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Kreisliga B Detmold

Vorberichte B Detmold vom 24.05.18

Mit dem BSV Müssen und dem FSV Pivitsheide sind zwei Aufstiegskandidaten gefordert, beide brauchen einen Sieg, um die Chance am Leben zu erhalten.

Müssen hat Rang zwei im Visier

Kreisliga B Detmold (ab). Diese drei Nachholspiele noch, dann ist die Tabelle endlich begradigt. Der BSV Müssen hat mit dem Hakedahler SV ein formstarkes Team zu Gast, man hat aber die Chance, den zweiten Tabellenplatz zu übernehmen. Mit dem FSV Pivitsheide ist ein weiterer Aufstiegskandidat im Einsatz, hat mit der SG Istrup/Brüntrup aber einen ähnlich unbequemen Gegner vor der Brust. Auch die SG Brakelsiek/Wöbbel wird nach Müssen und Istrup blicken. Sollte der BSV sein Spiel verlieren und der FSV seines nicht gewinnen, wäre die SG der erste Aufsteiger in die Kreisliga A. Am anderen Ende der Tabelle können sich die Sportfreunde Oesterholz/Kohlstädt mit einem Sieg gegen die SG Sabbenhausen/Elbrinxen den Klassenerhalt sichern.

Von André Bell & Henning Klefisch

 

SG Istrup/Brüntrup vs. FSV Pivitsheide

(ab). Die SG Istrup/Brüntrup könnte für eine Entscheidung im Aufstiegskampf und für Freude im Lager der SG Brakelsiek/Wöbbel sorgen. Ein Punktgewinn würde reichen und der Tabellenführer hätte einen Konkurrenten weniger, der ihm gefährlich werden könnte. „Mit Pivitsheide kommt ein Aufstiegskandidat zu uns“, weiß Coach Roy Wangert, was auf ihn und seine Truppe zukommt: „Sie sind technisch stark und haben gute Einzelspieler in ihren Reihen.“ Die Brisanz des Spiels: „Pivitsheide muss gewinnen um noch Mitspracherecht um den Aufstieg zu haben. Die haben die letzten Spiele doch viele Punkte liegen gelassen.“ So sieht Wangert gewisse Parallelen zu seiner Mannschaft: „Ähnlich wie wir stecken die in einem negativen Lauf.“ „Der Druck liegt bei Pivitsheide, das müssen wir ausnutzten. Wir können befreit aufspielen“, kann die SG deutlich entspannter in das Spiel gehen. Entspannt und regeneriert hat man in den letzten Tagen auch: „Wir hatten jetzt ein paar Tage Ruhe und konnten nochmal abschalten von Fussball. Die letzten Spiele wollen wir wieder an unsere Form aus dem April anknüpfen. Wenn wir das schaffen, können wir die Pivitsheider wieder ärgern, wie im Hinspiel.“ Das endete nach großem Kampf der SG mit einem 3:3-Unentschieden.

Der FSV Pivitsheide ist seit zwei Spielen wieder in Form, siegte gegen Eichholz/Remmighausen und beim Post TSV Detmold III „zu Null.“ Die drei Niederlagen in Folge zuvor haben dafür gesorgt, dass man ins Hintertreffen geraten und nun zum Siegen verdammt ist, wenn der Aufstieg noch gelingen soll. Bei der SG erwartet den Tabellenvierten ein hartes Stück Arbeit. „Für uns ist momentan jedes Spiel ein Finalspiel um die ersten drei Plätze“, meint Jürgen Bolinger. Zwar habe man „an sich unser Saisonziel schon erreicht und können sehr zufrieden mit uns sein, aber jetzt wo die Möglichkeit noch besteht ein bisschen zu klettern, wollen wir natürlich auch nichts unversucht lassen.“ Er hat Respekt vor den Gastgebern, denn: „Istrup verfügt über einige gute Kicker, die im Hinspiel sehr viel Biss, Willen und Schnelligkeit aufgewiesen haben. Da müssen wir auf jeden Fall gegenhalten.“ Wirklich gern erinnert sich Bolinger aber nicht an das Hinspiel zurück: „Wir führen 3:2, sind ein Mann mehr auf dem Platz und sind einfach nicht clever genug um das über die Zeit zu schaukeln und bekamen in der Nachspielzeit noch das 3:3. Wichtige Punkte, die wir uns quasi mal wieder selbst genommen haben.“ Er hofft natürlich, dass es im Rückspiel anders verläuft: „Wir müssen versuchen das Ruder von Anfang an zu führen. Vom Kopf her weiß bei uns jeder worum es geht, deswegen glaube ich an ein hart umkämpftes Spiel.“ Einige Spieler fallen wie in jedem Wochenspiel durch Schichtarbeit aus, aber das konnten wir dieses Mal sehr gut kompensieren, so dass wir einen sehr starken Kader stellen können.“

