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Kreisliga B Detmold

Vorberichte 30. Spieltag 17/18 B Detmold

Mit dem FC Augustdorf II und dem FSV Pivitsheide stehen sich die beiden Top-Teams der Liga gegenüber. Der Sieger des Duells macht einen großen Schritt Richtung A-Liga.

Der nächste „Mega-Kracher“

Kreisliga B Detmold (ab). Vor dem Spitzenspiel ist nach dem Spitzenspiel. In Augustdorf steigt das nächste richtungsweisende Duelle, die zweite Mannschaft des FCA hat als Tabellenführer den zweitplatzierte FSV Pivitsheide zu Gast, der mit einem Spiel weniger genauso viele Punkte gesammelt hat. Dahinter lauert die SG Brakelsiek/Wöbbel, die mit nochmal einem Spiel weniger mit drei Zählern weniger an beiden Kontrahenten vorbeiziehen könnte. Zu Gast ist die zweite Mannschaft des FSV Pivitsheide. Der RSV Hörste ist mit der Niederlage in Pivitsheide ins Hintertreffen geraten, muss nun beim SuS Pivitsheide II ran. Auch der BSV Müssen macht sich noch geringe Hoffnungen, muss aber schon auf einige Ausrutscher hoffen und seine eigenen Partien gewinnen. Zu Gast ist der Post TSV Detmold III. Eng geht es weiterhin auch im Tabellenkeller zu, wo die abstiegsgefährdeten Teams allesamt schwere Spiele vor der Brust haben.

Von André Bell & Henning Klefisch

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf II vs. SV HW Falkenhagen

(hk). Um 13.00 Uhr erfolgt durch Referee Wilhelm Hackl der Anpfiff auf dem Naturrasen in Hiddesen am Bent. Die Entwicklung der Gäste aus dem südöstlichen Zipfel des Lipperlandes ist absolut löblich. Im Winter noch war eher Tristesse bei den Schützlingen von Chefcoach Roland Szymkowiak angesagt, denn man stand auf dem Abstiegsplatz. Das Fußballjahr 2018 ist fast zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte mutiert. Die Bilanz ist vorzeigbar: Vier Punkte Vorsprung weist der SV HW auf einen Abstiegsplatz auf, hat aber im Vergleich zu den wichtigen Konkurrenten wie Schlangen II und Post TSV Detmold III noch zwei Spiele mehr in petto. „Wir wollen natürlich versuchen, zu Hause nicht zu verlieren, vielleicht einen Punkt oder drei zu holen“, so der Wunsch vom sportlichen Leiter der SG Hiddesen/Heidenoldendorf, Lütfi Soylu. Die Spielgemeinschaft ist von der Personalsituation der ersten Mannschaft und der A-Jugend abhängig, um den eigenen Kader aufzustellen. Am Samstagabend, wohl pünktlich zur Sportschauzeit, herrscht diesbezüglich mehr Klarheit.

 

FC Augustdorf II vs. FSV Pivitsheide

(hk). FCA II-Kicker Simon Janzen erinnert sich noch an die Partie gegen die FSV-Reserve, die „uns bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das Topspiel gab.“ Konkret: „Viele Spieler haben uns verbal doof angemacht und drohten uns mit der super Leistung der ersten Mannschaft. Sie provozierten uns permanent“, so seine Schilderung. Der Kader der Sandhasen ist groß. „Alle Jungs sind heiß auf das Spiel“, erklärt der Schützling, führt weiter aus: „Jeder möchte spielen und gegen FSV gewinnen.  Es ist nicht nur ein Topspiel, sondern auch ein Derby.“ Das Ziel ist klar: An die starke Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen.

Mehr Spitzenspiel geht nicht, wenn die punktgleichen Führenden im direkten Duell aufeinandertreffen. Mit einem „gut aufgestellten Gegner“ rechnet Tobias Gatzke, der Zauberfuß vom FSV Pivitsheide. Er glaubt, dass die Augustdorfer vor den eigenen Fans diese Partie „unbedingt gewinnen wollen“, fällt eine Schilderung der Ausgangssituation schwer: „Natürlich können wir nicht genau sagen, was oder wer uns erwartet, da die erste Mannschaft ja direkt im Anschluss spielt und man nie weiß, ob rotiert wird“, so Gatzke zu den Unwägbarkeiten in diesem Derbychen. Der Führungsspieler gilt als selbstbewusster Zeitgenosse, glaubt, dass ein Ertrag möglich erscheint, „wenn wir an unsere Leistungen anknüpfen.“ Bis auf den gelb-rot gesperrten Tim Manca kann Chefcoach Dima Charov in Bestbesetzung antreten. Eine mögliche Motivationsspritze rührt aus dem Hinspiel: „Die Jungs sind alle heiß, da wir das Hinspiel ja mit 1:4 verloren haben.“

Horst Hanf leitet diese Begegnung ab 13.00 Uhr am Schlingsbruch.

