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Autohaus Stegelmann-Geschäftsführer Ralph Buchweitz im Interview

Auf eine Steigerung der Kaufkraft und die Unterstützung durch die Bundesregierung hofft der fleißige Macher vom Autohaus Stegelmann, Ralph Buchweitz. Lest hier, was er uns mitzuteilen hat.

 

„Hybrid-Fahrzeuge sind weder Fisch noch Fleisch“

 

Lippe-Kick gegen Corona (hk). Seine Partner unterstützt die Lippe-Kick GbR auch in der schwierigen Situation. Unser Credo: In der Krise muss zusammengehalten werden, man hilft sich untereinander. So wie auch unserem langjährigen Partner Autohaus Stegelmann GmbH. Mit Ralph Buchweitz, dem Geschäftsführer der Stegelmann-Gruppe, haben wir uns im Mai unterhalten – über seine Firma, auch über die Perspektive der Autoindustrie.

 

Lippe-Kick: Hallo Herr Buchweitz, wir hoffen, dass Sie die Corona-Krisenzeit bisher gut überstanden haben. Ihre Autohäuser haben wieder geöffnet. Wie sind Sie mit der Eröffnungsphase zufrieden?

Ralph Buchweitz: „Hallo an das Lippe-Kick-Team, die Eröffnungsphase war sehr verhalten, da wir noch eine Verunsicherung bei unseren Kunden spüren. Aber wir hoffen, dass das Geschäft im Juni 2020 wieder anzieht. Hier wird viel von der politischen Entscheidung zum Konjunkturpaket abhängig sein.“

 

 

Lippe-Kick: Zurzeit haben Sie Kurzarbeit eingeführt. Wie lange wird diese nach Ihrer Einschätzung dauern?

Buchweitz: „Die Kurzarbeit ist abhängig von der Kundennachfrage und deren Konsumverhalten. Wir werden darauf sehr flexibel reagieren.“

 

Lippe-Kick: Rechnen Sie bei einer zweiten Corona-Welle mit Massenentlassungen bei Volkswagen?

Buchweitz: „Dazu kann ich mir kein Urteil erlauben.“

 

 

Lippe-Kick: Der Autogipfel hat beim letzten Treffen der Vertreter der Autoindustrie mit der Bundesregierung keine konkreten Ergebnisse gebracht. Gehen Sie trotzdem von einer größeren Finanzspritze für die Autoindustrie vonseiten der Bundesregierung aus?

 

Buchweitz: „Ich erhoffe mir ein Konjunkturpaket für alle Branchen, nicht nur für die Automobilindustrie- und Handel.“

 

 

Lippe-Kick: Die Bürger sind beim Kampf eines Fahrzeugs noch zurückhaltend. Welche Kaufanreize schweben Ihnen vor?

Buchweitz: „Eine CO2-Umtauschprämie wäre mein Wunsch. Umso mehr CO2-Einsparung beim Kauf eines neuen Fahrzeuges zum bisher gefahrenen gespart wird, umso höher sollte die Prämie sein.“

 

 

Lippe-Kick: Die Autoindustrie hat sich mit drei Problemfeldern auseinanderzusetzen: dem Dieselskandal, die Corona-Krise und die Umweltdiskussion. Wie soll für Sie das Auto der Zukunft energietechnisch aussehen?

Buchweitz: „Es sollte ein Mix aus Verbrennern und E-Fahrzeugen sein.
Von Hybrid-Fahrzeugen halte ich dagegen wenig, weil das nicht Fisch und Fleisch ist.“

 

 

Lippe-Kick: Kommen wir auf die tägliche Arbeit Ihrer Mitarbeiter zu sprechen. Sind Sie mit den Schutzmaßnahmen für Ihre Mitarbeiter und Ihren Kunden zufrieden?

Buchweitz: „Wir haben als Unternehmen einen Pandemieplan erstellt und alle Schutzmaßnahmen umgesetzt, die für uns möglich sind. Von Spuckschutzwänden am Counter und den Verkäufer-Arbeitsplätzen bis hin zu Schutzmasken und Desinfektionsspendern. Unsere Mitarbeiter sind ausreichend mit Masken und Handschuhen versorgt worden.“

 

 

Lippe-Kick: In allen Unternehmen gibt es auch Mitarbeiter mit Vorerkrankungen. Müssen diese Mitarbeiter in Ihren Autohäusern der Arbeit fernbleiben oder können diese auch freiwillig weiterarbeiten?

Buchweitz: „Das kann jeder Mitarbeiter für sich entscheiden und diese Entscheidung akzeptieren wir auch.“

 

 

Lippe-Kick: Wenn ein Mitarbeiter positiv getestet wird, wird dann das gesamte Autohaus geschlossen oder muss nur der betreffende Mitarbeiter in Quarantäne gehen?

Buchweitz: „Bisher ist das zum Glück nicht passiert. Eine Entscheidung obliegt aber dem örtlichen Gesundheitsamt. Wir arbeiten allerdings von Anfang an in Teams, um so weiterhin für unsere Kunden da zu sein.“

 

 

Lippe-Kick: Können Mitarbeiter bei persönlichen Ängsten zu Hause bleiben oder müssen diese bei entsprechenden Schutzmaßnahmen zur Arbeit erscheinen?

Buchweitz: „Wir zwingen niemanden bei gesundheitlichen Ängsten zur Arbeit zu gehen.“

 

Lippe-Kick: Als ehemaliger Fußballspieler und Sportinteressierter verfolgen Sie das Verbot von sportlichen Wettkämpfen sicher mit großem Interesse. Begrüßen Sie als Fußballspieler die Geisterspiele in der 1. und 2. Bundesliga und die allmähliche Öffnung vieler Sportstätten?

Buchweitz: „Als Sportfan begrüße ich die Öffnung der Sportstätten und das Fortsetzen der Geisterspiele. Ich wünsche mir jedoch, dass Spieler, Manager und Berater einmal darüber nachdenken sollten, mehr Solidarität zu üben. Ein deutliche höherer Gehalts- oder Provisionsverzicht wäre ein gutes Signal für alle Fans gewesen.“

 

 

Lippe-Kick: Sehen Sie nach dem wochenlangen Verbot vom Mannschaftssport psychische Probleme bei Kindern und Heranwachsenden?

Buchweitz: „Da sehe ich überhaupt keine Probleme.“

 

Lippe-Kick: Können Ihre Mitarbeiter sorgenfrei Sport ausüben oder müssen diese bei einer Ansteckung mit beruflichen Konsequenzen rechnen?

Buchweitz: „In diesen Zeiten ist jeder Mitarbeiter nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Mitmenschen und Kollegen verantwortlich. Daher appelliere ich an jeden Einzelnen, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten.“

 

 

Lippe-Kick: Die Infektionszahlen gehen in Deutschland und europaweit zurück. Rechnen Sie persönlich mit einer weiteren Rückkehr zur Alltagsnormalität und einem wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2021?

Buchweitz: „Wir alle wünschen uns doch nichts sehnlicher, als dass die Normalität vor Corona zurückkommt. Ich hoffe, dass Impfstoffe entwickelt werden, die uns besser schützen.
Wir selbst sollten aber auch alles dafür tun, unsere Umwelt und Natur besser zu schützen.
Hier ist jeder Einzelne von uns gefordert. Wir haben nur die eine Erde und sollten sie für unsere Kinder und weitere Generationen schützen.“

Lippe-Kick: Herr Buchweitz, wir danken Ihnen für dieses Interview und wünschen Ihnen Gesundheit und beruflichen Erfolg.

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