Um 19 Uhr geht es auf dem Sportplatz Istrup los, Milcan Colak wird das Spiel leiten.

 

BSV Müssen vs. Hakedahler SV

(hk). Einen Vergnügungstrip erwartet BSV-Fänger Andre Swoboda definitiv nicht. Er warnt vor dem Hakedahler SV nämlich: „Schon das Hinspiel war eine enge Kiste und sie haben gerade gegen Hörste erst gezeigt, was für ein Potenzial in ihnen steckt.“ Die erfreuliche Konsequenz für die Müssener: „Mit diesem Dreier haben sie uns nochmal neuen Elan verschafft, da wir nun mit einem Sieg auf den zweiten und damit direkten Aufstiegsrang rutschen können. Da der HSV das Spiel gegen Hörste sicherlich aber nicht uns zuliebe gewonnen hat, gehe ich davon aus, dass sie auch uns gerne ein Bein stellen wollen und es nicht mehr oder weniger abschenken“, sind die Hakedahler eine Überraschungsmannschaft. Swoboda erwartet einen „heißen Tanz.“ Den positiven Lauf und die enorme Heimstärke wollen die Johannfunke-Jungs weiter fortsetzen. „Das“, so die klare Forderung vom Blondschopf, „soll auch so bleiben.“ Mit einem Tor mehr als der Gegner hätten die Blau-Weißen ein wichtiges Etappenziel erreicht. Motiviert möchte man die eigenen Hausaufgaben erledigen, die Spiele gewinnen. Unvorteilhaft ist dabei sicherlich, dass in dieser wichtigen Meisterschaftsphase einige Spieler urlauben. Konkret geht es um Louis Keeb, Louis Klein, Felix Stabenow, Mika Berhorst, und Nils Petersmeier. Christian Born hat sich verletzt. „Trotzdem haben wir natürlich einen großen Kader und 18 Leute auf dem Spielbericht, die für Blau-Weiß versuchen, Platz 2 zu erklimmen“, vertraut Swoboda seinen Vorderleuten. Angetan zeigt sich Swoboda auch vom Entgegenkommen des Kontrahenten: „Ein großes Dankeschön an Nuri Kurt, der sofort bereit war, das Spiel damals zu verlegen, um uns die Last zu nehmen von vier Spielen in acht Tagen. Das ist echt lobenswert, wie schnell das ging“, ist solch ein Verhalten nachahmenswert.

Nuri Kurt vom Hakedahler SV ist lange genug im lippischen Fußballbusiness aktiv, um ehrlich zu konstatieren: „Wochenspiele sind immer etwas Glücksspiele, weil man nie genau weiß, welche Spieler zur Verfügung stehen“, trifft den HSV auch diese Unberechenbarkeit am heutigen Tag kolossal. Leistungsträger wie Eric Enas und Erkan Aslan fallen aus. Ein Zustand, den Kurt als „normal“ beschreibt, gibt es glücklicherweise im Hakedahler Kader Alternativen, die diese Ausfälle kompensieren können. Feinsinnig hat Kurt beobachtet: „Die Jungs haben Bock und sind gut drauf.“ Er rechnet mit einem Kontrahenten, der „schwer zu bespielen ist.“ Zudem wird auch stets BSV-Fänger Andre Swoboda mit in das Spiel einbezogen. Immerhin gilt Swoboda als einer der fußballerisch stärksten Torhüter der gesamten B-Liga. Kurt vertraut aber dem taktischen Gespür von seinem Trainer, zeigt sich er sich zuversichtlich: „Aber wir werden schon die richtige Taktik entwickeln.“ Die Brust ist breit genug bei den Gästen, haben sie doch zuletzt erst den Aufstiegsaspiranten RSV Hörste mit einer effizienten Vorstellung mit 3:1 besiegt. „Das hoffe ich heute auch“, ist Nuri Kurt stark an einem Fortsetzungsroman interessiert.

