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Best of Lippe-Kick

Best of Lippe-Kick 2019 – Der dreifache Titelträger stellt sich vor

Dreimal in Folge ging das Spiel der B- & C-Ligisten an die Residenzler. Sven Großmann und Sören Müller wollen Sieg Nummer vier.

 

So stellt sich der Dreifach-Sieger auf

Best of Lippe-Kick (ab). Der Kader des Titelverteidigers ist ganz gut mit Spielern, die schon BoL-Erfahrung gesammelt haben. Fünf Spieler waren bereits mindestens einmal dabei, Kai Gast (SG Sabbenhausen/Elbrinxen) kann sogar schon zwei Teilnahmen in seine Vita schreiben. Sven Großmann und Sören Müller haben auch diesmal einen starken Kader beisammen, den wir hier ausführlich vorstellen.

 

 

Tor

Sascha Heidkemper, #12, 30 Jahre alt, Torhüter beim FSV Pivitsheide (B Detmold)

Ehemalige Vereine: Hakedahler SV, TuS Kachtenhausen, seit 2016 beim FSV Pivitsheide (nun A Detmold).

 

Seine Stärken: Auswahlspielerkollege und Vereinskamerad Jürgen Bolinger erklärt: „Sascha ist für mich einer der besten Torhüter, den ich gesehen habe. Sehr ehrgeizig und siegeswillig auf dem Platz“, wird es auf diese Tugenden auch am Samstag ankommen. Er beweist viel Strafraumpräsenz, beobachtet präzise die Begegnung, greift ein, wenn es erforderlich ist. Er kann die Situation meist richtig einschätzen.

 

Besondere Merkmale: „Er ist als Torwart ziemlich kopfkrank! Ähnlich wie Oliver Kahn zu seiner Zeit. Neben dem Platz ist er allerdings einer der liebsten und hilfsbereitesten Menschen, die ich kenne“, skizziert FSV-Regisseur Jürgen Bolinger kurz diese Andersartigkeit auf und außerhalb des Spielfeldes.

 

Andre Swoboda, #1, 29 Jahre alt, Torhüter beim BSV Müssen (B Detmold)

Ehemalige Vereine: BSV Müssen-Jugend, ein Jahr A-Jugend FC Augustdorf. Senioren RSV Hörste, BSV Müssen, nun SG Hiddesen/Heidenoldendorf (Bezirksliga 3).

 

Seine Stärken: Der Blondschopf kann hervorragend in das Aufbauspiel eingebunden werden, ihm kann man auch in hektischen Situationen den Ball zuspielen. „Er klebt nicht auf der Linie“, umschreibt es sein Bruder Pascal Swoboda. Krakenartig glänzt er mit tollen Reflexen, hat den Müssenern somit schon den einen oder anderen Punkt gesichert. Seinem Bro ist aufgefallen: „Trotz seiner Größe (für Torwart eher etwas klein) zeigt er super Paraden und ist im Eins-gegen-eins sowie beim Elfmeter sehr stark.“

 

Besondere Merkmale: Sein Herz gehört Borussia Dortmund, verbindet er seine Leidenschaft Reisen auch mit dem Fußball. 2014 ist er zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Brasilien aufgebrochen, in diesem Jahr hat er eine Afrika-Tour mit seiner Familie absolviert. Sein Bruder und Auswahlspielerkollege Pascal Swoboda hat registriert: „Wir beide sind sehr ehrgeizig und wollen immer das Beste erzielen, da dieses leider nicht immer klappt, wird ab und an dann auch mal lauter und falsch auf dem Platz gesprochen, die Mannschaft weiß dies aber mittlerweile einzuschätzen“, ist doch auch die Diagnose klar: „Zu viel Ehrgeiz einfach.“

 

Verteidiger

Engin Ayik, #7, 28 Jahre alt, Abwehrspieler beim Hakedahler SV (B Detmold)

Ehemalige Vereine: Jugend Post TSV Detmold. Senioren: Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen, TSV Horn (2011 gegen Borussia Dortmund mitgespielt, Post TSV Detmold, Detmolder Kickers, FC Augustdorf, seit 2016/17 Hakedahler SV.

 

Seine Stärken: Beim HSV hat Ayik noch einmal einen Sprung nach vorne gemacht. „Er ist zweikampfstark, schnell und hat mittlerweile die nötige Ruhe am Ball. Er hat mittlerweile auch eine gute Übersicht“, so sein Coach Nuri Kurt über Ayik, der in der Innenverteidigung, auch als Libero, zu gefallen wusste.

