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1. Runde

Kreispokal Detmold – Die erste Runde der Saison 2020/21

Elf Vorberichte mit Stimmen von allen Vereinen. Die stehen nun zum lokalen und legalen Konsum bereit. Auf geht’s, pack ma’ s!

 

Mahlmann: „Warum sollte uns keine Überraschung gelingen?“

Kreispokal Detmold (hk). Ehrlichkeit währt am längsten. Denn wir wissen: Der Detmolder Kreispokal hat schon längst begonnen. Rund drei Wochen ist es her, als in einem packenden Match der B-Ligist SG Belle/Cappel dem klar favorisierten Bezirksligisten FC Augustdorf erst im Elfmeterschießen mit 4:6 unterlag. Was für eine prächtige Werbung für diesen Detmolder Pilsener Pokal, der bei einigen Teams in Anbetracht der Terminhetze nicht unbedingt auf grenzenlose Liebe stößt. Anfänglich sind 14 Partien veranschlagt worden, jedoch fällt die Begegnung zwischen CSL Detmold und den SF Berlebeck/Heiligenkirchen aus und der SV HW Falkenhagen tritt gegen den Blomberger SV nicht an, weshalb die Nelkenstädter kampflos in Runde 2 einziehen. Am Mittwoch-Abend bespielen sich der FC Cavo Lage und der SV Eintracht Jerxen/Orbke. Ein Titelkandidat, der Bezirksliga-Vertreter SG Hiddesen/Heidenoldendorf, schäkert mit einem Freilos. Vor allem das Duell David gegen Goliath fällt ins Auge, wenn die C-Ligisten FSG Waddenhausen/Pottenhausen gegen den TuS Kachtenhausen, SG Klüt/Wahmbeck beim SuS Pivitsheide oder auch die Spielvereinigung Hagen/Hardissen gegen die SG Istrup/Brüntrup in den Ring steigen.

 

Dieser Bericht wird präsentiert von:

Von Henning Klefisch & Andre Bell

FSG Waddenhausen/Pottenhausen vs. TuS Kachtenhausen

(hk). Wiedersehensfreude prägt dieses Zuckerstadt-Derby der nur rund acht Kilometer entfernten Orte. Dies macht auch FSG-Vorstand Michael Mahlmann vor dem Spiel so glaubhaft: „Wir freuen uns auf das Spiel, auch weil wir mit Jörg Horstkötter und Carl Kruse zwei alte Bekannte wiedersehen, die beide viel für die FSG getan haben.“ Gastgeber FSG Waddenhausen/Pottenhausen, der Rang fünf im C1 Detmold-Klassement belegt, geht gegen den Spitzenreiter der eingleisigen B-Liga als krasser Außenseiter in das Spiel. Trotzdem schreibt der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze, „können sich unsere Jungs in so einem Spiel natürlich beweisen“, betont Mahlmann via Lippe-Kick. Er fragt ganz keck: „Aber wir waren zuletzt gut drauf und warum sollte uns keine Überraschung gelingen?“ Als Anreiz dient das sehr publikumsträchtige Aufeinandertreffen mit dem Bezirksliga-Schwergewicht FC Augustdorf in Runde zwei. Als problematisch erweist sich die Personalsituation, passen die weite Anreise zahlreicher Akteure und das Wochenspiel nicht so gut zueinander.

 

Dass seinem Team kein Duell mit irgendwelchen Rumpel-Fußballern bevorsteht, dessen ist sich TuS Kachtenhausen-Obmann Andree Köhler absolut im Klaren. Die 95er sind ambitioniert, spielen in dieser Saison eine gute Rolle. Insbesondere den treffsicheren Stürmer Ayman Chahir nehmen die Haferbach-Jungs explizit in Augenschein, hat dieser elf der insgesamt 28 Saisontore  der 95er erzielt, womit er das Goalgetter-Ranking zusammen mit BSV Müssen II-Kicker Leon Sebastian Ernst anführt. Köhler delegiert seine Jungs: „Wichtig ist, dass wir es von Beginn an ernst nehmen, den Gegner nicht unterschätzen und ihnen unser Spiel aufzwingen. Wir würden gerne eine Runde weiterkommen, aber das will die FSG sicher auch“, ähnelt sich das Interesse für ein Sandhasen-Aufeinandertreffen. Heiter bis wolkig-Angaben tätigt Köhler hinsichtlich der Personalsituation.