Philip Dräger ist der Schiedsrichter für diese Partie.

 

SF Oesterholz/Kohlstädt vs. SG Sabbenhausen/Elbrinxen

(ab). Die Sportfreunde sind tatsächlich nochmal im Abstiegskampf angekommen. Man wähnte sich bereits in Sicherheit, doch reihenweise Siege der Teams, die hinter den Sportfreunden liegen und eigene liegengelassene Punkte haben dafür gesorgt, dass Rang 14, der aktuell in Abstiegsplatz ist, nur noch vier Punkte entfernt ist. „Ich glaube, ich untertreibe nicht, wenn ich sage, die letzten drei Spiele haben es nochmal in sich“, meint dann auch Björn Brinkmann, denn „zurücklehnen und einen lauen Fußballabend genießen ist nicht. Wir müssen punkten, egal wie.“ Problem an der Sache: „Es kommt eine Mannschaft, die mich in der Hinserie begeistert hat, zumindest beim Spiel gegen uns. Zwar haben wir beim 9:0 auch einen schlechten Tag erwischt, aber Sabbenhausen/Elbrinxen war auch verdammt stark.“ Nun steht die Revanche an: „Fast ein halbes Jahr später treffen wir uns wieder und wir wollen einiges wiedergutmachen. Für Sabbenhausen ist die Saison gelaufen, das heißt aber nicht, dass es ein Selbstläufer wird. Die werden bestimmt richtig Gas geben, da der letzte Sieg schon eine ganze Weile her ist. Und die fahren bestimmt in der Woche fast 40 km um uns die Punkte zu schenken.“ Die Gastgeber gehen aber selbstbewusst an die Aufgabe heran. Brinkmann sieht „eine reelle Chance um zu gewinnen.“ Die Begründung: „Die Karten sind neu gemischt und die letzten Spiele waren nun auch nicht schlecht. Leider hat das Glück gefehlt oder die Fehler wurden gnadenlos bestraft. Wenn wir aber die richtige Einstellung haben, aggressiv dran sind, beinahe fehlerlos spielen und die Buden machen, ist was drin.“ Einen Wunsch hat der Obmann dann auch noch: „Ich wünsche es der Mannschaft, dass sie den Klassenerhalt zu 100 % festmacht nach den vielen Spielen im April und Mai, damit wir die letzten beiden Begegnungen dann doch lockerer bestreiten können.“

Sich gelockert haben die Gäste aus dem lippischen Südosten. Man hat das spielfreie Wochenende genutzt, um den Kopf freizubekommen, hat die schöne Hansestadt Hamburg unsicher gemacht. „Hamburg ist immer eine Adresse, war eine geile Fahrt mit den Jungs“, meint Coach Sven Grossmann rückblickend.“ Das Wochenende war nach teils desolaten Leistungen in den letzten Spielen auch dringend nötig. Der letzte Sieg datiert vom 1. Mai, das war aber auch der einzige aus den letzten sieben Spielen. Für den heutigen Abend hat man sich bei der SG vorgenommen, „ein gutes Ergebnis zu erzielen, wenn es geht natürlich drei Punkte.“ Doch im Vorbeigehen wird man die nicht aus Oesterholz mitnehmen können. Grossmann weiß: „Das wird ein heißer Tanz in Oesterholz.“

Olaf Dubbert ist für die Spielleitung zuständig. Um 19:30 Uhr geht es los.

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