 

Besondere Merkmale: Zugleich ist der Spieler mit dem Sternzeichen Fisch Anhänger von Online-Spielen, misst sich dabei auch online mit Spielkameraden. Etwas, was hervorsticht: „Engin ist immer da, aber auch immer zu spät. Das nimmt aber dem sympathischen Typ niemand übel. Er spricht immer offen und ehrlich“, hebt Kurt positiv diese Tugend hervor.

 

Stefan Eisenmenger, #5, 32 Jahre alt, Abwehrspieler beim SV Eintracht Jerxen/Orbke II (C1 Detmold)

Ehemalige Vereine: Seit der Jugend beim SV Eintracht Jerxen/Orbke

 

Seine Stärken: „Eisen“ ist nicht der begnadete Techniker, „aber vor dem Tor ist er (meistens) eiskalt und nutzt die wenigen Chancen, die er bekommt“, beschreibt diese Effizienz sein SVE II-Coach Christian Färber. Eine weitere Qualität ist seine Leidenschaft für die schönste Nebensache der Welt. „Was ich sehr an ihm schätze, ist, dass es für ihn selbstverständlich ist, dass dienstags, donnerstags und sonntags Fußball ist“, so Färber, der völlig korrekterweise anmerkt: „In der heutigen Zeit kommt das leider nicht so häufig vor, gerade in dieser Spielklasse.“

 

Besondere Merkmale: Seine Treue für die „Junx“ ist eine ganz spezielle Eigenschaft. Färber schildert: „Ich bin ja selbst erst zwei Jahre in Jerxen, aber den Namen Eisenmenger habe ich schon immer mit Jerxen verbunden.“ Was macht „Eisen“ denn, wenn er nicht arbeitet und Fußball spielt? Er feiert ausgiebig. „So wie ich das mitbekommen habe, gibt er dort, wie auf dem Platz, immer 110 Prozent.“

 

Pascal Swoboda, #8, 23 Jahre alt, Abwehrspieler beim BSV Müssen (B Detmold)

Ehemalige Vereine: BSV Müssen-Jugend, ein Jahr A-Jugend RSV Hörste. Senioren RSV Hörste, BSV Müssen.

 

Seine Stärken: Swoboda gilt als Duracell-Häschen, das rastlos die Außenbahn beackert. Sein Coach Jan Brinkmann schwärmt: „Er geht stets die Bahn rauf und runter, ist zweikampfstark, immer motiviert und lernwillig.“

 

Besondere Merkmale: Nebenbei ist der bekennende Arminia Bielefeld-Anhänger zudem noch als DJ unterwegs. Reisen ist eines seiner ganz speziellen Hobbys. Der Flügelflitzer war bereits in Amerika, Südafrika und Namibia.

 

Yannic Topp, #2, 25 Jahre alt, Abwehrspieler bei der SG Istrup/Brüntrup (B Detmold)

Ehemalige Vereine: Spielt seit seiner Jugend für die SG

 

Seine Stärken: Yannic Topp ist bekannt für seinen „starken linken Fuß“, den er sehr gut einzusetzen weiß. „In der letzten Saison ist er oft als Vorbereiter aufgefallen“, so sein Coach Roy Wangert. „Mit seinem Auge setzt er seine Mitspieler brillant in Szene.“ Im Gegensatz dazu hat er den rechten Fuß nur „deshalb, damit er nicht umfällt.“

 

Besondere Merkmale: Topp ist hart im nehmen und hat in den letzten Jahren sicher einige Sprüche reingedrückt bekommen, denn er ist Fan des Hamburger SV und entsprechend leidensfähig. Hobbys neben dem Fußball sind generell sportlicher Natur.

 

Julian Will, #3, 22 Jahre alt, Abwehrspieler bei der SG Sabbenhausen/Elbrinxen (B Detmold)

Ehemalige Vereine: Kam im Sommer 2017 vom SV HW Falkenhagen zur SG

 

Seine Stärken: Sein Vereins- und Auswahlcoach Sven Großmann beschreibt Will als „talentierten, jungen Spieler, der einen sehr guten linken Fuß hat.“ Außerdem: „Er ist sehr laufstark und hat eine gute Übersicht im Spiel“, macht ihn dies zu einer echten Waffe auf der linken Seite. Allerdings „muss er sich noch mehr zutrauen“, sieht Großmann hier noch Luft nach oben.

 

Besondere Merkmale: Julian Will ist ein „guter Kerl, der für die Mannschaft auf dem Platz aber auch neben dem Platz Verantwortung übernimmt“, lobt Großmann seinen Schützling.

