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Bezirksliga Staffel 2

Vorberichte 21. Spieltag 18/19 Bezirksliga 2

Am Sonntag sind vier unserer fünf Bezirksligisten im Einsatz. Hörstmar/Lieme, Jerxen/Orbke, Oerlinghausen und Lemgo sind gefordert.

 

TBV mit Rückenwind – „Junx“ unter Zugzwang

Bezirksliga 2 (ab). Das vorgezogene Spiel zwischen dem SC Hicret Bielefeld und dem FC Augustdorf viel am Mittwoch aus, die Sandhasen können am Sonntag die Füße hochlegen. Das Spiel zwischen der SG Hörstmar/Lieme und dem SV Avenwedde findet auf dem Jahnplatz in Lemgo statt. Der TSV Oerlinghausen muss ran, auf dem heimischen Kunstrasen ist der SuK Canlar Bielefeld zu Gast, für den es fast schon um Alles geht. Das gleiche gilt für den SV Eintracht Jerxen/Orbke, der gegen den TuS Dornberg punkten sollte, wenn das Ziel Klassenerhalt in nicht allzu weite Ferne rücken soll. Deutlich entspannter kann der TBV Lemgo seine Aufgabe angehen, nach zwei 1:0-Siegen in Folge sind die Hansestädter auch bei Schwarz-Weiß Sende favorisiert. An der Tabellenspitze kommt es am Sonntag zum absoluten Spitzenspiel. Tabellenführer Gütersloher SV empfängt den ärgsten Verfolger aus Steinhagen. Lachender Dritter könnte der VfB Schloß Holte sein, der zu Hause auf den TuS Friedrichsdorf trifft. Außerdem kommt es noch zum Derby zwischen dem VfR Wellensiek und dem SC Bielefeld 04/26.

 

Von André Bell & Henning Klefisch

 

TSV Oerlinghausen vs. SuK Canlar Bielefeld

(ab). Der TSV Oerlinghausen hat am Sonntag etwas wieder gut zu machen. „Im Hinspiel haben wir eine der, wenn nicht sogar die schlechteste Saisonleistung gezeigt und Canlar die Punkte fast geschenkt“, erinnert sich Jan Rüter nur mit Grausen an das 1:3 Mitte September. Und auch mit Blick auf die eigene Tabellensituation gilt die Devise: „Wir wollen mit aller Kraft versuchen, die drei Punkte am Kalkofen zu behalten.“ Dazu muss sich die Mannschaft aber „spielerisch wieder verbessern“, fordert Rüter, denn: „Die letzten drei Spiele läuft der Ball nicht mehr wirklich so, wie wir uns das vorstellen. Vieles ist sehr kompliziert und wir verstricken uns dadurch in unnötigen Fehlern.“ Mit nur einem Punkt aus den letzten beiden Spielen ist der TSV wieder ins untere Tabellendrittel abgerutscht. Am Sonntag muss der TSV auf die verletzten Bujar Mavriqi, Adrian Mildenberger und Daniel Nadig verzichten. Zudem hofft man, „dass die ganzen erkälteten Spieler am Sonntag wieder bereit sind.“

 

Die Gäste aus Bielefeld kämpfen um den Anschluss an die Nichtabstiegsränge. Mit nur zwölf Punkten steht man auf dem vorletzten Rang, neun Punkte fehlen aktuellen auf Rang 13. Trainer Dario Scardino, der im Winter von seinem Vorgänger Zafer Atmaca das Amt übernommen hatte, hat Respekt vor dem Gastgeber: „Wir treffen mit Oerlinghausen auf eine junge und taktisch gut eingestellte Mannschaft.“ Der Schuh drückt in der Offensive, 27 Tore sind zweitschwächster Wert der Liga (zusammen mit Oerlinghausen und Avenwedde). Deshalb hat Scardino den Fokus im Training „auf das Angriffsspiel gesetzt und viel im Torabschluss trainiert“, in der Hoffnung, dass am Sonntag drei Punkte gutgeschrieben werden können. Klar ist: „Wir müssen in Oerlinghausen voll auf Sieg spielen, da uns ein Punkt oder einer Niederlage nicht helfen.“ Gut für Scardino ist, dass er aktuell auf den gesamten Kader zurückgreifen kann.

 

Ingo Günzel aus Paderborn pfeift die Partie um 15.00 Uhr an.

