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Jugendfussball

JSG Diestelbruch/Mosebeck/Eichholz/Remmighausen – Das Glück des Tüchtigen

9Immer nur Glück ist Können. Die Männer der Trainerfüchse Jan Meier sowie Frank und Max Linnemann haben es geschafft, vertreten die lippischen Farben in der kommenden Spielzeit im überkreislichen Fußball.

 

„Wir werden noch enger zusammenarbeiten”

 

Jugendfußball (hk). Wenn die Vorsprünge gewaltig sind, wie etwa in der Spielzeit 2012/13, als der FC Bayern München mit unglaublichen 25 Punkten-Bonus die Deutsche Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga eingefahren hat, dann wird die Stimmung sicherlich nicht gerade ausgelassen sein, denn der Faktor Spannung fehlt. Darüber klagt die JSG Diestelbruch/Mosebeck/Eichholz/Remmighausen ganz bestimmt nicht, denn punktgleich mit der FSV Pivitsheide und der JSG Hügelland Belle/Brüntrup/Cappel/Istrup/Leotal sicherten sich die Meier-Mannen den begehrten Platz an der Sonne. Durch die Corona-Pandemie trat der vorzeitige Saisonabbruch ein, verzichteten die Hügelland-Kicker ebenso auf den Sprung in den überkreislichen Fußball und wie die FSV Pivitsheide. Coach Jan Meier weiß, dass der Fußball-Gott ein Dörenwald-Jersey trug, ordnet er mit der Akribie eines Finanzbeamten ein: „Zum Zeitpunkt des Abbruchs waren wir zwar Tabellenführer, aber mit mehr Spielen auf dem Konto. Aber meiner Meinung nach stehen wir nicht ganz unverdient jetzt im Bezirk“, schwingt mächtig Stolz in seiner Stimme mit.

 

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Von Henning Klefisch

 

Lippe-Kick weiß: Man braucht nicht nur Pianisten im Fußball, sondern auch Klavierträger. Die Jugendspielgemeinschaft aus Diestelbruch/Mosebeck und Eichholz/Remmighausen verfügte über solch eine exzellente Mischung, wuchs schnell als Einheit zusammen und spielte eine „klasse Saison“, wie Meier anerkennend findet. Dabei waren die Voraussetzungen eher so mittelprächtig, bemerkt der zugleich als Jugend-Obmann am Dörenwald aktive Meier doch: „Wenn man bedenkt, dass wir relativ wenig Zeit hatten, uns vorzubereiten auf die Spielzeit inklusive einzuspielen, ist das Ergebnis natürlich jetzt überragend. Auch für beide Vereine eine tolle Geschichte, auch wenn es eine riesige Herausforderung wird“, wachsen die Aufgaben beträchtlich in die Höhe für die Shootingstars.

 

„Man muss in jedem Spiel voll da sein.“

 

Mit welchem Eifer, mit welcher Motivation die Jungs dabei sind, ist wahrlich bemerkenswert. Es gab viele Möglichkeiten zum Proben, denn zumindest 15 Kicker waren bei den Übungseinheiten involviert. Wie die Mannschaft füreinander kämpfte, sich antrieb, auch vom Trainerteam Frank und Max Linnemann angetrieben wurde, nötigt einem enormen Respekt ab. Mit individuellen Lobeshymnen um sich zu schmeißen, davon sieht Meier tunlichst ab, fasst er diese Gedankengänge auch in Worte, wenn er im Lippe-Kick-Gespräch verbalisiert: „Spieler besonders hervorzuheben, davon möchte ich absehen, da wir als Team funktionieren und nicht als Einzelspieler oder Trainer. Gemeinsam als Team, das hat uns stark gemacht.“ Es gab nicht das konkrete Match, was outstanding, unauslöschlich im Gedächtnis war. Nein, jede Partie schrieb ihr eigenes Drehbuch, waren doch Gegner und Tagesform unterschiedlicher Kragenweite. Insbesondere in den Begegnungen gegen die unmittelbare Konkurrenz musste allerdings der eigene Schweinehund überwunden werden, zählten diese Punkte doch ganz besonders. Grundsätzlich ist für Meier allerdings klar: „Man muss einfach in jedem Spiel voll da sein und mehr als 100 Prozent aus sich herausholen.“

 

„Wir werden noch enger zusammenarbeiten.“

 

Im Juli beginnt auch für die JSG-Jungs wieder der Ernst des Lebens. Die nächsten Wochen darf noch mächtig durchgeatmet werden, ehe dann der Atem für die anspruchsvollen Trainingseinheiten benötigt wird. Aus zwei mach drei, lautet das Motto, wenn es darum geht, die Trainings-Quantität wöchentlich zu erhöhen. Meier frohlockt mit einem Schmunzeln auf den Lippen: „Je nach Corona-Auflagen werden wir auch ein Trainingslager beziehen, um dann somit für den noch unklaren Start perfekt vorbereitet zu sein.
Allen muss klar sein, dass man sich ab Juli voll reinhängen muss bei jedem Training und bei jedem Spiel“, werden Nachlässigkeiten durch den harten Konkurrenzkampf gnadenlos sanktioniert. In Eichhörnchen-Manier sollten möglichst schnell die nötigen Zähler eingesammelt werden, um aus dem Sehnsuchtsziel Klassenerhalt ein realistisches Gedankengut reifen zu lassen. Personeller Zuwachs ist möglich. Bis zu zwei Neuerwerbungen genießen auf der Wunschliste vom Trainerteam höchste Priorität. Eine Verschworenheit, auch eine Verzahnung, die strebt Jan Meier an, der im Lippe-Kick-Gespräch betont: „Im Trainer/Betreuer-Bereich sowie auch bei der B-Jugend werden wir noch enger zusammenarbeiten, um dann eine erfolgreiche Saison zu spielen. Wichtig wird sein, sowohl in der A- als auch in der B-Jugend einen einheitlichen Fitnessstand sowie Abläufe auf dem Platz gleich hinzubekommen“, um jederzeit eine neue Kraft ins kalte Wasser zu werfen. Wie sich diese dann freischwimmt, bleibt ihr überlassen.

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