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1. Runde

Vorberichte Kreispokal Detmold 18/19 1. Runde

Treffen zwischen alten Bekannten und das von der Bezirks- bis C-Liga. Schreibt der Pokal auch diesmal wieder seine eigenen Geschichten? Lippe-Kick stimmt euch darauf ein.

Rüschenpöhler trifft auf die alte Liebe

Kreispokal Detmold (hk). 16 Begegnungen sind Bestandteil der ersten Runde im Detmolder Kreispokal. Am Dienstag geht es mit 14 Spielen los, am Mittwoch folgt das Heimspiel von CSL Detmold gegen die Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt, ehe am Dienstag, den 11. September, das Aufeinandertreffen zwischen dem Hakedahler SV und dem Türkischen SV Horn ansteht. Interessant: Markus Rüschenpöhler trifft mit seiner SG Hiddesen/Heidenoldendorf auf den BSV Müssen, wo er drei Spielzeiten als Spielertrainer aktiv war. Auch Kachtenhausen/Helpup-Coach Manuel Roßblatt hat ein Date mit seiner Vergangenheit.

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

SG Klüt/Wahmbeck vs. SuS Lage

(ab). Kann sich die SG Klüt/Wahmbeck Hoffnung auf eine Überraschung machen? Schließlich sind die Gäste alles andere als gut in die Saison gestartet. Selbst hat man aber auch noch Luft nach oben. Zumal der Fokus eh nicht auf dem Pokal liegt. „Es ist wichtig, dass sich keiner verletzt und wir ein gutes Spiel machen“, so Lars Stöffgen vor dem Aufeinandertreffen mit dem SuS Lage. „Uns ist der Pokal nicht wichtig, dennoch wollen wir ein gutes Spiel machen“, liegt der Fokus aber nicht auf dem Weiterkommen, sondern „auf dem Ligabetrieb.“

Lage-Kicker Manuel Eßer kann zum Gastgeber „nichts sagen, weil ich seit der Jugend nicht mehr gegen sie gespielt habe.“ Fest steht nur, dass man nach dem Fehlstart in der Liga nun im Pokal eine gute Rolle spielen will. „Wir werden es bestimmt nicht zu locker angehen lassen und hoffen, dass wir wieder in die Spur finden“, so Eßer. Wer heute Abend auflaufen kann, ist auch noch unsicher, entscheidet sich kurzfristig.

Um 19:00 Uhr ist auf der Wahmbeckerheide bereits Anstoß, Klaus Frassa leitet das Spiel.

 

SV HW Falkenhagen vs. SC Türkgücü Detmold

(hk). Bereits um 19.00 Uhr beginnt diese Begegnung zwischen dem Tabellensiebten der B-Klasse und den klassenhöheren Residenzlern. Die Südostlipper sind gut aus den Startlöchern gekommen, haben in den vier Partien zwei Mal gewonnen und je einmal Remis gespielt beziehungsweise verloren. Mit sieben Punkten besitzen sie nur zwei Zähler Rückstand auf einen Aufstiegsrang.

Türkgücü-Coach Erhan Eksioglu muss ehrlich einräumen: „Ich kann den Gegner überhaupt nicht einschätzen.“ Immerhin sagt er mit Blick auf das Tabellenbild: „Sie spielen eine gute Saison und sind ganz sicherlich nicht zu unterschätzen. Sie sind auf dem heimischen Rasen stark und werden uns ganz bestimmt alles abfordern“, wird die Aufgabe nach seinem Dafürhalten anspruchsvoll werden. Für Türkgücü wird es vor allem darum gehen, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren, dabei auch die nötige Vorsicht walten zu lassen, „weil der Pokal seine eigenen Gesetze hat“, kann Eksioglu direkt mal drei Euro in das Lippe-Kick-Phrasenschwein schmeißen. Erdem Cömert hat sich beim 2:1-Sieg über den Post TSV Detmold II verletzt, fällt daher aus. Die Detmolder möchten nun schnell für klare Verhältnisse sorgen: „Ziel ist es, den Sack so schnell wie möglich zuzumachen“, so Eksioglu.

