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Bezirksliga

Bezirksliga 3 – Vorbericht 7. Spieltag 2020/21

Zwei Lipper-Derbys waren angesetzt, nur das Spiel zwischen dem TSV Oerlinghausen gegen den FC Augustdorf findet tatsächlich statt. Alles zur anstehenden Runde liefert Lippe-Kick euch hier.

Oerlinghausen bittet Sandhasen zum West-Lipper-Tanz

Bezirksliga 3 (hk). Die Corona-Pandemie hat auch in der dritten Bezirksliga-Staffel zugeschlagen. Wegen fünf Quarantäne-Fällen beim TuS Lipperreihe wird deren Heimspiel gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf ausfallen. Im Kontrast-Kick begrüßt das einzig verlustpunktfreie Team, der Post TSV Detmold, den punktlosen Hinterbänkler Spielvereinigung Brakel II. So war es geplant. Aber: Auch diese Partie wird am Sonntag nicht ausgetragen.  Ein 13-Punkte-Trio ist den Brokmännern auf den Fersen.  Der TBV Lemgo bekommt Besuch vom FC Peckelsheim-Eissen-Löwen. Der SV Dringenberg begrüßt im Derby den VfR Borgentreich. Der Dritte im Bunde, der starke Aufsteiger aus Lipperreihe, muss ebenfalls notgedrungen einer Spielpause am Sonntag zustimmen. Die Begegnung zwischen dem TuS WE Lügde und dem FC Blau-Weiß Weser wird auch coronabedingt ausfallen.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

Von Henning Klefisch & Andre Bell

 

TSC Steinheim vs. SV Eintracht Jerxen-Orbke

(ab). Die kurze Erfolgsspur des TSC Steinheim glich eher einer Autobahn-Auffahrt, die direkt in einen Stau führt. Das 3:2 gegen Oerlinghausen vor drei Wochen war ein Ausreißer nach oben. Auch das knappe 1:2 danach beim Post TSV Detmold kann man mit dazuzählen. Doch am letzten Sonntag verfiel man gegen den SV Höxter in alte Muster, verlor nur deshalb nicht höher, weil der SVH nachlässig in der Chancenverwertung agierte. Welches Gesicht zeigt der TSV Steinheim nun gegen den Aufsteiger?

 

SVE-Coach Marco Schlobinski stellt sich zuvorderst aber die Frage, ob am Wochenende überhaupt gespielt werden kann, wenn er sich so „die Zahlen im Kreis Lippe, was Corona angeht“, anschaut. Bislang fallen nur vereinzelt Spiele aufgrund von Verdachtsfällen oder aufgrund der Rückverfolgung aus. Eine General-Absage bzw. eine Saisonunterbrechung stehen (noch) nicht zur Debatte. Und sofern am Sonntag gespielt wird, ist es für die „Junx“ schon „ein bedeutendes Spiel“, meint Schlobinski. Der TSC hat aktuell vier Punkte weniger gesammelt als die Eintracht. „Das heißt, wenn die gewinnen, sind die wieder nah an uns dran. Wir wollen die Lücke eigentlich größer machen.“ Deshalb zählt nur ein Sieg gegen einen „gefährlichen Gegner.“ Der Coach warnt: „Man darf die nicht unterschätzen, auch wenn weniger Punkte eingefahren wurden.“ Außerdem: „Türkische Mannschaften sind immer emotional und technisch gut, das erwarte ich Sonntag auch.“ Die Eintracht fährt zudem mit einem „etwas dezimierten Kader“ nach Steinheim, will aber „versuchen, drei Punkte mit nach Jerxen zu nehmen.“

 

Juan de Cruz Pujades ist ab 14.00 Uhr der Spielleiter.