 

Auf dem Rasenplatz in Pottenhausen ist Rolf Gkarelas ab 19.30 Uhr der Mann mit Pfiff.

 

SuS Lage vs. Post TSV Detmold

(hk). Durchwachsen liest sich die bisherige Bilanz des SuS Lage. Drei Siege stehen drei Niederlagen gegenüber. All das mündet in den siebten Tabellenplatz in der Kreisliga B Detmold. Mehr Mittelfeld geht nicht, als das, was die Zuckerstädter zurzeit verkörpern. Zum Pokal-Auftakt kommt ausgerechnet ein Schwergewicht aus der Residenzstadt. Coach Aykut Kahyaoglu (Bild rechts) sagt bei Lippe-Kick zu den Voraussetzungen: „Es geht gegen den Top-Favoriten der Bezirksliga. Wir spielen gegen die aktuell beste lippische Mannschaft und sind klar und deutlich der krasse Außenseiter. Ich kenne da die meisten und das sind sehr gute Jungs.“ Vor allem möchte er keine weiteren verletzungsbedingten und gesperrten Ausfälle hinnehmen müssen, ist der Kader doch schmal, liegt zudem die Priorität klar auf der Liga. Kahyaoglu macht deutlich: „Personell kriegen wir gerade mal eine Mannschaft zusammen, ohne, dass ich selbst die Schnürsenkel zumachen muss. Wenn man dadurch Post ein bisschen ärgern kann, ist alles gut.“ Die Lagenser können gänzlich druckbefreit aufspielen. Im Pokal sind das nicht die schlechtesten Voraussetzungen.

 

Das Nonplusultra im lippischen Fußball verkörpert derzeit der Post TSV Detmold. Alle sechs Saisonspiele in der Bezirksliga wurden gewonnen, dies meist überzeugend. Würde die Spielzeit nun beendet werden, wären die stolzen Residenzler ein Landesligist. Aber – immer ruhig bleiben. Es fließt noch genügend Wasser die Werre hinab, weshalb erst Schweiß fließen muss, bevor irgendwelche Freudentränen vergossen werden. Für die Jungs vom Trainerteam Ralf Brokmann/Andre Patscha führt die heutige Pokal-Reise nach Lage zum gastgebenden SuS. Patscha (Bild links) hat aufmerksam registriert: „Sie sind im Aufbau, wollen zu alter Stärke zurückfinden. Deshalb nehmen wir das Ganze sehr ernst. Wir wollen im Pokal so weit wie möglich kommen, um irgendwann wieder im Westfalenpokal zu spielen“, deklariert er dies als klares Ziel. Überheblich ist dies keineswegs, soll doch das beste Team der Bezirksliga auch im Kreispokal die höchsten Weihen anstreben. Alles andere als ein Weiterkommen würde einer Blamage gleichkommen. „Das wird eine annehmbare und durchsetzbare Aufgabe. Wir wollen einen Sieg einfahren“, prognostiziert Patscha bei Lippe-Kick. Aufpassen müssen die Postler jedoch, die Lagenser nicht aufzubauen, können diese doch völlig ohne Erfolgsdruck aufspielen, nur gewinnen. Einige Spieler setzen die Postler ein, die bisher eher mit weniger Spielzeit bedacht worden sind. Diese können in solch einem wichtigen Match entscheidende Spielpraxis sammeln, zugleich Eigenwerbung betreiben. Tor-Maschine Felix Buba und Fußball-Feingeist Philip Wichmann fallen heute definitiv aus. Michael Ring steigt aber wieder in diesen zurück.

 

Björn Schlingmann ist um 19.30 Uhr der Referee für diese Begegnung auf dem Werreanger in Lage.