Rolf Gkarelas, der Schiedsrichter des Jahres in Detmold, ist bereits ab 19.00 Uhr an der Pfeife auf dem Rasenplatz in Falkenhagen.

 

SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. Post TSV Detmold

(hk). Ganz viel realistisches Gedankengut trägt BHK-Obmann Matthias Kuhlmann in sich. Schließlich bezeichnet er mit Recht den Post TSV Detmold als „einen der absoluten Top-Favoriten in diesem Wettbewerb.“ Vor heimischer Kulisse auf dem nigelnagelneuen Kunstrasenplatz in Heiligenkirchen möchten die Sportfreunde alles investieren, um die Überraschung zu bewerkstelligen. Kuhlmann ist sich jedoch im Klaren: „Das ist eine schwierige Aufgabe. Da muss alles passen, damit man an diesem Tag bestehen kann.“ Als eher ungünstig ist nach seinem Dafürhalten die jüngste 1:4-Liga-Niederlage der Postler in Neuenbeken zu bewerten, sind die Detmolder dadurch sicherlich ein Stück weit motivierter. Und für sein Team gilt: Spiele unter der Woche sind aus arbeitstechnischen Gründen nicht leicht zu bestreiten, könnte doch der eine oder andere Kicker ausfallen.

Ein ganzes Jahrzehnt muss Post TSV-Manager Michael Grundmann altern, um auf seinen jüngeren Bruder Marius und seinen Heimatverein in dieser Kombination zu treffen. Auch Christian Schiprowski, erst vor wenigen Wochen zu BHK gewechselt, hat eine Post TSV-Ära geprägt. Wer Grundmann kennt, weiß, dass er ein emotionaler, zugleich ehrgeiziger Typ ist, der sich über solch eine Minusleistung wie zuletzt in Neuenbeken massiv ärgert: „Ich erwarte von den Jungs natürlich eine Reaktion nach dem schlechten Spiel gegen Neuenbeken. Ich bin mir sicher, dass die Jungs auch brennen und alles geben werden“, vertraut er hier seinem Team. Dennoch ist auch er sich im Klaren, dass im Pokal eigene Gesetzmäßigkeiten vorherrschen, der gut gestartete A-Ligist keineswegs unterschätzt werden darf. Dennoch: „Natürlich sind wir der Favorit und wollen das auch zeigen.“ Er rechnet mit einem Spiel, in dem die Hausherren ihre Hoffnung in ein schnelles Umschaltspiel legen werden, aus einer stabilen Defensive heraus. Ingo Schmitz und Fabian Droletz kehren voraussichtlich im Vergleich zum Sonntag in den Kader zurück.

Björn Schlingmann pfeift diese Begegnung ab 19.30 Uhr in Heiligenkirchen an.

 

TSV Rischenau vs. FC Augustdorf

(hk). Wenn man mit Rischenau-Manager Sebastian Tunke über das Pokalspiel gegen den FC Augustdorf spricht, wird man das Gefühl nicht los, dass dieses Duell gegen den Bezirksligisten irgendwie unpassend kommt. Gewohnt launig umschreibt Tunke die Verhältnisse auf dem Platz: „Die einen haben ein Paniniheft, die anderen gehen gerade schon ein bisschen am Stock.“ Man darf schon gespannt sein, wenn sich Tunke vor dem Match ein stilles Wasser im Augustdorfer Rewe-Markt gönnt, dabei vier Packungen Paninisticker abstaubt und mit seinem Goalgetter Tore Schäfer einen Marcel Mescheder gegen zwei Artur Kanke tauscht.  Tunke weiß aber auch, dass seine Mannschaft zudem noch einen Tag weniger Pause hat. „Also im Ernst, mehr Außenseiter geht ja nicht“, gibt er sich realistisch. Trotzdem wollen die Rischenauer ein gutes Spiel absolvieren, dieses „so lange wie möglich offen halten.“ Deutlich wichtiger ist das Heimspiel am Freitag gegen den TuS Horn-Bad Meinberg, wo die Südostlipper auf die ersten Saisonzähler pochen.

