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2. Runde

Kreispokal Lemgo – Die zweite Runde der Saison 2020/21

Es geht gleich weiter mit der zweiten Runde. Am Sonntag stehen 16 Begegnungen auf dem Programm. Hier geht es zu den ausführlichen Vorberichten.

 

 

Wer wird zum Pokalschreck?

Kreispokal Lemgo (ab). Einen gewissen Reiz hat der Kreispokal ja irgendwie schon. Auch, wenn einige Vereine ihn nur als lästige Pflichtaufgabe abtun. Aber gerade die ligaübergreifenden Vergleiche und potenzielle Überraschungen haben etwas an sich. In Runde zwei stehen 16 Partien an, darunter sind gerade einmal drei ligainterne Duelle, alle aus der Kreisliga A. Bereits für das Achtelfinale qualifiziert ist der TuS Lipperreihe, der eigentlich die SG Hörstmar/Lieme als Gegner gehabt hätte.

 

Von André Bell, Henning Klefisch und Maximilian Hölzel

 

TuS Helpup vs. TSV Oerlinghausen

(ab). Das ist ein dicker Brocken, der da auf den TuS Helpup wartet, dessen ist sich auch Coach Andre Plaß bewusst: „Das wird eine Herausforderung für uns.“ Auch, weil der Coach nur „einen sehr schmalen Kader zur Verfügung“ haben wird. Doch den Kopf stecken die Helpuper nicht in den Sand: „Wir werden die Sache ernst nehmen und uns nicht verstecken.“ Offen ist noch, auf welchem Untergrund das Spiel stattfinden wird, da ein regnerisches Wochenende vorhergesagt ist. „Zum Glück könnten wir ja auf den Ascheplatz ausweichen.“

 

Klar, der TSV Oerlinghausen tritt in Helpup „als Favorit auf“, da redet auch Tobias Dingerdissen nicht um den heißen Brei. „Das ist auch wieder ein Derby. Ähnlich wie in Barntrup müssen wir aggressiv und robust dagegenhalten“, so der Co-Spielertrainer. Aber: „Diesmal müssen wir als Team auftreten, Fehler vermeiden und unsere Torchancen nutzen und das Spiel möglichst schnell entscheiden, um Ruhe reinzubringen.“ Bei zwei Ligen, die die beiden Kontrahenten voneinander trennt, will der TSV den Ton angeben. Zwar haben die Bergstädter zwei, drei angeschlagene Spieler, können aber „im Endeffekt auf fast den gesamten Kader zurückgreifen.“ Die Mission für das Derby: „Nicht schön spielen, weiterkommen.“

 

Um 15.00 Uhr geht’s los, Dennis-Toprak Kudat leitet das Spiel.

FC Donop/Voßheide vs. TuS Leopoldshöhe

(hk). Vielleicht werden bald in Donop und Voßheide kleine Kinder herumlaufen, die auf den Vornamen Dimitrios hören. Warum? Dimitrios Papaioannou, du Pokal-Legende. Baut ihm ein Denkmal! Jaja, diesen Highlight-Namen aller Scrabble-Freunde, die in Schwulitäten geraten, ist für einige Leute bereits nach dem Konsum von einem Radler schwer auszusprechen, geschweige denn zu schreiben. Dem Griechen gehören in diesen Tagen die Schlagzeilen, hat er doch beim 7:6-Erstrunden-Sieg über Yunus Lemgo zwei Elfmeter gehalten, den entscheidenden sogar noch verwandelt. Obacht. Die Aufgabenstellung verkompliziert sich, denn mit dem starken A-Liga-Team aus Leopoldshöhe muss ein „richtiger Brocken” aus dem Weg geräumt werden. FC Donop/Voßheide-Übungsleiter Sebastian Milde (Bild links) ist auf sehr realistischen Pfaden unterwegs, weshalb er Lippe-Kick mitteilt: „Es wird natürlich extrem schwer für uns, gegen so eine Mannschaft zu gewinnen. Aber wir wollen jetzt nicht aufgeben, sondern versuchen aus unseren Möglichkeiten das Beste daraus zu machen und dann mal sehen, wofür es am Ende reicht.” Sehr gut möglich, dass Milde die Rotationsmaschine anwirft, weil einige Jungs eine schöpferische Pause erhalten sollen. Zur Ausgangslage: „Ganz klar hat Leopoldshöhe die Favoritenrolle. Aber ganz klar, verlieren möchte niemand gerne. Also versuchen wir unser Bestes zu geben und Leopoldshöhe bekommt nichts geschenkt. Die müssen etwas dafür tun, um eine Runde weiterzukommen”, müssen sich die gefräßigen Löwen mächtig ins Zeug legen, um die Königsblauen zu erlegen. Eine höhere Wertschätzung genießt der Liga-Alltag, bedeutet dieser doch das tägliche Brot, weshalb auch Akteuren mit bisher weniger Spielzeit nun mehr Einsatzoptionen eingeräumt werden. Sie sollen für sich werben, hat der Verfasser dieser Zeilen doch in seinem Sportmanagement-Studium einen Spruch inflationär gehört: „Wer nicht wirbt, der stirbt.” Der lippische Nagelsmann hebt hervor: „Verlieren tut keiner gerne”, erst recht nicht der ehrgeizige Milde. Wie Recht er doch hat.

 

Extrem umtriebig im Testen war der TuS Leopoldshöhe seit rund einem Monat. Die SG Leese/Hörstmar/Lieme II wurde mit 7:0 verdroschen, gab es ein 1:1 gegen den TuS Jöllenbeck II, einen 5:1-Erfolg über den PSV Stukenbrock-Senne, ein 6:1 gegen den TuS RW Grastrup/Retzen, ein 3:2 über Brakelsiek/Wöbbel, gar ein 8:0 gegen SuS Lage und zuletzt ein 1:1 gegen den Post TSV Detmold II so wie einen 3:1-Triumph beim SuS Pivitsheide. Dass nach der langatmigen Probephase nun der Ernst des Lebens beginnt, ist ganz im Sinne vom spielenden Co-Trainer Jan Plöger, wenn dieser bei Lippe-Kick einräumt: „Ja, endlich geht es wieder los.” Keine präzisen Angaben kann er über die Fähigkeiten vom FC Donop/Voßheide anstellen, gibt er immerhin preis: „Allerdings kenne ich Sebastian und weiß gut genug, dass er seine Mannschaften immer mit einem ordentlichen Matchplan ausstattet und seine Mannschaften taktisch immer sehr gut eingestellt sind. Er wird sich mit Sicherheit etwas einfallen lassen, um uns Sonntag ein Bein zu stellen”, darf man sich darauf bereits ausgesprochen freuen. Mit einem guten Gefühl gehen die Leos in dieses erste Pflichtspiel, adelt Plöger seine Schützlinge doch explizit: „Unsere Vorbereitung war von der Bereitschaft der Jungs, von den Ergebnissen in den Testspielen und der Intensität richtig gut und ich denke, wir sind optimal vorbereitet.” Meckelmann, Wigand, Marlon Gamm, Luis Knecht und der langzeitverletzte Marc Reh stehen allesamt nicht zur Verfügung, fängt diesen personellen Aderlass der großzügig ausgestattete Kader aber problemlos auf.

