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Bezirksliga Staffel 2

Vorberichte 27. Spieltag 17/18 Bezirksliga 2

Augustdorf und Oerlinghausen können am Wochenende den Klassenerhalt perfekt machen, Asemissen will seine letzte Chance noch wahrnehmen.

Asemissens letzte Patrone – FCA und TSV können alles klarmachen

Bezirksliga 2 (ab). Der 27. Spieltag steht zu einer Hälfte im Zeichen des Abstiegskampfes. Es gibt einige direkte Duelle. So hat der TuS Asemissen die wohl letzte Chance, um doch nochmal um den Klassenerhalt zu kämpfen, zu Gast ist der TuS Friedrichsdorf. Letzte Zweifel beseitigen können der FC Augustdorf, der beim SuK Canlar Bielefeld zu Gast ist, und der TSV Oerlinghausen, der beim Schlusslicht SV Spexard II antritt. In der oberen Tabellenhälfte geht es für den TBV Lemgo und den Post TSV Detmold noch um einiges. Rang zwei ist in Schlagweite. Der Post TSV Detmold hat den FC Türk Sport Bielefeld zu Gast, der TBV Lemgo muss gegen den SC Hicret Bielefeld. Das Top-Spiel steigt beim Tabellenzweiten VfR Wellensiek, der den FC Kaunitz empfängt, der am letzten Wochenende bereits den Aufstieg perfekt machen konnte. An dieser Stelle Herzlichen Glückwunsch vom Team Lippe-Kick.

Von André Bell & Henning Klefisch

 

SuK Canlar Bielefeld vs. FC Augustdorf

(ab). Beim SuK Canlar Bielefeld setzt man auf die Heimstärke: „Wir haben zu Hause immer gute Spiele abgeliefert und auch eine gute Bilanz.“ Für Coach Zafer Atmaca zählt nur ein Sieg: „Wir wollen so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Mit einem Sieg gegen Augustdorf wären wir fast schon durch.“ Er zeigt Zuversicht vor dem wichtigen Duell gegen Augustdorf: „Wir sind gut drauf und trainieren gut.“ Allerdings hat man „mit Augustdorf schon immer Probleme gehabt. Sie sind robust und körperlich stark, nach Standards gefährlich. Alex Eck ist ein guter Stürmer da vorne drin, da müssen wir aufpassen.“ Er gibt seiner Mannschaft die Marschroute mit auf den Weg: „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und wir dürfen keine Angst haben, robust an die Sache heranzugehen. Mit Schönspielerei wird das nichts. Fußball spielen können wir zwar, das haben wir bereits gezeigt und auch schon oft gehört, dass wir für einen Abstiegskandidaten einen richtig guten Ball spielen. Aber das wird am Sonntag nicht reichen.“ Deshalb muss seine Mannschaft an ihre „unsere Grenzen gehen.“ Mit einem Punkt wäre Atmaca schon zufrieden, „aber wenn es drei werden, umso besser.“ Für den Rest der Saison muss der Coach auf Moritz Musiol und Karim Hankar verzichten, die beide mit einem Kreuzbandriss ausfallen. Außerdem fehlt Serdar Meral, der sich vor zwei Wochen gegen Asemissen den Arm gebrochen hat. Modesto Rodriguez ist weiterhin suspendiert, „ein anderer ist kurz davor, ebenfalls suspendiert zu werden. Er hat im Kopf schon mit dem Verein abgeschlossen.“

So schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben will auch der FC Augustdorf. „Letzte Woche haben wir mit dem Sieg gegen Spexard einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht“, so Trainer Matthias Heymann. „Diesen Sonntag wollen wir auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen.“ Mit weniger als drei Punkten wollen die Sandhasen nicht die Heimreise antreten. Das personelle Lazarett lichtet sich allmählich. Davut Sansar, Alexander Eck und Alexander Rau kehren zurück, aber dafür fehlen André Schreiber und Thorben Kiel im Vergleich zur letzten Woche. Dennoch: „Wir sind gut aufgestellt und werden voll auf Sieg spielen.“

Thomas Gerbrandt vom FC Unteres Kalletal ist für die Spielleitung zuständig. Um 15 Uhr ist Anstoß.