Etwas im Unklaren zeigt sich FC-Coach Matthias Heymann, wenn er bei Lippe-Kick erklärt: „Rischenau ist schwer einzuschätzen. Bisher haben sie in der Liga gegen starke Gegner alles verloren. Aber vielleicht macht sie genau das gefährlich“, spekuliert er. Auch Heymann weiß, dass die Rischenauer im Ligabetrieb punkten müssen, bereits in drei Tagen das nächste Spiel vor der Brust haben. „Daher“, so deutet er an, „wäre es sicher möglich, dass der eine oder andere Spieler geschont wird.“ Trotz des Ausfalls von einigen Spielern ist Heymann fest davon überzeugt: „Wir bringen eine starke Truppe auf den Rasen“, sieht er seine Mannschaft selbstredend in der Favoritenrolle. Diese möchte man auch mit Leben füllen: „Wir nehmen diese Rolle gerne an und wollen klar weiterkommen.“

Daniel Röttgers leitet diese Begegnung ab 19.30 Uhr auf dem Rasenplatz in Rischenau.

 

TuS Eichholz/Remmighausen vs. TuRa Heiden

(hk).  Keine Powerpoint-Präsentation mit einem anschließenden Diskurs wird voraussichtlich TuS-Kicker Felix Tcheon liefern können. Er verlässt sich ausschließlich auf das bisherige Zahlenwerk. „Die Ergebnisse in der A-Liga zeigen, dass sie eine gute Truppe sind”, meint er die Heidener. Der TuS möchte sich unabhängig davon auf sich selbst konzentrieren, defensiv stabil stehen und im Angriff konsequent agieren. Spielführer Marko Stuckenschneider und Goalgetter Jannik Rother fehlen.

Die Prioritätensetzung ist für Heiden-Coach Thorsten Geffers eindeutig: „Für mich ist der Kreispokal relativ unwichtig und ich sehe das Spiel eher als gute Trainingseinheit in spielerischer Form.“ Da einmal mehr zahlreiche englische Wochen anstehen, wäre für Geffers ein vernünftiger Trainingsbetrieb deutlich angenehmer und hilfreich zugleich. Schließlich räumt er ehrlich ein: „Dazu ist der Weg zum Kreispokalsieg lang, um dann in die erste Westfalenpokalrunde zu kommen. Die Gefahr von Verletzungen und Sperren kommt noch dazu“, sind es einige Punkte, die nicht sein Wohlwollen treffen. Dies ist auch der Grund dafür, dass dieses Pokalspiel für Testzwecke genutzt wird. Auch sollen Akteure beim B-Ligisten zum Einsatz kommen, die noch einen Trainingsrückstand aufweisen. Die gute Entwicklung vom Gegner ist auch Geffers nicht entgangen, wenn er sagt: „Der TuS ist gut in die Saison gestartet und wird sicherlich sehr motiviert sein, um die nächste Runde zu erreichen.“ Ihr Comeback im Kader feiern Jannik Drewes, Marvin Scholten und Patrick Grabosch. Auf ein Sextett wird der Turn- und Rasensportverein hingegen verzichten müssen: Böke (Urlaub), di Paterniano (Beruflich verhindert), Robert Werner (Sperre wg. gelb/rot von Sonntag) und Hillmann, Nispel und Weiser (alle verletzt).

Auf dem Sportplatz in Remmighausen tanzt ab 19.30 Uhr alles nach der Pfeife von Jannik Simon.