 

Im lippischen San Siro, dem Eichenstadion in Donop, ist Referee Stefan Wattenberg der Mann mit Pfiff. Ab 15.00 Uhr geht es los.

 

TSV Schötmar vs. TBV Lemgo

(hk). Bei „Wünsch Dir was sind wir im Vorfeld der Auslosung im Kreis-Pokal beileibe nicht. Der ambitiöse TSV Schötmar trifft nicht unbedingt auf seinen favorisierten Kontrahenten in der zweiten Runde. TSV-Vereins-Boss Ersan Dargecit (Bild links) räumt ein: „Der TBV Lemgo wäre mit Sicherheit nicht mein erster Wunsch gewesen, wenn ich mir den Gegner aussuchen dürfte. Der unmittelbare Bezirksliga-Neuling ist aus der Kategorie vom obersten Regal einzuordnen, klassifiziert Dargecit diesen Widersacher als einen „sehr starken Bezirksligisten. Er geht weiter in das Konkrete: „Sie haben einen sehr starken Kader und auch eine gute Vorbereitung hinter sich, wenn man sich die Freundschaftsspiele anschaut. Dennoch fühlen sich die Lohfeld-Jungs exzellent für diese Herausforderung kampfbereit: „Wir sind aber bestmöglich darauf vorbereitet. Immerhin hat der Pokal seine eigenen Regeln, wo immer ein Coup möglich ist, ist dieser Wettbewerb gemeinhin der schnellste, der zu einem Titel führt. Dass die Außenseiter-Rolle „natürlich vom aufstiegswilligen B2-Ligisten ausgefüllt wird, steht außerhalb jeglicher Diskussionen. „Ich habe vollstes Vertrauen in meine Jungs. Auch wenn es schwer wird, ist es nicht unmöglich, muss der Sonntag zeigen, was am Ende auf dem Papier steht. Die Liste der Testspielgegner ist lang für den TSV Schötmar, der sich zunächst mit dem SuK Canlar Bielefeld II die Ausbeute teilte (3:3). Grundsätzlich erfreuten sich Punkteteilungen allzu großer Beliebtheit, denn auch gegen die SF FA Herringhausen/Eickum II (1:1), FC Altenhagen (2:2) und SG Bentorf/Hohenhausen (3:3) ermittelte man keinen Sieger. Beim SC Batman 2015 gab es durch einen 3:2-Sieg die volle Ausbeute, während im Gastspiel bei der SG FA Herringhausen/Eickum mit 0:4 im jüngsten Test-Kick verloren wurde.

 

Mädels und Jungs, er gibt es doch zu. Einen abendfüllenden Rahmen könnte TBV Lemgo-Co-Trainer Matthias Olfert nicht füllen, um zum Thema TSV Schötmar etwas zu erörtern. Der nachvollziehbare Grund: „Ich hatte nicht viele Berührungspunkte zu diesem Team.” Dass die Solisten im Schötmaraner-Team sehr kunstvoll orchestrieren, zudem die technisch feine Geige spielen, dessen ist sich auch Olfert bewusst, der vor allem die eigene Vorstellung unter das Brennglas legt: „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht da, wo wir hinwollen.” Interessant ist logischerweise stets ein flüchtiger Blick auf die Erkenntnis-Matches, wurde zuletzt der VfL Oldentrup mit 3:2 bezwungen. Eine Handvoll Siege gab es zugleich gegen den FC Augustdorf (3:2), den Blomberger SV (4:0), die Spielvereinigung Steinhagen (3:1), den VfB Schloß Holte (4:2) und Germania Hagen (5:2). Einzig gegen Wölk-Kumpel Andreas Brandwein und den Westfalen-Ligisten VfL Theesen musste man einer 0:1-Niederlage einwilligen. Die richtige Schärfe zu demonstrieren, das haben die Lemgoer hinbekommen, jubelt Matthias Olfert doch im Lippe-Kick-Gespräch: „Die letzte Vorbereitungswoche war richtig gut. Die Jungs haben toll mitgezogen und jetzt freuen wir uns, dass es endlich losgeht.” Im Vorjahr folgte das unnötige Erstrunden-Aus gegen den RSV Barntrup (1:2), möchte man dieses Malheur nun kein zweites Mal mehr erleben. Dass die Vorbereitung einer herzerfrischenden Triumphfahrt glich, ist nun bedeutungslos, bemüht Olfert eine legendäre Phrase: „Der Pokal schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten”, sind dies wahre Worte,  die er hier wählt. Ausfallen werden die beiden Schnapper Roman Spieß (Bild rechts), ihn zwickt es im Rücken, und Manuel Warkentin, der sich die Kapsel im kleinen Finger gerissen hat. Der reflexstarke Eyigün Muhammed konnte jüngst auf sich aufmerksam machen. Erst wenige Augenblicke vor dem Spiel wird die sportliche Leitung entscheiden, ob Warkentin tatsächlich zwischen die Pfosten zurückkehren wird. Aus beruflichen Gründen besucht Arno Warkentin die Gründungsstadt vom Deutschen Fußball-Bund, Leipzig. Eddy Müller und Karwan Derwisch sind völlig tiefenentspannt im Urlaub, während Dennis Hildebrandt aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht spielfähig ist.

 

Eugen Podsigun leitet um 15.00 Uhr diese Begegnung auf dem Rasenplatz im Lohfeld.

