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Bezirksliga

Post TSV Detmold – Bitte kein Aufstiegsdruck

Geduld ist eine Tugend, die Neu-Coach Andre Patscha im Lippe-Kick-Gespräch einfordert. Von seinem Team und dem Umfeld, einschließlich der schreibenden Zunft.

 

 

Viel Stallgeruch bei den neuen Hoffnungsträgern

 

Bezirksliga 3 (hk). So eine Platzierung im Mittelfeld der dritten Bezirksliga, das ist weder Fisch noch Fleisch. Der Post TSV Detmold erlebte das Verweilen zwischen Baum und Borke in der Vorsaison, landete in dieser unvergesslichen Corona-Saison auf Rang neun – mit 1, 38 Punkten im Durchschnitt, was exakt 1, 03 Zähler weniger als der Klassenbeste SCV Neuenbeken bedeutete. Die Mannschaft war jung, willig, gestattete die sportliche Führung dem Team die Fehler, die in jungen Jahren, auch auf dem Fußball-Feld, eben häufiger passieren. In der kommenden Spielzeit hofft der neue Coach Andre Patscha, der zusammen mit Ralf Brokmann die Postler anleitet, auf eine Steigerung, hebt allerdings ebenso beschwichtigend die Hand: „Vom Aufstieg wollen wir erstmal nicht reden! 40 Punkte und Top 5 ist unser Ziel!“ Der Grund für seine verbal kontrollierte Offensive: „Wir haben eine junge Mannschaft, die sich immer noch im Umbruch befindet.“

 

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Von Henning Klefisch

 

Bitte keine Pferde scheu machen. Gemach, gemach, lautet das Motto beim Post TSV Detmold, denn das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht. Man ist weiterhin jung und weilt im Umbruch, so die klare Message, die Patscha (Bild links) verbalisiert. Eine klare Spielidee festzulegen, ist beileibe nicht in Stein gemeißelt, begründet der ehemalige Jerxer im Lippe-Kick-Gespräch: „Wir haben sehr schnelle Spieler, wie Fynn Vollmer, Mesut Demir. Aber auch sehr spielintelligente Spieler. Wir legen uns da nicht fest, aber haben eine klare Struktur“, so verkündet er unmissverständlich. Nicht minder klar und deutlich beantwortet der eloquente Coach die Frage, wie es denn mit der Fokussierung in der folgenden Vorbereitung aussieht. „Wir wollen die neuen Spieler integrieren und dann unser neues Konzept einstudieren“, wird dies in der Fremde geprobt. Weil: Der Werre-Sportplatz am Aqualip unterzieht sich einem neuen Facelifting. Daher weicht die Post-Kutsche auf die Kunstrasenplätze nach Eichholz oder Pivitsheide aus, ist Patscha gut erzogen, bedankt sich für die Gastfreundschaft an dieser Stelle recht herzlich. Das bisherige Leistungslevel der Vorbereitung bezeichnet er als „ganz gut“, was durch den beachtlichen Durchschnitt von 18 bis 20 Akteuren untermauert wird. „Ralf und ich können die Einheiten separat leiten, um möglichst effektiv zu werden“, freut sich Patscha. Mindestens ebenso angetan ist er von der neuen Lippe-Liga, die mit neun lippischen Teams aufwartet. Er rechnet durch die neue Derby-Dichte mit vollen Sportplätzen. Möglich, dass Fußball-Lippe nach 2014 endlich wieder einen Landesligisten beherbergt.

 

Neuzugang von der Verler-Poststraße

 

Um Verletzungsproblemen, auch beruflichen Vakanzen, besser Einhalt zu gebieten, hat sich die sportliche Leitung, um Manager Michael Grundmann, dazu entschlossen, jede Position doppelt zu besetzen, zudem eine hervorragende Mischung herzustellen. „Das ist uns ganz gut gelungen“, so Patscha, der seine neuen Spieler bei Lippe-Kick vorstellt. Mit Alexander Felker (Bild links) präsentieren die Postler einen Rückkehrer. Es gibt in jeder Mannschaft Klavierträger und Pianisten. Felker ist Letzteres. Der Edeltechniker überzeugt mit einer enormen Ballsicherheit und Übersicht, „wird uns als Team weiterbringen.“ Als einen „jungen, akribischen Spieler mit einer Menge Potenzial“ beschreibt Patscha Maximilian Herms (Bild rechts), den es aus der A-Jugend vom SC Verl nach Detmold zieht. Herms gilt als eine imposante Erscheinung, wirkt körperlich enorm austrainiert, weiß zugleich, wie man mit klugen Pässen ein intelligentes Aufbauspiel aufzieht. „Er wird uns in Zukunft noch viel Freude bereiten“, ist sein neuer Coach davon sehr überzeugt. Einen gewaltigen Erfahrungsschatz bringt Thomas Stirz mit, der zur seltenen Spezies der Linksfüße zählt. Stirz (Bild links) kann gut kicken, hat dies zuletzt beim Blomberger SV, davor beim TBV Lemgo, eindrucksvoll manifestiert. „Er wird mächtig Druck auf die etablierten Spieler auf der Seite ausüben, weil er sowohl offensiv als auch defensiv einsetzbar ist“, hat der Außenbahn-Spieler dank seiner Linientreue meistens Kreide an den Schuhen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Büffel wildert wieder für den Post TSV

 

Vom BSV Müssen hat Schnapper Philip Müller (Bild links) den Weg in die Residenzstadt gefunden. Müller kann mit der Kugel umgehen, ist stets anspielbereit, ebenso dazu in der Lage, geschickt von hinten das Spiel aufzubauen – mit Flachpässen, auch weiten Zuspielen. „Wir sind sehr glücklich, einen jungen Torwart mit dem Potenzial für uns gewinnen zu können.“ Aus der Verbandsliga, von der Spielvereinigung Oberrad, hat es Enis Cömert zurück zu seinem Ex-Verein gezogen. „Von den Qualitäten gibt es nicht viele“, schwärmt Andre Patscha. Landesliga-Luft bei der Spielvereinigung Bad Pyrmont sammelte in der Vorsaison Mesut Tahsin Demir, der mit seiner ausgefeilten Technik bei Gegenspielern für Schwindelgefühle sorgt, vor allem im

direkten Duell seine Raffinesse ausspielt. Hier handelt es sich ebenso um einen Rückkehrer, wie beim Büffel, bekannt als Christian „Kikki“ Schiprowski (Bild links unten), über den Andre Patscha abschließend berichtet: „Ein alter Hase im Fußballgeschäft, der es nochmal wissen möchte. Wenn er von seiner Verletzung zurückkehrt, freuen wir uns nicht nur auf fußballerische Qualität, sondern auch auf die menschliche. Ein feiner Kerl, der kleine Bomber“, der dank seiner körperlichen Wucht Löcher in das gegnerische Abwehrnetz reißen kann. Endgültig müssen die Brokmänner auf die Fußball-Dienste von Johann Felker künftig verzichten. Der Fußball-Mozart dirigiert ausschließlich das Spiel vom rheinland-pfälzischen Landesligisten TSG 1846 Bretzenheim.

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