 

FSG Waddenhausen/Pottenhausen vs. SG Sabbenhausen/Elbrinxen

(ab). Die Rollen in diesem Duell sind klar verteilt, das weiß auch FSG-Vorstand Michael Mahlmann: „Natürlich ist Sabbenhausen-Elbrinxen als B-Ligist Favorit.“ Doch der noch ungeschlagene C-Ligist hat Selbstvertrauen: „Allerdings ist uns nicht entgangen, dass die letzten Ergebnisse der SG auch nicht das Gelbe vom Ei waren. Wir spielen zuhause, sind gut drauf und wollen alles daransetzen weiterzukommen.“ Schließlich könnte es in der nächsten Runde „zum Derby gegen SuS Lage kommen, sollten die in Klüt gewinnen.“ Personell gibt es bei der FSG noch das ein oder andere Fragezeichen: „Einige unserer Spieler sind nach dem intensiven Match bei Post III noch angeschlagen, wer fit wird, wird sich kurzfristig entscheiden. Eine schlagkräftige Truppe werden wir aber auf jeden Fall aufbieten können.“ So verrät Trainer Ali Souk: „Im Sturm werde ich meinen Reservespielern die Chance geben sich zu beweisen.“ Er traut seiner Mannschaft Großes zu: „Wir haben einen super Start hingelegt, natürlich wollen wir das im Kreispokal versuchen fortzuführen. Am wichtigsten ist aber, dass wir als eine Mannschaft auftreten und schönen Fußball spielen.“ Zudem wird man „mit Respekt an die Sache gehen und versuchen, uns von unserer besten Seite zu präsentieren.“

Auf ein „sehr schweres“ Spiel ist man bei den Gästen eingestellt. Trainer Sven Grossmann war nach dem letzten Liga-Spiel gegen CSL Detmold ziemlich bedient und erwartet nun eine Reaktion seiner Mannschaft. Ein Pokal-Aus wäre schon eine ziemliche Überraschung, auch, wenn der Coach auf insgesamt sieben Spieler verzichten muss.

Henry Schröder ist ab 19:30 Uhr für die Spielleitung zuständig.

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. SC Augustdorf

(ab). Einen Heimrechttausch gab es bei dieser Partie, so dass Jerxen/Orbke nun zuhause spielen darf. Der letztjährige Halbfinalist will „natürlich in die nächste Runde des Kreispokals einziehen“ und wird daher gegen den SCA „auf Sieg spielen.“ Obmann Hubert Orynczak erinnert sich an die Duelle aus der letzten A-Liga-Saison: „Es sind immer quirlige Individualisten dabei, die für ein plötzliches Tor gut sind.“ Doch wird man genau das zu verhindern wissen: „Wir werden einen druckvollen Fußball präsentieren und entsprechend auflaufen.“ Fehlen werden der Eintracht Hendrik Merz, Hussein Hijazi, Lukas Johannfunke (alle Kreuzband) sowie Lucas Jackisch (Knie) und Marius Jans (Rippenprellung).

Als willkommene Abwechslung zum Liga-Alltag wird das Pokalspiel beim SC Augustdorf angesehen und auch entsprechend angegangen. „Wir können befreit aufspielen. Wir gehen als Underdog ins Spiel, Jerxen spielt zwei Ligen über uns“, so Coach Alban Bela. „Wir wollen versuchen den Liga-Alltag Liga-Alltag sein zu lassen und versuchen, Jerxen ein wenig zu ärgern“, will man sich schließlich trotz des Zwei-Klassen-Unterschied „vernünftig präsentieren.“ Und die Gastgeber machen im Endeffekt das gleiche wieder der SCA: „Den Jungs gebe ich mit auf dem Weg, dass Jerxen genauso wie wir hinter einem Ball herlaufen muss und wir uns auf gar keinen Fall verstecken oder zurückhaltend spielen müssen.“

Sebastian Fischer wird das Spiel leiten, um 19:30 Uhr ist Spielbeginn.

