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Bezirksliga

TuS WE Lügde – Historisch

Schon Winston Churchill wusste: „Erfolg haben heißt, einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist.“ Diesen Slogan lebte der TuS WE Lügde mit Inbrunst. Er entwickelte Stärke aus dem Scheitern.

„Viele unvergessliche Momente!“

Historisch (hk). Das Herz pocht. Stärker und stärker. Innere Unruhe macht sich breit. Hektisch wandert die Hand Richtung Kopf, kratzt kontinuierlich das Haupthaar. Das Ziel: Die Ungeduld in Schach zu halten. Pustekuchen. Die Hände ähneln einem Zappelphilipp. Hastig wandert der Blick auf das Display vom Handy. Immer und immer wieder. Die Ergebnisse vom lippischen Fußball werden gecheckt. Wenn es zu Kantersiegen kommt, bilden sich zeitnah Schweißperlen auf der Stirn, die als Metapher für die Angst dienen. TV-Talkmaster Markus Lanz würde fragen: Was macht das mit einem? Nun gut, die Erklärung folgt prompt. Sprachlosigkeit ist ein auftretendes Phänomen, mit dem lippische Reporter bedacht werden, wenn der O-Ton-Geber mit der Performance seiner Truppe nicht d’accord ist. Meist beginnt die schriftliche Begründung mit den einleitenden Worten: „Ich hoffe, du hast dafür Verständnis…“, um dann zu sagen, dass die persönliche Enttäuschung sich zu einer waschechten Sprachlosigkeit entwickelt. Apropos Verständnis. Der TuS WE Lügde-Aufstiegstrainer Andreas Hoffmann hatte ausreichend davon, selbst in der Stunde der schwersten Niederlage. Er antwortete stets, zudem sehr pointiert. Gott sei Dank, was für ein Segen für die lippischen Zeilenfüller. Wie etwa selbst im Juni 2019 geschehen, als seine Westfälische Eiche nach einem 1:1 gegen Hiddesen/Heidenoldendorf den Sprung in die Bezirksliga denkbar knapp verpasste. Dafür gelang dieser ein Jahr später – als Corona-Aufstieg.

 

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Von Henning Klefisch

 

 

Andreas Hoffmann

Die Identifikation ist bei den Osterräderstädtern ein substanzielles Gut. Der TuS-Kader ist größtenteils mit Akteuren gespickt, die bereits im Nachwuchs das Lügder-Jersey übergestreift haben, daher den Verein in- und auswendig kennen. Angereichert ist dieser Kader zudem mit allerfeinster Fußball-Qualität, wie etwa mit den technisch versierten Nehrig-Brüdern Nils (Bild rechts) und Ole. Auch Serkan Kayrak und Patrik Blum haben ihr fußballerisches Können bereits woanders in höheren Gefilden demonstriert. Drei Jahre coachte Hoffmann seine Blau-Gelben, spricht von „vielen unvergesslichen Momenten“, die ihm nun – in seinem fußballerischen Sabbatical – auch noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Um dann auch die Schattenseiten zu thematisieren. „Es gab viele erfolgreiche Momente, aber auch einige negative Erlebnisse – so wie es zum Sport dazu gehört.“ Die 1:4-Niederlage im Pokal-Halbfinale gegen Jerxen/Orbke, die tat weh, noch mehr das 1:3 am letzten Spieltag 2017/18 im ultimativen Spitzenspiel gegen die Eintracht. Es war eine Tortur für die Seele, so kurz vor dem Ziel diesem Lebewohl zu sagen. Vorläufig. Immerhin bleibt auch hängen: „Die Stimmung der mitgereisten Fans war jedoch außergewöhnlich gut. Ebenso die Aufstiegsspiele 2019 oder auch die Teilnahmen an den LZ-Cup-Endrunden in Lemgo.“ Sehr bitter war zudem das verlorene Pokalfinale 2019 gegen den Post TSV Detmold, was trotz einer 3:0-Führung noch mit 4:5 ausging.

 

 

 

„Lügde hat die Qualität einer Bezirksliga-Mannschaft“

 

Die Spielzeit 2018/19 begann mit einer Triumph-Fahrt, doch endete mit einem Trauermarsch. Furios dominierte Lügde die A-Liga, spielte einen Fußball zum Verlieben in der Vorrunde. In der Startphase der Rückrunde besuchte allerdings der Verletzungsteufel die Westfälische Eiche. Das Quartett Philipp Deppe, Abwehr (Bild links), Robin Schlieker, Mittelfeld, Serkan Kayrak (Bild rechts) und Kris Pape, beide Sturm, (Bild links unten) fiel verletzungsbedingt aus. Die Konsequenz: Im Sturm wehte nur ein laues Lüftchen, es fehlte die Wucht, die Durchschlagskraft, um gegnerische Abwehrreihen in Verlegenheit zu bringen. Der komfortable Vorsprung wurde verspielt, weshalb die Lügder am Ende die Nervenschlacht Aufstiegsrunde über sich ergehen lassen mussten. Hoffmann betont via Lippe-Kick: „In der Hinrunde waren wir (meiner Meinung nach) die beste Mannschaft der Liga – jedoch dicht gefolgt von Fortuna Schlangen. Dieser Zwei- (und später Drei-)Kampf hat den lippischen Fußball über Wochen begeistert und es war sicherlich auch trotz des negativen Ausgangs eine sportlich schöne Zeit.“ Mit der Partizipation der Spielzeit 2018/19 betrachtet Familienvater Hoffmann den Bezirksliga-Sprung ein Jahr später als „verdient.“ Mitfühlend: „Jedoch aus Blomberger Sicht wahrlich bitter.“ Der aktuelle sechste Rang in der lippisch angehauchten Bezirksliga 3-Staffel ist vorzeigbar. Der Aufstiegstrainer teilt die Ansicht: „Lügde hat die Qualität einer Bezirksliga-Mannschaft und ich wünsche ihnen nach wie vor alles Gute. Ich schaue mir gerne das eine oder andere Spiel nochmals an und drücke die Daumen“, ist die Verbundenheit zum Ex-Verein weiterhin eng. Selbst ist der 37-Jährige auch nicht untätig, erlebte eine Hospitation beim DFB-Stützpunkt, strebt 2021 die Elite-Lizenz an.

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