SV Höxter vs. RSV Barntrup

(hk). So richtig berauschend liest sich die bisherige Saison noch nicht für den SV Höxter. Es geht durchwachsen zur Sache. Je zwei Siege, Remis und Niederlagen stehen zu Buche. In den jüngsten drei Partien haben die Höxteraner fünf ihrer acht Saisonzähler eingesammelt. Löblich: Am letzten Spieltag ist der TSC Steinheim klar mit 4:0 bezwungen worden. Im anstehenden Heimspiel gegen den Tabellennachbarn RSV Barntrup erhofft sich SVH-Coach Uwe Beck eine weitere Aneinanderreihung der Erfolgsgeschichte: „Es geht für uns darum, die kleine Serie ungeschlagener Spiele fortzusetzen und bestenfalls einen Dreier zu machen.“ Ohne Training in dieser Woche gehen die Höxteraner diese Aufgabe im Aufsteiger-Duell an, beobachtet Beck, „inwieweit das unser Spiel beeinflusst.“ Die Zielsetzung ist auffallend: „Barntrup ist leistungsmäßig eine vernünftige Bezirksliga-Mannschaft. Trotzdem möchte ich, dass wir das Heimspiel gewinnen.“ Mit dem dann achten Punkt im vierten Spiel hintereinander könnten die Kicker aus der 32.000 Einwohnerstadt den Abstand auf die Abstiegsränge weiter ausbauen.

 

Dass die Höxteraner mit anderen Erwartungen in diese Spielzeit gegangen sind, ist ein offenes Geheimnis. „Sie haben getrommelt, dass sie relativ weit oben in der Tabelle stehen wollen. Bisher sind sie komplett hinter den Erwartungen geblieben“, berichtet RSV Barntrup-Coach Daniel Barbarito. Um in Höxter zu triumphieren, appelliert er an sein Team: „Wir müssen an das Spiel gegen Hiddesen/Heidenoldendorf anknüpfen, sowohl von der Einstellung her, als auch von der Griffigkeit. Das hat mir sehr gut gefallen. Da waren wir von der ersten Minute an wach, haben den Gegner über 90 Minuten fair den Schneid abgekauft.“ Auch beim SVH wollen die roten Teufel über den Kampf in die Partie finden, den Gastgeber somit vor eine unüberwindbare Problematik stellen. Das steigert die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich. Mit viel Stabilität im Defensivverhalten, beginnend bei der Angriffsreihe, einem besseren Pressingverhalten als zuletzt, soll zumindest der einfache Zähler verbucht werden. Vor allem das unzureichende Pressing ist Barbarito ein Dorn im Auge, bezeichnet er dieses als „desaströs.“ Philipp Sölter hat die komplette Woche über berufliche Herausforderungen zu meistern, tut dies in Süddeutschland, könnte die weite Strecke eventuell am Sonntag anreisen. Die trainingsfreie Zeit sollte bei Sölter und in der Bezirksliga nicht unterschätzt werden. Abwehrchef Dennis Meier muss definitiv pausieren, ihn zwickt es am Oberschenkel. Johannes Lindemeyer hat sich einer Lungenoperation unterziehen müssen, weilt er seit einigen Wochen im Aufbautraining. Bis zu vier Wochen wird seine Ausfallzeit veranschlagt. Tobias Normann (Bild links) hat einen Muskelfaserriss, urlaubt zudem.

 

Lennart Hohmann pfeift um 15.00 Uhr die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz der Weserkampfbahn.

 

SV Dringenberg vs. VfR Borgentreich

(ab). Im Derby zwischen dem SV Dringenberg und dem VfR Borgentreich gehen die Hausherren favorisiert ins Match. Dennoch kommt mit dem VfR „eine Mannschaft ins Burgstadion, die zwar momentan auf dem Abstiegsplatz steht, aber genug Qualität hat, um diese Liga zu halten“, schätzt SVD-Coach Sven Schmidt. Namentlich erwähnt Schmidt mit Nikas Mehnert einen „guten Stürmer“ und mit Cloidt und Berlage weitere „gute Fußballer in ihren Reihen.“ Was das Spiel angeht wird die Partie gegen Borgentreich vermutlich „so ähnlich wie gegen Peckelsheim wieder ein enges Spiel“ werden, vermutet der Coach. Worauf es ankommt? „Von Anfang an sehr präsent sein, die Zweikämpfe annehmen. Ich denke, gerade am Sonntag auf einem tiefen Platz. Von daher erwarte ich da schon ein enges Spiel und einen Gegner, der uns alles abverlangen wird.“ Aber der SV Dringenberg will seine aktuell „gute Situation, die wir uns momentan erarbeitet haben, weiter beibehalten und Borgentreich besiegen und drei Punkte in Dringenberg lassen.“

 