 

SV Diestelbruch/Mosebeck vs. SG Brakelsiek/Wöbbel

(ab). Und täglich grüßt das Murmeltier. Wie bereits in den drei vorangegangenen Pokal-Spielzeiten treffen diese beiden Mannschaften natürlich auch diese Saison aufeinander. Der SV Di-Mo konnte sich in allen drei Spielen durchsetzen, wenn auch immer knapp. Letztes Jahr sogar erst in der Verlängerun. „Deshalb erwartet uns ein Pokalfight“, erinnert sich auch Lennart Rethmeier an die Duelle. Erstmals hat der SV auch Heimrecht, weshalb Rethmeier ins Schwärmen gerät: „Es gibt nichts geileres in Lippe als Flutlichtspiele am Dörenwald.“ Ziel ist es, „auch im Pokal erfolgreich zu sein und den guten Schwung weiterhin mitzunehmen.“ Schließlich sieht Rethmeier „in allen Belangen noch Steigerungsbedarf.“ Da kommt das Pokalspiel ganz gelegen: „Pokalspiele sind immer effektiver als Trainingseinheiten.“ Auf Timo Schiewe müssen die Dörenwald-Kicker verzichten, dafür kehrt Janik Hesse zurück. Christian Zimmermann wird unterstützend in den Kader rücken.

Eine Pokal-Rivalität ist im Begriff zu entstehen. „Wir spielen ja eigentlich im Pokal jedes Jahr gegen Diestelbruch“, meint auch Falk Weskamp zu dem ungewöhnlichen Zufall. Natürlich will auch die SG das Spiel siegreich gestalten: „Es geht nicht darum ob Pokal-, Freundschafts-, oder Meisterschaftsspiel. Wenn man irgendwo antritt, dann will man auch gewinnen.“ Allerdings sind Spiele unter der Woche „immer so ein wenig Wundertüte. Studenten, Schichtarbeiter, usw.“ Aber: „Das Problem hat jede Mannschaft.“ Auch die Vorfreude auf den schönen Kunstrasenplatz ist den Gästen anzuhören: „Auf jeden Fall gilt der Platz nicht als Ausrede.“

Um 19:30 Uhr beginnt das Duell, Michael Joyce ist der Unparteiische.

 

TuS WE Lügde vs. RSV Hörste

(hk). Im Gegensatz zu vielen seiner Trainerkollegen im Detmolder Kreisfußball ist für Westfälische Eiche-Trainer Andreas Hoffmann klar: „Der Kreispokal hat für mich eine wichtige Bedeutung und stellt unser Team vor neue Herausforderungen.“ Da die Osterräderstädter in der noch frischen Saison einige wichtige Spiele absolvieren mussten, wird wohl munter durchgewechselt werden. Einige kurieren ihre Verletzung aus, andere erhalten eine schöpferische Pause. Auf keinen Fall mitwirken können Philipp Deppe und Patrik Blum. Hoffmann rechnet mit einem echten Pokalfight, prognostiziert er auch deshalb: „Hörste spielt bisher als Aufsteiger eine starke Saison und wird es uns sicher nicht einfach machen.“

Nichts Unwahres sagt Hörste-Defensiv-Ass Dennis Gerstenberg Guerreiro, bezeichnet er Lügde doch als „einen der stärksten Gegner in der Liga“ mit dem Status eines Titelaspiranten. Nicht verifizieren kann der Deutsch-Portugiese allerdings, wie sich die Osterrädterstädter im Pokalwettbewerb so schlagen. Nicht gerade nach seinem Geschmack ist die weite Anreise unter der Woche, können die Hörster doch quasi das gesamte Lipperland aus dem Auto heraus bestaunen. Vor allem möchte der starke Aufsteiger kämpferisch überzeugen. Die Ausfallliste der Männer von Coach Frank Linnemann ist enorm. Marcus Baumgartner, Marvin Burmeier, Sascha Zunke, Daniel Peikert und Gerstenberg-Guerreiro müssen allesamt passen. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Schichtdienst, eine Verletzung oder Angeschlagenheit. Dennoch möchten die Schwarz-Weißen alles in die Wege leiten, um ein schlagkräftiges Team aufbieten zu können.

