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Hallenfussball

Artesia-Cup 2020 – FCA bittet zum Budenzauber

Bereits zum siebten Mal findet am Samstag der Artesia-Cup statt und das Teilnehmerfeld ist erneut hochkarätig. Teams aus Detmold, Lemgo und Bielefeld sind am Start.

 

FCA als LZ-Cup-Sieger mit Heimvorteil

Artesia-Cup (ab). Der FC Augustdorf lädt zum siebten Mal Teams zum Artesia-Cup ein und auch diesmal sind starke Mannschaften am Start. Nicht zuletzt der FCA selbst, der als LZ-Cup-Sieger antreten wird. Auch LZ-Cup-Halbfinalist Post TSV Detmold ist mit einer Mannschaft am Start. Hinzu kommen mit dem TSV Oerlinghausen und der SG Hiddesen/Heidenoldendorf zwei weitere Bezirksligisten. Mit dabei sind außerdem die A-Ligisten TuS Leopoldshöhe und der SC Türkgücü Detmold, der kurzfristig für den SC Bad Salzuflen eingesprungen ist. Aus Bielefeld nehmen der Bezirksligist TuS Brake und die Spvg Heepen aus der A-Liga teil, die zuletzt beim eigenen Hallenturnier Rang vier erreichte. Dort war auch der FCA zu Gast und erzielte einen starken zweiten Platz. Um 10:00 Uhr eröffnen der Post TSV Detmold und der TuS Leopoldshöhe das Turnier in der wineo-Arena in Augustdorf.

 

Wird ihnen präsentiert von:

 

 

Gruppe 1

Post TSV Detmold

SC Türkgücü Detmold

TSV Oerlinghausen

TuS Leopoldshöhe

 

Nach dem Halbfinal-Aus beim LZ-Cup tritt der Post TSV Detmold mit einer „gemischten Mannschaft“ in Augustdorf an, wie Tobias Gatzke meint. „Wir wollen ein bisschen runterkommen nach den anstrengenden Wochen mit dem nervenaufreibenden LZ-Cup, der ja alles überstrahlt hat.“ In Augustdorf wollen die Postler „einfach Spaß haben“ und dann mal „gucken, was mir mitnehmen können.“ Die volle Konzentration liegt schließlich „auf die Rückserie. Da wollen wir Boden gutmachen und eine gute Vorbereitung haben“, so Gatzke.

 

Türkgücü-Coach Erhan Eksioglu spricht von einem „sehr gut besetzten Teilnehmerfeld“ beim Artesia-Cup. Das Augustdorfer Turnier bildet den „Abschluss der Hallenturniere“, weshalb es nochmal eine gute Möglichkeit ist, „die Lust und Laune auszuspielen.“ Ziel ist es, unter die letzten vier Mannschaften zu kommen. „Wenn du einen guten Tag hast, kannst du in der Halle jede Mannschaft schlagen“, findet Eksioglu. Vorrangiges Ziel ist es allerdings, Spaß zu haben und „vor allem gute Spiele zu präsentieren.“ Der Coach wünscht sich ein „faires, verletzungsfreies und schönes Turnier.“ Mit Ausnahme von zwei oder drei Spielern wir der SC Türkgücü Detmold „mit der Bestbesetzung nach Augustdorf fahren.“

 

Das wird man beim TSV Oerlinghausen vermutlich etwas anders handhaben, zumal die Bergstädter aktuell ohnehin nur „einige Spieler“ zur Verfügung haben. Man müsse das Training am Freitag noch abwarten meint Milko Micanovic. Nachdem beim LZ-Cup aber schon in der Zwischenrunde Schluss war, wollen sich die Bergstädter diesmal „als Titelverteidiger schon ordentlich präsentieren“, so Micanovic. Allerdings: „Es wird schwer, den Titel zu verteidigen“, denn aktuell ist „der Wurm drin.“ Die Vorbereitung auf die Rückrunde läuft, aber „es fehlen ein paar Leute. Ein leidiges Thema“, so Micanovic.

 

Der TuS Leopoldshöhe konnte beim LZ-Cup nur in der Vorrunde überzeugen, in der Zwischenrunde haben dann „einige Prozent gefehlt“, was Coach Christian Martens auch an seinem Fehlen festmacht: „Ich konnte die Mannschaft nicht unterstützen, was man dann auch gemerkt hat. Wir haben uns da nicht gut verkauft, da bin ich auch sauer drüber.“ Das Teilnehmerfeld beim Artesia-Cup bezeichnet Martens als „gut“, hat seine Mannschaft aber nicht konkret auf die Hallensaison vorbereitet, obwohl er selbst ein großer Freund des Budenzaubers ist. „Wir wollen Spaß haben“, steht an erster Stelle. Martens versteht aber nicht, „warum bei einigen Spielern in meinem Team über Jahre schon die Stimmung da ist, dass Halle nicht so wichtig ist und man nicht alles geben will. Das kann ich nicht nachvollziehen, das hat sich so etabliert in den Köpfen. Das muss raus in Zukunft“, so Martens. Aufgrund von einigen fehlenden Spielern wird der Coach wohl selbst vorangehen und mitspielen. Außerdem können sich „die jungen Spieler beweisen“, die es „hoffentlich besser machen als bei LZ-Cup.“

 

 

Gruppe 2

FC Augustdorf

SG Hiddesen/Heidenoldendorf

Spvg Heepen

TuS Brake/Bielefeld

 

