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Kreisliga A Detmold

Vorberichte 24. Spieltag 17/18 A Detmold

Oben und unten ist die Spannung exorbitant. Lippe-Kick hat vor der 24. Runde alle wissenswerten Informationen für euch.

 

Wer gewinnt den Dreikampf?

Kreisliga A Detmold (hk). So ganz langsam geht die A Detmold auf ihre Zielgeraden. Wer mit dem klaren Aufsteiger SV Eintracht Jerxen/Orbke gerechnet hat, könnte sich täuschen. Lügde hat sich gut erholt nach dem 2:3 gegen den TSV Rischenau gezeigt. Der 8:0-Sieg bei den Sportfreunden Berlebeck/Heiligenkirchen war eine Machtdemonstration gegen einen allerdings auch schwachen Gegner. Im Tabellenkeller spitzt sich alles auf einen Dreikampf zu. Wenn der Blomberger SV den Klassenerhalt schafft, was die gesamte lippische Fußballgemeinde hofft, steigen nur die letzten beiden Teams ab. Aktuell deutet alles darauf hin, dass die zwei Absteiger unter der SG Kachtenhausen/Helpup, CSL Detmold und dem SC Augustdorf ausgemacht werden.

 

Von Henning Klefisch

 

SuS Pivitsheide vs. SG Hiddesen/Heidenoldendorf

SuS-Abwehrgigant Marian Schulz besitzt eine hohe Meinung vom kommenden Gegner: „SG Hiddesen/Heidenoldendorf ist ein sehr spielstarker und laufstarker Gegner, den wir mit Aggressivität und einer kämpferischen Leistung bearbeiten wollen“, könnte darin der Schlüssel zum Erfolg liegen. Die Männer von Coach Carsten Skarupke spielen vor dem treuen Heimpublikum, wollen diesem die volle Punktzahl schenken. Schulz spekuliert: „Ich gehe von einem sehr kämpferischen Spiel, aber auch einem sehr interessanten Spiel aus, wo man den einen oder anderen schönen Spielzug von beiden Mannschaften sehen wird“, wird vielleicht Fußball für Feinschmecker geboten. Die Pivitker spielen in Bestbesetzung.

 

Zum Nachbarschaftsduell kommt es am Sonntag um 15. 00 Uhr an der Hebbelstraße in Pivitsheide. Zwei Siege in Serie hat die SG Hiddesen/Heidenoldendorf zuletzt für sich verbucht. Folglich wird die Brust breit daherkommen. „SuS Pivitsheide hat eine relativ konstant gute Saison gespielt. Sie sind eine robuste, lauf- und kampfstarke Mannschaft“, analysiert SG-Trainer Markus Rüschenpöhler, der sich von seiner Truppe wünscht: „Wir müssen körperlich robust dagegenhalten und präsent sein.“ Wenn diese Basics stimmen, ist es auch das Ziel der Spielgemeinschaft, für spielerische Höhepunkte zu sorgen und die starke Offensivabteilung erfolgreich in Szene zu setzen. Da die Jugend am Spieltag aktiv ist, wird diesmal Rüschenpöhler auf einige Youngsters verzichten müssen. Dennoch wird ein bis zu 16-Mann starker Kader zur Verfügung. Der Tabellensiebte hat sich als Maßgabe gesetzt, die Pivitker tabellarisch auf Distanz zu halten und dort zu punkten. „Wir erwarten insbesondere auf dem Rasenplatz eine sehr, sehr schwierige Aufgabe gegen einen Gegner, der immer sehr heiß und extrem motiviert ist“, glaubt Rüschenpöhler an eine anspruchsvolle Herausforderung für seine Schützlinge.

 

SV Diestelbruch/Mosebeck vs. FC Fortuna Schlangen

Mit einem „absoluten Topspiel“ rechnet Diestelbruch/Mosebeck-Pressesprecher Lennart Rethmeier. Immerhin rangiert seine Truppe auf dem fünften Platz, somit nur zwei Plätze schlechter als der kommende Gast FC Fortuna Schlangen. „Die Fortuna hat sich in der Rückrunde bislang sehr stark präsentiert. Mit dem Trainerwechsel scheint wieder frischer Wind in die Mannschaft gekommen zu sein“, schwärmt Rethmeier. Ihm ist bewusst, dass seine Truppe den Anschlusszug an die Tabellenspitze wegen leichter Punktverluste verpasst hat. Dennoch möchte man sich vor der frenetischen Heimkulisse als möglichst ekliger Gegner präsentieren. „Weiterhin sehr schwierig“ gestaltet sich die Personallage bei den Dörenwald-Jungs, die dennoch mit breiter Brust antreten sollten. Acht Partien in Serie bestärken das eigene Zutrauen. „Mit dem Comeback von Joel Weber am letzten Wochenende haben wir zumindest in der Offensive wieder eine Alternative mehr“, gilt Weber doch als torgefährlicher Offensivmann.