Yilmaz Demir ist der Leiter dieser Begegnung ab 19.30 Uhr auf der Emmerkampfbahn.

 

SuS Pivitsheide vs. Blomberger SV

(ab). Ein echtes Top-Spiel ist zwischen diesen beiden Teams zu erwarten, rangieren sie doch beide im oberen Tabellendrittel der A-Liga. „Bisher ist das Team in der Liga ungeschlagen und hat mit den letzten Ergebnissen bewiesen, dass es sich in der neuen Liga gut eingefunden hat“, hat SuS-Co Florian Sieweke Respekt vor dem Gegner. „Als letztjährigen Bezirksligisten mit vielen erfahrenen Spielern werden wir den Gegner natürlich keinesfalls unterschätzen“, sieht er den BSV als ein „sehr schwieriges Los, das uns im Heimspiel alles abverlangen wird.“ Die personelle Lage bei den Hausherren entspannst sich allmählich, dank der Rückkehrer aus Verletzungen und/oder Urlauben, „so dass wir trotz Wochenspieltag eine schlagkräftige und voll motivierte Truppe aufbieten werden.“ Als Vorteil sieht Sieweke dabei auch den roten Rasen in Pivitsheide: „Das Heimspiel für uns ist dabei sicherlich nicht unförderlich und wir hoffen auf viele Zuschauer die uns zusätzlich antreiben und motivieren werden, die nächste Runde im Kreispokal zu erreichen.“

Genau diesen Untergrund findet Blomberg-Obmann Michele Caporale eher unvorteilhaft. „Leider spielen wir auf dem roten Rasen und sind somit nicht gerade bevorteilt“, kommt der Ascheplatz seiner Truppe eher nicht entgegen. Das soll aber nicht im Vorfeld bereits als Ausrede gelten: „Trotzdem möchten wir eine Runde weiter und werden entsprechend das Spiel so angehen.“ Aus personeller Sicht ist der BSV gut aufgestellt, im Vergleich zum Liga-Spiel am Sonntag gibt es keine Änderungen.

Um 19:30 Uhr pfeift Sükrü Bulut das Spiel an.

 

SG Belle/Cappel vs. FSV Pivitsheide

(ab). Die frühe Chance auf Revanche für das unglücklich verlorene Liga-Spiel gegen den FSV Pivitsheide bietet sich für die SG Belle/Cappel. „Wir möchten es zuerst einmal besser machen, das heißt für uns, wir wollen gewinnen“, gibt Coach Timo Welsandt die Marschrichtung vor. Das Spiel in Pivitsheide hängt den SG-Kickern noch in den Kleidern: „Im Spiel in Pivitsheide haben wir eigentlich alles richtig gemacht, leider konnten wir nur unseren 2:0-Vorsprung nicht über die Zeit retten“, und musste sich in der Nachspielzeit mit 2:3 geschlagen geben. Für die Revanche fehlen Welsandt am Abend die verletzten Hilker, Schulze-Terhan und Bulau. Simonsmeier erholt sich von einem Festival auf Mallorca.

Eigentlich gar keine Lust auf Pokal hat der FSV Pivitsheide. „Der Kreispokal hat keine Priorität“, sagt Tobias Gatzke, der hofft, dass alle Spieler das Spiel „verletzungsfrei überstehen.“ Böse Erinnerungen werden wach: „Letztes Jahr hat sich Ceddy Ehlebracht im Pokal schwer verletzt und fiel somit komplett aus. Sowas wollen wir nicht nochmal.“ Deshalb ist die Bedeutung des Spiels auch relativ niedrig angesiedelt: „Ich würde lieber trainieren als gegen Cappel zu spielen.“

Auf dem Sportplatz in Cappel ist um 19:30 Uhr Spielbeginn, geleitet wird die Partie von Ernst-Albrecht Kuhlmann.