Bei Gastgeber und LZ-Cup-Sieger FC Augustdorf ist die Vorfreude auf das hauseigene Turnier groß. „Ich denke, wir haben wieder ein sehr ordentliches Teilnehmerfeld zusammengestellt“, meint Matthias Heymann und fügt anerkennend hinzu: „Das ist nach Abschluss des LZ-Cups natürlich nicht immer ganz einfach.“ Der FCA selbst befindet sich seit Anfang dieser Woche wieder in der Vorbereitung auf die Rückrunde, die in vier Wochen beginnen wird. Den Organisatoren war es wichtig, „auch Mannschaften aus unterschiedlichen Kreisen dabeizuhaben. Das ist uns denke ich ganz gut gelungen. Das Feld ist stark besetzt.“ Ziel muss natürlich sein, sich „bei unserem eigenen Turnier gut zu verkaufen“, meint Heymann und ergänzt: „Das Halbfinale muss immer das Ziel sein.“ Eine spezielle Vorbereitung gab es nicht, „der LZ-Cup ist ja auch erst eine Woche her“, so der Coach, der keinen Favoriten ausmachen kann. „Natürlich gehen aber alle Bezirksligisten zunächst einmal favorisiert ins Rennen.“

 

Dazu gehört sicher auch die SG Hiddesen/Heidenoldendorf. Deren Coach Markus Rüschenpöhler findet das Turnier „gut besetzt“ und freut sich daran, „dass es nicht so lang geht. Es gibt Turniere, die den ganzen Tag laufen, wir sind spätestens am frühen Nachmittag fertig. Das ist ganz angenehm.“ Für 14.00 Uhr ist das Finalspiel angesetzt. Mit dem TuS Brake und der Spvg Heepen sind zwei Teams aus anderen Kreisen in der Gruppe, gerade in Bezug auf die Bielefelder spricht Rüschenpöhler von einem „starken Brocken.“ Der FC Augustdorf ist als LZ-Cup-Sieger und Gastgeber „sicher hochmotiviert, vor eigenem Publikum eine ähnlich starke Performance wie letzten Sonntag“ aufs Parkett zu zaubern. Gewiss keine leichte Gruppe für die SG, die mit Spielern antritt, „die Lust haben und Freude daran haben, zu spielen.“ So bringt Rüschenpöhler einen „ordentlichen Kader“ mit nach Augustdorf, der „hoffentlich Akzente setzt.“ Das Halbfinale ist das erklärte Ziel des Bezirksligisten. Das Turnier ist „immer gut organisiert von Augustdorf“, lobt der Coach. „Wir sind erfreut, daran teilnehmen zu können. Alles weitere werden wir am Samstag sehen.“

 

Die Spvg Heepen kommt als Viertplatzierter der Kreisliga A Bielefeld nach Augustdorf. Coach Bastian Metzdorf will sich mit seiner Truppe „in dem starken Teilnehmerfeld gut präsentieren“, hat aber „eine schwere Turniergruppe erwischt. Mit Augustdorf kommt der absolute Turnierfavorit auf uns zu. Nach dem Sieg im LZ-Cup und dem zweiten Platz bei unserem Turnier ist das für mich das schwerste Los“, so Metzdorf. Mit dem TuS Brake kommt ein Lokalkurrent auf Heepen zu. Zudem eine Mannschaft, „die schwere Tage hinter sich hat. Die Endrunde in der Stadtmeisterschaft haben sie verpasst und in Heepen sind sie schlecht ausgeschieden“, schildert Metzdorf. Für seine Mannschaft wäre „das Halbfinale ein toller Erfolg bei dem Turnier“ und würde den Blau-Gelben „nochmal Schwung geben für die Rückserie“, erklärt der Coach. Vorbereitet hat sich die Spvg durch drei gespielte Turniere. Die Mannschaft ist optimistisch, sich „gut verkaufen zu können.“ Die Marschroute sieht wie folgt aus: „Hohe Konzentration und eine geschlossene Mannschaftsleistung sind das A und O in der Halle“, meint der Coach. Und wenn dann noch „die individuellen Fehler vermieden werden und das Team zusammenarbeitet und den Ball laufen lässt, haben wir in der Halle gegen jeden eine Chance, da Halle immer ein 50:50-Ding sein kann.“ Mit Christian Zacharias (bis 2018 SC Bad Salzuflen), Jonas Brüggemann (bis 2017 RSV Hörste) und Noel Vega Mesa (bis letzten Sommer A-Jugend TSV Oerlinghausen) hat Heepen drei Spieler mit lippischer Vergangenheit im Kader.

 

Mit dem TuS Brake aus Bielefeld gesellt sich ein dritter Bezirksligist in diese stark besetzte Gruppe. Lange Zeit spielte der noch von Frank Milse trainierte TuS in der Staffel 1 oben mit, war zwischendurch sogar Tabellenführer. Doch zuletzt musste der Vorjahres-Aufsteiger abreißen lassen. Letzte Woche gab es dann die überraschende Nachricht, dass der Coach trotz der Erfolge der letzten Jahre am Ende der Saison gehen muss. Milse selbst wurde von der Nachricht sichtlich überrascht, wie er gegenüber dem Fußballportal „fupa“ erklärte: „Ich war rund zehn Jahre beim TuS Brake aktiv, habe Jugendmannschaften trainiert, die Zweite und nun die Bezirksligatruppe. Mir fehlen aktuell die Worte.“ Da kommt der Artesia-Cup als willkommene Abwechslung nach den turbulenten Tagen.

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