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Kreisliga A Detmold

FC Augustdorf – Analyse über den ersten Jäger

Einst stürzten sie von der Landesliga auf direkten Wege in die Kreisliga ab und auch das letzte Jahr war nicht vergnügungssteuerpflichtig. In dieser Serie hingegen haben die Augustdorfer eine starke Truppe beisammen und stehen vor einer viel versprechenden Perspektive, wie Lippe-Kick im folgenden Bericht deutlich werden lässt.

Heymann erklärt sein Überraschungsteam

Kreisliga A Detmold (hk). Wenn man sich in der lippischen Fußballszene so umhört und nach dem überaus spannenden Thema des Aufstiegskampfes nach den möglichen Konkurrenten für den Favoriten FC Fortuna Schlangen fragt, fällt neben Teams wie SuS Pivitsheide und Eintracht Jerxen-Orbke auch häufig der Name FC Augustdorf. Nicht verwunderlich, denn das Team von Coach Matthias Heymann nimmt mit 23 Punkten nach neun Partien die Rolle des ersten Jägers ein. Lippe-Kick analysiert die Sandhasen und hat mit Heymann über das Überraschungsteam der bisherigen Serie gesprochen.

Von Henning Klefisch

Für den jungen und eloquenten Trainer steht fest, dass „wir mit dem Saisonstart natürlich zufrieden sind.“ Mit Ausnahme des torlosen Unentschiedens gegen den allerdings auch starken Aufsteiger Post TSV Detmold II „haben wir gute Spiele abgeliefert“, so berichtet er, der sich dazu noch mit einem spektakulärem Spiel gegen Jerxen-Orbke beim 3:3 die Punkte teilte. Sieben Saisonsiege untermauern den tollen Start, dazu kommt die gut funktionierende Abteilung Attacke, denn 34 erzielte Tore stellen den Bestwert in dieser Spielklasse dar. Für den leidenschaftlichen Anhänger des Fußball-Zweitligisten DSC Arminia Bielefeld sind als Stärken „der gute Zusammenhalt und die Kaderbreite“ zu nennen.

Stabilität der Defensive als oberstes Ziel

Auffällig ist das hohe Maß an Identifikation der FCA-Kicker mit dem Ort Augustdorf. Die meisten Spieler kommen von dort und haben in der Jugend, aber auch im Seniorenbereich einiges zusammen erleben dürfen. Diese Faktoren sind auch im lippischen Fußball keine Normalität mehr. Dem gestrengen Blick des akribischen Arbeiters entgeht jedoch nicht, dass seine Truppe „doch relativ viele Gegentore“ kassiert hat, sind es doch deren zwölf Stück, was viermal so viele wie beim Spitzenreiter FC Fortuna Schlangen bedeutet. Eine Erklärung: „Das ist aber auch unserem System geschuldet.“ Schließlich haben sich die Sandhasen zum Ziel gesetzt, dass in dieser Spielzeit der Fußball „schöner und offensiver“ als im letzten Jahr demonstriert wird, was ganz bestimmt nicht in die Vereinsgeschichte eingehen wird. Die nächste, durchaus anspruchsvolle Aufgabe, wird es sein, „das passende Gleichgewicht aus Offensive und defensiver Stabilität zu finden“, muss das Trainerteam um den Cheftrainer Matthias Heymann (Bild rechts) ein erfolgversprechendes System austüfteln. Er hat beobachtet: „Auch fehlen einigen Spielern noch ein paar Prozent, um unser laufintensives Spiel über 90 Minuten durchziehen zu können.“

Neuzugänge haben gute Ansätze, aber Luft nach oben“

Fünf neue Spieler sind zum FC Augustdorf vor der Serie gewechselt. Vom Bezirksligisten FC Stukenbrock kamen Cedrik Berkemeier und Christian Schröder, vom Lemgoer A-Ligisten TuS Lipperreihe Serdar Caliskan und Waldemar Seibel. Dazu kommt Mark Balbori (Bild links), der zuletzt vereinslos gewesen ist. Lobende Worte findet Heymann für die neuen Hoffnungsträger: „Alle neuen Spieler haben uns weiter gebracht. Sie haben eine hohe Qualität und erhöhen spürbar den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft“, hat er aufmerksam registriert und so freut es ihn auch, dass sich bereits in jeder Übungseinheit die Qualität steigert und davon automatisch auch die gesamte Mannschaft profitiert. Dennoch ist noch nicht alles Gold, was glänzt, denn der ehrgeizige Heymann weiß auch: „Auch wenn wir schon viele gute Ansätze zeigen, haben die Neuzugänge, aber auch viele unserer anderen Spieler noch Luft nach oben.“

Heymann benennt seine Aufstiegsfavoriten

Der Aufstiegskampf verspricht weiterhin pure Spannung, ähnlich wie in der letzten Spielzeit, als der Türkische SV Horn sich erst in einem Schlussfinish das Ticket für die Bezirksliga sicherte. Nach Heymanns-Aussage hat sich trotz des überraschend starken Saisonstarts seiner Truppe „nicht viel geändert.“ Weiterhin sind Schlangen, Pivitsheide und Jerxen die Favoriten auf den Aufstieg. Dazu glaubt er an die eine oder andere Aufholjagd, die aber auch ihre Grenzen haben wird: „Von unten werden sicherlich noch Lügde, Rischenau und Oesterholz/Kohlstädt Plätze gut machen und für die ein oder andere Überraschung gegen die Spitzenteams sorgen. Für ganz oben wird es aber wahrscheinlich nicht mehr reichen.“ Vor allem legt Heymann den Fokus auf seine Truppe und verkündet: „Wir wollen unser Spiel weiter verbessern und werden sehen, wozu es am Ende reicht. Die Tabelle ist für uns erst einmal uninteressant“, möchte er sich nach dem Motto von Sepp Herberger orientieren, der einst predigte: Entscheidend ist auf dem Platz. Klar ist jedoch, dass jeder einen Fehler macht, wer diese Augustdorfer nicht auf der Rechnung hat.

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