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Kreisliga A Lemgo

VfL Lüerdissen – Hochtourig unterwegs

Alles im Lot beim Verein für Leibesübungen aus Lüerdissen, der bis dato eine starke Serie spielt. Lippe-Kick betrachtet die Szenerie bei Licht.

„Ich vertraue meinen Spielern“

Kreisliga A Lemgo (hk). Der VfL Lüerdissen kann nicht klagen. Vielversprechend verläuft die bisherige Spielzeit. An Position drei rangierend ist der Klassen-Streber TuS Leopoldshöhe in unmittelbarer Umgebung, gerade einmal drei Zähler entfernt. Der Tabellenzweite TuS Asemissen hat zwei Punkte mehr auf dem Konto. Es läuft also gut für die Lüerdisser. Von zehn Partien hat der Traditionsverein aus dem nicht einmal 1000 Einwohner-Dorf sieben gewonnen. Spielertrainer Tim Steffen hat eine tüchtige wie fähige Truppe beisammen, die sich ihre Siege nicht ergaunert, vielmehr konsequent verdient hat. Das ist ein Aspekt, dem der gerechtigkeitsbewusste ehemalige Landesliga-Kicker eine extrem hohe Bedeutung beimisst. Daher bilanziert er auch im Lippe-Kick Talk: „Mit der bisherigen Saison können wir wirklich zufrieden sein.“

 

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Von Henning Klefisch

 

Gleich mehrere Sprossen haben die Lüerdisser auf der Entwicklungsleiter genommen, was die spielerische Performance anbelangt. Die Kombinationsmaschinerie läuft flüssiger, die Spielzüge wirken strukturierter. Es wird oftmals das sorgfältige Spiel über die Außenbahn präferiert. Zudem sind die ruhenden Bälle zu einer echten Waffe geworden, brennt es nach Standards im gegnerischen Strafraum oft lichterloh, wenn es zu Eckbällen, Freistößen oder Einwürfen aus Lüerdisser Herstellung kommt. „Viele Rädchen greifen ineinander und Automatismen haben sich entwickelt und gefestigt“, lobt Steffen (Bild links). Ebenso einzelne Protagonisten agieren ganz nach dem Geschmack von Steffen, der weiter fortführt: „Einige Spieler haben sich extrem gut auf ihren Positionen entwickelt und jeder kann seine Stärken zur Geltung bringen!“ Man fühlt sich durchaus in der Lage, im Konzert der Großen der Güteklasse von Leopoldshöhe, Asemissen und Bad Salzuflen mehr als nur die Triangel zu spielen. Die Basis ist es, „unsere Spiellinie durchzuziehen mit aller nötigen individuellen Disziplin und andererseits mannschaftlichen Geschlossenheit.“ Zuvorderst ist es die „richtige Haltung“, die unabdingbar ist, um auf dem Erfolgspfad zu wandeln. Luft nach oben existiert für Tim Steffen noch, was das Reaktionsverhalten nach Rückschlägen angeht. Das Team lässt sich zuweilen noch zu sehr nach Rückständen negativ herunterziehen, mangelt es hier an der Jetzt-Erst-Recht-Mentalität.

 

Aus den Augen, aus dem Sinn? Mitnichten!

 

Tim Steffen ist ein helles Köpfchen, kein Lautsprecher, der populistisch in Marktschreier-Manier mit markigen Aussagen auffallen möchte. Deshalb bevorzugt er es, sich bezüglich der Saisonprognose in Zurückhaltung zu üben. Natürlich ist Fußball für ihn ein Ergebnissport, dennoch inkludiert dies viele weitere Elemente, wie er gegenüber Lippe-Kick versichert: „Wenn wir es schaffen, in Spiel und Training gemeinsam ein gutes Gefühl zu erzeugen, fleißig sind, den sportlichen Ehrgeiz hochhalten und mit Freude und Leidenschaft Fußball spielen, dann macht die ganze Sache Spaß!“ Reichlich Vertrauen schenkt er seinen Spielern. Den erforderlichen Fitnesszustand auch während Corona weiterhin beizubehalten, das legt er in die Hände seiner Kicker. Bereits während des Lockdowns im Frühjahr hat ihn sein Team hier nicht enttäuscht. Nun einräumend: „Jetzt – in der Herbst/Winterzeit – gestaltet sich das von der Motivation sicher etwas schwieriger, aber ich vertraue meinen Spielern da auch.“ Aus den Augen, aus dem Sinn, diese oft zitierte These gilt für den 38-Jährigen nicht. So stellt er doch klar: „Wichtig ist für mich das in Relation zu setzende Festhalten der Kommunikation innerhalb der Mannschaft! So wurden und werden kleine Aktionen neben dem „Fithalten auf Distanz“ durchgeführt.“ Einen wichtigen, weil unauslöschlichen Platz in Steffens Gedankenwelt hat der Lüerdisser Doppeltriumph in Hohenhausen eingenommen. Im Vorspiel der Reserve-Teams gewann der VfL II bereits „mit einem Klassespiel.“ Die Erste nahm sich daran ein leuchtendes Beispiel, bezwang Ben/Hoh „mit einer wirklich starken Leistung“ dann mit 4:0. Was für ein Offensivspektakel, was für eine berauschende Vorstellung, die durch eine hohe mannschaftliche Geschlossenheit und viel taktische Disziplin erst ermöglicht werden konnte. Eine erfrischende Spielkultur, ein neuer Schwung, hat beim VfL Einzug gehalten.

 

 

Neuzugänge trumpfen auf

 

Aktien an dieser bemerkenswerten Darbietung hatten auch die Neuverpflichtungen. Von seinem Heimatverein TuS Brake fand Norman Wehmeier (Bild links oben) den Weg in das Waldstadion. „Er hat sich sofort integriert und kann zentral alle Positionen defensiv wie offensiv bekleiden. Er zeigt stets seine spielerischen Fähigkeiten, ist im Training immer engagiert und verbessert sich somit stetig“, ist Steffen sehr begeistert von der Relais-Station im VfL-Spiel. Aus privaten Gründen hat Tim Krüger die eine oder andere Trainingseinheit verpasst. Trotzdem findet sein Coach: „Seine Qualitäten sind für uns jedoch extrem wichtig, ist er vielseitig einsetzbar. Das hat man vor allem im Spiel gegen den TBV II gesehen, wo er bärenstark aufspielte!“ Eine „ganz eigene Klasse, eine hohe Spielintelligenz, extrem gute Zweikampfwerte und hohe Torgefahr“ bescheinigt Tim Steffen Patrick Günther (Bild rechts). Seine Qualitäten kamen verletzungs- und coronabedingt erst in der laufenden Runde so richtig zur Geltung. Der ewige Batzer darf in seiner Aufzählung ebenfalls nicht fehlen. Beachtlich für den VfL-Übungsleiter: „Jan Batzer (Bild links) hat in dieser Spielzeit nochmal angegriffen, hat sich extrem fit gemacht, wirkte enorm agil, präsent und tut unserem Spiel in dieser Verfassung und in der Art, in der wir spielen, sehr gut!“ Resultierend lässt sich feststellen, dass in dieser Spielzeit die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr noch fokussierter, entschlossener, emsiger wirkt. Derzeit dominiert die Unklarheit, ist es sinnlos, falsche Versprechungen mit dem Re-Start zu machen. Tim Steffen unterstreicht das, was wohl viele lippischen Fußballer denken: „Ich hoffe, wir kommen gesund und fit aus der Pause heraus.“ Wenn diese Zwangspause endlich ein Ende findet, möchten die Lüerdisser „an die guten Leistungen der ersten Spiele anknüpfen.“

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