 

Mittelfeld

Jürgen Bolinger, #17, 28 Jahre alt, Mittelfeldspieler beim FSV Pivitsheide (B Detmold)

Ehemalige Vereine: Bis zur B-Jugend SuS Lage, danach zum TuS Kachtenhausen, seit 2016 bei der FSV Pivitsheide (nun A Detmold).

 

Seine Stärken: Sein Coach Dima Charov rühmt Bolingers „positiven Charakter und Ehrgeiz. Er hasst es, selbst im Training zu verlieren.“ Bedeutungsschwere Worte spricht Charov im Lippe-Kick-Gespräch: „Wenn er in guter Verfassung ist und leider nicht wieder angeschlagen oder gar verletzt ist, gehört er mit zu den besten Zehnern in der Liga. Durch seine Dribblings im Tempo ist er kaum zu stoppen“, charakterisiert er seinen langjährigen Weggefährten als „absoluten Führungsspieler.

 

Besondere Merkmale: „Ein ganz besonderer Mensch für mich und das Team, auf und neben dem Platz“, funktioniert es zwischen Charov und Bolinger auf allen Ebenen. Es stößt ihm etwas bitter auf, dass der Lokalmatador, der mit Andre Swoboda und Kai Gast 2017 an gleicher Stelle triumphierte, Bayern München-Fan ist. Aber gut, keiner ist perfekt. Sein großes Vorbild: Claudio Pizarro. „Wenn ich mit 40 Jahren noch so spielen könnte, wäre das toll. Aber da bin ich eher skeptisch“, sagt Bolinger.

 

Justin Noah Pais Cardoso, #10, 22 Jahre alt, Mittelfeldspieler beim TuS Eichholz/Remmighausen (B Detmold)

Ehemalige Vereine: Stammt aus der Jugend des TuS Eichholz/Remmighausen

 

Seine Stärken: Ein echter Vorteil, auch für das anstehende Auswahlspiel: „NPC ist eine Kampfsau auf dem Platz, die jedes Spiel gewinnen will“, lobt ihn sein Vereinstrainer Tim Hosch. Bei den Grün-Weißen besetzt er die Rolle als Angreifer, antizipiert sehr geschickt, wenn was auf dem Spielfeld passiert. Der Deutsch-Portugiese besticht durch seine extreme Schnelligkeit, spielt vorausschauend, verfügt über den gewissen Torinstinkt.

 

Besondere Merkmale: NPC ist auch höherklassig im Handball unterwegs. Hosch meint deshalb: „Daher ist Fußball wohl sein Hobby“, betreibt er dies mit viel Akribie. Hosch mag es: „Er ist eigentlich immer beim Training. Seine Marotten sind ganz klar: Er muss in jedem Spiel 1000 Schichten Klamotten anhaben. Egal ob Halle oder Sommer. Nur ein Trikot an, das geht gar nicht. Tip-Top-Typ, der Noah. Wir freuen uns, dass er dabei ist“, ist diese Nominierung von Cardoso für das Detmolder Auswahlteam auch eine Auszeichnung für den TuS Eichholz/Remmighausen, der vielleicht seinen Mitspieler live vor Ort unterstützen wird.

 

Marvin Dück, #4, xx Jahre alt, Mittelfeldspieler bei CSL Detmold (B Detmold)

Ehemalige Vereine: CSL’er, mit einem kurzen Ausflug zum Post TSV Detmold II in der Saison 17/18.

 

Seine Stärken: Marvin Dück ist ein „fußballerisch begabter“ Kicker, besticht vor allem durch seine „Übersicht und seine Technik“, so sein Mitspieler Alfred Leingang. Zudem ist Dück ein Spieler, der „gerne das Spiel gestalten“ will.

 

Besondere Merkmale: Engagiert sich sehr für die Kirchengemeinde und aktuell auch in der Bibelschule.

 

Mehmet Karaca, #11, 28 Jahre alt, Mittelfeldspieler beim BSV Müssen (B Detmold)

Ehemalige Vereine: BSV Müssen-Jugend, im Seniorenbereich Zwischenstationen in Kachtenhausen und Waddenhausen/Pottenhausen, danach wieder BSV Müssen.

 

Seine Stärken: Mehmet Karaca verfügt über den Körper eines Gladiators, setzt diesen gewinnbringend ein. Sehr präsent agiert er in den Zweikämpfen, presst früh und emsig. „Ähnlich wie Pascal Swoboda“, meint Brinkmann mit Blick auf die direkten Duelle, die Karaca annimmt.

 

Besondere Merkmale: Das Wettfieber hat Karaca voll und ganz gepackt, tippt er vor der Saison auf seine erzielten Tore und seine bestrittenen Einsätze.

