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Kreisliga A Detmold

Vorberichte A Detmold vom 17.04.18

An der Spitze und am Tabellenende sind Punkte überaus wichtig. Fünf Spiele liefert der heutige Dienstagabend mit feinster Ware aus der höchsten Detmolder Spielklasse.

Lügde will nicht lockerlassen

Kreisliga A Detmold (hk). Wer rastet, der rostet. Dieses alte Sprichwort gilt auch für die Protagonisten der A Detmold, die am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr zum Nachholspieltag antreten müssen. Sehr spannend ist dabei sicherlich auch das ewig junge Residenzderby, wenn der Spitzenreiter SV Eintracht Jerxen/Orbke den Post TSV Detmold II in Empfang nimmt. Lügde ist im Heimspiel gegen SuS Pivitsheide zum Siegen verdammt, während SuS Lage mit einem Erfolg beim SC Ditib den vierten Tabellenplatz verteidigen möchte. Punkte im Kampf um den Klassenerhalt benötigt der SC Augustdorf in Bad Meinberg und die SG Kachtenhausen/Helpup gegen den TSV Rischenau. Am Mittwoch und Donnerstag folgt jeweils eine Einzelpartie zum Nachholen, wofür ein gesonderter Bericht folgt.

Von Henning Klefisch

 

TuS Horn-Bad Meinberg vs. SC Augustdorf

Mit einem Kontrahenten aus dem Tabellenkeller, „der kämpft und gewinnen will“ rechnet TuS Horn-Bad Meinberg-Coach Kemal Akman. Noch gut kann er sich an das 1:2 gegen CSL Detmold erinnern, sagt: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir selbst gegen Mannschaften, die unter uns stehen, verlieren können. Daher müssen wir zusehen, dass wir an die Leistung von Sonntag anknüpfen und nicht überheblich in die Partie gehen, ansonsten kann es für uns böse enden“, ist der Vorsprung der Kurstädter immerhin beträchtlich. Die Personalsituation sorgt ebenfalls nicht für kollektive Glückseligkeit, fehlen doch die gesperrten Harry Özmen und Maurice Grüttner (jeweils fünfte Gelbe Karte) und der verletzte Malte Wrenger. Dennoch betont Akman: „Aber wir sind sehr heiß und hungrig auf Punkte“, haben sie dieses Gefühl am Sonntag beim 2:1-Last-Minute-Sieg gegen Rischenau erlebt.

Nach der bitteren Niederlage zuletzt gegen Lage zeigt sich SCA-Spielertrainer Serhat Tumani „guter Dinge“, dass sein Team sich „auf einem guten Weg“ befindet. Drei Zähler, gerne auch einer, das ist ganz nach dem Gusto von Tumani. Wieder geht es in ein Spiel in der Fremde und wieder werden einige Spieler aus unterschiedlichen Gründen fehlen. Coach Tumani plagt sich weiterhin mit einer Knieverletzung herum, Cihan Bal, Emre Cetin und Abdullah Aydin (alle Spätschicht) und Fuat Kirikci (Gelb/Rot Sperre). Auch erfreuliche Nachrichten sind zu vermelden, gibt doch die Nummer eins, Daniel Kleinwegener, das Comeback im Tor. Tumani verrät via Lippe-Kick: „Unser Schlachtplan lautet: „Hinten sicher stehen und auf Chancen lauern und sie am besten ausnutzen“, könnte dies sinnvoll sein.

