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Bezirksliga Staffel 2

TSV Oerlinghausen – Micanovic will kürzer treten

Offiziell hat Milko Micanovic seine Spielerkarriere schon vor ein paar Jahren beendet, war danach noch spielender Co-Trainer. Kommende Saison wird er nur noch als Stand-By-Profi zur Verfügung stehen.

 

Micanovic: „Mir fehlt der Fußball nicht“

Bezirksliga 2 (ab). Seit über zwei Monaten kommen wir schon ohne unseren geliebten Amateur-Fußball aus und irgendwie bringt man die Zeit auch rum. Man hat aber auch viel Zeit nachzudenken und Entscheidungen zu treffen. Das hat auch Milko Micanovic getan, der zur kommenden Saison beim TSV Oerlinghausen deutlich kürzer treten wird.

 

 

Die derzeitige Phase ohne den Fußball ist für Micanovic keine ganz so schwere, wie er offen zugibt: „Der Fußball fehlt mir aktuell nicht. Ich habe am Wochenende zwar geschaut, aber auch nur, weil nichts anderes lief.“ Anders sieht es mit den „sozialen Kontakten“ aus, die fehlen ihm schon sehr.

Milko Micanovic

„Nach dem Training mit den Jungs rumschäkern, ein Bierchen trinken“, das sind so Dinge, die Micanovic derzeit vermisst. Er hinterfragt die Entscheidung, dass die Saison abgebrochen wurde: „Die Sache wurde so entschieden und dann muss man sich damit abfinden. Aber wenn man als Amateur so viel arbeitet und auch investiert, dann ist das schon schade. Aber man kann es nicht ändern.“ Er versteht die Entscheidung aber auch: „Man will das Risiko einschränken.“ Im privaten Bereich sieht Micanovic aber auch die Inkonsequenz: „Wenn ich bei mir durch den Lidl laufe, dann wird da keine einzige Banane desinfiziert. Und wo ist die größte Gefahr, sich anzustecken? Da, wo sich Menschenansammlungen aufhalten, zum Beispiel im Supermarkt.“

 

Neuer Co-Trainer zieht Zusage zurück

Sportlich passiert aktuell beim TSV Oerlinghausen nicht viel bis gar nichts. Klar, hinter den Kulissen wird fleißig am neuen Kader gebastelt, dem mit Keeper Nils Leistner (geht zurück zum VfB Schloß Holte) und Mikail Bas (Ziel unbekannt) zwei Spieler nicht mehr angehören werden. Im Gegenzug kehrt Kay Peikert, der sich zu Beginn des Jahres verletzt hatte, im Sommer fit in den Kader zurück.

Nils Leistner

Auch einige A-Jugendliche schaffen den Sprung zu den Senioren und bieten Coach Miron Tadic neue Alternativen. Was darüber hinaus in den Ligen passiert, darüber hat sich Micanovic keine Gedanken gemacht: „Ich habe nichts gelesen, habe mich nicht informiert. Ich weiß nicht, wer aus unserer Liga aufsteigt. Ich habe mitbekommen, dass Lipperreihe raufkommt, aber mehr weiß ich wirklich nicht.“ Der Abwehrrecke kann auch ohne Fußball. Das beweisen die letzten Wochen und Monate. Zur neuen Saison wird er dann auch für den TSV Oerlinghausen nur noch in Ausnahmefällen, wenn überhaupt, gegen den Ball treten. Zwar hat der Nachfolger von Micanovic als spielender Co-Trainer seine Zusage wohl doch wieder zurückgezogen, dennoch geht er nicht davon aus, in gleicher Funktion zurückzukehren. Der „Faktor Zeit“, den er zwar oft auch „als Ausrede anführt“, ist der Grund: „Mein Kleiner ist jetzt 18 Monate alt, im Beruf habe ich viel zu tun, das nimmt alles schon viel Zeit in Anspruch. Da schafft man es nicht, viermal die Woche zum Training oder zum Spiel zu fahren.“

 

Tadic schlägt Playoff-System vor

Nur in Ausnahmefällen wird Micanovic noch aushelfen: „Wenn ich Zeit habe, komme ich mal zum Training und grätsche nochmal einen um.“ Aber ansonsten ist Schluss. „Ich habe das letzte Spiel bei Hicret noch mitgemacht, aber seitdem war ich nur ein einziges Mal laufen.“ Den Kickern des TSV wurden übrigens „keine Hausaufgaben“ aufgegeben, „da ist jeder für sich selbst verantwortlich.“

Miron Tadic

Es wäre „unmöglich, jetzt vier Monate die Spannung hochzuhalten. Wenn die Jungs zwei, drei Wochen am Stück nur laufen können, dann haben sie da auch keine Lust mehr drauf.“ Eine generelle Idee, um den Amateur-Fußball spannender und sehenswerter zu machen, hat Miron Tadic, wie Micanovic meint: „Er hat den Vorschlag gemacht, die Saison in Playoffs auszuspielen. Also erst eine ganz normale Hinrunde und dann teilt man die Liga in der Mitte. Bei beispielsweise 16 Teams spielen die ersten acht in Playoffs um den Titel, Erster gegen Achter, Zweiter gegen Siebter, und so weiter, und die letzten acht genauso um den Klassenerhalt. Das hält die Spannung hoch. Wie wären jetzt als Siebter in die Rückrunde gegangen. Nach oben geht nichts mehr, nach unten geht nichts mehr, da hat man einfach nicht mehr in jedem Spiel die nötige Anspannung.“

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