Den VfR Borgentreich plagt auch im Derby in Dringenberg wieder enormes Verletzungspech. Trainer Christopher Brand muss wieder mal eine neue Abwehr formieren, da kein etatmäßiger Innenverteidiger mehr zur Verfügung steht. „Zu den Verletzten kommt mit Thomas Seiwert noch ein Innenverteidiger, der am Sonntag aus beruflichen Gründen passen muss“, hadert der sportliche Leiter Thomas Schulte. Ihm genügt ein Blick auf die Tabelle, um festzustellen, „dass uns in Dringenberg eine verdammt harte Aufgabe bevorsteht. Nicht umsonst stehen die Kreisnachbarn auf dem dritten Tabellenplatz.“ Der aktuell 16.platzierte VfR Borgentreich wird „alles daransetzen, mit Kampf und Einsatz etwas Zählbares aus dem Kreisderby mitzunehmen.“ In der Vergangenheit waren die Duelle gegen den SVD immer brisant. Diesmal kommt noch dazu, dass mit Sacha Unger zu Beginn der Serie ein Borgentreicher Langzeitakteur und Leistungsträger die Seiten gewechselt hat und jetzt für Dringenberg die Schuhe schnürt. „Uns ist bewusst, dass uns in Dringenberg die vielleicht bisher schwierigste Hürde erwartet“, meint Schulte, der sich dennoch auf das Derby freut. „Wir wollen versuchen, es positiv zu gestalten.“ Zumal Coach Christopher Brand nach der enttäuschenden zweiten Halbzeit im Heimspiel gegen den TuS WE Lügde „eine Reaktion des Teams erwartet.“ Schulte ist sicher, „dass die Jungs brennen und Vollgas geben werden.“

 

Okan Cetinkaya leitet die Partie, los geht es um 15.00 Uhr im Burgstadion in Dringenberg.

 

 

TSV Oerlinghausen vs. FC Augustdorf

(ab). Das Duell zwischen Oerlinghausen und Augustdorf ist fast schon ein Dauerbrenner im Bezirksliga-Fußball. In den letzten Jahren gab es dieses Duell bereits einige Male in der Bezirksliga Staffel 2. Eines hat sich seitdem nicht geändert: „Augustdorf ist ein körperlich robuster Gegner, der die Zweikämpfe annimmt“, meint Tobias Dingerdissen, der spielende Co-Trainer des TSV Oerlinghausen. Soweit er sich erinnern kann, haben die Bergstädter eine „positive Bilanz gegen Augustdorf, die wollen wir natürlich beibehalten.“ Dafür gilt es aber erneut „eine Topleistung auf den Platz zu bringen, den Schwung aus dem letzten Spiel gegen Brakel mitzunehmen und dann am Ende die drei Punkte am Kalkofen zu behalten. Nichts anderes ist das Ziel“, so Dingerdissen. Wie der TSV personell aufgestellt ist, klärt sich erst im freitäglichen Abschlusstraining.

 

Der FC Augustdorf ist nach zuletzt zwei klaren Niederlagen ein wenig aus der Spur geraten. Im lippischen Duell beim TSV Oerlinghausen wollen Coach Matthias Heymann und seine Elf wieder zurück in die Erfolgsspur kommen. „Mit Oerlinghausen erwartet uns eine spielstarke Mannschaft, die uns in den letzten Jahren in der Staffel 2 begleitet hat. Das waren immer intensive und knappe Duelle“, erinnert sich der Coach. Zuletzt hat ihm einiges im Spiel seiner Mannschaft nicht zugesagt, deshalb stellt er einen Forderungskatalog auf, der auch schon erfolgreich getestet wurde: „Wir müssen unsere Kompaktheit wiederfinden und nach vorne konsequenter zum Tor spielen.“ Am Donnerstag hat Heymann in einem „kurzfristig angesetzten Testspiel gegen Berlebeck-Heiligenkirchen einige Dinge ausprobiert, da hat das schon gut funktioniert.“ Gute Voraussetzungen auch für Sonntag, auch aus personeller Sicht, denn für Sonntag stehen dem Coach 22 Spieler zur Verfügung. „Alle werden wir leider nicht mitnehmen können“, hat der Coach noch die Qual der Wahl.

 

Dennis Langer aus Minden ist der Spielleiter, Anpfiff ist um 15.00 Uhr.