SG Sonneborn/Alverdissen vs. FC Schwelentrup-Spork/Wendlinghausen

(ab). Das ist es also, das erste Pflichtspiel als SG Sonneborn/Alverdissen. Im Pokal gegen einen Liga-Kontrahenten, also gleich eine Standortbestimmung. SG-Kicker Marcel Krügel findet es „natürlich schön, dass wir wieder Pflichtspiele austragen können.“ Die Laune ist folglich gut an der Grießemer Straße. Auch Ausfälle von Spielern mindern diese Laune nicht. Denn da die Spielgemeinschaft „durch den Zusammenschluss einen großen Kader“ zur Verfügung hat, können die Ausfälle auch aufgefangen werden. Namentlich werden Raphael Reineke, Fabio Husmann, Jannis Drawe und Tobias Greimeier fehlen, hinter dem Einsatz von Nico Schlathaus steht noch ein Fragezeichen. Das Ziel ist dennoch klar: „Wir spielen daheim und wollen natürlich eine Runde weiterkommen.“

 

Einen „hohen Stellenwert“ hat dieses Spiel für die Kicker des FC SSW. „Wie jedes Spiel eigentlich. Denn jedes Spiel, das wir spielen, wollen wir auch gewinnen“, erklärt Rouven Post. „Die Jungs sind gut drauf, nach langer Pause haben wir endlich mal wieder ein Wettkampfspiel, da freut man sich ganz besonders drauf.“ Man hat sich einiges vorgenommen: „Wir wollen zeigen, was wir können, vor allem, wenn es um was geht.“ Man rechnet allerdings auch mit Gegenwehr: „Es war immer unangenehm, gegen beide Gegner zu spielen, beide haben ihre Qualitäten, die haben sie jetzt vereint, das wird sicherlich nicht leicht. Ich erwarte einen guten Gegner und ein interessantes Spiel.“ Dazu will der FC SSW seinen Teil beitragen: „Wir sind personell gut besetzt, haben ein, zwei Absagen, die können wir aber kompensieren. Wir fahren mit breiter Brust nach Sonneborn.“

 

Dort pfeift Schiedsrichter Malte Arend die Partie um 15.00 Uhr an.

 

 

TuS Asemissen vs. RSV Barntrup

(mh). Für Trainer Carsten Skarupke (Bild links) ist das Spiel, was den Gegner betrifft, „ein Spiel wie jedes andere, da ich zu Barntrup keine Verbindung habe und die Spiele gegen Barntrup vor meiner Zeit stattgefunden haben.“ Allerdings sieht er in der Begegnung ein „interessantes und aufschlussreiches Match, das eine gute Standortbestimmung darstellt.“ Skarupke möchte am Sonntag ein „vernünftiges“ Spiel seiner Mannschaft sehen, auch vor dem Hintergrund, dass man ein Heimspiel austrägt. „Ein Pokalspiel hat immer seine eigenen Gesetze. Ich denke, dass die Tagesform am Sonntag entscheidend sein wird“, schätzt Skarupke das Spiel als 50/50-Match ein. Die Vorbereitung des TuS Asemissen verlief zufriedenstellend, trotzdem ist der Coach nicht vollkommen glücklich: „Aufgrund der Corona- und Urlaubssituation mussten wir häufig verschiedene Formationen spielen und oft Wechsel vollziehen. Diese Tatsache war nicht ganz zufriedenstellend, da wir uns so nicht richtig einspielen konnten. Die Ergebnisse waren aber soweit zufriedenstellend.“ Für den kommenden Sonntag muss Carsten Skarupke ohne Hatim Batri, Jan Heidschuster sowie Torben Becker auskommen, die alle verletzungsbedingt fehlen werden. Dazu steht Diego Giesbrecht-Ketler urlaubsbedingt nicht zur Verfügung. Oliver Düding hingegen kommt aus dem Urlaub zurück. Bei ihm steht allerdings ein Fragezeichen hinter dem Fitnesszustand.

 

Für Kevin Elsner, Stürmer des RSV Barntrup, ist klar, dass das Pokalspiel gegen den TuS Asemissen nicht leichter wird als der 4:2-Sieg am vergangenen Donnerstag gegen den TSV Oerlinghausen. Er weiß aber um die Stärken seiner Mannschaft: „Wir haben eine neue Formation, die wir seit einigen Wochen einstudieren und die offensichtlich gut funktioniert, siehe die letzten Ergebnisse.“ Elsner gibt sich zuversichtlich, was den Ausgang des Spiels betrifft: „Ich denke, wenn wir wie zuletzt jeder für jeden laufen, kämpfen und gut zusammen verteidigen, können wir auch die Hürde Asemissen überwinden.“ Erinnern kann sich Kevin Elsner noch gut an eines der letzten Aufeinandertreffen der beiden Clubs: „Das vermeintliche Entscheidungsspiel in der Kreisliga A-Saison ist mir natürlich noch im Gedächtnis geblieben. Das war ein packendes Spiel, in dem Asemissen gut gekämpft hat. Außerdem habe ich in diesem Spiel zwei 100%ige Chancen nicht gemacht. Dafür werde ich heute noch aufgezogen.“ Für das Spiel am Sonntag fallen beim RSV Barntrup einige Spieler aufgrund von Verletzungen aus. Kevin Elsner selbst ist nach eigener Aussage aber wieder dabei.

 

Der Pokalkracher zwischen dem TuS Asemissen und dem RSV Barntrup findet am Sonntag um 15.00 Uhr im Sportzentrum Greste statt. Die Partie leiten wird Thomas Gerbrandt.

 

 

SC Extertal vs. TSG Holzhausen/Sylbach

(ab). Für Extertal-Coach Christian Ziereis ist „jedes Spiel wichtig“, entsprechend geht man auch den allgemein eher ungeliebten Kreispokal mit einer gesunden Portion Ehrgeiz an: „Wir gehen morgen auch in das Spiel und wollen gewinnen.“ Seine Jungs sind „ganz gut drauf“, meint der Coach, „aber natürlich sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen.“ Immerhin sind die personellen Voraussetzungen für das Spiel prächtig, Ziereis kann aus dem Vollen schöpfen. „Ich gehe davon aus, dass es ein schweres Spiel wird, viel mehr kann ich über den Gegner nicht sagen. Aber wir müssen uns auch auf uns konzentrieren.“

 

TSG-Coach Jörg Koring weiß, was seine Truppe am Sonntag erwartet, wenn es zum SC Extertal geht: „Am Nalhof ist es immer schwer für jede Mannschaft. Jeder will natürlich die nächste Runde erreichen und alle sind natürlich heiß auf das erste Pflichtspiel.“ Die Rollen sieht der Coach auch recht klar verteilt: „Der SC ist natürlich Favorit, aber wir werden versuchen, dagegenzuhalten.“ Koring hat seine Mannschaft schuften lassen, damit sie top vorbereitet in die Spielzeit geht: „Wir haben viele Einheiten und Spiele hinter uns, die Jungs haben sich gequält und sind jetzt froh, dass es wieder losgeht.“ Verzichten muss die TSG auf die verletzten Christian Hansmann und Liam Koring, auch Fabian Schlinkmeier, Florian Echterdiek und Jan Leike werden fehlen. Fraglich sind außerdem die angeschlagenen Dustin Sundermann, Danial Galoyan, Steven FIegener und Moritz Simon.

 

Um 15.00 Uhr pfeift Olaf Dubbert die Begegnung an.