 

Erik Zweininger, #18, xx Jahre alt, Mittelf eldspieler bei CSL Detmold (B Detmold)

Ehemalige Vereine: Spielt wie sein Mannschaftskamerad Marvin Dück schon immer für CSL Detmold, mit der Ausnahme beim Post TSV Detmold II in der vorletzten Spielzeit.

 

Seine Stärken: Erik Zweininger hat seine Stärken im „Antritt, Technik“ und hat dank „seiner Geschwindigkeit“, oftmals Vorteile auf der Außenbahn gegenüber seinen Gegenspielern. „Erik ist ein Führungspieler und nimmt gerne alle Spieler mit auf die Reise“, lobt Alfred Leingang die Führungsqualitäten Zweiningers. „Wir freuen uns, diese beiden Top-Spieler in unserem Kader zu haben“, lobt Leingang Zweininger und Dück.

 

Besondere Merkmale: Ist ebenso wie sein Mitspieler Marvin Dück in der Kirchengemeinde und in der Bibelschule aktiv.

 

Angriff

Timo Flecker, 30 Jahre alt, Stürmer beim SV Diestelbruch/Mosebeck II (C1 Detmold)

Ehemalige Vereine: Die komplette Jugend spielte Flecker beim SV Diestelbruch/Mosebeck. Im Seniorenbereich gab es ein kurzes Intermezzo bei der FSV Pivitsheide, die er mit mehr als 30 Buden in das Detmolder Kreis-Oberhaus geschossen hat.

 

Seine Stärken: Di-Mo-Linksverteidiger Christian Laue kennt Flecker bereits seit der Jugend. Er sinniert: „Er war jahrelang der Unterschiedsspieler, hat permanent Spiele im Alleingang entschieden und war allen Gleichaltrigen weit, weit voraus“, ist er eine wahrhaftige Ausnahmeerscheinung gewesen. Trotz der Tatsache, dass die Offerten stets lukrativ gewesen sind, vermied er stets den Sprung, bereits in jungen Jahren höherklassig unterwegs zu sein. Mit dem Alter kamen die Verpflichtungen, wie Ausbildung, Frauen, später auch Kinder. Bei seinem Heimatverein vom Dörenwald hat Flecker immerhin mehrere Jahre Bezirksligaluft schnuppern dürfen. „Er hat immer konstant gut gespielt. Ein Offensiv-Allrounder, ein kreativer “Arschaufreißer”, der immer für eine unglaubliche Torbeteiligung, für sehenswerte Treffer und das Reißen von Abwehrlücken gut ist. Und einer, der, seit er Familienvater ist, seine Fähigkeiten freiwillig in den Dienst der zweiten Mannschaft gestellt hat und auch da maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte“, gilt Flecker als Kultfigur bei den Rot-Weißen. Der routinierte Offensivmann scheint den Tor-Navigator eingebaut zu haben, schwärmt Laue doch: „Da, wo er spielt, fallen Tore, völlig ligaunabhängig. Ich bin seit unserer Kindheit sein größter Fan und ein guter Freund. Ich hoffe, wir spielen noch ein paar gute Jahre zusammen“, wäre dies voll und ganz in seinem Sinne.

 

Besondere Merkmale: Der Metallbau-Meister ist unglaublich fleißig, arbeitet enorm viel. Laue verrät mit einem Schmunzeln auf den Lippen: „Er ist Familienvater (ein Sohn) und hat seitdem ein Wohlstandsbäuchlein“, beweist der Autor dieser Zeilen viel Empathie für diese Tatsache. Stets ist der Fußball sein allerliebstes Hobby gewesen. Was bei Laue die Augen groß werden lässt: „Er hat eine ziemlich ansteckende, bescheuerte Lache.“

 

Kai Gast, #16, 25 Jahre alt, Stürmer bei der SG Sabbenhausen/Elbrinxen (B Detmold)

Ehemalige Vereine: TSV Sabbenhausen

 

Seine Stärken: „Ich glaube, viel muss man nicht sagen über ihn“, ist Kai Gast im Detmolder Fußball bereits bestens bekannt. Sein Coach Sven Großmann weiß: „Er ist ein absoluter Torjäger, der jedes Jahr um die Torjägerkrone kämpft und sie dieses Jahr auch geholt hat.“ Der Coach gerät geradezu ins Schwärmen: „Er ist sehr schnell, trickreich und er nutzt fast jede Chance, hat eine gute Übersicht.“ Aber: „Er fährt auch schnell aus der Haut und nimmt sich dann aus dem Spiel. Wenn er das noch hinbekommt, kann er ein noch besserer Spieler werden.“

 

Besondere Merkmale: Kai Gast ist der „Rekordspieler“ im diesjährigen Kader von Team Detmold, wird das Spiel am Samstag doch seine dritte Teilnahme in Folge. Bemerkenswert ist sein Einsatz: „Er ist ein Spieler, der immer alles für die Mannschaft gibt und der das Herz am rechten Fleck hat“, so Sven Großmann.