 

Dass diese Aufgabe anspruchsvoll wird, steht für Fortuna-Defensiv-Ass Yannik Vukadinovic definitiv fest, wenn er sagt: „Am Sonntag wartet die tabellarisch bisher schwerste Aufgabe dieses Jahres auf uns. Wir treffen auf eine Mannschaft, die die zweitmeisten Tore der Saison geschossen hat“, rechnet er vor. 65 Tore haben die Tormonster vom Dörenwald bisher erzielt. Vukadinovic sollte aber auch nicht unerwähnt lassen, dass seine Blau-Weißen mit neun Toren mehr die beste Offensive stellen. Der Verteidigungsminister weiß, dass die Defensive tunlichst stabilisiert werden muss. Ein möglicher Vorteil: „Der Kunstrasen in Diestelbruch bietet uns die Möglichkeit, ähnlich zu agieren, wie wir es aus Schlangen gewohnt sind.“ Chefcoach Uwe Hohnhold kann bis auf die Langzeitverletzten seine beste Formation aufbieten.

 

SC Ditib Detmold vs. SG Kachtenhausen/Helpup

Im Hinspiel ging es etwas emotionaler zur Sache. Vielleicht auch deshalb glaubt Ditib-Coach Erhan Eksioglu vor dem Spiel: „Das ist kein leichter Gegner. Die SG wird bestimmt uns alles abfordern“, sieht er seine Truppe „gewarnt“, in dem Wissen, dass diese Partie nicht leicht wird. „Wir spielen zuhause und wollen auch den Dreier einfahren“, ist die Maßgabe vor diesem Spiel eindeutig. Der SC Ditib präsentiert sich vor diesem Spiel „gut vorbereitet“, weiß man bereits, wie diese Begegnung gestaltet werden soll. Die Marschroute ist eindeutig: „Mit einem Dreier möchten wir in das Mittelfeld der Tabelle Anschluss halten.“ Einzig auf Ali Rahmati und Abdülhamid Köse muss verzichtet werden. Ansonsten können die Residenzler in Bestbesetzung antreten. „Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung und auf ein faires Match“, so der abschließende Wunsch von Eksioglu.

 

Einen entscheidenden Unterschied zum Gegner hat Kachtenhausen/Helpup-Coach Alexander Wolf ausfindig gemacht: „Ditib hatte wichtige Punkte eingefahren gegen Heiden, wir haben die wieder liegen lassen.“ Einen Punkt und ein Tor Vorsprung weisen die Roßblatt-Jungs auf den ersten Abstiegsrang auf. Der aktuell verletzte Rudelsführer Alexander Wolf befürchtet, dass sein Rudel den Ernst der Lage noch nicht erkannt hat: „Es haben bei uns leider noch nicht alle verstanden, auf welcher Position wir stehen und welche Konsequenz daraus entstehen kann, wenn man weiterhin keine Punkte einfährt.“ So attestiert er dem SG-Coach Manuel Roßblatt, dass dieser mit der Truppe „viel arbeitet.“ Er sieht die Truppe nunmehr in der Pflicht: „Langsam müssen die Spieler auch mal liefern und Punkte mitnehmen.“

 

SuS Lage vs. SC Augustdorf

Lage-Cheftrainer Christian Martens kann annähernd seine beste Formation aufbieten. Nach dem Stand von Donnerstagabend ist nur Dustin Reinsch nicht mit von der Partie. Defensivhaudegen Manuel Eßer sagt zur Anspruchshaltung: „Wir gehen natürlich als klarer Favorit laut Tabelle in die Partie, aber wenn wir nicht 100 Prozent geben und nur halbherzig in die Zweikämpfe gehen und glauben, das wird ein Selbstläufer, dann gibt es ein böses Erwachen“, hat das Mentalitätsmonster aus der Zuckerstadt darauf nicht wirklich Lust.