 

SuS Pivitsheide II vs. RSV Hörste

(hk). Keine näheren Angaben kann SuS II-Coach Karsten Kuczer zum Tabellenvierten aus Hörste machen. „Ich habe sie noch nicht spielen sehen“, gibt er bei Lippe-Kick zu. Gestern haben die Schwarz-Weißen das überaus wichtige Spitzenspiel beim FSV Pivitsheide mit 0:1 durch ein spätes Gegentor verloren. Sehr bescheiden liest sich beim SuS Pivitsheide II hingegen die Kaderbreite. Es muss um den Einsatz von gleich mehreren angeschlagenen Akteuren gebangt werden. Dennoch: „Wir werden aber alles geben und dann schauen wir mal“, so Kuczer abschließend bei Lippe-Kick.

„SuS Pivitsheide II ist eine Mannschaft, die auf jeden Fall gerne Fußball spielt und sich gegen uns nicht hinten reinstellen wird“, prophezeit RSV-Kicker Marcus Baumgartner. Auch wegen dieser Feststellung rechnet er mit einem „schweren Spiel.“ Nachlässigkeiten darf sich Hörste im Aufstiegsrennen aber nicht leisten: „Dennoch wollen und müssen wir dort einen Dreier holen. Wir sind heiß und wollen nach dem unglücklichen Donnerstag eine Antwort geben“, spielt er auf die Pleite im Spitzenspiel an. Coach Frank Linnemann muss an seiner ehemaligen Wirkungsstätte auf Robin Lapp und Yanik Klocker und Jan Niklas Uhlig verzichten.

 

SG Istrup/Brüntrup vs. SF Oesterholz/Kohlstädt

(ab). Der kurze, neue Lauf der SG Istrup/Brüntrup wurde am Donnerstag vom FC Augustdorf II jäh gestoppt. Trainer Roy Wangert war insgesamtaber zufrieden mit seiner Truppe, das Ergebnis fiel deutlicher aus, als das Spiel hergab. „Wir wollen weiter unser Spiel verbessern und wir müssen vorm Tor abgeklärter werden“, fordert Wangert von seiner Truppe. „Mit Oesterholz /Kohlstädt kommt eine Mannschaft, die wie wir im Mittelfeld der Liga steht und nicht nach oben oder unten gucken muss“, können beide Kontrahenten recht entspannt in die Partie gehen. Zu entspannt dann aber doch nicht: „Wir wollen die Punkte am Platz behalten und wenn wir so spielen wie die letzten Spiele, nur mit besserer Chancenverwertung, ist es möglich.“

So richtig zufrieden war man bei den Sportfreunden mit dem 2:2 in Schlangen nicht. Zwar zeigt die Formkurve wieder leicht nach oben und man hat es vermieden, in den Abstiegssumpf gezogen zu werden, es ist aber weiterhin Luft nach oben. „Wir wollen an Istrup heranrücken“, verkündet SF-Obmann Björn Brinkmann vor dem Duell. „Ich sehe beide Mannschaften auf Augenhöhe“, weshalb er ein Spiel sieht, „wo beide Mannschaften Chancen haben werden zu gewinnen.“ Die Erinnerungen an das Hinspiel sind nicht so positiv: Im Hinspiel war der beste Mann der Schiedsrichter.“ Brinkmann hofft, dass seine Truppe „den Schwung mitnehmen kann, zwei Spiele hintereinander nicht verloren zu haben.“

Los geht’s um 15 Uhr, gespielt wird in Brüntrup. Rainer Lengert leitet das Spiel.