 

SV Eintracht Jerxen/Orbke vs. Post TSV Detmold II

Die Gedächtnisleistung von Eintracht-Manager Hubert Orynczak funktioniert exzellent, denn die Hinspielpartie hat sein Team knapp mit 1:0 gewonnen. „Es war auch ein schwer erkämpfter Sieg“, so seine Erinnerungen. Seine Meinung über die Post-Kutsche: „Die Kaiser-Mannen sind zweikampfstark und haben flinke Spieler, die gefährliche Konter fahren können. Wir sind darauf eingestellt, werden wir jedoch unseren Offensivfußball präsentieren und von Beginn an entsprechende Druckpunkte setzen“, so die Ankündigung. Orynczak glaubt, dass seine Truppe zu Abschlussaktionen kommen wird, „wenn wir geschickt die Abwehr aushebeln.“

Im gesicherten Mittelfeld der A-Klasse rangiert der Post TSV Detmold II und zwar an Tabellenposition acht. 32 Punkte nach 21 Spielen sind eine ordentliche Bilanz. Groß ist die Genugtuung bei den Kaiser-Kickern, dass das Stadtderby gegen CSL Detmold zuletzt mit einem klaren 6:2 für sich entschieden worden ist. Der Erfolg über den Aufsteiger ist immerhin der erste Sieg nach der Winterpause gewesen. Nicht gerade in Plauderlaune zeigt sich Post TSV II-Coach Jens Kaiser: „Das wird ein schweres Spiel für uns, aber der Druck liegt wohl bei der Eintracht“, teilt er Lippe-Kick mit einem Schmunzeln mit. Zauberfuß Georg Adam ist verletzt, muss passen. Ansonsten sind alle am Start.

 

SC Ditib Detmold vs. SuS Lage

Auch mit Blick auf das aktuelle Tabellenbild lobt Ditib-Coach Erhan Eksioglu den kommenden Gegner: „SuS Lage spielt eine für mich klasse Saison. Die Entwicklung mit dem Trainer passt einfach“, zeigt er sich auch vom neuen Lage-Coach Christian Martens durchaus beeindruckt. Trotz des Heimvorteils glaubt er deshalb auch, dass dieses Spiel „nicht leicht wird“, werden die Gäste seinem Team „alles abfordern.“ Nach zuletzt ansprechenden Leistungen und guten Resultaten wollen die Residenzler diesen Schwung mitnehmen. Hoffnungslos sieht sich Eksioglu mit seinem Team keineswegs, hat er doch beobachtet: „Auch Lage hat seine Schwächen, wo wir sie uns packen werden. Mit einem erfolgreichen Spiel wollen wir in der Tabelle weiter im Mittelfeld uns platzieren“, ist das gesicherte Mittelfeld doch ganz nach dem Eksiogluschen Geschmack. Sein primärer Wunsch: „Ich wünsche mir ein faires und schönes Match.“

 

Die Lagenser sind massiv ersatzgeschwächt, muss Coach Christian Martens doch auf ein Trio verzichten, was am Sonntag noch in der Startformation stand. Sturmtank Endrit Merovici hat seine fünfte Gelbe kassiert, fehlt auch. „Wir werden dennoch eine gute Truppe auf dem Platz haben und unsere ungeschlagene Serie in der Rückrunde nicht so einfach hergeben“, rechnet er mit einem „engen“ und hofft auf ein „faires Match.“ Sein Abwehrspieler Manuel Eßer wünscht sich vor allem: „Wir wollen natürlich weiterhin ungeschlagen bleiben und werden richtig Gas geben.“ Es wäre ganz nach seinem Geschmack: „Ich persönlich hoffe nur, dass es kein Stress auf und neben dem Platz gibt.“

 

SG Kachtenhausen/Helpup vs. TSV Rischenau

Man schätzt Kachtenhausen/Helpup-Kapitän Alexander Wolf auch deshalb so hoch ein, weil er mit der Wahrheit nicht hinter dem Berg hält: „Die Anzahl der Spiele im April nagt stark an unserer Kaderbreite. Zu den verletzten und angeschlagen Spielern kommen noch die Schichtarbeiter hinzu“, drohen zahlreiche Ausfälle für den Drittletzten der Tabelle. Welcher Spieler auf die Zähne beißen oder seine Schicht tauschen kann, muss noch evaluiert werden. Ein kleiner Vorteil, trotz der jüngsten 1:4-Niederlage am Sonntag gegen Ditib: „Dadurch, dass unten CSL und der SCA auch verloren haben, hat sich für uns nichts geändert, nur können wir uns auch nicht auf die Gegner verlassen, sondern müssen selbst punkten“, bietet das Heimspiel gegen die Südostlipper dafür eine ausgezeichnete Möglichkeit.