 

 

SV Wüsten vs. SV Werl-Aspe

(hk). Alles ist wild durcheinander in diesem Corona-Wirrwarr. Die erste Runde im neuen Pokal-Jahr hat schon begonnen, dabei ist die alte noch nicht einmal beendet. Der SV Werl-Aspe kämpft etwa am 3. September mit dem RSV Barntrup um die Lemgoer Pokal-Krone. Der SV Wüsten freut sich hingegen diebisch über ein attraktives Lokalderby, auch grundsätzlich, dass überhaupt wieder ein Stück weit Normalität Einzug hält. SVW-Sprachrohr Marvin Bahlo findet: „Allgemein freuen wir uns, nach langer Abstinenz nun endlich wieder ein Pflichtspiel bestreiten zu können. Pokalspiele sind immer eine coole Herausforderung, in denen letztendlich immer alles möglich ist. Aber klar, wollen wir natürlich das Spiel für uns entscheiden”, um den Pokal-Finalisten möglichst früh aus dem Wettbewerb zu kegeln. Obwohl die Asper-Abgänge vor allem Richtung Grastrup/Retzen nicht unerheblich waren, ist die Kaderstärke auf einem ansprechenden Niveau. Die fußballspielenden Individuen haben enorme Skills in sich, sind es doch oft auch Einzelaktionen, die ein heißes Pokal-Match elementar beeinflussen. „Wichtig ist einfach, dass wir von Beginn an da sind und unsere Chancen, die wir bekommen werden, nutzen.” Persönliche Hinderungsgründe sind dafür ursächlich, dass Raid Shamo und vielleicht auch Berien Hassan (Bild links) passen müssen. Jan Peikert ist dazu noch lädiert. Bahlo schwelgt in glückseliger Stimmungslage: „Die Vorbereitung war prima. Hohe Trainingsbeteiligung, gute Mannschaftsleistungen in den Testspielen.” Gleich viermal testeten die Wüstenfüchse, sorgte der B2-Ligist durch einen fulminanten 4:1-Erfolg über das Detmolder A-Liga-Team SuS Pivitsheide für Furore, ist auch das Lemgoer Kreis-Oberhaus-Team TuS Brake mit einem 3:1 in die Schranken verwiesen worden. Einen leichten Dämpfer erlitt der SVW bei der 2:3-Niederlage in Kirchheide, gelang ihnen aber zuletzt beim 1:1 gegen den VfL Lüerdissen ein echter Achtungserfolg. Vielleicht auch, weil der Schwung mitgenommen werden soll, formuliert Bahlo gegenüber Lippe-Kick: „Nun freuen wir uns einfach, nach langer Zeit unter Wettbewerbsbedingungen wieder ein bisschen kicken zu können”, war die Zeit des Wartens lange genug.

 

Finale oho, der SV Werl-Aspe schmeißt die Favoritenkiller der SG Bega/Humfeld aus dem Wettbewerb. Er zerstört die Pokalträume vom A-Liga-Neuling – nach einem 5:1-Erfolg in Humfeld. Am folgenden Donnerstag folgt das Pokal-Endspiel gegen den RSV Barntrup. Fast schon den minimalen Bekanntheitsgrad von böhmischen Dörfern haben die Wüstener für WA-Coach Marcio Gonvalves (Bild links), attestiert er sich doch selbst: „Ich kenne den Gegner noch nicht wirklich.” Dass die Wüsten-Füchse neue Hoffnungsträger begrüßen, wie etwa Goalie Philipp Smerat, der den Weg vom VfB Schloß Holte nach Nordlippe gefunden hat, ist auch ihm nicht verborgen geblieben. Mit viel Bodenständigkeit und Konzentration diese knifflige Aufgabe zu lösen, das ist die Marschroute von Goncalves, der via Lippe-Kick klarstellt: „Es wird entscheidend sein, wie wir nach dem Pokalhalbfinale nun auch die Pflicht in der zweiten Pokalrunde bewältigen. Wir freuen uns alle auf das Pokalfinale. Das müssen wir aber am Sonntag aus den Köpfen kriegen”, soll nichts die Konzentration auf das nahe Spiel vernebeln. Der deutliche Erfolg gegen den neuen Liga-Konkurrenten hat ihm nicht in Gänze gefallen, weshalb der Asper-Coach sich eine Leistungssteigerung erhofft: „Wir werden versuchen, das Spiel bestimmender als zuletzt durchzuziehen. Wir sind heiß auf den nächsten Pokalfight”, hat der SV Werl-Aspe allzu gerne Pokalluft geschnuppert. Vor dem zweiten Pflichtspiel in der noch jungfräulichen Saison sind sieben Testpartien bestritten worden. Es begann mit zwei Siegen, einem 5:3 gegen den TuS Jöllenbeck II, auch dem 4:1-Erfolg über Asemissen II. Gegen Altenhagen (1:1) und den VfL Herford (4:4) teilte man sich die Zähler. Der SV Oetinghausen II (3:1) und der SuS Pivitsheide (5:1) hatten ebenfalls eindeutig das Nachsehen. Selbst musste man sich einzig mit 1:5 gegen den VfL Oldentrup den Hintern versohlen lassen.

 

Marco Prüßner leitet um 15.00 Uhr diese Begegnung zwischen den beiden Nachbarvereinen. Schauplatz ist der Kunstrasenplatz in Wüsten.

 

TuS Ahmsen vs. Tus Brake

(mh). Der TuS Ahmsen trifft in der zweiten Pokalrunde im Heimspiel auf den Kreisliga-A-Rivalen TuS Brake. Für beide Teams stellt dieses Spiel den Start der Saison dar, aus diesem Grund weiß wohl noch keine der beiden Mannschaften, wie die aktuelle Leistungsfähigkeit wirklich einzuschätzen ist. Lothar Köhnemann, Obmann des TuS Ahmsen, freut sich auf die neue Saison: „Endlich geht es wieder los. Die Jungs sind schon richtig heiß auf den Start.“ Auf den Gegner freut sich Köhnemann (Bild rechts) ebenfalls, weil „dort ein paar bekannte Gesichter auflaufen und es immer schön ist, ein wenig zu plaudern“. Hinsichtlich der Stärke des Gegners ist sich Köhnemann nicht ganz sicher: „In den letzten Jahren haben sie uns immer Punkte gekostet und waren immer ein unangenehmer Gegner. Momentan kann ich sie überhaupt nicht einschätzen, da es einen neuen Trainer und eine neuformierte Mannschaft gibt.“ Allerdings soll der Gegner in der neuen Saison sowieso eher zweitrangig sein, wenn es nach Köhnemann geht: „Unser Anliegen dieses Jahr ist, nicht auf den Gegner zu schauen, sondern unser Spiel zu spielen, wie es auch die Arminia in der Bundesliga vorhat. Wir wollen versuchen, das Heft in die Hand zu nehmen und selbst dafür sorgen, Spiele zu gewinnen.“ Die Vorbereitung der TuS Ahmsen lief eher durchwachsen, was laut Köhnemann allerdings mit der „hohen Qualität“ der Gegner zu tun hatte. Untätig waren die Jungs des TuS Ahmsen sicherlich nicht: „Wenn man die letzten viereinhalb Wochen überblickt, waren wir schon fleißig und haben uns auf die kommenden Aufgaben gut vorbereitet.“ Fehlen werden dem TuS Ahmsen zu Beginn der Saison Moritz Brünger (beruflich) sowie Luca Sievert, Hermann Neufeld, Niklas Ritter, Marcel Foerster, Finn Petzold und Robin Venghaus, die alle verletzt ausfallen werden. Jan Hendrick Pluskat und Gideon Benkel sind leicht angeschlagen, könnten aber wohl auflaufen.