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. TuS Dornberg

(hk). Den höchsten Saisonsieg verbuchte die Eintracht aus Jerxen/Orbke im Hinspiel. Obmann Hubert Orynczak weiß dies noch bestens, spricht von einem „deutlichen Überraschungssieger.“ Bei zehn Punkten Abstand zur Zone für den Klassenverbleib ist die Sehnsucht groß, dass endlich gepunktet wird. Orynczak ist überzeugt: „Jeder Punkt, den wir erkämpfen können, täte uns in der jetzigen Situation gut.“ Ganz seinem Geschmack würde entsprechen, sollte die Eintracht dieses Husarenstück auch vor heimischer Kulisse bestätigen können. „Es wird ein schweres Unterfangen“, mischt sich andererseits ein realistischer Unterton bei.

 

Nach hinten etwas absichern möchte sich TuS Dornberg-Coach Thies Kambach, der mit seinem Team sieben Punkte Bonus auf SW Sende aufweist, die den ersten Abstiegsplatz belegen. Mit einem Auswärtssieg möchte der ehemalige Oberligist die Wahrscheinlichkeit erhöhen, in den Rotlichtbezirk nicht mehr hineinzurutschen. Nicht aus dem Kopf geschlagen hat er sich die 2:5-Hinspielniederlage, als sich der Aufsteiger als willensstärker präsentierte. Kambach verspricht: „Das wird uns nicht noch einmal passieren. Wir werden hochkonzentriert in dieses Spiel hineingehen, wissen, was uns da erwartet.“ Trotz der Tatsache, dass der Tabellenneunte bei 13 Zählern Vorsprung vor den „Junx“ favorisiert in dieses Spiel geht, kündigt Kambach an, dass sie „nicht hochnäsig“ diese Partie angehen. Immerhin dient das Hinspiel als Bodenbeschleuniger. Einige Urlauber fehlen. Dennoch macht der Dornberg-Trainer deutlich: „Wir werden eine starke Mannschaft aufstellen.“

 

Kaan Basci pfeift diese sportliche Auseinandersetzung ab 15.00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Bundesstraße in Jerxen an.

 

SG Hörstmar/Lieme vs. SV Avenwedde

(hk). „Avenwedde verkauft sich unter Wert. Da unten gehören sie gar nicht rein“, sagt Hör/Lie-Coach Matthias Wölk über die „spielstarke Mannschaft“ aus der Nähe von Gütersloh. Wölk ist sich bewusst, dass auf dem heimischen Rasenplatz in Hörstmar „kämpferische Tugenden“ notwendig sind. Auch Lippe-Kick weiß aus eigener Betrachtung: Der schwer bespielbare Rasenplatz ist nicht gerade ein Eldorado für Fußballästheten. Der Jahnplatz in Lemgo würde da schon bessere Voraussetzungen für die kampf-, aber auch spielstarke Mannschaft liefern. Wer den überaus ehrgeizigen Wölk kennt, ist sich im Klaren, dass ihm das 1:5 gegen Steinhagen und das 0:1 gegen den TBV Lemgo mächtig gewurmt haben. Er will wieder in der Erfolgsspur mit seiner Mannschaft unterwegs sein, den Pleiten-Hattrick möglichst vermeiden. Ein früheres Annehmen der Zweikämpfe wird ein ganz wesentliches Erfolgskriterium sein. Daran hat es nämlich zuletzt sehr gehapert. „Von der Tabellenkonstellation her müssten wir das Spiel gewinnen“, so der Trainer der Hausherren. Zum Personal: Arno Warkentin hat die gesamte Woche aufgrund einer Grippeerkrankung nicht trainiert. Die Langzeitverletzten Philip Born (im Mai Operation) und Alexander Ritter (im Dezember) fallen sowieso aus. „Wir wollen mithalten, können mithalten, wollen die drei Punkte am Platz behalten“, betont Wölk gegenüber Lippe-Kick.

 