 

Für das Schlusslicht SC Augustdorf ist die Bedeutung der Partie beim SuS Lage gewaltig. Coach Serhat Tumani stellt klar: „Wir sind uns bewusst, dass uns kein leichter Tanz erwartet“, geht es doch immerhin gegen den Tabellensechsten. Die Dringlichkeit, erfolgreich zu sein, ist groß: „Wir wollen und müssen punkten, werden alles in unserer Macht tun, was aus der Zuckerstadt mitzunehmen.“ Tumani selbst muss wegen einer Knieverletzung passen, Mert setzt wegen einer Gelbsperre aus. Der Augustdorfer Trainer empfiehlt: „Wir müssen auch an Dienstag denken. Das wird ein knallharter Monat und wir dürfen uns keine Karten und Verletzungen erlauben“, vor der nächsten englischen Woche.

 

Post TSV Detmold II vs. CSL Detmold

Bei den Hausherren ist die Sehnsucht schon enorm groß. Wir schreiben Mitte April und noch immer wartet der Post TSV Detmold II auf den ersten Dreier 2018, in fußballerischer Hinsicht versteht sich. Mittelfeldmotor Andreas Felker hofft auf den Premierensieg, sagt deshalb auch: „Wir sind sehr motiviert.“ Leicht wird diese Aufgabe gegen den Vorletzten der A-Klasse nicht. „CSL wird alles geben und uns bis ans Letzte fordern“, richtet er diese Botschaft an sein Team. Gut: Goalgetter Tim Haskins und Ballvirtuose Erik Zweininger (Ex CSL-Kicker) kehren in die Mannschaft zurück.

 

Bam, bum, peng. Kopfkirmes deluxe. Als der Autor dieser Zeilen vom 2:1-Heimsieg des CSL Detmold über den TuS Horn-Bad Meinberg erfahren hat, ist er zunächst spürbar überrascht gewesen. Diese drei Punkte eröffnen dem Aufsteiger völlig neue Perspektiven im Abstiegskampf, ist das rettende Ufer doch mehr als nur in Sichtweite. Ein Derbysieg würde besonders CSL-Obmann Andreas Janzen erfreuen, der ankündigt: „Wir wollen immer ein gutes Spiel machen und treffen auf die altbekannten Spieler, die Anfang der Saison zu Post gegangen sind.“ Klar ist ihm, dass die Partie gegen den Stadtrivalen „schwer wird“, ist es doch auch der sandige Untergrund, der seinen Anteil daran hat. Auf ein Trio muss CSL verzichten. „Hoffe nur, dass alle anderen anwesend sind“, bekreuzigt er sich kurz.

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. SF Berlebeck/Heiligenkirchen

Eintracht Jerxen-Orbke-Manager Hubert Orynczak ist grundsätzlich ein äußerst höflicher Mensch, weshalb er zur Entwicklung der Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen sagt: „BHK hat in den letzten Wochen durchwachsene Ergebnisse erzielt“, glaubt er zudem: „Nach der letzten herben Niederlage gegen Lügde wird die Kuhlmann-Truppe sicherlich einige Schippen drauflegen und versuchen, uns ordentlich Paroli zu bieten.“ Der Tabellenführer hat sich zuletzt beim 1:1 in Rischenau die Punkte geteilt. Orynczak ist sich bewusst, wo und wie sich gesteigert werden muss. Speziell der Torabschluss ließ es zuletzt doch an der nötigen Entschlossenheit vermissen. „Den Kader geben wir Sonntag beim Anstoß bekannt“, soll Lippe-Kick über personelle Neuigkeiten nichts erfahren.

 

Der Hürdenlauf mit Großkalibern geht für die Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen weiter. Nachdem am vergangenen Sonntag die Kicker aus dem Süden von Detmold beim 0:8 vom TuS WE Lügde regelrecht auseinandergenommen worden sind, wartet nun der Klassenbeste aus Jerxen/Orbke. BHK-Coach Thorsten Geffers hat eine Hoffnung, die er verbalisiert: „Ich erwarte grundsätzlich, dass sich die Jungs endlich mal wieder als Einheit und Team mit der richtigen Einstellung präsentieren. Fußball ist nun einmal ein Mannschaftssport und da müssen alle an einem Strang ziehen“, wird es gegen den SVE auf die mannschaftliche Geschlossenheit ankommen. Mit „Herz und Leidenschaft“ soll auch beim Favoriten etwas möglich sein. Trotzdem nimmt Geffers bewusst den Druck von seinem Team: „Allerdings ist das auch nicht das Kaliber, mit dem wir uns messen wollen und auch aktuell gar nicht können.“ Maik Watermeier ist verletzt, Tobias Giampaolo im Urlaub und Marius Grundmann muss nach der fünften gelben Karte pausieren.