 

TuS Asemissen vs. TuS Friedrichsdorf

(ab). Eine letzte Patrone hat der TuS Asemissen noch im Lauf, wenn die auch das Ziel verfehlt, dann wird es das vermutlich schon gewesen sein mit dem Klassenerhalt. „Sicherlich ist das unsere letzte Chance, noch den Klassenerhalt zu erreichen. Aber da unten noch alle gegeneinander spielen, sehe ich den Klassenerhalt in weiter Ferne“, verrät Obmann Michael Kastner, dass die Planungen zwar noch zweigleisig laufen, „aber unser Hauptaugenmerk geht in Richtung Kreisliga A.“ Man will sich aber mit Applaus aus der Liga verabschieden: „Auf die Leistungen gegen Kaunitz und SCB können wir aufbauen, jetzt wäre es natürlich schön, wenn wir uns auch einmal mit einem Sieg belohnen würden, was auch sicherlich die Stimmung in der Mannschaft wieder etwas verbessern würde.“

„Asemissen muss gewinnen“, ist sich auch Friedrichsdorf-Coach Evan Cinar der Lage der Gastgeber bewusst. Das Hinspiel hat seine Mannschaft knapp für sich entscheiden können. Und man fährt auch diesmal nach Asemissen, „um das Spiel zu gewinnen. Wir wollen Platz acht und nicht die letzten Spiele nur so rumdümpeln.“ Der TuS selbst kann nur noch rein theoretisch absteigen. Da die Teams hinter dem TuS noch gegeneinander spielen, müsste es schon mit dem Teufel zugehen, damit Friedrichsdorf noch abrutscht. „Wir spielen voll auf Sieg. Wenn Asemissen dann die drei Punkte holt und sich die verdient hat, dann gratulieren wir natürlich auch“, will man sich beim TuS aber nicht nachsagen lassen, den Wettbewerb zu verzerren. „Wir reisen mit vollen Kader an und nehmen keine Rücksicht auf die Situation von Asemissen. Das war in den letzten Jahren schon kurios, was es auf einmal für komische Ergebnisse im Abstiegskampf gibt. Damit wollen wir nichts zu tun haben.“

Davon kann sich ab 15 Uhr jeder selbst überzeugen, dann geht’s nämlich los auf dem Kunstrasen in Asemissen. Stefan Lang aus Bielefeld leitet die Partie.

 

TBV Lemgo vs. SC Hicret Bielefeld

(ab). TBV-Coach Ulas Tokdemir sieht beim SC Hicret Bielefeld gewisse Parallelen zum FC Türk Sport Bielefeld, der letzte Woche Gegner des TBV war. „Hicret ist auf einem Niveau mit Türk Sport, das zeigt auch die Platzierung. Ähnliche fußballerische Anlagen, ähnliche Spielertypen.“ Außerdem hat auch der SC Hicret „einen negativen Lauf und sind unter Zugzwang.“ Tokdemir fordert von seiner Mannschaft 90 Minuten Konzentration: „Das letzte Spiel hat uns gezeigt, wenn man so einen Gegner, und wenn es nur zehn Minuten sind, einfach mal machen lässt, dann ist das nicht so toll. Da ziehen wir aber auch unsere Lehren draus.“ Aber ohnehin will man „im Heimspiel nichts anbrennen lassen und am Sonntag die drei Punkte in Lemgo behalten.“

Beim SC Hicret Bielefeld setzt man darauf, dass jede Serie einmal zu Ende gehen muss. „Lemgo ist seit einigen Spielen ungeschlagen, irgendwann sollte diese Serie brechen und ich hoffe, das passiert diesen Sonntag“, so Serkan Tatlici. Er hat den TBV in Friedrichsdorf gesehen und findet, „dass die Truppe einen tollen Fußball spielt. Mit einem Ilker Siviloglu, einem Fatih Özturk im Mittelfeld, sowie einem Top-Stürmer wie Saliou Abou werden wir es nicht einfach haben.“ Tatlici erinnert daran, dass der SC Hicret mit Kaunitz „die stärkste Truppe der Liga“ geschlagen hat, „warum sollte es gegen den TBV nicht auch klappen?“ Vor zwei Wochen verlor der SC Hicret mit 0:8 in Avenwedde, letzte Woche mit 0:4 gegen Wellensiek. „Die Klatsche in Avenwedde war ein Weckruf, den Jungs ist klargeworden, dass es fünf vor zwölf ist. Wir wollen die Liga halten und werden uns in Lemgo dementsprechend präsentieren“, so Tatlici. Dabei kann allerdings Aladin Nas nicht helfen, er fällt aus. Ansonsten steht der komplette Kader zur Verfügung.

 

