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Kreisliga A Lemgo

Kreisliga A Lemgo – Der Goalgetter-Report

Auch in dieser Winterpause liefern wir euch die populäre Rubrik, die auch nun wieder mit einem Spieler-Quintett besetzt wird.

„Man muss ihm schon hart an den Kopf schießen“

Kreisliga A Lemgo (hk). Nicht ungewöhnlich: Die fünf besten Abschluss-Spieler aus der A Lemgo spielen allesamt bei Vertretern aus der oberen Tabellenhälfte. Aus dem Top-Trio aus Bad Salzuflen, Lemgo und Lipperreihe sind ebenso Spieler dabei, wie vom Fünften Asemissen und vom Siebten Oerlinghausen II. Ähnlich spannend wie im Aufstiegsrennen geht es auch im Kampf um die Torjäger-Kanone zur Sache, sind doch der Fünfte Oliver Hett und der Führende Jan Ehlert gerade einmal zwei Tore voneinander getrennt. Lippe-Kick möchte diesen Spielern die angemessene Ehre erweisen, sie durch ihre Trainer vorstellen, ein Porträt über die Kantonisten liefern, die den Teamerfolg mit ihren erfolgreichen Netzversuchen honorieren.

 

Dieser Bericht wird Ihnen präsentiert von:

 

Von Henning Klefisch & André Bell

 

Jan Ehlert SC Bad Salzuflen, 17 Tore, 29 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Jugend TBV Lemgo, FC Donop/Voßheide, VfL Lüerdissen, war schon einmal beim SC Bad Salzuflen, wo er seit der Winterpause 2018/19 wieder kickt. Trikot-Nummer: 11

 

 

Spitzname:

Ehlert

Marotten/Verhaltensweisen:

Einen Glücksbringer braucht Ehlert für die Spiele nicht, aber: „Seine Freundin kommt oft mit dem gemeinsamen Hund zugucken, vielleicht pusht ihn das“, vermutet Müller.

 

Der schönste Treffer:

Eddy Müller kann sich an „kein außergewöhnlich schönes Tor erinnern“, Ehlert ist eher für „die wichtigen Tore, siehe Ahmsen, Lemgo etc.“, zuständig.

 

Was macht ihn so besonders:

„Jan spielt sehr intelligent Fußball und weiß seinen stämmigen Körper einzusetzen“, meint Eddy Müller. „Er macht die Bälle vorne gut fest und ist eiskalt beim Abschluss, er braucht oft nur eine halbe Chance. Für uns als Team ist seine Präsenz und seine Mentalität extrem wichtig, er gibt nie auf und ist immer positiv.“ So wird man den Goalgetter auch „nie mit dem Kopf nach unten auf dem Platz sehen.“ Diese positive Art ist auf dem Platz ansteckend: „Damit zieht er uns alle hoch und pusht uns ans Limit.“ Außerhalb des Platzes ist Jan Ehlert sogar „noch besser als auf dem Platz. Er hat immer für jeden ein offenes Ohr und kümmert sich um jedes Problem, um die Nebengeräusche in der Kabine so gering wie möglich zu halten, so dass wir uns als Team immer auf das wesentliche konzentrieren können.“

 

Steigerungspotenzial:

Jan Ehlert gilt nicht unbedingt als trainingsfließig, wie sein Mitspieler und Kapitän Eddy Müller offenherzig erzählt: „Seine einzige Schwäche ist seine Trainingsintensität/Qualität, auf Training hat er nicht soo Bock, trotzdem ist er aber oft da.“

 

 

Felix Formanski TSV Oerlinghausen II, 17 Tore, 29 Jahre alt. Ehemalige Vereine: VfL Ummeln, Sportfreunde Sennestadt. Trikot-Nummer: 24

 

 

Spitzname:

Dosmaski

 

Marotten/Verhaltensweisen:

Sein Coach Jan Rüter kann in dieser Hinsicht nichts über seinen Goalgetter sagen: „Felix ist eigentlich ein ganz normaler.“

 

Der schönste Treffer:

Auch in dieser Hinsicht kann Rüter nichts besonderes hervorheben: „Er schießt sehr viele schöne Tore, da ist es schwer, eins rauszupicken.“

 

Was macht ihn so besonders:

„Felix ist einfach ein sehr kompletter Stürmer, der das berüchtigte Näschen hat, gefährliche Situationen zu erkennen“, erklärt Jan Rüter. Noch viel wichtiger ist aber seine Arbeit gegen den Ball: „Bereits in der vordersten Linie setzt er den Gegner unter Stress.“ Auch zwischenmenschlich passt es einfach: „Menschlich ist er ein geiler Typ und immer für einen Spaß zu haben. Sehr beliebt in der Mannschaft sind seine Bildbearbeitungs-Skills, bei denen er unterschiedliche Köpfe der Mannschaftskollegen in verschiedene Situationen einfügt. Das sorgt immer wieder für Lacher.“

 

Steigerungspotenzial:

„Eine Schwäche ist schwer auszumachen, wenn ich ehrlich bin. Wenn ich was sagen müsste, dann, dass er sehr ungeduldig ist und sich immer wieder die Bälle im Spiel nach vorne schon in der eigenen Hälfte abholen will. Dies führt dann hier und da dazu, dass wir in der Spitze unbesetzt sind. Aber wenn das die einzige echte Schwäche ist, kann ich auch damit gut leben“, so Rüter.

 

Furkan Kücük TuS Lipperreihe, 17 Tore, 19 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Jugend TuS Lipperreihe, auch in der Landesliga. Trikot-Nummer: 24

 

 

Spitzname:

In Anlehnung an den ehemaligen kolumbianischen Sturmtank vom FC Bayern München, Adolfo Jose Valencia, wird Kücük „El Tren“ gerufen.

