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Kreisliga B2 Lemgo

Vorberichte 29. Spieltag 17/18 B2 Lemgo

Einige Entscheidungen stehen noch in der B2 Lemgo aus. Vielleicht auch am kommenden Spieltag. Man wird sehen. Lippe-Kick hat sich vorab umgehört.

Abstiegsangst trifft Aufstiegshoffnung

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Die zweitletzte Runde wird am kommenden Sonntag in der B2 Lemgo absolviert. Durch den Rückzug des SC Lemgo/West darf der Tabellenvierte TuS Asemissen II am Wochenende relaxen. 14 Teams spielen dagegen um wichtige Punkte und Tore. Besonders der Aufstiegskampf hat es in sich. Spitzenreiter TuS Bexterhagen könnte den SC Bad Salzuflen II in die C-Liga schießen. BSV Leese wartet auf Bexterhäger Fehler, möchte im Derby Yunus Lemgo besiegen. Früh aufstehen heißt es für den SV Wüsten, der bereits um 11.00 Uhr morgens den SV Werl-Aspe II empfängt. Das Ziel ist klar: Mit einem Sieg möchte der letztjährige A-Ligist den dritten Rang verteidigen.

Von Henning Klefisch

 

SV Wüsten vs. SV Werl-Aspe II

Das anstehende Derby gegen die Zweitvertretung des SV Werl-Aspe ist nach dem Dafürhalten von SVW-Coach Sebastian „sehr wichtig.“ Im letzten Spiel vor den eigenen Fans möchte man diese mit einem Sieg beglücken, zugleich den dritten Rang sichern. Unabhängig davon lobt Milde sein Team, sagt voller Stolz: „Wir haben bis dato wirklich eine tolle Saison gespielt, hätten vielleicht an der ein oder anderen Stelle mehr Punkte holen können/müssen, aber wir können uns am Sonntag belohnen“, gleicht sich im Laufe einer Saison aber stets alles aus. „Nachdem wir die Punkte aus Leopoldshöhe im Nachhinein bekommen haben, da sie Spieler eingesetzt haben, die nicht spielen dürften und sich somit ein Vorteil verschafft haben“, freut sich der Wüstener Trainer über den damit verbundenen Sprung auf Rang drei. Milde fügt hinzu: „Da auch sie sonst personelle Probleme gehabt hätten und das Spiel anders verlaufen wäre“, gibt er sich überzeugt. Weiter: „Was für mich eine Unsportlichkeit ist! Jeder muss sich an Regeln halten.“ Mit dem vergangenen Spiel möchte er sich aber nicht zu lange aufhalten, vielmehr hegt der letztjährige A-Ligist die Ambition den dritten Rang zu verteidigen. Er wünscht sich von seiner Mannschaft die maximale Einsatzbereitschaft, erklärt dazu bei Lippe-Kick: „Wir werden zu Hause wirklich brennen und alles raushauen, was in uns steckt!“ Milde gibt sich selbstbewusst, glaubt an die eigene Stärke, unterstreicht daher nachdrücklich: „Ich glaube, wenn wir erstmal ins Rollen kommen, wird Aspe es sehr schwer haben, uns zu Hause zu stoppen, denn WIR wollen Platz 3!“ Einen Larifari-Fußball möchte er von seinem Team keineswegs sehen, wünscht er sich, dass dieses die Partie ernst nimmt, einen Ausrutscher wie bei der peinlichen Niederlage gegen den SC Bad Salzuflen II vermeidet. Zugleich hat sich der Kontrahent auch prächtig entwickelt, stellt deshalb auch Sebastian Milde heraus: „Die letzten Ergebnisse von Aspe waren schon eine andere Sache als in der Hinrunde, wo wir 2:7 gewonnen haben.“ An eine Sache glaubt er aber felsenfest: „Ich bin davon überzeugt, dass der SV Wüsten am Ende der Saison auf Platz 3 steht“, zeigt er sich hier auch überhaupt nicht in Debattierlaune.

