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Kreisliga C1 Lemgo

Vorberichte 21. Spieltag 17/18 C1 Lemgo

Spannende Derbys

Kreisliga C1 Lemgo (hk). Neun Zähler hat der TSV Kirchheide II Vorsprung auf den ersten Verfolger RSV Schwelentrup. Klar favorisiert gehen die Meise-Jungs in das morgige Heimspiel gegen die elftplatzierte SG Talle/Westorf II. Ein schönes Dörentrup-Derby erleben die Zuschauer, wenn der RSV Schwelentrup und der FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II zum Verfolgerduell antreten. Auch im Kalletal gibt es ein exzellentes Derby, wenn FC Unteres Kalletal II die dritte Mannschaft der SG Bentorf/Hohenhausen in Empfang nimmt. Im Extertal hofft FC Oberes Extertal II auf den Heimtriumph gegen die Zweitvertretung aus Talle/Westorf.

Von Henning Klefisch

 

FC Oberes Extertal II vs. FC Laßbruch/Silixen II

Der Kader der Hausherren steht im letzten Spiel vor dem Zusammenschluss im Sommer. Das Ziel im letzten Derby ist klar: „Wir werden natürlich versuchen, dass die Punkte dieses Mal bei uns bleiben“, sagt FC Oberes Extertal II-Coach Ralf Otto. Eine klare Parallele hat er zum Gegner erkannt: „Laßbruch/Silixen II hat leider wie wir damit zu tun eine Mannschaft zusammen zu bekommen, so dass ich sie auch schlecht einschätzen kann.“ Das erste Saisonduell der beiden Nachbarn ist bekanntlich ausgefallen. „Wir werden trotz der beiden letzten Niederlagen als leichter Favorit ins Spiel gehen“, so Otto zur Ausgangsposition.

„Das Spiel gegen den FCO II wird verdammt schwer für uns und mit dem 6. Platz stehen sie auch deutlich vor uns“, sagt Marcel Bonte, der Coach des Tabellenelften FC Laßbruch/Silixen II, der mit seinem Team 15 Zähler weniger aufweist. Daher wird es darauf ankommen, dass seine Truppe die eigenen Grenzen austestet und mit einer ähnlichen Teamleistung wie gegen Kalldorf II „das Bestmögliche herausholt.“ Krankheit und Verletzungen sorgen dafür, dass wieder einige Akteure ausfallen.

 

TSV Kirchheide II vs. SG Talle/Westorf II

Julian Meise, der Trainer vom TSV Kirchheide II, erklärt bei Lippe-Kick vor dem Spiel: „Kader sieht gut aus. Ich bin optimistisch, dass wir die drei Punkte am Platz behalten“, soll der Favoritenstatus auf dem Platz mit Leistung demonstriert werden.

„Aktuell gehe ich davon aus, dass wir nicht antreten können, da wir durch Verletzungspech arg gebeutelt sind“, deutet Talle/Westorf II-Coach Boris Borowski einen Spielausfall mehr als nur an. In zehn Spielen haben die Kalletaler vier Zähler gesammelt, reisen als klarer Außenseiter zum Primus.

 

TuS Lüdenhausen II vs. VfL Lüerdissen II

„Im Hinspiel war es die schlechteste Saisonleistung, aber diesmal wird es nicht so einfach für Lüerdissen II“, strotzt Lüdenhausen II-Coach Jan Rügge. Sein Optimismus speist aus der guten Personalsituation, stehen doch fast alle Kicker zur Verfügung. Rügge gewährt Lippe-Kick einen Einblick in die interne Ansicht: „Wir sind uns einig gewesen, dass das Kirchheide II-Spiel ok war und gegen Lüerdissen II ein Sieg folgen soll ,die Mannschaft brennt auf das Spiel“, sind die Kalletaler also „on fire.“

Lüerdissen II-Kicker Patrick Schmidt prophezeit: „Ich erwarte morgen definitiv eine andere Mannschaft als im Hinspiel, das wir 10:0 gewinnen konnten“, hat er auch die guten letzten Spiele der Erlenhain-Kicker im Hinterkopf. So gab es etwa ein beachtliches torloses Remis gegen die Spielvereinigung Bavenhausen und ein respektables 0:3 gegen den TSV Kirchheide II. Die Personalsituation bei den Lüerdissern bezeichnet Schmidt als „wieder eng.“ Der Rechtsverteidiger Mirko Fromme ist angeschlagen, fällt deshalb vielleicht aus. „Er wäre ein weiterer bitterer Ausfall“, befürchtet sein Mitspieler, der sich unabhängig davon kämpferisch zeigt: „Nichtsdestotrotz werden wir eine Truppe auf dem Platz haben, die alles geben und versuchen wird, den Schwung aus dem Talle/Westorf II-Spiel mitzunehmen und die nächsten Punkte zu holen“, könnte die VfL-Reserve mit einem Auswärtssieg den einstelligen Tabellenplatz acht einnehmen. Schmidt verrät auch exklusiv bei Lippe-Kick, was ihn optimistisch stimmt: „Wenn wir es schaffen, in Abschlusspositionen zu kommen und unsere Chancen, die wir uns herausspielen, zu nutzen.“

 

