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Kreisliga A Detmold

SV Diestelbruch-Mosebeck – Weber nimmt Stellung

Durch den neuen Kunstrasenplatz und der hervorragenden Jugendabteilung sieht es rund um den SV Diestelbruch-Mosebeck glänzend aus. Coach Sascha Weber hat sich zur Situation bei Lippe-Kick geäußert.

Jugendarbeit als Trumpf für die Zukunft

Kreisliga A Detmold (hk). Die Perspektive beim SV Diestelbruch-Mosebeck ist wirklich glänzend. Nach der Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes im Dörenwaldstadion bieten sich jetzt für die zahlreichen Jugendteams und auch für die Seniorenmannschaften Möglichkeiten, wetterunabhängig zu trainieren. In der Vergangenheit musste in Hohenloh trainiert werden. Bei Heimspielen der Rot-Weißen lässt sich schnell erahnen, wie bedingungslos und treu die beiden Dörfer hinter ihrem Verein stehen. Lippeweit gibt es gewiss nicht allzu viele Vereine, die sich solch einer Unterstützung sicher sein können. Freuen können sich die zahlreichen Anhänger über eine gute Entwicklung der ersten Mannschaft, die erst am letzten Spieltag den Post TSV Detmold II mit einem 6:1-Sieg aus dem Dörenwaldstadion geschossen hat. Mit 14 Punkten hat man sich bis auf den achten Tabellenplatz vorgeschoben. Zur Entwicklung seines Teams hat sich Coach Sascha Weber im Lippe-Kick-Insidereport geäußert.

Von Henning Klefisch

Äußerst abwechslungsreich geht es beim SV Di-Mo zu, seitdem der Mittvierziger das Kommando im Jahr 2014 übernommen hat. In Webers-Premierenspielzeit als Cheftrainer sicherte man sich die Vizemeisterschaft hinter dem SV Eintracht Jerxen-Orbke, wobei der Abstand mit zehn Zählern schon deutlich gewesen ist, auch eine Folge der zwei Niederlagen gegen den Aufsteiger. Einen nicht unerheblichen Unterschied im Vergleich zur heutigen Situation in der Detmolder Premiumklasse benennt der Coach: „Zu dem Zeitpunkt war die Liga in der Spitze auch nicht so ausgeglichen wie jetzt.“ Dennoch zeigt er sich auch mit etwas Abstand noch beeindruckt von dieser starken Serie, „zumal wir eher schwach gestartet sind und erst nach sieben, acht Spielen so richtig Punkte gesammelt haben. Ich denke, die Truppe war zu der Zeit technisch nicht so stark wie dieses oder letztes Jahr“, hat sich diesbezüglich die Qualität steigern können. Beachtlich ist die enorme Trainingsbeteiligung bei den Rot-Weißen. Der ehemalige Jugendtrainer verrät, dass stets 15 bis 17 Akteure dem Trainingsbetrieb angehören, was in der Kreisliga ein Bonus gegenüber anderen Teams sein kann.

Weber äußert sich zu seinen Talenten

In der vergangenen Saison ist die Geduld aller Beteiligten nötig gewesen, denn lange Zeit steckte man im Abstiegskampf. Nach einer erfolgreichen Vorbereitung und einem guten Start in Liga und Pokal entwickelte sich ein Negativlauf mit acht Nullrunden in Serie. Dazu gesellte sich noch das Verletzungspech, weshalb man die Winterpause geradezu herbeisehnte. In der Winterpause hat man sich auch mit der Rückkehr des einen oder anderen verletzten Spielers den so wichtigen Klassenverbleib gesichert. Seitdem hat sich das Team noch weiter verjüngt. Weber (Bild rechts) spricht sogar von „der jüngsten Mannschaft, die hier seit ewigen Zeiten aufgelaufen ist.“ Für diese Arbeit zollt er der Jugendabteilung ein großes Kompliment. „Allen voran Stefan Meier, der die Jungs hauptsächlich begleitet hat, macht hier gute Arbeit, wovon wir in den nächsten Jahren profitieren werden“, könnte die Ernte in Form von weiteren hoffnungsvollen Talenten bald  eingefahren werden. Auch, wenn aktuell nicht sämtliche Eigengewächse den Sprung zur Stammkraft geschafft haben, so bekommen bis zu vier Spieler stets ein Mandat für die Startformation. Weber lobt: „Richtig gute Zocker, wie ich finde.“ Die Tatsache, dass diesen Talenten noch die Konstanz fehlt im Vergleich zu den routinierten Spielern, bezeichnet der geduldige Coach als „völlig normal.“ Was ihn spürbar erfreut: „Dennoch steigern sie unsere Qualität und werden sich in den nächsten Monaten noch steigern können“, rechnet er mit einer guten Entwicklung der sieben 99er und zwei 98er-Jahrgängen. „Dazu Alushi als „Opa“, bringt der ehemalige Spieler des SC Ditib Detmold den wichtigen Wert Erfahrung mit. „Kameradschaftlich hat das sofort gepasst“, betont Sascha Weber, der anmerkt, dass in den letzten Spielzeiten bereits auch schon einige Nachwuchskräfte integriert werden konnten.

„Amateure wollen möglichst oft spielen“

Die Korsettstangen im Team des SV Diestelbruch-Mosebeck sind erfahrene Kräfte wie Timo Flecker, Christian Zimmermann oder die Rethmeier-Brüder Martin und Lennart. Auch der starke Stammkeeper Sebastian Sundermann stellt sich dem Konkurrenzkampf von drei Nachwuchskeepern. Damit die Mischung perfekt ausgewogen ist, wird gewiss noch etwas Zeit benötigt. Mit der Startphase seiner Mannschaft zeigt er sich zufrieden. „Auch wenn wir circa fünf, sechs Punkte mehr haben könnten, ist der Anfang völlig in Ordnung“, möchte er nicht lamentieren. Verbesserungspotential hat er dahingehend beobachtet, dass durch fehlende Konzentration in der Schlussphase die eine oder andere Partie in der Schlussphase noch verloren worden ist. „Daran arbeiten wir“, kündigt er bereits an, der die Aufstockung der A-Klasse auf 18 Teams als „Bereicherung“ bezeichnet, „zumal der Pokal ja nun auch endlich entzerrt wurde“, freut er sich und stellt aus langjähriger Erfahrung fest: „Amateure wollen möglichst oft spielen.“ Er prognostiziert zahlreiche Nachholspiele im Frühjahr für den Fall, dass der Winter lang wird und Partien ausfallen werden. Die Verzahnung zwischen den beiden Seniorenteams ist eng. Der SV Diestelbruch/Mosebeck II ist nach dem einjährigen Gastspiel wieder in die C-Klasse abgestiegen. Nach einem schwachen Start rangiert das Team von Christian Laue (Bild links) aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz mit neun Punkten auf der Habenseite. Sascha Weber sagt über die eigene Reserve: „Bei unserer zweiten Mannschaft sehe ich es ähnlich wie bei uns. Auch sie müssen sich nach dem Abstieg erst finden und neue Spieler einbauen. Wenn wir weiterhin von Verletzungen verschont bleiben, können immer wieder Spieler der Ersten dort spielen. Ich denke, die Zweite kann weit vorne einlaufen.“

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