 

Der TuS Brake ist in der Vorbereitung einen anderen Weg gegangen und hat ausschließlich gegen Mannschaften aus der Kreisliga B getestet. „Es ging mir darum, Selbstvertrauen zu tanken“, so Trainer Andreas Ridder. Außerdem unterzieht sich der TuS Brake gerade einer Verjüngungskur und hat dafür „viele A-Jugendliche freigemacht, die uns eine Auffrischung geben sollen“. Aufgrund des Umbruchs, in dem sich der Verein befindet und der guten Verstärkungen des TuS Ahmsen, sieht sich der TuS Brake „als krassen Außenseiter. Das Augenmerk ist ausschließlich auf die Saison gerichtet“, so Ridder. Geschäftsführer Michael Berge sieht dies genauso: „Alles andere als ein Sieg für Ahmsen wäre wohl eine Überraschung.“ Er lässt allerdings doch ein wenig Hoffnung für den kommenden Sonntag durchschimmern: „Wir werden dagegenhalten und uns nicht kampflos ergeben. Die Karten sind neu gemischt. Vielleicht gelingt uns ja der Lucky Punch.“ Der TuS Brake muss für das kommende Spiel auf einige Spieler urlaubs- und verletzungsbedingt verzichten. Darunter unter anderem: Andre Kirsch, Jaden Klotz sowie Simon Drexhage.

 

Der Saisonstart der beiden Teams findet am Sonntag um 15.00 Uhr auf der Werrekampfbahn in Ahmsen statt. Leitender Schiedsrichter des Spiels ist Marcel Liesegang.

 

 

TSV Kirchheide vs. TuS Bexterhagen

(ab). „Im Eilflug“ sind die Vorbereitungswochen am TSV Kirchheide vorbeigezogen, meint Coach Norman Dinkelbach (Bild rechts). „Trotz Corona“ hat er mit seiner neuen Mannschaft „Testspiele bestreiten dürfen“, was seinem Team „sehr guttat.“ Doch nun ist die Zeit des Testens vorbei: „Die Vorfreude ist bei uns groß, dass die Saison endlich wieder losgeht.“ Und auch, wenn die Vorbereitungsspiele des TuS Bexterhagen „nicht so positiv ausgefallen“ sind, dürfe man den Gegner nicht unterschätzen. Im Gegenteil, wie Dinkelbach meint: „Wir sind klarer Außenseiter in dieser Begegnung, dadurch, dass Bexterhagen eine Liga höher spielt.“ Der TSV will aber seine „Spielfreude auf dem Platz zeigen.“ Und: „Wir als Trainerteam werden unsere Mannschaft mit bestem Gewissen auf Sieg einstellen.“ Doch hinzukommt auch noch, dass Kirchheide „einige verletzte Spieler“ in seinen Reihen hat, die am Sonntag nicht zur Verfügung stehen. Aber: „Vielleicht können wir unseren Heimvorteil ausnutzen und uns belohnen.“

 

Die Wege des TSV Kirchheide und des TuS Bexterhagen haben sich schon ein ums andere mal gekreuzt. Vor zwei Jahren steckten beide im Abstiegskampf der Kreisliga A. Der Ausgang ist bekannt, Kirchheide ist mittlerweile B-Ligist. Für Bexterhagens sportlichen Leiter Sven Gleisner ist dieses Spiel ein ganz besonders, schließlich wohnt er in Kirchheide. „Ich hoffe auf einen guten Ausgang für uns. Wichtig ist, sich gut zu verkaufen. Wenn man dann ausscheidet, ist das so.“ Mit dem TSV Kirchheide wartet ein „heißer Verein“ auf die Roten, der „mit aller Macht einen A-Liga-Verein rauskicken will.“ Gleisner freut sich auf eine „ordentliche Partie“ und auch auf „hoffentlich gutes Wetter und einige Zuschauer am Platz.“ Personell kann der TuS aus dem Vollen schöpfen. Die Vorbereitung auf die Saison war laut Gleisner „so lala. Wir haben gut trainiert, aber schlechte Testspielergebnisse, aber aussagekräftig sind die auch nicht. Wir haben bis jetzt nicht einmal mit der Wunschelf gespielt.“ Beim TSV Kirchheide hat Gleisner Jannik von Heiden als „überragenden Leader“, ausgemacht, „der ein Spiel lenken und leiten kann.“ An seinen Nachbarn Christopher Rapier hat er zudem noch eine kleine Botschaft: „Ein solider Innenverteidiger. Ich hoffe, dass er sich mal wieder einen Schnitzer erlaubt und wir dann gewinnen.“

 

Sascha Kreye leitet das Spiel, um 15.00 Uhr geht es los.

 

VfB Matorf vs. SG Lüdenhausen/Talle/Westorf

(ab). Die SG Lüdenhausen/Talle/Westorf kann „völlig entspannt in das Spiel gehen“, wie Co-Trainer Maik Grenner meint. „Die letzten Wochen wurden intensiv genutzt, um Abläufe zu vertiefen und zu festigen. Die Testspiele haben uns aufgezeigt, wo Handlungsbedarf bestand.“ Mit dem kommenden Gegner aus Matorf bestand „länger kein Berührungskontakt“, was Grenner aber noch weiß, ist die Tatsache, „dass der Platz von der Größe an der unteren Normgrenze liegt. Diesen Gegebenheiten werden wir uns anpassen und sehe ich nicht als Nachteil für uns.“ Die Favoritenrolle sieht Grenner allerdings trotzdem beim Gastgeber: „Nach dem 8:0 über Schwelentrup geht Matorf für mich klar als Favorit in dieses Spiel. Wir schauen mal, wie wir mit der Außenseiterrolle zurechtkommen werden.“ Personell ist die SG „relativ gut aufgestellt.“ Und: „Grundsätzlich kann man sagen, dass wir uns auf das erste Pflichtspiel freuen.“

 

Manfred Heinrich wird die Partie um 15.00 Uhr anpfeifen.