 

Hakedahler SV vs. FC Fortuna Schlangen II

(ab). Mit dem 4:1 gegen die SG Hiddesen/Heidenoldendorf II hat sich der Hakedahler SV ordentlich Luft verschafft. Man will ohnehin nicht nach unten gucken, sondern die restliche Saison eher entspannt zu Ende spielen. Mit der Fortuna kommt nun ein Gegner, der den HSV aber doch noch einmal mit unten reinziehen könnte. Das soll mit aller Macht verhindert werden. „Tatsache ist, wenn wir ins Spiel kommen, wird es für jede Mannschaft schwer“, meint Nuri Kurt in Richtung der Gäste. Allerdings: „Die englischen Wochen haben jetzt schon Ihre Auswirkungen. Die Jungs sind platt und wir hoffen einen guten Kader am Sonntag stellen zu können.“

Die Fortuna hingegen nimmt den „nächsten Anlauf auf den ersten Auswärtssieg.“ Auf den wartet man nach elf Gastspielen immer noch vergebens. Hakedahl charakterisiert Coach Daniel Sens als eine „spielstarke Mannschaft“, zumindest, „wenn man sie lässt und ihnen zu viele Freiräume anbietet.“ Genau das will Sens mit seiner Truppe „so gut wie möglich unterbinden.“ Man will selbst „an die gute zweite Halbzeit vom Derby anknüpfen, wo wir uns endlich mal mehrere gute Chancen erspielt haben.“ Allerdings muss der Coach wieder improvisieren: „Personell sind wir leider wieder sehr knapp besetzt und hoffen, dass wir zumindest 13, 14 Leute zusammen bekommen.“

Michael Beckmann pfeift die Partie um 15 Uhr auf dem Sportplatz Hohenloh an.

 

SG Brakelsiek/Wöbbel vs. FSV Pivitsheide II

(ab). Die SG Brakelsiek/Wöbbel ist in Top-Form, seit neun Spielen ist die Elf vom Trainerduo Falk Weskamp/Manfred Schrenner nun bereits wieder ungeschlagen. Auch gegen den FSV Pivitsheide II sind die Südostlipper klarer Favorit, auch, wenn Weskamp sagt: „Ich will nicht immer den Finger heben, aber spätestens nach dem 2:3 gegen Augustdorf weiß man, dass man jeden Gegner ernst nehmen muss.“ Unterschätzen wird man die Gäste also definitiv nicht. Was dann am Ende dabei rausspringt, hat man in der eigenen Hand. Was auf den anderen Plätzen passiert und welche Position die SG nach Abschluss des Spieltags innehält, nicht: „Wir gucken nicht auf die anderen. Das kann ich nicht beeinflussen. Also ist es mir egal. Wir haben noch zehn Spiele und das sind unsere Hausaufgaben. Die müssen wir machen. Das können wir beeinflussen. Also beschäftigen wir uns damit.“ Selbstbewusst geht man am Sonntag ins Spiel. Und auch „personell sind wir ganz gut aufgestellt.“

Eine hohe Hürde steht dem Schlusslicht aus Pivitsheide also bevor. Die Außeneiterrolle nimmt man an. Das deutliche 0:6 am Dienstag gegen den Post TSV Detmold III war ein klarer Dämpfer für den sich im Aufwind befindenden Aufsteiger. 13 Zähler sind nach aktuellem Stand noch aufzuholen, wenn man auch nächstes Jahr in der B-Liga spielen will. Allerdings: „Mit der SG erwartet uns eine der stärksten Mannschaften der Liga.“ Doch Andree Köhler hofft, dass die Truppe an letzten Sonntag anknüpfen kann: „Wir wollen dahinfahren und versuchen den Gegner etwas zu ärgern, so wie letzte Woche gegen Augustdorf, wo wir es durch eine gute kämpferische Leistung fast geschafft haben.“ „Personell sind wir gut aufgestellt“, so der Obmann, „wir fahren mit 15 Mann los, obwohl der ein oder andere noch fehlt.“

Auch auf der Emmer-Kampfbahn geht’s um 15 Uhr los. Schiedsrichter der Partie ist der Sportsfreund Martin Hoischen.

 

SG Klüt/Wahmbeck vs. SG Sabbenhausen/Elbrinxen

(ab). Unglücklich war man bei der SG Klüt/Wahmbeck nach dem knappen 3:4 gegen den BSV Müssen am Dienstag. Selbstbewusstsein kann man aus dem guten Spiel aber dennoch ziehen. „Wir haben zuletzt gegen Brakelsiek, Hörste und Müssen gezeigt, dass wir gegen die oberen der Tabelle immer gut mithalten und durchaus punkten können“, so Patrick Hoffmann, der seiner Truppe das auch am Sonntag zutraut: „Das wollen wir nun auch gegen Sabbenhausen-Elbrinxen tun – dafür bedarf es wieder eine geschlossene Teamleistung.“

Zumal die Gäste personell angeschlagen anreisen. „Gegen Klüt sieht es nicht gut aus, zu den anderen gesellen sich noch zwei verletzte Spieler, die sich am Donnerstag verletzt haben. Jetzt wird es schon kritisch, weil unsere zweite Mannschaft auch aus dem Loch pfeift“, so Trainer Sven Grossmann. Sein Improvisationstalent ist gefragt. Er strahlt Zuversicht aus: „Irgendwie bekomme ich schon eine Mannschaft hin, die auch den Willen hat, in Klüt zu bestehen.“ Der Respekt ist groß: „Die spielen im Moment sehr gut zu Hause und wir sind gewarnt. Wer gegen Müssen nur 3:4 verliert, der kann nicht schlecht sein.“ Das hat man auch bereits im Hinspiel gemerkt, welches 2:2 ausging.

