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Kreisliga A Detmold

SV Di-Mo vs. Rischenau – Referee Würtz nimmt Stellung

Verständnis herrscht beim jungen Referee vor, der zu den strittigen Entscheidungen bei Lippe-Kick Stellung bezieht. Es ist ein Zeichen von Stärke, wenn man sich trotz Kritik so umfassend äußert. Wir haben hier den Bericht zum aufregenden Spiel.

„Ich hätte auch so wie Tunke reagiert”

Kreisliga A Detmold (hk). Die Halsschlagader von TSV Rischenau-Obmann Sebastian Tunke hat die Ausmaße eines Gartenschlauchs gehabt, als er am Sonntag Abend die traditionelle Spielanalyse bei Lippe-Kick lieferte. „Das war eine Frechheit, zwei klare Elfmeter bekommen wir nicht. Ein Foulspiel an Dennis Thorenmeier im Sechszehner und ein klares Handspiel ein paar Minuten später bei einer Flanke von Tore Schäfer”, echauffiert er sich. 2:2 spielt sein Team beim SV Diestelbruch/Mosebeck und auch Di-Mo-Pressesprecher Lennart Rethmeier räumt ein: „Eine sehr hitzige Partie aufgrund eines sehr jungen und unerfahrenen Schiedsrichters.” Unser Hauptcredo ist stets, alle Beteiligten ausführlich zu Wort kommen zu lassen, falls sie sich äußern wollen, weshalb wir auch Referee Marius Würtz mit den Aussagen konfrontieren.

Von Henning Klefisch

Es sind vor allem zwei Elfmeter, die sein Team nicht zugesprochen bekommt, weshalb sich Tunke aufregt und urteilt: „Ich weiß nicht, was man sich bei solchen Entscheidungen denkt, aber so kann man auch etwas kaputt pfeifen”, übt er letztlich dennoch Selbstkritik. Auch der verhängte Elfmeter, nach einem Foulspiel an Martin Rethmeier, trifft nicht auf die Tunkesche-Gegenliebe. Würtz betont, dass er eine „perfekte Sicht” auf das Geschehen hat und urteilt: „Der Rischenauer läuft auf Rethmeier zu, hat keine Chance auf den Ball im Strafraum und trifft Rethmeier am Fuß.” Eine weitere Szene, die aus Sicht von Tunke strittig erscheint. Tore Schäfer flankt in den Strafraum. Ein Diestelbruch/Mosebeck-Defensivspieler Marcel Gnadt wehrt die Kugel mit der Hand ab. Würtz betont jedoch: „Es herrscht eine kurze Distanz zum Ball, es gibt keine aktive Handbewegung. Er hat versucht, die Hand wegzudrehen, kann sich nicht in Luft auflösen”, steht für ihn fest: „Er wollte den Flankenball blocken, die Kugel ist unglücklich gegen den linken Arm geprallt.” Die dritte Szene betrifft Thorenmeier. Für den jungen Spielleiter ist klar: „Er sucht eher den Kontakt als der Di-Mo-Spieler. Es lag ein Kontakt vor, aber nicht so, dass der Gegenspieler ihn treffen wollte”, hat er auch diesmal für die Rischenauer keinen Elfmeter verhängt. Mitgefühl zeigt er aber für den TSV-Manager: „Wenn ich in der Situation von Herrn Tunke gewesen wäre, hätte ich auch so reagiert. Vielleicht waren für Rischenau unglückliche Situationen dabei.” In Zukunft würde er sich von Sebastian Tunke wünschen: „Er sollte die Aussagen nicht aus den Emotionen heraus treffen, sondern nach dem Spiel in Ruhe.”

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