Gleich zweimal muss der SV Werl-Aspe II noch in der Fremde antreten. In Wüsten rechnet Werl-Aspe II-Kicker Marius Grimm mit „einigen starken Individualisten, die ein Spiel entscheiden können.“ Gleich mehrere wichtige Akteure fehlen in diesem Spiel. Neben dem Trainerteam Ruge/Schlautkötter können auch Alexander Peters, Boris Bergheim und Daniel Worthmann nicht am Spiel teilnehmen. Verletzt sind Alexander Graw und Julian Lindheim. Eine Variable betont Grimm: „Da wir bereits um 11 Uhr spielen, werden wir sehen, wer in welchem Zustand da sein wird.“ Die richtige Spannung fehlt aber laut dem Abwehrspieler, unterstreicht er doch gegenüber Lippe-Kick: „Da der Klassenerhalt nun sicher ist, ist die Luft vollends raus.“ Dennoch ist ganz entscheidend, dass die Asper „zwei ordentliche Fußballspiele bestreiten“, auch Siege einfahren. Die Wüstener betrachtet er als „nicht unschlagbar“, weshalb er sich zu der Aussage verlocken lässt: „Daher wird die Mannschaft den Sieg zugesprochen bekommen, die die bessere Einstellung an den Tag bringen wird.“ Für Knuth Stickdorn wird es sein Abschlussspiel für den SV Werl-Aspe II. Er wird vorerst in Hamburg beruflich aktiv sein. „Er wird heiß sein und will die Null halten“, glaubt Grimm.

 

TuS Lockhausen vs. TSG Holzhausen/Sylbach

Nicht in die Tasche lügen möchte sich TuS Lockhausen-Coach Marco Höcker, der offenbart: „Bei uns ist es dieses Wochenende schwierig, die Konzentration auf das Spiel am Wochenende zu richten und hochzuhalten, da bei uns die Sport- & Fun-Woche im vollen Gange ist.“ Die wohl prächtige Zuschauerkulisse soll belebend wirken. Deshalb wünscht sich Höcker von seinem Team „ordentlichen Fußball“, geht es doch auch darum, eine einstellige Position im Endklassement zu belegen. Folglich fordert Höcker via Lippe-Kick: „Ich erwarte von den Jungs, dass sie sich trotz des laufenden und anstehenden Events, darauf besinnen, wofür wir so oft zusammenkommen: für Fußball.“ Daher wird es für den TuS darauf ankommen, „konzentriert, unkompliziert und vernünftig“ zu kicken, um sich gegen den „starken Gegner“ TSG Holzhausen/Sylbach zu bewähren. „Ich glaube an den TuS, aber von alleine kann und wird das nicht klappen. Die gesamte Mannschaft muss es wollen“, so die eindeutige Botschaft an sein Team.

Mit den Worten „weiterhin sehr angespannt“ klassifiziert TSG-Coach Stefan Brunk die Personalsituation in seiner Truppe. Eine tolle Moral bewiesen die Blau-Weißen im Hinspiel, als sie nach einem Rückstand die Partie gewinnen konnten. „Gegen einen frisch aufspielenden Gegner“, lobt Brunk das Team aus Lockhausen. Auch dort möchte Holzhausen/Sylbach nicht mit leeren Händen dastehen. Brunk betont: „Am Wochenende wollen wir ebenfalls punkten.“

 

TSV Schötmar II vs. TuS Leopoldshöhe II

Den Klassenerhalt hat der TSV Schötmar II nach einer aufregenden Saison eingetütet. Deshalb können die Schötmaraner entspannt in die letzten beiden Heimspiele reingehen. Zunächst einmal geht es am Sonntag gegen die Zweitvertretung des TuS Leopoldshöhe, ehe zum Abschluss der SV Werl-Aspe II zum Derby vorbeikommt. Gewohnt deutlich deckt TSV II-Kapitän Ersan Dargecit die Karten auf, wenn er sagt: „Für uns ist die Saison seit letzter Woche mehr oder weniger beendet, da wir unsere gesteckten Ziele erreicht haben.“ Auch deshalb gilt das klare Motto, dass die Restsaison „nur noch ganz locker zu Ende gespielt wird.“ Dennoch wollen sie vor heimischer Kulisse mit einer guten Leistung aufwarten. Dafür ist man zu sehr Sportler, um zu wissen. „Wenn wir schon auf dem Platz stehen, wollen wir natürlich auch gewinnen.“ Unter ganz schwierigen Wetterverhältnissen, viel Wind und Regen, ist das Hinspiel ausgetragen worden. Damit kamen die Schötmaraner überhaupt nicht zurecht und unterlagen deutlich mit 0:5. „Diesmal soll es etwas anders laufen“, so der Wunsch von Dargecit. Kontrollieren möchte er mit seinem Team die „zwei bis drei guten Offensivakteure“, fügt er selbstbewusst hinzu: „Der Rest läuft dann schon wie ein Länderspiel.“ Heftig liest sich die Personalsituation. Ümitcan Ok, Abaz Isufi, Murat Incekara, Enayatullah Safi, Fitim Haxhimusa und Fatih Uygur fehlen, weshalb in Summe die komplette Abwehrreihe ersetzt werden muss.

