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Historisch

Historisch – TuS Asemissen

Lippe-Kick begibt sich mit euch auf eine Zeitreise. Die so vielfältige Vereinsgeschichte vom TuS Asemissen wird komplett aufbereitet. Schaut doch einmal etwas genauer hin. Wir erzählen euch etwas.

TuS Asemissen Geschichte der 1. Herren-Fußballmannschaft

 

 

Historisch (hk). Im Juni 1926 war es soweit, unter der Leitung von August Hollmann wurde die Fußballabteilung des TuS Asemissen ins Leben gerufen. Vorerst nannte man sich noch Arbeiter-Turn- und Sportverein Asemissen. Die Mitgliederzahlen stiegen und obwohl Turnen oberste Pflicht im Verein war, machte der Fußball seinen Siegeszug durch die Gemeinde.

 

 

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hatte sich die Fußballabteilung im Laufe der Jahre bis in die oberste Klasse des Bezirks Lippe emporgearbeitet.

 

Im Jahre 1933 wurde die Weiterentwicklung des Vereins durch die Machtübernahme unterbrochen. Der Arbeiter-Turn- und Sportverein wurde aufgelöst, alle Unterlagen und Gelder wurden beschlagnahmt. All die Männer, die sich seit der Gründung der Fußballabteilung bemüht hatten etwas zu leisten, resignierten und zogen sich zurück. 

 

 

 

Aber schon Ende 1933 wurde ein neuer Versuch unternommen, wieder einen Fußballverein zu gründen. Ab diesem Zeitpunkt nannte man sich TuS Asemissen. Damaliger Trainer der Fußballmannschaft war Arnold Wind und bis 1940 war Rudi Bekemann Fußballobmann. Beide gaben sich große Mühe, den Fußball in Asemissen noch einmal im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Dann folgte der 2.Weltkrieg mit all seinen Schrecken, das Vereinsleben kam zum Erliegen. Als der Krieg zu Ende war, hatte der Tod schreckliche Ernte gehalten und viele Fußballer kehrten nicht zurück.

 

Die nächste Neugründung des TuS Asemissen fand am 05.10.1945 statt. Schnell wurde auch wieder eine Fußballmannschaft gegründet. Durch die Qualifikationsspiele sicherte sich die 1. Mannschaft einen Platz in der 1. Kreisliga Lemgo. Auch eine 2. Mannschaft und Jugendmannschaften nahmen den Spielbetrieb auf.

 

Nun begann in Asemissen eine Zeit, in der der Fußball einen immer höheren Stellenwert bekam. Die 1. Mannschaft spielte mit Höhen und Tiefen in der 1. Kreisklasse. Bis zum Jahre 1957 war die 1. Mannschaft in der Kreisliga immer im oberen Teil der Tabelle zu finden. Im Jahre 1950 wurde man Vizemeister, ehe es im Jahr 1958 endlich soweit war, der TuS Asemissen wurde Meister und stieg in die Bezirksklasse auf. Dort konnte man sich zwei Jahre halten und stieg 1961 wieder in die 1. Kreisklasse ab. Im Jahre 1964 ging man dann sogar in die 2. Kreisklasse hinunter. Nach zehn langen Jahren wurde man im Weltmeisterjahr 1974 endlich wieder Meister in der 2. Kreisklasse und stieg wieder in die 1. Kreisliga auf. In den folgenden Jahren nahm man mit mäßigen Erfolgen am Spielbetrieb der 1. Kreisliga Lemgo teil, doch mittlerweile hatte man in Asemissen eine gute Jugendarbeit aufgebaut und immer neue Spieler schafften den Sprung von der Jugend in die Seniorenfußballmannschaften. In dieser Zeit übernahm Norbert Hellweg den Trainerposten der 1. Fußballmannschaft. Das sollte sich 1981 auszahlen. In einem Herzschlagfinale sicherte man sich die Meisterschaft vor dem TuS Helpup. Während der TuS Helpup am letzten Spieltag nur zu einem 1:1 gegen den TuS Ahmsen kam, gelang dem TuS Asemissen ein 2:0 Sieg beim BSV Leese. Doch die Freude der Bezirksliga hielt nur zwei Jahre. Im ersten Jahr spielte man in der Lemgoer Bezirksliga und belegte sogar einen beachtlichen 4. Platz. Im der nächsten Saison spielte man dann in der Bielefelder Bezirksliga und konnte leider die Spielklasse nicht halten.