 

 

SC St. Pauli vs. VfL Lüerdissen

(ab). Wieder Runde zwei, wieder ein A-Ligist. Der SC St. Pauli hat das Kunststück der letzten Saison, als man in Runde eins Yunus Lemgo schlagen konnte, wiederholt und mit der SG Kalldorf erneut einen langjährigen B-Ligisten aus dem Wettbewerb geworfen. Nun kommt der VfL Lüerdissen. „Auf Lüerdissen freuen wir uns besonders“, meint Coach Simon Meschonat (Bild rechts): „Als starker A- Ligist natürlich eine andere Hausnummer, aber sehr interessant, sich mit solch starken Teams messen zu dürfen.“ Gerade auf die Defensive kommt da ein hartes Stück Arbeit zu, Meschonat bezeichnet es als „gute Bewährungsprobe für unsere Defensivarbeit als ganzes Team und natürlich viele Erfahrungswerte für den ein oder anderen Spieler.“ In Sachen Personal muss Meschonat allerdings wohl etwas umbauen: „Personell sieht es auf Grund von Urlaub und Arbeit etwas schwieriger bei uns aus.“ Erst kurzfristig wird sich entscheiden, wer letzten Endes dabei sein wird.“ Der Coach gibt zu: „Wir hatten nicht zwingend mit der zweiten Pokalrunde geplant, aber nun haben alle umso mehr Bock drauf, gegen den VfL zu spielen.“

 

VfL-Kicker Tim Steffen kann sich nicht so recht daran erinnern, ob er „überhaupt schonmal gegen St. Pauli gespielt hat“, vorsorglich hat er sich als seine „Infos woanders hergeholt.“ Das Offensichtliche ist auch Steffen nicht entgangen: „St. Pauli ist Aufsteiger und hat gegen Kalldorf mit 3:0 gewonnen.“ Klar ist deshalb: „Ein Selbstläufer wird das für uns zwar nicht, aber als klassenhöhere Mannschaft gehen wir als Favorit ins Spiel.“ Dieser Rolle will der VfL auch gerecht werden: „Ziel ist es natürlich, eine Runde weiterzukommen.“ Für dieses Vorhaben muss allerdings etwas improvisiert werden, denn nicht alle Spieler stehen zur Verfügung. So weilen Tim Krüger und Alexander Quast noch im Urlaub, die Einsätze der angeschlagenen Patrick Günther, Kenneth Klocke und Ferhat Havadir ist fraglich. „Mal schauen, wie wir das kompensieren können“, rätselt Steffen (Bild links) noch über die richtige Aufstellung. Die richtige Einstellung hingegen sollte selbstverständlich sein: „Wir werden eine Mannschaft auf dem Platz haben, die dieses Spiel gewinnen muss. Wir müssen mit der richtigen Haltung zum Gegner und zum Platz auf den Rasen gehen und sachlich spielen. Was wir in der Vorbereitung gut gemacht haben, müssen wir jetzt auch in den Pflichtspielen umsetzen.“ Rückblickend lief die Vorbereitung gut: „Wir hatten insgesamt eine hohe Trainingsbeteiligung und viel Freude und Spaß, was wichtig ist nach der langen Zeit.“ Zwar waren die Testspiele eher „schwankend“ in ihren Ergebnissen, aber man hat auch „viel rumprobiert“ und ohnehin geht es erst jetzt „so richtig los.“

 

Das gilt auch für Schiedsrichter Max Meckelmann, der die Begegnung um 15.00 Uhr anpfeift.

 

SG Bega/Humfeld vs. SC Bad Salzuflen

(ab). Täglich grüßt das Murmeltier. Dieses Spiel gab es erst vor einer Woche. Im nachgeholten Viertelfinale der letzten Saison besiegte die SG den SCB mit 2:1. Nun stehen sich die beiden zukünftigen Liga-Konkurrenten erneut gegenüber. Da es diesmal allerdings „nur“ um den Einzug ins Achtelfinale geht, ist die Brisanz des Spiels einen Hauch geringer. SG-Coach Michael Krügel wird seine Truppe im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen „auf zwei, drei Positionen verändern.“ Zwei schwere Spiele hat die SG bereits in den Knochen, am Donnerstag fand auch noch das Halbfinale gegen den SV Werl-Aspe statt. „Mal sehen, wie frisch die Jungs am Sonntag sind.“ Aber: „Wir werden natürlich nochmal probieren, Bad Salzuflen zu schlagen.“ Auch mithilfe der „Zuschauer, die ja immer zahlreich am Platz sind.“

 

Auch beim SC Bad Salzuflen wird sich im Vergleich zu letzter Woche einiges ändern: „Im Gegensatz zum letzten Sonntag, wo wir nur elf einsatzfähige Spieler hatten und einer sich beim Warmmachen verletzt, aber trotzdem gespielt hat, werden wir mit etwas mehr einsatzfähigen Spielern anreisen.“ Die Sorgenfalten auf der Stirn von Coach Cetin Cakar werden also etwas kleiner. Überhaupt tut den Kurstädtern aktuell „jede Einheit gut. Die Jungs lernen sich immer besser kennen.“ Einen großen spielerischen Fortschritt kann man aber noch nicht erwarten: „Wir sind ganz am Anfang unserer Entwicklung und arbeiten noch an den Basics. Deswegen ist Spielpraxis, mit positivem Ergebnis umso mehr, für uns Gold wert.“ Cakar glaubt an einen erfolgreichen Sonntag für ihn und seine Truppe: „Wenn wir am Sonntag die Dinge umsetzen können, die wir uns vornehmen, dann bin ich guter Dinge, dass wir als Sieger vom Platz gehen.“

 

Timo Franz-Sauerbier nimmt sich ab 15.00 Uhr der Leitung des Spiels an.

 

 

