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Kreisliga B2 Lemgo

TuS RW Grastrup/Retzen – Die Post-Döller Ära

Es gibt auch eine Zeit nach dem Torjäger Sascha Döller. Dies wissen auch die Kicker des TuS RW Grastrup/Retzen, die glänzend in die Serie gestartet sind. 

Rotes Federkleid nach dem Schütteln

 

Kreisliga B2 Lemgo (hk). Würde ein Fußball-Kolumnist den Saisonbericht für den glorreichen TuS Rot-Weiß Grastrup-Retzen schreiben, würden uns bei der darauffolgenden Erstkorrektur alle Nackenhaare erbleichen, kurz nachdem sie sich heftigst aufgestellt haben. Denn dieser Text würde zweifelsohne zu 70% aus Abschiedsschwafeleien und zu 20% aus Neuanfangsphrasen bestehen – 10% Werbung müssen drin sein. Deshalb haben wir unsere Rot-Weißen Köpfe zusammengehauen (ja, einige waren vorher lediglich weiß) und einen Ghostwriter installiert, welcher aus sicherer Entfernung alles bewahrheiten wird, was vom aufmerksamen Lippe-Kick Leser erhofft und gefürchtet wurde:

 

Zuallererst: Ja, irgendwo wird noch immer ein Blick nach hinten rechts in der Kabine gehen und ein „Moin Döller“ sehnsüchtig in den Raum geraunt. Ja, vor jedem Testspiel wurde für ein gutes Omen eine Dose Pferdesalbe geöffnet und geschwenkt. Ja, wir vermissen diese Galionsfigur des Retzer Fussballs.

ABER: Wir sind stolz auf das, was war. Wir haben keinen Mitspieler verloren, sondern einen gern gesehenen Gast bei jedem Spiel gewonnen.

Warum fangen wir mit der Vergangenheit an? Ganz einfach: Wir können nämlich mit Stolz behaupten, dass wir uns kurz geschüttelt haben, nur um kurz darauf ein neues, natürlich rotes Federkleid zu zeigen. Genug Pathos für sieben Vorbereitungsberichte, zeigt jedoch genug auf, wofür dieser Verein steht. Den unbändigen Willen weiterzumachen – und GUT weiterzumachen. Wir befinden uns nicht im Umbruch, sondern auf einem guten Weg in die Zukunft. Der Kader ist, wenn überhaupt im besten Fußballeralter, wobei das beste Fußballeralter für den neuen Stammesältesten Salva Völkel immer sein jetziges werden wird, wenn man ihn fragt.

Zum Saisonauftakt konnten wir schon mit drei Neuzugängen auftrumpfen, einer davon wird sogar mit in den Trainerstab rutschen und so können wir mit zwei, wenn man so will drei Spielertrainern, für ein mögliches Novum sorgen. Thore Eitner ist neuer Spielertrainer der 1. Mannschaft. Und unser neuer Co-Coach weiß, wie man Männer zum Marschieren bringt – der Neuzugang vom SuS Lage lässt regelmäßig Menschen in Flecktarn nahe Augustdorf laufen und hat schon für die Bundeswehrnationalmannschaft gespielt. Unsere Fitness werden wir mindestens halten können.

Der Kader wird im Gegensatz zu letzter Saison wieder ein bisschen verbreitert und auch unser Unterbau ist stark aufgestellt – in Retzen bewegt sich sehr viel und wir sind sehr stolz darauf – werden uns aber hierauf nicht ausruhen. „Best Never Rest“ würde eine dieses Jahr nicht ganz so erfolgreiche Nationalmannschaft von sich behaupten. Wir freuen uns besonders, dass wir unsere Langzeitverletzten Max Rosenberg und Lennard Liebrecht wieder im aktiven Kader begrüßen dürfen, beide konnten die gesamte Vorbereitung absolvieren.

Würde ein Fußball-Kolumnist ein Fazit auf den Saisonbericht verfassen, würde er also schreiben: „Was passiert in der Zeit nach Sascha Döller?“ „Gelingt Retzen der Umbruch?“

Ich kann dazu sagen: Döller (Bild links) ist weiterhin immer eingeladen, sich bei einem Detmolder und einer leckeren Stadionwurst unsere Spiele anzusehen und wir hegen keinen Zweifel dran, dass sein Weg ab und an mal genau dahin führen wird. Aber wir gehen weiter diesen Weg, den wir als unser Ziel bestimmt haben. Wir wollen gewinnen. Jedoch werden wir unsere Entwicklung nicht aus den Augen lassen.

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