 

Anton Habernoll, #14, 22 Jahre alt, Stürmer beim BSV Müssen (B Detmold)

Ehemalige Vereine: Jugend BSV Müssen, Zwischenstopp beim TBV Lemgo, dann wieder in Müssen.

 

Seine Stärken: Präzise und wuchtig ist sein Schuss, brilliert Habernoll zudem mit einer gewissen technischen Stärke. „Er verfügt über alle Anlagen eines starken Zehners“, besticht das Eigengewächs laut BSV-Coach Jan Brinkmann mit Überraschungsmomenten.

 

Besondere Merkmale: Shisha rauchen, Moped fahren und im Rewe arbeiten, Habernoll weiß, was ihm gefällt. Auch sonst ist er grundsätzlich ein sehr gechillter Typ.

 

Jan Kemmler, #9, 27 Jahre alt, Stürmer beim FSV Pivitsheide

Ehemalige Vereine: Seitdem er laufen kann, läuft er für die FSV Pivitsheide (nun A Detmold) dem Ball hinterher. Er kennt gar kein anderes Trikot, gilt als Urgestein mit dem schwarz-gelben Herzen intus.

 

Seine Stärken: „Der Junge lebt diesen Verein“, adelt ihn Mitspieler Bolinger. Wenn man das Wort Polyvalenz im Duden nachschlägt, entdeckt man den Namen Kemmler, der bereits in der Defensive gekickt hat, seine Hauptaufgabe aber woanders sieht. „Allerdings ist er auch als Mittelfeldspieler eine Maschine. Über Rechtsaußen gelangen ihm diese Saison 20 Tore. Das kann sich sehen lassen“, muss Team Lemgo viel investieren, um diesen Spieler mit dem ausgeprägten Drang Richtung gegnerisches Tor zu bändigen.

 

Besondere Merkmale: Rock am Ring und den Nürburgring, Kemmler liebt diese Veranstaltungen sehr. „Das sind die Highlights des Jahres, die er versucht, niemals zu verpassen“, erklärt Bolinger.

 

Rick Rüther, 26 Jahre alt, Stürmer beim SV Diestelbruch/Mosebeck II (C1 Detmold)

Ehemalige Vereine: Jugend beim SV Diestelbruch/Mosebeck. Im Seniorenbereich war er zunächst bei den SF Berlebeck/Heiligenkirchen aktiv, ehe er auch für zwei Spielzeiten beim TuS Deutsche Eiche Holzhausen/Externsteine auf Torejagd ging, seit 2017 SV Diestelbruch/Mosebeck II (nun B Detmold).

 

Seine Stärken: Sein Mitspieler Dennis Brand hat aufmerksam registriert: „Rick besticht für mich in der Liga als der wohl kompletteste Stürmer. Linker Fuß, rechter Fuß, Kopf“, die Schlussfolgerung: „Im Endeffekt trifft er mit jedem Körperteil. Gefährlich in der Box und auch durch seine Schusstechnik von außerhalb“, hat es ihm die Vielfalt der fußballerischen Fähigkeiten von Rüther regelrecht angetan. Es gesellt sich hinzu: „Kraft, Dynamik und Bälle festmachen sind weitere Stärken, die wir sonst so nicht im Kader haben.“ Rüther ist der Typ Draufgänger auf dem Platz, körperlich adonisartig unterwegs, ein echter Straßenfußballer, der immer und überall Lust auf das Kicken hat.

 

Besondere Merkmale: Wie er sich selbst sieht, ist interessant, gibt Brand zu Protokoll: „Ein wenig zweischneidig ist sein, ich nenne es mal, Selbstbewusstsein. Er weiß, was er kann, tut es dann auch, fällt aber auch oft damit auf die Fresse.“ Auch dass seine Emotionen teilweise mit ihm Tango tanzen, ist auffällig. Einige Sperren und Strafen hätten leicht verhindert werden können. Dass Rüther Schalke 04-Anhänger ist, findet Brand eher so mittelgut: „Was ich ihm dann persönlich ankreide, ist die Fanliebe zu einem bestimmten Fußballverein. Nein, Spaß. Wir haben jedenfalls in der letzten Bundesligasaison eine Menge Spaß gehabt.“

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