TuS Almena vs. TuS Lockhausen

(hk). Was für eine hohe Hürde stellt sich dem TuS Almena. Der Lemgoer C1-Ligist eliminierte mit einem furiosen 6:0-Sieg den SC Lemgo/West, tritt am Sonntag gegen den TuS Lockhausen an. Tor-Ungeheuer Hendrik Stumpenhagen brillierte mit einem Viererpack, es traf zudem Erik Gehrke doppelt. Den Druck nimmt Almena-Coach Alexander Hoffmann bei seinem Team von den Schultern, erklärt er doch dazu via Lippe-Kick: „Wir freuen uns sehr auf die für uns große Herausforderung. Wir müssen in dem Spiel einfach befreit aufspielen, denn wir haben absolut gar nichts zu verlieren.” Vor der Pokal-Gala gab es einen Sieg, mit dem 2:0-Erfolg gegen den FC Schwelentrup/Spork-Wendlinghausen II, dazu die beiden Punkteteilungen gegen den TSV Brünninghausen (3:3) und den SV Goldbeck (2:2). Die einzige Niederlage schluckte man mit dem 2:4 gegen die SG Halstenbeck/Emmerthal. Bitte nicht verrückt machen lassen, so die Devise von Hoffmann, der klarstellt: „Wir sehen das Ganze als ein zusätzliches Testspiel in der Vorbereitung.” A-Liga-Neuling Lockhausen ist klar im Vorteil, möchten die Extertaler aus der Außenseiterrolle heraus agieren. Allerdings wollen die Bükerfeld-Boys nicht voreilig die weiße Fahne hissen: Trotz der Favoritenrolle des TuS Lockhausen sehe ich auch die Möglichkeit, dass wir über Kampf, Leidenschaft und eine stabile Defensive vielleicht ein kleines Wunder schaffen können.” Bereits im Jahr 2016 kreuzten sich die Klingen mit dem TuS Lockhausen für Alexander Hoffmann (Bild links), der damals noch mit dem RSV Schwelentrup involviert war. „Deswegen ist auch dieser Gegner für mich nur sehr schwer einzuschätzen.” Die Urlauber Christopher Fiebig und Adrian Thoben sind weiterhin im Entspannungsmodus, während Timothy Voldness wegen einer Verletzungsmalaise aussetzt.

 

Kompakt mit vier Testpartien bringt sich der TuS Lockhausen in Stimmung für die neue Serie. Es wurde ausschließlich gegen Nicht-Lipper geprobt. Beim TuS Dornberg II setzte es vier Watschen bei der 1:4-Niederlage, ebenso beim Bünder SV (1:3) war der A-Liga-Neuling das unterlegene Team. Es folgte ein knappes 3:4 gegen den BSV West, ehe zuletzt ein Erfolgserlebnis gefeiert werden durfte. Beim TV Elverdissen II siegten die Braunschweig-Boys mit 2:1. Mit einem erfreulichen Pokal-Fight beim traditionsreichen C-Ligisten möchte Lockse Kraft und Zuversicht für die unbekannte Spielzeit tanken, die ein neues Schwierigkeitslevel bedeutet. Extra ins Bükerfeld zu pilgern, um den Rivalen aus nächster Nähe zu inspizieren, nein, das hat der TuS Lockhausen nicht gemacht. Lügen haben kurze Beine, das weiß selbstverständlich auch der exorbitant ehrliche Lockse-Coach Stefan Braunschweig, der klarstellt: „Natürlich liegt die Favoritenrolle auf unserer Seite.” Den angemessenen Respekt zollt der ehemalige Armine dem C-Liga-Vertreter allemal: „Sechs Tore muss man erst einmal schießen. Allerdings ist Lemgo/West nicht der Top-Favorit”, muss er auch hier keine Anklage wegen Verleumdung befürchten. Die Prioritäten sind beim A-Liga-Neuling ganz woanders angesiedelt. „Wir haben eine Mission zu erfüllen, wollen den Klassenerhalt. Wir haben im Pokal nicht den großen Fokus. Das ist für uns so wie ein Vorbereitungsspiel. Leopoldshöhe ist Stichtag.” Was Braunschweig meint: Am 6. September beginnt bekanntlich die Meisterschaft. Dennoch wollen die Gäste nicht arrogant diese Partie aus der Hand geben, mit der nötigen Dankbarkeit und Demut diese nicht ungefährliche Aufgabe angehen. Braunschweig blickt gerne auch in den Rückspiegel, als er gegenüber Lippe-Kick unterstreicht: „Vor 18 Monaten waren wir noch Viertletzter in der B-Liga. Nach zwei, drei Runden fliegt man meistens sowieso gegen einen Bezirksligisten aus dem Pokal”, ordnet er die Verhältnisse realistisch ein. Um bei den anspruchsvollen Herausforderungen im Lemgoer Kreisoberhaus in Zukunft für alle Szenarien vorbereitet zu sein, will man taktische Flexibilität an den Tag legen. „Mit dem 4-2-3-1-System aus der B-Liga kommen wir in der A-Klasse nicht weit”, weiß Braunschweig, der eine Unberechenbarkeit im Spielsystem probt. Einige wichtige Kicker fehlen allerdings. Rene Kagels hat sich ein Band gerissen, setzt ebenso aus wie Edeltechniker Burhan Saka (Bild links), der sich beim Kicken in der  Bad Salzufler Soccer-Arena gleich mehrere Bänder gerissen hat. Für ihn bleibt die Zuschauerrolle in der Vorrunde. Bei Edgar Tissen (Bild rechts) scheint die Sonne eher hinter dem Horizont, klagt er nach einem Schlag auf die Wade über Schmerzen. Schonzeit ist für Dennis Brackhage angesagt. „Mehr darf nicht passieren”, bibbert Braunschweig, da Aliosman Ahmet sich mit Gewichtsproblemen herumplagt. Auch ein Spieler, der bei Scrabble-Liebhabern die Freudentränen in die Augen treibt, Saki, jetzt kurz anschnallen, Chatzivasileiadis, ist körperlich nicht unbedingt in Bestform. Er wird daher erst einmal die physischen Grundlagen legen müssen, um seine fußballerische Klasse zur vollen Entfaltung zu bringen. Er war am jüngsten Dienstag das erste Mal beim Training, benötigt bis zu einem Monat, um wirklich auf dem Platz helfen zu können. Auch Ex-Bundesliga-Profi Christian Müller hat andere Sorgen, zwickt es ihm im Rücken. Schwierig. Zuletzt gegen Elverdissen II stand nur ein Dutzend Spieler zur Verfügung. Nicht zu viel Risiko zu gehen, das ist entscheidend für Braunschweig, erstarrt seine gute Laune, wenn er an den stressigen Liga-Auftakt nachdenkt – einhergehend mit weiten Fahrten unter der Woche.

 

Udo Dissmeier leitet um 15.00 Uhr diese Begegnung im Stadion Bükerfeld in Almena.