Zum letzten Auswärtsspiel muss der TuS Leopoldshöhe II ans Lohfeld nach Bad Salzuflen reisen. Der Gastgeber ist der TSV Schötmar II. Die Hausherren haben sich in den letzten Wochen aus dem Abstiegskampf befreit und machen einen wesentlichen stabileren Eindruck, als noch in der Hinrunde. „So einfach wie im Hinspiel wird es uns der TSV nicht machen. Aufgrund der tabellarischen Situation erwarte ich ein faires und offensives Spiel“, stellt Leo-Coach Dennis Lütkehölter die Weichen für diesen Sonntag. Personell sind die Leos nun am Ende der Fahnenstange angelangt. „Mir fehlt eine komplette Mannschaft. Nun darf gar nichts mehr passieren. Ich will auf der Zielgerade nicht noch eine Spielabsage in Kauf nehmen müssen. Wir werden alles tun, um antreten zu können“, fehlt nun auch noch Jascha Klatt wegen der fünften gelben Karte. Ein Zustand, der den Trainer schon seit längerem stört! „In Zeiten von Mannschaftsrückzügen, Spielgemeinschaften und Neuner Teams ist die Kartenregelung ein echter Witz. Oftmals werden sogar die falschen Spieler verwarnt und aufgeschrieben. Selbst wenn man mit dem Schiri den Spielbericht im Anschluss prüft, müsste man ihn ja überzeugen, dass dort ein Fehler passiert ist“, mahnt der Coach ein Umdenken bezüglich der fünften gelben Karte an. „Die meisten Spiele laufen mehr als fair ab! Nur weil sich jemand mal ärgert oder am Trikot zupft, muss das im unteren Amateurbereich keine Gelbsperren nach sich ziehen“, bezieht der Trainer eine klare Position.
Sportlich geht es für beide Mannschaften um nichts mehr. Die Leos wollen sich dennoch anständig aus der Serie verabschieden. „Wir haben uns versprochen, die letzten Spiele so durchzuziehen, wie man uns die Jahre auch kennengelernt hat. Sportlich fair, mit viel Spaß und Teamspirit und einer hohen Bereitschaft. Das werden die Jungs auch am Sonntag erneut in die Waagschale werfen“, so Lütkehölter vor seinem letzten Auswärtsspiel mit den Löwen.

 

SC Bad Salzuflen II vs. TuS Bexterhagen

Schon vorzeitig kürt Bad Salzuflen II-Coach Bülent Yilmaz die Bexterhäger zum künftigen A-Ligisten. Er macht gegenüber Lippe-Kick deutlich: „Wir wissen Bescheid, dass wir gegen den Meister der Kreisliga B Lemgo Gruppe 2 spielen. Deswegen wird es sehr schwer für uns, aber wir geben nicht auf.“ Er stellt treffend fest: „Eine Überraschung wäre sehr gut“, muss man daran nur glauben. Auf den verletzten Henri Ellerbrok muss er verzichten.

Der Situation vor dem Spiel in der Kurstadt ist sich Bexterhagen Co-Trainer Uwe Wehmeyer vollauf bewusst: „Salzuflen II wird sich mit allen Mitteln gegen den drohenden Abstieg stemmen.“ Er rechnet mit einer körperlichen Partie, wo Leidenschaft ein echter Trumpf sein wird. Zur Bedeutung der Partie erklärt er realistisch: „Denn auch für uns ist es ein „Alles-oder-Nichts-Spiel. Denn nur ein Dreier zählt für uns“, möchte man dem BSV Leese keine Hoffnungen machen. Wehmeyer legt den Fokus nur auf das eigene Team, sagt deshalb auch: „Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, werden sie wie im Vorjahr nur Vizemeister.“ Weiterhin schwierig gestaltet sich die Personalsituation. Die vier Langzeitverletzten fallen aus, ein Trio kann auch persönlichen Gründen nicht mitwirken.

 

TuS RW Grastrup/Retzen vs. SG Hörstmar/Lieme II

Grastrup/Retzen-Kicker Niklas Prante zeigt sich vor dem Spiel zuversichtlich: „Wenn wir die Form der Rückrunde halten, sprechen viele Faktoren für uns.“ Nach dem aktuellen Stand der Dinge wird es keine Änderungen im Kader im Vergleich zur letzten Woche beim siegreichen Torfestival gegen Asemissen II geben. „Wichtig wird sein, die Spielstärke aufrecht zu halten und unsere Stürmer einzusetzen“, wünscht es sich Prante. Als positiv ist zu vermerken, dass keine neuen Verletzten sich dazugesellen. Deshalb kann RW-Coach Martin Jedral sein Team in Bestbesetzung antreten lassen.