 

 

 

Der Abstieg aus der Bezirksliga bedeutete auch gleichzeitig den Weggang von Trainer Norbert Hellweg. Nach Norbert Hellweg nahm die nächste Trainerlegende seine Arbeit in Asemissen auf. Rolf „Pauli” Pötschke. Ganze zehn Jahre war er Trainer beim TuS. In der ganzen Zeit kratzte der TuS Asemissen unendliche Male am Aufstieg zur Bezirksliga. Das lag auf keinen Fall daran, dass die Asemisser nicht fit waren. Im Gegenteil, „Pauli” kannte den Teutoburger Wald wie seine Westentasche und die Jungs mussten den einen oder anderen Waldlauf über sich ergehen lassen. In dieser Zeit entstand der Spruch: „Die Spiele werden nicht im Wald gewonnen!” Nach Rolf Pötschke übernahm 1993 Achim Wenzel mit ganz neuen Ideen das Traineramt in Asemissen. Die Mannschaft wurde komplett umgekrempelt und ein neues Spielsystem wurde eingeführt. Ergebnis war der Fast-Abstieg, der nur noch durch eine Relegationsrunde verhindert werden konnte. Trainer Wenzel zog es aber vor, kurz vor Beginn der Relegationsrunde kurzfristig in den Urlaub zu fahren. Was ihn auch den Trainerjob kostete. Martin Meerkötter (ehemaliger Trainer der erfolgreichen TuS-Damenmannschaft) übernahm noch vor der Relegation. Und die hatte es in sich. Nach einem 2:2 gegen den TSV Oerlinghausen musste gegen Schwelentrup unbedingt ein Sieg her. Und was für einer. Beide Mannschaften hatten sich schon auf eine Verlängerung eingestellt, als mit dem letzten Spielzug Michael „Zico” Stöwe den Ball einfach nur noch nach vorne bringen wollte. Der Ball wurde immer länger und länger und landete im Tor, Tor und Abpfiff! Die 1. Kreisliga wurde gehalten. Aus beruflichen Gründen musste Martin Meerkötter sein Traineramt mitten in der Saison 1995 niederlegen. Ein alter Bekannter war sofort bereit einzuspringen, bis ein neuer Trainer gefunden war. Rolf „Pauli” Pötsche. Er hauchte dem TuS wieder neues Leben ein und die Mannschaft kam ein wenig zur Ruhe. Mit Wolfgang Bunte wurde ein neuer Trainer aus dem Bielefelder Raum verpflichtet. Die Plätze und Fahrten ins Kalletal waren ihm jedes Mal ein Graus. Einmal suchte er stundenlang einen Ball im angrenzenden Wald, ein anderes Mal hatte er sich auf dem Weg nach Sonneborn hoffnungslos verfahren und erschien erst kurz vor der Halbzeit. Eine Fahrt ins Kalletal sollte auch seine letzte sein. Nach einer deutlichen 1:6- Niederlage auf der Heidelbecker Alm verließ er die Kabine mit den Worten: „Ihr habt nur die gelben Kisten im Kopf” und war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr Trainer in Asemissen.

 

Kurzfristig wurde in Asemissen eine neue Trainerlegende geboren, Mike Vogt!

 

Sportlich hielt man sich in dieser Zeit immer im unteren Mittelfeld der 1. Kreisliga Lemgo auf.