SG Bega/Humfeld II vs. Spielvereinigung Bavenhausen

Oliver Hunger, der Chefcoach der Spielgemeinschaft Bega/Humfeld II, sieht einen Vorteil, dass die Reserve aus Bavenhausen aufgelöst worden ist. „Es sollten definitiv genügend Männer an Bord seien“, glaubt er. Einige Variable gibt es für sein Team zu erleben: „Für uns ist das erste Spiel quasi ein Blind Date. Unsere beiden Mannschaften konnten nur wenig draußen trainieren und somit wenig Praxis auf dem Rasen sammeln“, darf man gespannt sein, inwieweit dies Auswirkungen auf den Pflichtspielauftakt haben wird. Drei Stammspieler rücken in das B-Ligateam auf. „Dennoch haben wir einen breiten Kader. Selbst ich bin Sonntag mal wieder von der Partie“, zeigt Hunger seine fußballerischen Qualitäten. Trotzdem: „Wenn wir alles abrufen, sollten wir dennoch gute Chancen haben das Spiel für uns zu entscheiden!“

Die Mühlenkicker aus Bavenhausen treten mit ihrer besten Formation an. Stürmer Dominik Horstmann kann den Kontrahenten „schwer einschätzen.“ Er lässt sich von den Statistiken leiten, wenn er berichtet: „In der Hinrunde haben die kaum ein Spiel verloren und haben defensiv sehr überzeugt zumindest gegen uns und ich gehe davon aus, dass es sich in der Rückrunde nicht ändern wird und es ein sehr, sehr schweres Spiel für uns wird“, gibt er sich hier optimistisch. Die Hoffnung ist groß, dass etwas Zählbares möglich ist. Dennoch sind die Erwartung nicht allzu groß. Man möchte sich gerne positiv überraschen.

 

FC Unteres Kalletal II vs. SG Bentorf/Hohenhausen III

Nicht gut bespielbar ist der Rasenplatz des FC Unteres Kalletal. Auch deshalb glaubt Kicker Steffen Weiß, dass kämpferische Tugenden ein Stilmittel sein werden. Bezüglich der Gegneranalyse sagt er: „Ben/Hoh III kann ich schwer einschätzen, da sich dort intern viel geändert hat durch den Trainerwechsel in der ersten Mannschaft!“ Vor allem spielt für ihn eine wichtige Rolle, dass die Zweitvertretung in diesem Derby für Punktezuwachs sorgt.

Mit einem „starken Gegner“ rechnet Ben/Hoh III-Co-Trainer Michael Gerber, der erfinderisch in Sachen Personalplanung sein muss: „Bedingt durch Personalnot in erster und zweiter Mannschaft müssen auch wir alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Elf auf den Platz zu bringen“, ist die Hoffnung groß, dass mit Leihgeschäften aus den Alten Herren ein 14 Mann-Kader gestellt werden kann. Altstar Busch wird im Tor Penning vertreten, der Rücken hat. Elsbury und Begemann sind in der zweiten Mannschaft aktiv. Dazu gibt es auch beim Coaching in diesem Kalletal-Derby eine erhebliche Veränderung: „Der langjährige Ex-Betreuer Hardy Buck wird die in Hamburg weilenden Trainer Schumacher und Gerber an der Linie vertreten.“ Gerber gibt sich realistisch: „Wir wissen, dass das erste Spiel sehr, sehr schwer wird und hoffen wenigstens auf einen Punkt“, kann dieser vielleicht auch mit drei multipliziert werden.

 

RSV Schwelentrup vs. FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen II

Zwei Saisonniederlagen hat der Tabellenzweite RSV Schwelentrup im bisherigen Saisonverlauf kassiert. Genau 50 Prozent, also eine, gab es dabei im Schwelentrup-Derby gegen die Neuner-Mannschaft des FC SSW II. RSV-Coach Norman Dinkelbach frohlockt: „Großes Derby beim besten Fußball-Wetter. Im Hinspiel haben wir auf einem katastrophalen Platz in Spork verloren“, erinnert er sich. Auf dem Ascheplatz im Bergstadion soll die Heimstärke als Tugend herhalten, kündigt der Trainer zudem „eine starke Mannschaft“ an. „Meine Jungs sind heiß auf diese Begegnung. Wir haben noch was gut zu machen“, ist die Motivation gigantisch. Auch den zweiten Rang will man verteidigen wie den eigenen Augapfel, weshalb die Devise klar ist: „Wir wollen im Derby einen Dreier holen. Etwas Anderes zählt für mich nicht.“

Auch einen Tag vor dem Derby ist der Kader beim FC SSW II noch nicht vollends in Stein gemeißelt. Coach Torsten Petri sagt: „Ich bin aber optimistisch, dass wir eine gute Truppe zusammenbekommen“, dürfte die Motivation bei seinen Spielern bei solch einem Spiel immer groß sein. Er rechnet mit einer engen Partie, attestiert dem Nachbarverein „eine gute Saison“ zu spielen und prognostiziert: „Gegen uns werden sie besonders motiviert sein und alles versuchen, um die Punkte zu holen.“ Einen schönen Ratschlag gibt Petri seinen Jungs mit auf den Weg, den Fokus auf das eigene Spiel zu legen. Die Bedingung, um auch diesmal gegen die Grün-Weißen Punkte mitzunehmen: „Wenn wir ein gutes Kombinationsspiel aufziehen können, so wie es uns zuletzt gelungen ist, sollte für uns was drin sein.“ Die Freude auf den gemeinsamen Konsum eines Kaltgetränks ist nicht außer Acht zu lassen. „Wobei das Getränk natürlich besser schmecken würde, wenn wir die Punkte mit nach Hause nehmen“, könnte man hier von einem Siegerbier sprechen.

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