Post TSV Detmold vs. FC Türk Sport Bielefeld

(hk). Die Marschroute des Post TSV Detmold ist eindeutig. Tabellenposition drei soll erobert werden. Der zurzeit drittplatzierte SV Avenwedde ist nur einen Zähler von den Lippern entfernt. Immerhin nehmen sich die Spitzenteams in dieser Runde die Punkte gegenseitig weg. Avenwedde spielt gegen den Fünftplatzierten SC Bielefeld, während die Tabellenvorderen Kaunitz und Wellensiek sich direkt duellieren. Mit einem Auge blinzeln die Postler auf den zweiten Rang, wobei Manager Michael Grundmann sich vollkommen bewusst ist, dass dies ausgesprochen schwer wird, diesen Platz im Endklassement zu besetzen. „Es müsste schon Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen, dass wir das noch erreichen“, rückt Grundmann die Realitäten zurecht. Keine guten Erinnerungen haben die Postler an die Gastspiele beim FC Türk Sport. „Sie sind eine spielerisch super Truppe, haben einen starken Spieler mit Ersin Gül“, lobt Grundmann den Kontrahenten. Da die Leineweberstädter jedoch dringend Punkte für den Klassenerhalt benötigen, wird diese Aufgabe für die Residenzler schwierig. Vor heimischer Kulisse sah die Post-Kutsche aber meist gut gegen den FC Türk Sport aus, möchte die eigenen Hausaufgaben erledigen. „Wer in der Bezirksliga 2 unter die Top-Fünf kommt und das als lippischer Verein. Das ist eine brutal gute Leistung“, sagt Grundmann nicht ohne Stolz. „Die Jungs spielen eine fantastische Rückrunde“, und dies gegen Mannschaften aus den Bielefelder und Gütersloher Kreisen, die „deutlich mehr Möglichkeiten haben, finanziell und spielertechnisch.“ Immerhin ist die Bezirksliga für die lippischen Teams das Höchste der Gefühle, weshalb nur Spieler aus der Kreisliga A geholt werden können, während die gegnerischen Teams sich mit Westfalen- oder Landesligaspielern verstärken, erkennt Grundmann hier einen ganz entscheidenden Unterschied. Ergo: „Ich bin stolz auf die Mannschaft und das Trainerteam, was sie bisher geleistet haben.“ Er weiß, dass einige überflüssige Punktverluste hingenommen werden mussten. Nun richtet sich der Blick Richtung Gegenwart. Die Entwicklung bereitet ihm große Freude. „Es macht richtig Spaß mit den Jungs“, schwärmt Grundmann. Zur Personalsituation: Auf die gelbgesperrten Johann Felker und Fabian Droletz muss Chefcoach Ralf Brokmann verzichten. Julien Will, Manuel Wichmann und Stefan Pauls kehren zurück. Philip Wichmann kehrt in der nächsten Woche zurück in den Trainingsbetrieb. Wenn der fragliche Stammfänger Marcel Zimmer nicht einsatzfähig ist, rückt Rudi Pisarenko zwischen die Pfosten. Auch bei Johann Sinner ist ein Mitwirken noch unklar.

Von einer „extrem schweren Aufgabe“ spricht Arif Kundag, der sportliche Leiter vom FC Türk Sport Bielefeld, wenn er über das Gastspiel beim Tabellenvierten Post TSV Detmold spricht. Seine Begründung für diese Furcht: „Post TSV hat eine gute, eingespielte und laufstarke Mannschaft mit dem besten Stürmer und meinen  alten Mannschaftskollegen aus Dornberg, Felix Buba“, führt dieser mit 30 Toren die Torschützenliste an. Kundag fordert von seinem Team: „Wir müssen versuchen, ihn auszuschalten“, hofft er in diesem Fall auf eine Überraschung der Bielefelder. Zwei Punkte Abstand hat der FC zum rettenden Ufer. Die Favoritenrolle liegt klar beim Post TSV Detmold. Trotzdem glaubt Kundag: „Wenn wir einen guten Tag erwischen, könnte es sogar klappen.“ Ein, zwei Kicker sind angeschlagen, könnten aber bis Sonntag fit werden.

Referee Ingo Günzel pfeift diese Begegnung ab 15.00 Uhr in der Werre-Arena an.

 

SV Spexard II vs. TSV Oerlinghausen

(ab). Der SV Spexard II ist auch nach 26 Spieltag noch sieglos. So ganz ohne dreifachen Punktgewinn will man sich vermutlich nicht aus der Liga verabschieden. Die Spechte können ganz befreit aufspielen und werden auch gegen den TSV ihr möglichstes versuchen, um den ersten Saisonsieg einzufahren.

Beim TSV Oerlinghausen hat sich mit dem 3:3 am letzten Sonntag gegen Schwarz-Weiß Sende die Konkurrenz vom Hals halten können. „Wir spielen voll auf Sieg“, verkündet Milko Micanovic vor dem Auswärtsspiel. „Wir haben natürlich Respekt vor dem Gegner, aber da muss man gewinnen.“ Man will schließlich auch nicht der erste Verein sein, der gegen den SV verliert. Micanovic rechnet: „Wenn wir da gewinnen, dann sind wird definitiv durch.“ In der Tat könnte am Sonntag der Klassenerhalt rechnerisch geschafft sein. Falls nicht, ist es aber nur noch die graue Theorie, die den TSV auf einen Abstiegsrang rutschen lassen könnte.

Der Unparteiische dieser Partie ist nicht bekannt, los­ geht es aber wie gewohnt um 15 Uhr.

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