 

 

FSV Pivitsheide vs. BSV Müssen

(hk). Erst wenige Tage ist es her, als sich die Klingen der FSV Pivitsheide und des BSV Müssen kreuzten. Die Müssener behielten in diesem Aufeinandertreffen klar die Oberhand, kanzelten die Schwarz-Gelben deutlich mit 5:1 ab. Aus diesem Spiel zieht FSV-Coach Dennis Brokmann (Bild rechts) auch seine primären Erfahrungswerte, urteilt er via Lippe-Kick: „Der Gegner verfügt über eine schnelle, junge und hungrige Mannschaft, die ihren Weg in dieser Saison gehen wird. In der Meisterschaft haben sie es einfach gut gemacht und wir einen schlechten Tag erwischt.“ Heute Abend steht ein anderer Wettbewerb auf dem Programm, streben hier die Gastgeber klar den Sprung in Runde zwei an. Unvorbereitet gehen sie nicht in dieses Derbychen: „Wir wissen, was uns erwartet und dass Müssen uns alles abverlangen wird.“ Ungünstig ist für die Pivitsheider der Verlust von zahlreichen Spielern aufgrund von Verletzung, Krankheit und Arbeit. Brokmann will dies nicht als Alibi geltend machen, kündigt via Lippe-Kick energisch an: „Trotzdem werden wir eine gute Mannschaft auf den Platz bringen, die alles geben wird, um das Spiel zu gewinnen und eine Runde weiterkommen möchte. Dafür müssen wir wieder um jeden Zentimeter kämpfen und besser gegen den Ball arbeiten, nach vorne mutig und mit Tempo und Selbstvertrauen spielen“, verspricht diese Erfolgsmischung eine hohe Attraktivität. „Dann“, verspricht Brokmann via Lippe-Kick, „ist alles möglich.“ Weil: Der vorzeigbare siebte Rang im A-Klassement und vor allem das bemerkenswerte 0:0 gegen die Übermannschaft Blomberger SV haben die Brust der Pivitsheider deutlich anwachsen lassen.

 

 

Viele Geheimnisse gibt es nicht voreinander. Die Müssen wissen, wie man die Pivitsheider besiegt, wie zuletzt beim Kantersieg in der Meisterschaft eindrucksvoll demonstriert. Durch dieses Spiel möchte sich BSV-Coach Jan Brinkmann (Bild links) jedoch nicht in Sicherheit wiegen lassen: „Da hatten sie sicherlich einen ihrer schwächeren Tage, wenn man sieht, wie sie den Spitzenteams momentan die Punkte klauen.“ Fairness soll auch im heutigen Spiel eine dominante Rolle spielen, ist der sportliche Ehrgeiz bei den Müssenern eher im unteren Prozentsatz anzusiedeln. „Ansonsten muss ich ehrlich sagen, auch wenn ich immer als Sieger vom Platz gehen will, das Spiel heute ist mir komplett egal. Das einzig wichtige für mich ist, dass wir ohne Verletzungen aus dem Spiel kommen.“ Seine Begründung für die dosierte Euphorie vor diesem Pokal-Kick: „Wir können weitere Wochenspieltage auch nicht unbedingt gebrauchen. Trotzdem wollen wir uns ja gut verkaufen und schenken keine Spiele ab.“ Die Verletzungsnot nimmt fast schon sporthistorische Ausmaße an. Vom ursprünglichen 40-Mann-Kader steht nur noch die Hälfte zur Verfügung. Deshalb wurden beim Montagstraining die Körper nicht in direkte Zweikämpfe geschickt. Fußballtennis und Rundlauf waren die präferierten Bestandteile.

 

Volker Schröder ist um 19.30 Uhr der Spielleiter auf dem Kunstrasenplatz an der Oerlinghauser Straße in Pivitsheide.

 

 

SuS Pivitsheide vs. SG Klüt/Wahmbeck

(ab). Pivitsheide-Coach Karsten Kuczer ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Freund des Kreispokals. Er findet es „heftig, in ca. sechs Wochen neun Spiele zu machen, da wir uns alle im Amateurbereich befinden.“ Doch was sein muss, muss sein. Auf den Gegner schaut Kuczer dabei nicht: „Ich konzentriere mich nur auf mein Team. Wir haben einen klaren Fahrplan, den wir weiter fokussieren.“ Der Trainer wird „mehrere Spieler nicht dabei“ haben aufgrund von Uni, Urlaub und Verletzungen. Dennoch gibt es gegen den zwei Klassen niedriger spielenden Gegner keine Ausreden: „Wir werden alles geben, um eine Runde weiterzukommen.“