 

TuS WE Lügde vs. TuRa Heiden

Vor zwei richtungsweisenden Heimspielen steht die Westfälische Eiche aus Lügde. „Mit Heiden erwartet uns ein kampfstarker Gegner, der uns alles abverlangen wird“, befürchtet Lügde-Trainer Andreas Hoffmann. Nach dem sehr überzeugenden 8:0-Sieg bei den Sportfreunden Berlebeck/Heiligenkirchen ist das Selbstvertrauen groß: „Wir wollen an die Leistung des letzten Spiels anknüpfen und die drei Punkte an der Emmerkampfbahn behalten.“ Neben den Langzeitverletzten fehlen diesmal auch Philipp Deppe, Pascal Lessmann und Timo Ellermann.

 

Heiden-Coach Dragan Ostojic betont: „Lügde ist im Kollektiv stark, ist sehr diszipliniert.“ Vor allem der starke Mittelfeldspieler Nils Nehrig ist in seinem Fokus. „Ansonsten ist das eine körperlich sehr robuste Truppe, die einen guten Ball spielt!“ Mit viel Disziplin im eigenen Spiel soll auch die Effizienz demonstriert werden. „Lügde ist schwer zu knacken“, glaubt Ostojic, der auf die gesperrten Nispel, Werner und Born verzichten muss.

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. TSV Rischenau

Bei der Gegneranalyse ist dem zum Saisonende ausscheidenden Coach Kemal Akman (Lippe-Kick berichtete) aufgefallen: „Rischenau hat zwar spielerisch weniger Qualität, ist aber läuferisch und kämpferisch ganz stark. Zudem ist die Mannschaft unter Wolfgang Wächter immer motiviert, Spiele bis in die letzte Minute gewinnen zu wollen (da spreche ich aus eigenen sehr schönen Erfahrungen mit Wächter als Spieler)“, haben die beiden unter anderem beim Türkischen SV Horn zusammengearbeitet. Die Personalsituation bei den Hornern ist bedenklich. Oliver Dombrowski befindet sich auf einem Wochenendausflug, Niklas Bohlmann muss nach der fünften Gelben Karte pausieren und Harry Özmen und Malte Wrenger sind jeweils verletzt. Akman wünscht sich nun eine Reaktion nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage beim CSL Detmold: „Unser letztes Spiel hat gezeigt, dass ein Siegeswille und eine große Laufbereitschaft Grundsteine sind, um überhaupt gewinnen zu können.“

 

Man hat gar nicht so viele Hüte, um diese ziehen zu können. Wie Trainerfuchs Wolfgang Wächter den TSV Rischenau entwickelt hat, ist a la bonheur. Mit 37 Punkten rangieren die Südostlipper auf dem vierten Platz. Nun geht es für Wächter gegen seinen Heimatverein TuS Horn-Bad Meinberg. TSV-Obmann Sebastian Tunke kündigt bereits an: „Da wollen wir natürlich gewinnen. Aber das wird sehr schwer.“ So bescheinigt er dem TuS über eine „gute Mannschaft“ zu verfügen“, kommt die jüngste 1:2-Niederlage gegen CSL Detmold für ihn doch „überraschend.“ Deshalb glaubt er auch, dass die Kurstädter Wiedergutmachung betreiben wollen. Egoistische Gedankengänge verhehlt Tunke aber nicht: „Wir wollen unsere Serie fortsetzen und punkten.“ Nach seiner fünften gelben Karte zieht TSV-Spielführer Jannik Müller für ein Spiel das Büßergewand über und fehlt. Tunke spricht Klartext: „Die schwachsinnigste aller Regeln im Amateurbereich.  Jedes Mal ärgere ich mich darüber.“ Seine Begründung für diese Antipathie gegenüber der Regel ist verständlich: „Die Mannschaften werden immer weniger, weil die Spieler auch weniger werden, dann muss man die oftmals kleinen Kader nicht noch durch so einen Käse schwächen.“

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