 

Marotten/Verhaltensweisen:

Furkan ist das genaue Gegenteil von einem Hitzkopf, hat es eher den Anschein, als würde er in einer Eistonne nächtigen, so cool wie er ist. Ihn kann nichts aus der Ruhe bringen, ist per se gechillt, sehr ruhig, ein „totaler Teamplayer“, wie ihn sein Co-Trainer Timo Kapale charakterisiert.

 

Der schönste Treffer:

Der 7:1-Hinspielerfolg über den TSV Oerlinghausen II war ein echter Sahnetag der Lipperreiher. Furkan Kücük steuerte hier einen Viererpack bei. Sein viertes Tor zum 4:0-Zwischenstand ist bis heute unvergesslich. Aus dem Stand schießt er aus rund 20 Metern Torentfernung an den linken oberen Innenpfosten. Von dort aus findet der Ball den Weg in das Gehäuse der Bergstädter. „An dem Tag gelang ihm alles“, frohlockt Kapale im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Was macht ihn so besonders:

„Herausragend ist seine enge Ballführung und wenn er Zug zum Tor aufgenommen hat, ist er nur schwer aufzuhalten“, lobt ihn sein Co-Trainer Timo Kapale. Äußerst interessant ist das, was Kapale über den aufstrebenden Teenager so erzählt: „Im vergangenen Jahr spielte Furkan als gelernter Stürmer in der A-Jugend-Landesliga, überwiegend in der Innenverteidigung, war dort absoluter Leistungsträger und erzielte nur zwei Tore. Er selber hätte sich mit dieser Position auch in dieser Saison gerne angefreundet, aber Frank Fulland hat von Beginn an auf Furkan im Sturm gesetzt, wo er die Jahre zuvor auch immer spielte.“ Da ist es nur mehr als verständlich, dass die Zufriedenheit bei den Lipperreihern enorm ist – nach der Zusage von Furkan Kücük für eine weitere Saison.

 

Steigerungspotenzial:

Er muss noch entschlossener vor dem gegnerischen Gehäuse auftreten, fehlt ihm mitunter die Konsequenz. Nicht zu verachten: „Auch in puncto Fitness muss Furkan stets am Ball bleiben“, um vielleicht später mal die Maße eines Vin Diesel anzunehmen.

 

 

Dominic Pollakowski TuS Asemissen, 16 Tore, 25 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Der Außenbahnspieler ist ein Asemisseer Urgestein, wie es im Lehrbuch steht. Bisher kickte er nur für die Blau-Weißen.

 

 

Spitzname:

Polla

 

Marotten/Verhaltensweisen:

Pollakowski’s Leben besteht aus ganz viel Sport, leitet er im Bielefelder Familienbad Ishara sogar Kurse.

 

Der schönste Treffer:

Der Lokalrivale TSV Oerlinghausen II ist mit einem satten 8:1 zum Rückrundenstart bezwungen worden. Mit welcher Eleganz Pollakowski den Fallrückzieher angesetzt hat – und traf – war schon allergrößte Unterhaltung. Barthelmeus schnalzt mit der Zunge: „Einfach traumhaft gemacht.“

 

Was macht ihn so besonders:

Pollakowski ist flink wie ein Pfeil. Mitspieler Gerrit Barthelmeus spekuliert: „Wenn er einmal im Tempo ist, holt ihn in dieser Liga keiner ein.“ Die Folge: „Das macht ihn natürlich auch so gefährlich. Wenn er genug Platz hat, um sich den Ball vorbeizulegen, ist er auch vorbei und kommt so schnell in Eins-gegen-eins-Situationen, die er dann verwandelt.“

 

Steigerungspotenzial:

Gerrit Barthelmeus erkennt, dass im Bereich der Übersicht Verbesserungsbedarf angemeldet werden kann. Im Detail: „Manchmal möchte er das Tor zu sehr alleine machen und sieht besser positionierte Mitspieler nicht.“

 

Oliver Hett TBV Lemgo, 15 Tore, 23 Jahre alt. Ehemalige Vereine: Jerxen/Orbke, es folgt Arminia Bielefeld und danach ein Gastspiel beim SC Verl. Seit 2016 spielt er für den TBV Lemgo. Trikot-Nummer: 7

 

 

Spitzname:

Olli

 

Marotten/Verhaltensweisen:

„Außerhalb des Platzes ist er ein sympathischer Kerl, der immer einen lustigen Spruch auf den Lippen hat. Ich habe ihn noch nie schlecht gelaunt erlebt“, beschreibt TBV Co-Trainer Matthias Olfert diese Frohnatur.

 

Was macht ihn so besonders:

Das Tempo von Hett ist spektakulär, auch die Ballbehandlung verströmt den Esprit der Extraklasse. Er weiß, in welchen Räumen er sich wann bewegen muss, um dann die Mitspieler und sich in Szene zu setzen. Er hat im Offensivbereich einen kongenialen Partner, verrät Olfert exklusiv via Lippe-Kick: „Mit Tobias Fitz hat er einen sehr guten Vorlagengeber. Die beiden verstehen sich richtig gut auf dem Platz.“

 

Steigerungspotenzial:

Den Kopf hat Hett meist nur zum Denken, denn das Kopfballspiel gehört nicht zu seinen leidenschaftlichen Lieblingsdisziplinen. Olfert schildert mit einem Schmunzeln auf den Lippen: „Der macht damit keine Tore. Man muss ihm schon hart an den Kopf schießen, damit er den Kopf nicht wegziehen kann und der Ball von dort ins Tor fliegt.“

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