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Bezirksliga Staffel 2

Bezirksliga 2 – Vorbericht 17. Spieltag 2019/20

Für Augustdorf und Oerlinghausen heißt es am Samstag zum letzten Mal für dieses Spieljahr, Zähne zusammenbeißen und nochmal alles raushauen. Lippe-Kick hat alle Infos.

 

FCA gegen Spitzenreiter Dornberg – Oerlinghausen zu Gast in Wiedenbrück

Bezirksliga 2 (ab). Der 18. Spieltag ist gleichzeitig der letzte für das Fußballjahr 2019. Der FC Augustdorf und der TSV Oerlinghausen spielen bereits am Samstag und gehen danach in die wohlverdiente Winterpause. Während es für die Bergstädter um 14.30 Uhr zum zuletzt erstarkten SC Wiedenbrück II geht, ist bei den Sandhasen das Spitzenteam des TuS Dornberg zu Gast. In den Hinspielen war für unsere Lipper insgesamt nur wenig zu holen.

 

SC Wiedenbrück II vs. TSV Oerlinghausen

In guter Form präsentiert sich das Team von Ex-Profi Dominik Jansen zuletzt. Seit drei Spielen ist der SCW II ungeschlagen, holte zehn Punkte aus den letzten fünf Spielen und konnte sich damit ein wenig von der Abstiegszone absetzen, geht mit einem Polster von sechs Punkten in das letzte Spiel des Jahres. Im Hinspiel kam Wiedenbrück II, die zuletzt zwei Jahre in der Bezirksliga-Staffel 7 spielten, dank eines Treffers von Can Moussa eine Viertelstunde vor Schluss zu einem 1:1 in der Arena am Kalkofen.

 

Was die gute Form angeht, da kann der TSV Oerlinghausen durchaus mitreden. Von den letzten sieben Partien gingen nur zwei verloren, der Rest wurde gewonnen. Die beiden Niederlagen gab es auswärts und sehr unglücklich beim FSC Rheda und beim FC Türk Sport Bielefeld. Zum Jahresabschluss sollen nochmal drei Punkte her. Doch: „Einfach wird es nicht“, meint Milko Micanovic. „Der Tabellenplatz spiegelt die Fähigkeiten von Wiedenbrück nicht wider.“ Schon im Hinspiel fand der Co-Trainer den SCW II „richtig gut. Das ist eine technisch gute Truppe und man merkt, dass die der Unterbau einer Regionalliga-Mannschaft sind. Da ist es aber auch immer die Frage, wer aus der ersten runterkommt. Das kann Fluch oder Segen sein. Wenn die Jungs vom Typ her in Ordnung sind und sich den Arsch aufreißen, dann können die helfen. Ansonsten spielt man mit einem Mann weniger“, weiß Micanovic aus eigener Erfahrung aus Landesliga-Zeiten bei Arminia Bielefeld. „Ungewohnt“ wird es für den TSV, da das Spiel auf Rasen stattfinden wird. Das soll aber keine Ausrede sein: „Wir können mit breiter Brust in das Spiel gehen. Wir haben eine junge Truppe, die in der Liga ernst genommen wird. Wir wissen, was wir können und die Gegner wissen, was wir können. Das ist jetzt nicht mehr so, dass wir zu einem Spiel fahren und sagen, mal gucken, was das da wird. Sondern wir fahren dahin und wollen drei Punkte holen. Dann hätten wir eine gute Ausgangsbasis für die Rückrunde und dann wollen wir mal sehen, was nach oben noch geht.“ Personell sind beim TSV Oerlinghausen aktuell alle Mann an Bord.

 

Schiedsrichter Andre Sami kommt aus dem Kreis Bielefeld und pfeift die Partie um 14.30 Uhr an.

 

FC Augustdorf vs. TuS Dornberg

Dem FC Augustdorf ist „in den letzten Wochen ein wenig die Luft ausgegangen“, urteilt Coach Matthias Heymann, weshalb die Sandhasen auch ihre „sehr gute Bilanz leider nicht weiter ausbauen“ konnte. Heymann nennt die Ursache: „Aktuell kriegen wir einfach zu viele Gegentore.“ Und die Lösung hat er auch gleich parat: „Wir müssen den Fokus wieder mehr auf die Stabilität und Laufbereitschaft legen und nicht nur versuchen, schönen Fußball zu spielen.“ Zumal mit dem TuS Dornberg der Tabellenführer nach Augustdorf kommt. „Es muss alles hundertprozentig passen, um gegen Dornberg punkten zu können“, weiß Heymann, der sich um die richtige Einstellung seiner Mannschaft keine Sorgen machen muss: „Die Jungs wollen auf jeden Fall. Dienstag und Donnerstag jeweils mit 20 Mann zu trainieren spricht für sich.“ Nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen wären „ein oder drei Punkte ein versöhnlicher Abschluss einer immer noch guten Hinrunde“, so der Coach.

