicht am Ende erreichen will“, wählt Dinkelbach hier klare Worte. Seine Truppe möchte er klar auf Sieg einstellen. Die bittere Pleite in Lüerdissen soll schnell vergessen gemacht werden. „Nur dann“, sieht er dies als Bedingung, „nehmen wir drei Auswärtspunkte mit nach Schwelentrup.“

 

Spvg Bavenhausen vs. FC Oberes Extertal II

„Wir wollen gewinnen. Das steht fest. Aber es wird nicht leicht. Ich denke, dass wir mit der richtigen Einstellung etwas reißen können“, so die knappe Aussage von Bavenhausen-Stürmer Dominik Horstmann vor dem Spiel.

Erfreulich ist für den Tabellensiebten aus dem Extertal: „Personal ist vorhanden“, so protokolliert Coach Ralf Otto. Er rechnet mit mindestens fünf Veränderungen im Vergleich zum letzten Spiel. Die Hinspielpartie hat der FCO II knapp für sich entschieden. Otto wünscht sich eine Wiederholung, wenn er formuliert: „Ich hoffe auch, dass wir in diesem Spiel die Oberhand behalten.“ Auch weil die Mühlenkicker oft sehr wechselhaft agieren, „kann ich sie aber schlecht einschätzen“, räumt der Gästecoach ein.

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