 

Schon bei der Auslosung war klar, dass es eine „ganz schwere Aufgabe“ für die SG Klüt/Wahmbeck wird. Nun hat man auch noch das Heimrecht an den SuS abgegeben, um dort auf dem Hartplatz spielen zu können. Also ein echter Pokalfight auf Asche bei Flutlicht. Da schlägt das traditionelle Fußball-Herz höher. „Als A-Ligist hat SuS zurecht die Favoritenrolle inne, was sie bestimmt auch in ihrem Spiel ausdrücken wollen“, vermutet Lars Stöffgen, der mit seiner Truppe den Favoriten ärgern will: „Wenn wir gut stehen und einen guten Tag erwischen, können wir das Spiel vielleicht lange offenhalten.“

 

Klaus Frassa ist ab 19.30 Uhr der Spielleiter.

 

RSV Hörste vs. TuS Horn-Bad Meinberg

(hk). Einen Monat liegt das jüngste Aufeinandertreffen der beiden Teams zurück. Mitte September gab es letztlich ein 1:1-Unentschieden. Seitdem wartet der RSV Hörste auch weiterhin auf den sehnlichst erwünschten Befreiungsschlag, steht sieglos am Tabellenende. Die Horner haben sich hingegen deutlich Luft verschafft. Mit dem 2:0-Heimsieg über den SC Türkgücü Detmold lassen sie nunmehr etwas Platz zwischen sich und den Abstiegsrängen. Selbst wenn das frühe Saisonstadium mit Vorsicht zu genießen ist, so haben die Kurstädter exakt doppelt so viele Saisonzähler wie Hörste gesammelt.  Deshalb liegt für RSV-Trainer Ralf Ackmann die Priorität woanders: „Ziel ist es, unser System zu vertiefen und die Abläufe zu verinnerlichen. Dementsprechend liegt der Fokus nicht auf dem Kreispokal, da bin ich ganz ehrlich, denn hier geht es nicht um Punkte.“ Den Sportler-Geist lebt man trotzdem, möchte auf keinen Fall irgendetwas abschenken. Die Hausherren haben eine ganze Litanei an Ausfällen zu verkraften. Kevin Leps, Marcus Baumgartner, Kevin Berg, Mattias Dick, Robin Lapp, Jim Kaminski, Dennis Gerstenberg, Maik Kowalke und Titus Thormann fallen wegen Verletzungen, Arbeit und Urlaub aus. Gerade einmal 13 Mann beträgt der Kader der Schwarz-Weißen, „womit Spieler zum Einsatz kommen werden, die zuletzt weniger Einsatzzeiten hatten“, erklärt Ackmann bei Lippe-Kick.

 

Die Ankündigung vom TuS Horn-Bad Meinberg-Coach Sascha Möller ist eindeutig: „Nach dem Punktverlust in der Liga dort und den unschönen Begleitumständen wollen wir dort unbedingt weiterkommen.“ Man merkt: Die Motivation ist bei den Hornschen nach dem letzten Aufeinandertreffen enorm. Auch nicht vergessen ist die Bilanz aus dem Vorjahr, was die Sinne tiefergehend schärft: „Gerade wegen des peinlichen Pokal-Aus im letzten Jahr ist es auch ein wichtiges Anliegen, in diesem Wettbewerb besser abzuschneiden.“ Nachdem durch den Heimsieg über den SC Türkgücü Detmold Zentnerlasten von den Schultern des Traditionsvereins abgefallen sind, soll auch im Pokal triumphiert werden. Wie? „Mit einer guten Einstellung, Besinnung auf die Stärken und nicht beeindrucken oder ablenken lassen von der Stimmung, sollte das machbar sein.“ Marco Bovino und Marco Stellmach setzen ebenso aus, wie Chris Capelle. Ob Nils Rayczik (Bild links) mitspielt, erscheint derzeit noch unklar zu sein.

 

Bahman Kiadaliri ist um 19.30 Uhr der Spielleiter auf dem Naturrasenplatz in Hörste.