 

BSV Müssen vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

(hk). Außenverteidiger Pascal Swoboda gilt als rationaler Zeitgenosse, der verbal nicht zu viel Druck auf sein Team projizieren möchte. Er redet von einem „Bonusspiel“, schiebt er ganz lässig dem Gast aus dem Kreis-Oberhaus die Favoritenrolle zu. „Sie spielen seit Jahren eine solide Rolle in der Kreisliga A und haben mit Rüschenpöhler einen erfahrenen und guten Trainer. Wer Rüschi noch aus alten Zeiten beim BSV kennt, weiß, dass er keinen Gegner unterschätzt und sicherlich mit großer Freude an das Spiel mit seinen Jungs rangeht“, hat Swoboda schon unter dem gegnerischen Trainer die Außenbahn beackert. Vor heimischer Kulisse wollen die Blau-Weißen alles geben, um am Ende des Tages den Ertrag zu sehen. Die Wertigkeit ist für Swoboda aber eindeutig: „Allerdings ist für mich die Liga von deutlicher höherer Priorität als der Pokal.“ Lucas Kramer fehlt heute, wie auch noch die gesamte Hinserie. Die Habernoll-Brothers Max und Anton sind ebenfalls verletzt. Bei ein, zwei Akteuren ist das Mitwirken noch unklar. Die Kaderzusammenstellung obliegt selbstredend BSV-Chefcoach Thomas Johannfunke.

Rüschenpöhler müsste lügen, wenn er postulieren würde, dass die Partie in Müssen für ihn etwas ganz Gewöhnliches darstellt. Immerhin war der aktuelle SG Hiddesen/Heidenoldendorf-Spielertrainer dort drei Jahre als Spielertrainer aktiv. „Dies ist das einzige Spiel, wo ich dem BSV nicht die Daumen drücke“, so Markus Rüschenpöhler, der sich auf das Wiedersehen mit einigen alten Bekannten spürbar freut. Die einzige Truppe, die als Qualifikant dieses Teilnehmerfeld bevölkert, geht favorisiert in das Aufeinandertreffen beim favorisierten B-Ligisten. Trotz des Klassenunterschieds für die perspektivische Fohlen-Truppe aus der A Detmold ist der Rüschenpöhlersche Respekt enorm. „Der BSV ist einer der Aufstiegskandidaten in der Kreisliga B. Insbesondere ihre stabile Defensive stellt so einige Mannschaften vor Probleme“, erklärt Rüschenpöhler gegenüber Lippe-Kick. Derzeit stellen die Blau-Weißen jedoch eher Mittelmaß im Detmolder Unterhaus dar, was auch an den vielen Ausfällen zuletzt liegen könnte. Der Gästecoach rechnet in diesem Auswärtsspiel mit einem defensiv ausgerichteten Gegner, dessen Spielweise von seinem Team gleichermaßen Kreativität und Zielstrebigkeit verlangt. Seine Analyse hat ergeben: „Wir kennen ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen.“ Möglich, dass der Tabellendritte eine Komplettrotation im Vergleich zum jüngsten 2:1-Ligasieg beim TuRa Heiden durchführt. Immerhin muss die Spielgemeinschaft das dritte Dienstagsspiel der noch jungen Saison in Serie bestreiten. Der BSV Müssen hingegen hat am Sonntag spielfrei gehabt, konnte daher in den Chillmodus verfallen. Für Markus Rüschenpöhler ist klar, dass der Meisterschaftsbetrieb eindeutig Priorität besitzt. Dennoch hat der Pokal seine ganz besondere Attraktivität, denn: „Beim Pokal gibt es eine Entscheidung. Das kann man im positiven und im negativen nicht korrigieren. Diesen Modus finde ich cool“, kann sich der Blondschopf für dieses Tod-oder-Gladiolen-Prinzip schwer begeistern.

Schiedsrichterlegende Thorsten Pölert pfeift diese Begegnung ab 19.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Werreanger.