Auf der Wahmbeckerheide ist um 15 Uhr Anstoß. Stefan Schwemler leitet die Begegnung.

 

TuS Eichholz/Remmighausen vs. Spvg Hagen/Hardissen

(hk). Bei den Grün-Weißen scheint doch so einiges eher „suboptimal“ zu verlaufen, wie Spielertrainer Jan Eskuchen gebetsmühlenartig wiederholt. „Unsere Personalsituation ist aktuell auch eher suboptimal“, spricht Eskuchen hier deutliche Worte. So fallen im Vergleich zum 3:2-Heimsieg gegen Falkenhagen am Donnerstag einige Akteure aus. Immerhin kehren Timo Tcheon und Eskuchen wieder zurück ins Team. „Laut Tabelle ist Hagen/Hardissen natürlich der Außenseiter, allerdings liegt uns die Rolle als Favorit meist eher suboptimal“, hat man in dieser Saison damit eher schlechte Erfahrungen gemacht. Was Respekt bei ihm hervorruft: „Im Spiel gegen Augustdorf II haben sie gezeigt, dass sie auch mit Top-Teams mithalten können.“ Mit einer guten Leistung möchte man die „suboptimale Leistung vom Donnerstag wieder gut machen“, zudem die treuen, eigenen Fans entschädigen.

Sein Glück kaum fassen kann wohl Hagen/Hardissen-Cheftrainer Sveto Stojanovic. Zu den Dutzend Spielern, die gestern mit 1:3 bei Sabbenhausen/Elbrinxen verloren haben, kommen noch zwei Kicker dazu. „Das sind gute Nachrichten. Wir haben dieses Mal endlich wieder genug Auswechselspieler“, jubelt Stojanovic innerlich. In den letzten Spielen gab es dieses Privileg nicht, weshalb der eine oder andere Spieler sich auch verletzt durchschleppen musste. Nicht viele Aussagen kann er über den Gegner aus Eichhholz/Remmighausen tätigen. Immerhin weiß er, dass die individuelle Qualität mit Akteuren wie Tcheon, Rother und Eskuchen ausgezeichnet ist. „Die gilt es, Sonntag nicht ins Spiel kommen zu lassen“, so die Order an sein Team. Es gibt einen Hoffnungsschimmer beim abstiegsbedrohten letztjährigen A-Ligisten: „Wenn wir am Sonntag die gute Leistung aus der zweiten Halbzeit vom Donnerstagsspiel abrufen können, dann werden wir dieses Mal auch punkten.“

An der Pfeife ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Remmighausen: Malte Arend.

 

BSV Müssen vs. Post TSV Detmold III

(ab). Mit Ach und Krach hat sich der BSV Müssen am Donnerstag ein 4:3 bei der SG Klüt/Wahmbeck erkämpft. Man bleibt, mit etwas Abstand, dran an den vorderen Plätzen der Tabelle. Der BSV will da sein, wenn die Konkurrenten patzen. Dazu müssen aber auch die eigenen Spiele gewonnen werden.

Das gleiche gilt auch für den Post TSV Detmold III. Man muss auf Punktverluste der Konkurrenz hoffen, wenn man den Abstieg noch vermeiden will. Und ebenfalls selbst punkten, sonst kommt man nicht unten raus. „Müssen hat die beste Defensive der Liga“, erwartet Coach Anton Brum allerdings ein „schweres Spiel“ und dazu einen „schwer bespielbaren Gegner auf einem Rasenplatz“, was für die Kunstrasen-Kicker ein eher ungewohnter Untergrund ist: „Wir haben bis jetzt leider schlechte Erfahrungen auf Rasenplätzen gemacht.“ Doch der Sieg beim FSV Pivitsheide II schafft neues Selbstvertrauen. „Schaffen wir es die Motivation und den Mut von Dienstag wieder auf den Platz zu bringen, sind auf jeden Fall Bonuspunkte drin“, so Brum.

Jan Ole Krüger leitet das Spiel, Anstoß ist um 15 Uhr.

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