Die komplette Varianz der beiden Spielhälften im ersten Saisonduell erwähnt Hörstmar/Lieme II-Coach Hannes Hildebrandt, kommt jetzt zur Feststellung: „Wir dürfen Grastrup/Retzen auf keinen Fall Platz und Raum für ihr Spiel lassen. Wenn die einmal ins Rollen kommen, dann wird es sehr schwer für uns.“ Der Respekt vor dem Tabellenfünften ist gewaltig. Die eigene Personalmisere hält weiter an. So haben sich zahlreiche Spieler in den letzten kraftzehrenden Partien verletzt.

 

BSV Leese vs. Yunus Lemgo

Tabellarisch unter Wert geschlagen sieht Leese Co-Trainer Jan Plöger den kommenden Gegner Yunus Lemgo. Dazu kommen auch die jüngsten Verstärkungen: „Gerade jetzt mit ihren zwei spontanen Neuzugängen sind sie definitiv nicht zu unterschätzen.“ Plöger denkt aber auch an sein Team, wenn er auf eine weiße Weste vor heimischer Kulisse hofft. Mit einem weiteren Heimsieg gegen die Delphine hätte der Ballspielverein alle Heimspiele gewonnen. Sehr günstig gestaltet sich die Personalsituation. Auch Rene Bonath, der in den letzten beiden Partien Schonzeit erfahren hat, „freut sich auf einen Einsatz“, verrät Plöger bei Lippe-Kick.

Der Bedeutung dieser Begegnung ist sich Yunus-Coach Cüneyt Kurt absolut bewusst: „Da es rein rechnerisch noch möglich ist, dass wir absteigen können, werden wir unser Bestes geben, um mindestens einen Punkt mitnehmen zu können.“ Dennoch hat er realisiert, dass das Aufeinandertreffen gegen die BSV-Truppe „natürlich sehr schwierig“ ist, sieht Kurt den Tabellenzweiten nicht nur wegen der hervorragenden Tabellenposition als den „klaren Favoriten.“ Die Bedingung, damit die Überraschung gelingt: „Wir müssen es schaffen, die Sturmreihen von Leese aufzuhalten.“ Die Delphine treten in Bestbesetzung an.

 

TuS Asemissen III vs. TuS Lipperreihe II

Das lange Wochenende rund um Fronleichnam nutzen einige Akteure des TuS Asemissen III zu einem verlängerten Wochenende. Beim heutigen Abschlusstraining wird sich noch Klarheit ergeben, wer tatsächlich einsatzfähig sein wird. Die Vorfreude, vor heimischer Kulisse zu spielen, ist groß: „Leider hatten wir sehr viele Auswärtsspiele in der Rückrunde, so dass wir uns darauf freuen, mal wieder zuhause zu spielen“, so Coach Florian Meerkötter bei Lippe-Kick. Er hofft auf ein siegreiches letztes Heimspiel. Eine Parallele hat er zum Gegner erkannt: „Lipperreihe II spielt eine ähnliche schlechte Rückrunde wie wir.“ Auch erkennt er beim nachbarschaftlichen Kontrahenten eine spezielle Motivation: „Da Sie den Klassenerhalt noch nicht sicher haben, werden Sie selbstverständlich versuchen zu punkten, um im worst case am letzten Spieltag zittern zu müssen.“ Daher geht er in diesem Derby von einem „engen Spiel“ aus und sieht als Basis für seine Truppe, „mal wieder über 90 Minuten eine konzentrierte Leistung zu bringen und unsere Fehler zu minimieren.“

Das große Ganze im Blick hat Lipperreihe II-Coach Thorsten Taverner, wenn er eine Gegneranalyse über den TuS Asemissen III anfertigt: „Ich glaube, dass Asemissen III eine gute Saison spielt und mit der Saison zufrieden sein kann. Sicherlich haben sie auch in den letzten Spielen verloren, haben aber trotzdem eine gute junge Mannschaft, die schnell nach vorne spielen kann und torgefährlich ist“, sind die Fähigkeiten vom Aufsteiger keineswegs zu unterschätzen. Um den Klassenerhalt einzutüten und kein Herzschlagfinale am letzten Spieltag zu gewähren, wollen die Rot-Weißen in der Nachbarschaft siegen. Die mögliche Erfolgstaktik: „Wir werden versuchen, aus einer starken Defensive schnell nach vorne zu spielen und endlich mal unsere Torchancen nutzen“, so Taverner bei Lippe-Kick. Er prangert deutlich an: „In den vergangenen Wochen fehlte mir der letzte Biss und der Wille, als Sieger vom Platz zu gehen.“ Diesmal sollen der Wille und der Biss investiert werden. Fietzeck und Weiß fehlen urlaubsbedingt in der Defensive. „Trotzdem habe ich ansonsten alle an Bord und werde versuchen, eine Elf auf den Platz zu schicken, die gewinnen will“, so der Wunsch vom Gästecoach.

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