 

Dann passierte in der Saison 1999/00 der Unfall, Abstieg in die Kreisliga B. Aber Mike Vogt ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und schaffte den direkten Wiederaufstieg. Doch zu mehr als einem guten Mittelfeldplatz reichte es immer noch nicht aus. Im Jahre 2004 machte man in Asemissen einen kompletten Schnitt, auf Mike Vogt folgte Jens Mayer. Jens war in den Jahren zuvor Trainer der zu diesem Zeitpunkt erfolgreichen Asemisser A-Jugend.

 

Bis auf drei verbleibende Spieler wurde der komplette A-Jugend-Kader in der 1. Mannschaft installiert. Was anfangs von allen belächelt wurde, sollte sich als wahrer Glücksgriff für den TuS herausstellen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten in der ersten Saison wurde man schon in der nächsten Saison Vizemeister. Dann war es soweit: Jens Mayer und seine Jungs machten das Unmögliche möglich. Man wurde Meister und stieg in die Bezirksliga auf. Doch leider spielte man wieder in der sehr starken Gütersloher/Bielefelder Bezirksliga und stieg nur nach einer Saison wieder ab. Das war auch der Abschied von Jens Mayer und vieler junger Spieler.

 

 

Wieder musste ein Neubeginn mit einem neuen Trainer her. Viele Spieler hatten inzwischen den Verein verlassen. Mit Michael Kraut verpflichtete man abermals einen Trainer aus dem Raum Bielefeld. Doch nach einigen Unstimmigkeiten mit dem damaligen Fußballobmann legte er noch während der Saison sein Amt nieder. Ein kurzer Anruf bei Mike Vogt, der zu diesem Zeitpunkt noch Trainer in Leopoldshöhe war, reichte aus. Mike brach seine Zelte in Leopoldshöhe ab und nahm 2008 sofort seine Arbeit bei seinem Heimatverein auf. Er schaffte es, den TuS vor dem drohenden Abstieg zu bewahren und brachte den TuS wieder in ruhiges Fahrwasser. Bis 2013 war er Trainer der 1. Mannschaft. Damit kommt Mike Vogt auf insgesamt elf Trainerjahre beim TuS Asemissen. Sein schönster Moment war sicherlich, dass er und sein Sohn Max, bei einem Punktespiel gemeinsam auf dem Platz standen. Zuletzt war Mike Vogt Trainer der 2. Mannschaft und Fußballobmann.

 

 

Dann gab es beim TuS Asemissen erneut einen Umbruch, wieder einmal hatte man einen erfolgreichen A-Jugend-Jahrgang. Das Trainergespann „Matze” Düding und Jens Böttcher wurden Trainer der 1. Mannschaft. Der Kader wurde komplett verjüngt und spielte mit Höhen und Tiefen in der Kreisliga A. Nach einem einjährigen Bezirksliga-Gastspiel in der Serie 2017/18 mischt das Team von Coach Carsten Skarupke derzeit munter mit im Aufstiegsrennen.

 

 

Mit Stolz kann man beim TuS Asemissen sagen, dass in all den Jahren noch nie ein Spieler einen Cent bekommen hat. Durch die permanent gute Jugendarbeit schaffte man es immer wieder, die 1. Mannschaft mit Spielern aus dem „Dorf” zu bestücken. Selbst die Trainer kamen meist immer aus den eigenen Reihen des TuS Asemissen.

 

Zurzeit hat der TuS Asemissen drei Fußball-Herrenmannschaften gemeldet und von den Mini-Kicker bis zur A-Jugend alle Jugendmannschaften am Start.

 

Die erfolgreichste Mannschaft ist im Moment die 1. Damen-Fußballmannschaft, nach ihrem Aufstieg in die Bezirksliga steht man zurzeit wieder unangefochten an vierter Position. Überhaupt wird im Mädchen- und Damenfußballbereich gute Arbeit geleistet. Neben einer 1. und 2. Damen-Mannschaft hat man im Jugendbereich drei reine Mädchenfußball- Mannschaften gemeldet.

 

 

Text- und Bild-Quelle: TuS Asemissen.

 

 

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