 

Für den TuS Dornberg könnte es aktuell kaum besser laufen. Mit einem Spiel weniger als die Konkurrenz führt man die Tabelle derzeit mit zwei Punkten Vorsprung an. Mit zwei Siegen (nächste Woche steht noch das Nachholspiel gegen den FSC Rheda an), würde man mit einem komfortablen Vorsprung in die Winterpause gehen. Doch der Fokus gilt zunächst der „ganz schweren Nummer“ in Augustdorf, so Coach Jens Horstmann. „Augustdorf wollte vorziehen, weil sie am Sonntag zusammen zum Weihnachtsmarkt gehen wollen. Da haben wir zugestimmt und da muss man auch kollegial sein, weil man selbst auch mal in die Situation kommen kann, wo man verlegen will und sich dann wünscht, dass der Gegner zusagt“, erklärt der Coach den Grund, weshalb das Spiel am Samstag bereits stattfindet. Was er zum Zeitpunkt der Zusage aber nicht wusste, ist, dass einige seiner Jungs dann ausfallen würden. So fehlen mit Lennart Versick und Charley Achtereekte zwei Stammspieler kurzfristig, mit Manuel Klei ein weiterer schon fast die gesamte Hinrunde. Auch Max Kleinelanghorst und Marcel Kranzioch müssen passen. „Gut, dass wir einen großen Kader haben“, freut sich Horstmann. „Den werden wir am Samstag brauchen.“ Das Hinspiel ging mit 4:2 an den TuS Dornberg und das Spiel hätte der TuS „deutlicher gewinnen können“, wenngleich Horstmann meint dass sich die „ganze Bandbreite der Möglichkeiten“ gezeigt hat, „die Spiele gegen Augustdorf mit sich bringen.“ So hat der TuS seine Sache „teilweise gut gemacht“ und führte bereits mit 3:0, verpasste aber die Vorentscheidung, so dass der FCA auf 2:3 herankam und das Spiel „Spitz auf Knopf stand. Da hätte alles passieren können. Da hat man schon gesehen, dass Augustdorf über die gesamten 90 Minuten ganz unangenehm ist. Die kann man nie richtig brechen.“ Am Samstag hat Augustdorf „nichts zu verlieren“, meint Horstmann. „Sie spielen punktemäßig eine sehr gute Serie und sind auf 50-Punkte-Kurs, damit ist man sicher zufrieden in Augustdorf. Wenn die gegen uns was holen, ist das richtig geil für die. Und wenn nicht, dann sagt auch keiner, boah nee, wir haben gegen Dornberg verloren.“ Dennoch warnt der Coach seine Mannschaft davor, „ins offene Messer zu laufen und zu wild nach vorne zu spielen.“ Horstmann tippt, dass der FCA eher auf Konter setzen wird, „da ist der kleine Kunstrasen von Vorteil, da können sie die Räume richtig eng machen.“ Horstmann selbst kennt solche Plätze aus seiner Zeit beim SV Häger: „Da hatten wir einen kleinen Rasenplatz. Und auch bei den Spielen in Werther haben wir auf so einem kleinen Kunstrasen gespielt.“ So wird „erst der Spielverlauf zeigen, wie man das genau angeht. Wir werden uns auf die speziellen Umstände einstellen müssen, müssen in jeder Sekunde wach sein, jeder Ballverlust kann eine Torchance werden.“ Die Hinrunde bewertet Jens Horstmann als sehr gut: „Wir sind erster, sogar mit einem Spiel Rückstand. Das zeigt aber auch, dass da sehr viel sehr gut gelaufen ist. Das ist aber sicherlich kein Zufall. Es gibt immer so einen Bereich +/- fünf Punkte. Wir sind am oberen Ende dieser Leiste. Mit drei, vier Punkten weniger würde auch keiner sagen, es ist schlecht gelaufen. Wir haben eine herausragende Serie gespielt und sind auf Kurs 70 Punkte. Ob man das auch in die Rückrunde stabil transportieren kann, muss man abwarten. Wir haben noch eine Menge schwere Auswärtsspiele. Das Spiel in Augustdorf stellt stellvertretend dafür.“ Wenn der TuS die starke Hinrunde wiederholen könnte, „wäre das ein Husarenritt“, so Horstmann. Zunächst haben es aber erstmal noch „die beiden Spiele vor der Winterpause in sich.“

 

Und das erste davon steigt um 18.00 Uhr auf dem Heidesportplatz in Augustdorf. Schiedsrichter Stephan Hipper aus dem Kreis Beckum leitet die Partie.

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