 

Spvg Hagen/Hardissen vs. SG Kachtenhausen/Helpup

(hk). Für Manuel Roßblatt ist diese Partie eine ganz besondere. Immerhin trifft der Chefcoach der SG Kachtenhausen/Helpup doch auf seinen Heimatverein. Bei den Hausherren, die den direkten Niedergang von der A- bis in die C-Klasse erlebt haben, ist auch die Zwischenbilanz in der neuen Spielklasse eher so mittelprächtig nach einem Zähler aus drei Partien. Zwar ist die Bilanz der Gäste noch bescheidender, warten sie doch nach vier Partien noch auf den ersten Zähler, doch der Zweiklassenterschied ist hier entscheidender.

Roßblatt spricht auch deshalb von einem „interessanten Duell für alle Beteiligten wie Hertel, Witter, Bobe und Pook“, hat dieses Quartett allesamt bei der Spielvereinigung gekickt. Roßblatt ist dort fußballerisch bis zur C-Jugend groß geworden. Richtig Freude über diesen Pokalwettbewerb kann er jedoch nicht empfinden, weil: „Der Pokal ist für mich ein Klotz am Bein und ein Weiterkommen ist nicht meine Erwartung. Vielmehr möchte ich eine saubere und engagierte Leistung sehen, was dann aber auch sicherlich gleich einhergeht mit einem Weiterkommen“, sollen dann bitteschön zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Da einige seiner Schützlinge urlauben, wird auch Roßblatt seine Fußballschuhe schnüren. Im Vergleich zum Freitagsspiel gegen Berlebeck/Heiligenkirchen (unglückliche 2:3-Niederlage) fehlt Julian Matijek. Eine Gemeinsamkeit zum Gegner: „Hagen ist selber nicht gut in die Saison gekommen und hat ähnlich wie wir eine Menge Nachholbedarf.“

Heike Schnittcher ist für die Spielleitung ab 19.30 Uhr auf dem Sportplatz in Hagen zuständig.

 

SG Istrup/Brüntrup vs. FC Fortuna Schlangen

(ab). „Mit Schlangen haben wir einen guten Gegner gezogen“, hat die SG Istrup/Brüntrup wie im letzten Jahr wieder ein Top-Team aus der Kreisliga A zu Gast. Letztes Jahr unterlag man Jerxen/Orbke in der ersten Runde nach großem Kampf mit 0:1. „Wir werden auch diesmal alles geben und versuchen in die zweite Runde einzuziehen“, verspricht Coach Roy Wangert eine topmotivierte Mannschaft. Als Vorteil sieht er den Rasen, oder was davon übrig ist, auf dem Platz in Brüntrup: „Der Platz könnte uns in seinem Zustand in die Karten spielen kann.“ Grundsätzlich wird der Kreispokal bei der SG positiv bewertet: „Der Pokal ist ein sehr interessanter Wettbewerb, wo sich auch mal die kleinen Vereine beweisen können. Und wie auch bei den Profis zu sehen ist, fallen auch mal die großen Vereine in der ersten Runde.“ Für das große Vorhaben wird sich der Kader aber „leider von selbst aufstellen. Durch Verletzung und Arbeit fehlen mir doch viele Spieler. Aber alle, die im Kader stehen, werden brennen und alles geben um eine Runde weiterzukommen.“

Fortuna-Kicker Arne Seehrich hatte mit dem Gastgeber noch keine Berührungspunkte, kann ihn entsprechend nicht einschätzen, sagt aber: „Wir spielen eine Liga über Istrup/Brüntrup, daher ist die Rollenverteilung denke ich klar.“ Auf die leichte Schulter wird man die SG aber dennoch nicht nehmen, denn „man sollte im Pokal ja bekanntermaßen niemanden unterschätzen.“ So wird es für den Tabellenzweiten der A-Liga „wichtig sein, den Kampf anzunehmen und wenn möglich früh in Führung zu gehen.“ Was das Personal betrifft wird die Fortuna „im Pokal so ein wenig durchrotieren um allen genügend Spielpraxis geben zu können.“

In Brüntrup ist erst um 19:45 Uhr Spielbeginn, Bahman Kiadaliri hat die Spielleitung.

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