Äußerst unglücklich hat der TSV Rischenau sein gestriges Auswärtsspiel beim TuS Horn-Bad Meinberg durch ein Gegentor in letzter Sekunde mit 1:2 verloren. Die Quittung folgte mit Blick auf die Tabelle, wo der Absturz vom vierten auf den sechsten Rang hingenommen werden musste. Eine weitere Hiobsbotschaft verrät TSV-Manager Sebastian Tunke: „Dienstag sieht es personell auch schlecht aus.“ Dies soll aber nichts an dem Comebackwillen ändern: „Aber wir wollen wieder in die Erfolgsspur zurück“, hofft er. Auf die leichte Schulter nehmen möchte man die Aufgabe gegen die SG Kachtenhausen/Helpup aber keineswegs, denn: „Die SG war immer unangenehm und von den letzten Ergebnissen dürfen wir uns nicht täuschen lassen.“ Sollten sie sich auch nicht, hat die Spielgemeinschaft doch in Phasen der Partien ihre fußballerische Klasse unter Beweis gestellt.

 

TuS WE Lügde vs. SuS Pivitsheide

Nur ein Sieg ist wirklich entscheidend im Nachholspiel des Tabellenzweiten TuS WE Lügde gegen SuS Pivitsheide. Die Südostlipper wollen pflichtgemäß ihre Hausaufgaben erledigen, um dann im direkten Duell gegen den Primus für eine Punktgleichheit zu sorgen. Mit Philipp Deppe, Pascal Lessmann und Timo Ellermann feiern gleich drei Akteure ihr Comeback, arbeiten muss Julian Schmalisch. Coach Andreas Hoffmann postuliert vorab: „Wir gehen davon aus, dass es ein enges, umkämpftes Spiel werden wird. Die wenigen Torchancen, die wir bekommen, müssen wir nutzen“, wird gegen die Pivitker-Defensive Effizienz nötig sein. Keinen wirklichen Sahnetag haben die Lügder im Hinspiel erwischt, wie sich Hoffmann erinnert, rechnet er mit einem „gefährlichen Gegner aus Pivitsheide.“ Zwei Dinge sind Hoffmann vor dem Spiel gegen die Skarupke-Jungs wichtig: „Trotzdem wollen wir unser Heimspiel erfolgreich bestreiten und guten Fußball spielen.“

SuS-Verteidigungsminister Andre Selse kennt sich natürlich in Lippe bestens aus, macht keinen Hehl aus der Entfernung: „Aufgrund der Distanz ist das natürlich einer der unglücklichsten Gegner für ein Wochentagsspiel. Entsprechend wird es für einige Akteure etwas stressiger, pünktlich zum Treff zu kommen und uns fehlen arbeitsbedingt Spieler“, ist dies das große Problem eines Wochentagsspiels. Im Hinspiel gab es besagte knappe Niederlage. „Dafür wollen wir uns gerne revanchieren“, kündigt Selse tatendurstig an, begründet dies auch mit guten Argumenten: „Schließlich haben wir auch wenig Lust, die Rückfahrt ohne etwas Zählbares anzutreten“, soll der Spritverbrauch doch möglichst mit Punkten gegengerechnet werden. Um dies auch wirklich realistisch werden zu lassen, wünscht sich Selse „eine geschlossene Mannschaftsleistung und den Willen, dafür auch alles zu tun.“ In den letzten Partien sind die Pivitker außerordentlich defensivstark gewesen. „Deshalb“, ist das pure Überzeugung, die in der sonoren Stimme von Selse mitschwingt, „glaube ich auch, dass wir die Chance auf Punkte haben.“

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