 

FC Unteres Kalletal vs. SG Bentorf/Hohenhausen

(ab). Puh, beim FC UK war ganz schön viel Schwitzen angesagt in den letzten Wochen, Coach Sven Mingram hat seine Truppe ordentlich rangenommen. Ganze acht Vorbereitungsspiele waren angesetzt, die, ebenso wie die Vorbereitung selbst, „ganz positiv“ verlaufen sind. Auch das Duell gegen die SG Bentorf/Hohenhausen ist Mingram noch als Vorbereitungsspiel anzusehen: „Wir freuen uns auf die Saison und vor allem auf unseren ersten Gegner mit Kalldorf. Natürlich ist mit Ben/Hoh eine ganz besondere Mannschaft der Gegner. Es ist ein Derby, man will sich mit der besten Mannschaft im Kalletal messen, trotzdem muss man es sehr nüchtern betrachten.“ Denn das Verletzungspech hat, wie bereits in der letzten Saison zugeschlagen. Wichtige Spieler und Führungskräfte werden fehlen: „Spieler wie Kielsmeier, Christian Neufeld, Mando und Barletta, um nur einige zu nennen, mit den Gerke-Brüdern oder Andre Korf, auch ein Mark Vogelsang, der erst am späten Samstag-Abend aus dem Urlaub zurückkehren wird, aber spielen muss, da wir einfach einen kleinen Kader haben“, hadert der Coach: „Es fehlen die Alternativen, ich persönlich hoffe, dass da keine weiteren Ausfälle hinzukommen und wir das Spiel halbwegs überstehen um uns dann voll und ganz auf die Saison zu konzentrieren.“ Folglich ist die SG „der haushohe Favorit in diesem Spiel. Sie haben sich auch sehr gut verstärkt. Wir als Mannschaft werden alles geben, um auch den Zuschauern und unseren Fans ein gutes Spiel zu zeigen.“

 

Marco Evers, Obmann der SG Ben/Hoh weiß ganz genau, was am Sonntag auf seine Truppe zukommt: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze und dann noch ein Derby. Ich erwarte ein enges Spiel.“ Zwar hat die SG „in der Vorbereitung kein Spiel verloren“, neben drei Siegen gab es noch drei Unentschieden, „aber das zählt Sonntag alles nicht mehr.“ Das erste Pflichtspiel nach so einer langen Pause ist „etwas ganz Besonderes“, findet Evers. Den Gastgeber schätzt er als „starken Gegner“ ein, der „nächste Saison in der Kreisliga B eine sehr gute Rolle spielen wird.“ Die Stärken des FC UK sind bekannt: „Die Mannschaft kommt übers Kollektiv und ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Da müssen wir 110% bringen, um das Spiel erfolgreich zu gestalten.“ Mit der Vorbereitung auf das Spiel ist Evers „nicht ganz zufrieden, da zur Zeit einige Spieler angeschlagen sind. Ansonsten hat sich in den Testspielen aber schon gezeigt, wo die Reise bei uns in Zukunft hingehen kann, wenn wir von Verletzungen verschont bleiben.“ Klar ist aber auch, dass die Laufwege noch nicht passen, „was aber bei neun Neuzugängen wenig verwunderlich ist.“ Der Obmann rechnet mit einem halben Jahr, das die Mannschaft braucht, um die Automatismen zu verinnerlichen. Am Sonntag ist etwas anderes wichtig: „Dass wir uns als Mannschaft präsentieren. Das Potenzial haben wir definitiv, aber nur, wenn jeder einzelne das Spiel nicht auf die leichte Schulter nimmt.“ Verzichten muss die SG auf Kevin Krüger (Urlaub) und Dennis Reger (verletzt). „Auch Leon Hartwig wird auf unbestimmte Zeit kein Fussball mehr spielen dürfen“, so Evers. „Ansonsten haben wir noch ein paar Fragezeichen bei angeschlagenen oder beruflich verhinderten Spielern.“

 

Anstoß ist um 15.00 Uhr im Stadion am Kirchberg. Geleitet wird das Derby von Michael Knöner.

 

 

SG Leese/Hörstmar/Lieme vs. TuS RW Grastrup-Retzen

(mh). Das Pokalspiel zwischen der SG Leese/Hörstmar/Lieme und dem TuS Grastrup-Retzen war eigentlich als Heimspiel für den TuS angesetzt worden. „Das Gesundheitsamt hatte unser Konzept drei Wochen dort liegen und es zunächst nicht geprüft. Erst kurz vor knapp wurde das Konzept gesichtet, wobei sich ein kleiner Diskussionspunkt ergab, der in der Kürze der Zeit dann nicht mehr zu ändern war. Aus diesem Grund mussten wir das Heimrecht tauschen“, zeigt sich Sebastian Brosch, Trainer der TuS RW Grastrup-Retzen, etwas enttäuscht über das Auswärtsspiel.

Das Spiel findet also auf heimischem Platz für die neue Spielgemeinschaft aus Leese/Hörstmar/Lieme statt. Deren Obmann Ferhan Demir (Bild rechts) ist froh, dass es endlich wieder losgeht und gibt einen kurzen Rückblick über die Vorbereitungsphase: „Mit der Trainingsbeteiligung unserer Jungs bin ich sehr zufrieden. Im Durchschnitt waren immer 15 bis 16 Leute im Training. Das immer wieder Spieler berufsbedingt ausfallen ist, denke ich, normal. Wir hatten einige gute Spiele in der Testphase, aber natürlich auch Spiele, in denen es weniger gut lief.“ Den Gegner hat Demir im Vorhinein ein paar Mal beobachtet und stellt fest: „Vorne sind sie sehr dynamisch, da müssen wir gut aufpassen.“ Verletzungsbedingt muss die SG Leese/Hörstmar/Lieme auf Ali Yassin verzichten, dessen Knie Probleme bereitet. Sonst sind bei der SG alle Mann an Bord. Ferhan Demir wünscht sich einen wohltuenden Sieg zum Start: „Ich bin mir sicher, wenn die Jungs mit dem richtigen Willen ins Spiel gehen und das umsetzen, was Jens Kaiser ihnen mit auf den Weg gibt, dann können wir das Spiel gewinnen.“

 

Über die Vorbereitung ist auch der Trainer des TuS RW Grastrup-Retzen, Sebastian Brosch (Bild links), sehr glücklich: „Mit der Trainingsbeteiligung und der Trainingsqualität bin ich mehr als zufrieden. Wir hatten immer 17 bis 22 Leute im Training. Das kann sich wirklich sehen lassen.“ Über die neuformierte Spielgemeinschaft weiß Coach Brosch noch nicht allzu viel, unvorbereitet ist er aber keineswegs: „Die SG wird nicht schlechter sein als die letzten Jahre und hat dazu noch gute Verstärkungen im Offensivbereich dazu bekommen. Mit Jens Kaiser verfügt die SG über einen Trainer, mit dem ich selbst noch zusammengespielt habe und den ich als Mensch und Trainer sehr schätze. Er wird die Jungs top eingestellt haben.“ Brosch sieht die Spielgemeinschaft zwar als Favorit, sieht aber trotzdem Chancen für sein Team: „Wir haben nichts zu verlieren, wir können nur gewinnen. Das Pokalspiel nehmen wir als reizvolles Testspiel. Wir werden alles in die Waagschale werfen und hoffentlich einen spannenden Pokalfight erleben. Mit ein bisschen Glück vielleicht mit dem besseren Ende für uns.“

 

Die Partie findet am Sonntag um 15.30 Uhr auf dem Sportplatz an der Ilse in Leese statt. Als Schiedsrichter der Begegnung wird Axel Wattenberg fungieren.

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