Wenn man dem alten Börsen-Sprichwort „the trend is your friend“ Glauben schenken darf, ist die Situation für den SV Avenwedde hoffnungsvoll. Der Tabellendreizehnte hat sich gegen das Schwergewicht VfB Schloß Holte deutlich gesteigert, ein gutes Stellungsspiel gezeigt und aus dem Spiel heraus nur wenig Ertragreiches für den Gegner zugelassen. Ärgerlich, dass es zwei Standardsituationen gewesen sind, aus denen die Einschläge kassiert wurden. SVA-Coach Levent Cayiroglu räumt ein: „Dass unser Auftakt knackig wird mit den Spielen gegen Steinhagen (1:3) und Schloß Holte (1:2) und dazwischen noch Lemgo (0:1), das war mir bewusst. Ich hatte mir aber den ein oder anderen Punkt erhofft“, soll doch ein weiteres Abrutschen in den Tabellenkeller unbedingt verhindert werden. Es fehlte in den letzten drei Spielen stets nicht viel, damit sie in den Punktebereich gekommen wären. Der letzte Dreier rührt in diesem Jahr aus einem Testspiel her, was 3:2 beim FC Isselhorst für sich entschieden wurde. „Dass es bei Hörstmar/Lieme hinter den Kulissen etwas rumort, muss für uns kein Vorteil sein“, kann er dies auch plausibel erklären: „Das hatte man bei Lemgo auch gedacht und die haben mannschaftlich einen besseren Eindruck gemacht als noch in der Hinrunde. Das kann Hörstmar/Lieme auch nochmal einen Ruck geben und ich schätze die Jungs auch nicht so ein, dass die es jetzt schleifen lassen, sondern eher noch enger zusammenrücken“, gilt Hör/Lie doch als eingeschworener Haufen, der die Saison möglichst erfolgreich zu Ende spielen möchte. Die Homogenität hat die Spielgemeinschaft auf beeindruckende Art und Weise im ersten Aufeinandertreffen unter Beweis gestellt. Damals bogen sie einen 1:3-Rückstand in einen 4:3-Sieg um, zeigten eine wahre Energieleistung. Cayiroglu respektiert solch eine Tugend sehr: „Das ist in dieser Liga meiner Meinung nach das Wichtigste, dass man als Einheit auf dem Platz steht und eine Mannschaft ist, da kommt es nicht so sehr auf die individuelle Klasse an. Das spielt dann in den höheren Ligen eine Rolle“, könnten diese Eigenschaften Avenwedde in diesem Spiel sicherlich auch hilfreich erscheinen. Die Mehrzahl der Verletzten gibt ein Comeback, auch wenn sie noch nicht bei den berühmten 100 Prozent sind. Spieler wie Alexander Bauer oder Tim Muscharski haben sich in den vergangenen 14 Tagen mit einem heftigen Infekt herumgeplagt. Es muss geschaut werden, ob sie spielen können. Es ist noch nicht vollends geklärt, ob Mert Bozkurt mitwirken kann. „Er hat letzten Sonntag schon 20, 30 Minuten gespielt. Am Dienstag dann etwas dosierter trainiert, Donnerstag noch etwas mehr. Da muss ich das heutige Training mal abwarten. Er würde unserem Spiel aber natürlich sehr gut tun“, erklärt Cayiroglu im Lippe-Kick-Gespräch.

 

Nils Hasse ist um 15.00 Uhr der Spielleiter auf dem Rasenplatz an der Magdeburger Straße in Hörstmar.

 

Schwarz-Weiß Sende vs. TBV Lemgo

(ab). Für die Schwarz-Weißen aus Sende geht es am Sonntag um drei ganz wichtige Punkte. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt vier Zähler. „Es ist eines der Spiele, das wir unbedingt gewinnen wollen, um den Abstand zu den Nichtabstiegsrängen zu verkleinern“, so Coach Jürgen Prüfer. Die letzten drei Heimspiele konnte siegreich gestaltet werden, gegen den TBV soll Sieg Nummer vier folgen. In Sachen Personal hofft der Coach noch: „Letzte Woche sind uns kurzfristig mit Krankheit und Verletzung vier Leistungsträger ausgefallen, diese Woche haben wir hoffentlich mehr Glück.“ Die Marschroute: „Wir werden versuchen, mit großem Einsatz unser Spiel durchzubringen und die drei Punkte zu holen.“

 

TBV-Interimscoach Zalem Özmen findet den Gegner „sehr schwierig einzuschätzen.“ „Im Zentrum sind sie sehr stark aufgestellt“, erinnert sich noch gut an das Hinspiel, welches die Hansestädter mit 5:2 für sich entscheiden konnten. Nach zuletzt zwei knappen Erfolgen wird der dritte Sieg in Serie angestrebt. Özmen denkt, dass derjenige das Spiel gewinnt, „wer vor dem Tor effektiver sein wird.“ Mit Saliou Abou und Oliver Hett sind fallen die beiden besten Torschützen allerdings aus, bzw. sind angeschlagen. Dass die Schwarz-Weißen so weit unten stehen, überrascht Özmen, „weil Sende starke Einzelspieler hat“, so seine Einschätzung.

 

Schiedsrichter Thorsten Echterling reist aus Höxter an. Um 15.00 Uhr ist Spielbeginn.

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