 

TBV Lemgo vs. FC Peckelsheim-Eissen-Löwen

(hk). Irgendwann einmal ist immer das erste Mal. Prinzipiell hat für den TBV Lemgo Gültigkeit, dass die Duelle gegen die Nicht-Lipper mit gänzlich neuen Erfahrungswerten verbunden werden. Als Aufsteiger kommen die Blau-Weißen bekanntlich aus der A-Klasse, haben davor vor allem in der Bielefelder Staffel überkreislich gewirkt. So widmet TBV-Sprachrohr Simon Schneidermann sein Interesse dem Zahlenwerk. „Deswegen kann man sich zur Vorbereitung nur die bisherigen Ergebnisse anschauen, welche recht unbeständig waren. Das 3:3 gegen Dringenberg sticht natürlich heraus, sodass wir natürlich gewarnt sind und über 90 Minuten sehr konzentriert spielen wollen.“ Die Lipper sind dermaßen selbstbewusst, um jedes Heimspiel als Sieger zu beenden. Dafür sind die individuellen Fähigkeiten einfach zu gewaltig, um eine falsche Bescheidenheit an den Tag zu legen. Schneidermann kennzeichnet aber auch eine gesunde Prise Demut. „Allerdings darf man nicht vergessen, dass wir ein Aufsteiger sind. Als Aufsteiger muss man immer an die Grenze gehen, sonst nutzen das die erfahreneren Teams ganz schnell aus und es geht in der Tabelle wieder abwärts.“ Noch ist das Ranking schließlich nah beisammen, sind es auf den Tabellensechsten SG Hiddesen/Heidenoldendorf etwa gerade einmal drei Punkte Differenz. Nach sechs Siegen hintereinander in Pokal und Meisterschaft ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten weiter verstärkt worden. Der frische 6:1-Auswärtssieg in Augustdorf täuscht über die wahren Spielverhältnisse etwas hinweg, weshalb Schneidermann via Lippe-Kick appelliert: „Deswegen müssen wir gegen Peckelsheim an die richtig guten 20 Minuten nach der Halbzeitpause in Augustdorf anknüpfen. Wenn wir diese Zielstrebigkeit auf den Platz bringen, stehen die Chancen auf den nächsten Dreier gut.“ Von den Langzeitausfällen Philipp Born, Roman Spieß (Bild links) und Simon Schneidermann ist kein Comeback zu erwarten.

 

Die fabelhafte Offensivstärke vom TBV Lemgo ist in den vergangenen Spielen eindrucksvoll zur Schau gestellt worden. Mit 33 Saisontoren weht ein kräftiger Sturm bei den Hansestädtern. Zur Einordnung: Die nächstbeste Angriffsabteilung, im Besitz vom SV Dringenberg, hat 24 Tore erzielt. Diesen Schwung zu dämmen, erkennt Gäste-Coach Matthias Rebmann als vordringlichste Aufgabe an. „Im gesamten Mannschaftsverbund müssen wir besser zusammenarbeiten. Das haben wir gegen Dringenberg überhaupt nicht hinbekommen. In den ersten 60 Minuten haben wir viel zu viel zugelassen“, benennt er im Lippe-Kick Talk die Baustellen in seinem Team. Die Wege mit nach hinten zu gehen, auch wenn es schwerfällt, das ist erforderlich aus Sicht der Löwen im Gastspiel bei den Shootingstars des TBV Lemgo. „Wir müssen kompakter verschieben, um dem Gegner wenig Räume zu lassen. Sonst wird es gegen Lemgo unheimlich schwer“, erahnt Rebmann. Mit der Moral seiner Mannschaft zeigt Rebmann sich mehr als einverstanden, verweist er gerne auf das jüngste Comeback in Dringenberg. „Wie die Mannschaft das mit so vielen Verletzten wegsteckt, davor muss ich den Hut ziehen.“ Mit dieser vorbildlichen Mentalität, dazu einer disziplinierten Ordnung im Umschaltspiel, soll auch in Lemgo auf die eigene Chance gelauert, diese dann beim Schopfe gepackt werden. Mit einer strukturierten und überfallartigen Spielweise möchte der FC auch das eigene Offensivspiel beleben. „Die Grundtugenden sind zunächst einmal entscheidend“, priorisiert er gegenüber Lippe-Kick. Der letzte Dreifach-Punktgewinn liegt schon einen Monat zurück. Möglicherweise ein gutes Omen: Der 2:0-Sieg wurde in Lippe eingefahren – beim RSV Barntrup. Timo Koch gibt sein Comeback, während Marek Vogt privaten Verpflichtungen am Sonntag nachgeht.

 

 

Um 15.30 Uhr erfolgt der Anstoß auf dem Jahnplatz in Lemgo. Dieser erfolgt durch Referee Andre Pulter.

Fahrschule Duru

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