 

 

SG Sabbenhausen/Elbrinxen vs. FC Fortuna Schlangen

(ab). Für SG-Coach Stefan Nehrig gibt es fast nichts besseres als Pokalspiele: „Das ist doch das geilste, was man haben kann. Flutlicht, ein leicht nasser Rasen, ein klassenhöherer Gegner.“ Daraus werden Pokalhelden geboren. „Und was gibt es für eine bessere Möglichkeit, als sich gegen so einen Gegner zu messen“, meint der Coach weiter, der auf ein „Spiel auf Augenhöhe“ hofft. Zwar sei seine Mannschaft „erstmal der Underdog, aber wir sind nicht chancenlos.“ Nehrig wird auf dem Platz dem ein oder anderen Spieler die Chance geben, sich zu zeigen, im Großen und Ganzen aber schon die Stamm-Elf ins Spiel schicken. Mit dabei sein wird auch Loris Santuz, der kurzfristig noch aus Düsseldorf anreist. „Er ist heiß auf das Spiel und will unbedingt dabei sein“, hat Nehrig auch Spieler im Kader, die den Pokal ernst nehmen.

 

Dass der Pokal seine eigenen Geschichten schreibt, weiß man auch in Schlangen: „Anderer Wettbewerb, andere Möglichkeiten, andere Einstellungen, bei vielen Leuten gilt auf, dass der Pokal was Besonderes ist.“ Den ganz hohen Stellenwert hat der Pokal bei den Fortunen aktuell allerdings nicht. „Wir haben eigentlich eine andere Baustelle“, meint Andre Jesse mit Blick auf die Tabellen der Kreisliga A Detmold. Man wird dennoch „alles versuchen. Die beste Mannschaft zusammenstellen und kämpfen“, fordert Jesse. Aber realistisch betrachtet „wird da nicht viel drin sein. Ich denke trotzdem, dass es eine spannende Geschichte sein wird, die ersten Minuten oder die erste Hälfte vielleicht. Und hab man auch am Sonntag gesehen, dass alles möglich ist im Fußball.“ Definitiv fehlen wird nur Dennis Becker aus privaten Gründen, ansonsten steht rein theoretisch der komplette Kader zur Verfügung.

 

Chris Brocke pfeift das Spiel um 19.30 Uhr in der Wörmke-Arena an.

TuRa Heiden vs. TuS WE Lügde

(hk). Es kann nur besser werden für den TuRa Heiden. Dessen Coach Thorsten Geffers gibt deshalb auch unumwunden zu: „Bisher haben wir gegen unsere Gäste noch nicht gut ausgesehen. Ob sich das im Pokal ändert, wird man sehen.“ Schließlich schreibt dieser seine eigenen Gesetze. Die Bedingungen werden verheißungsvoll sein. „Aber es ist ein Flutlicht-Spiel, mit sicherlich wieder einer großen Fangemeinde. Wir wollen dem Bezirksligisten einen harten Pokal-Fight bieten und das Spiel so lange wie möglich offen gestalten“, möchten die Heidener nach zuletzt nicht immer wunschgemäßen Ergebnissen Schwung für die Liga aus dem Pokal mitnehmen. Geffers ist keiner, der das Pokal-Finale als Sehnsuchtsziel betrachtet, diesem viel opfert. Er analysiert diese Aufgaben unter der Woche völlig sachlich: „Allerdings sehe ich den Pokalwettbewerb als eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingung an. Egal, gegen welchen Gegner es geht.“ Wie die Westfälische Eiche aus Lügde die lippische Fahne in der Bezirksliga 3 hochhält, das imponiert ihn ausgesprochen. Dies tut er auch so bei Lippe-Kick kund: „Trotzdem zolle ich dem TuS großen Respekt vor den bisherigen Ergebnissen in der Bezirksliga, stehen sie mit zehn Punkten nach sechs Spielen sehr gut da.“ An der Seitenlinie gibt es die eine oder andere freundschaftliche Ghetto-Faust, denn zusammen mit WE-Coach Sascha Weber wirkte Geffers einst beim VfL Hiddesen. „Bis heute stehen wir noch immer im guten Kontakt“, erzählt der Heiden-Coach im Lippe-Kick Gespräch. Andrej Pyrlitesku, Marvin Scholten, Manuel Pellkofer und Patrick Grabosch setzen definitiv aus. Unklar, ob Jan Kemmler und Janik Markmann (Bild rechts) heute Abend einsatzfähig sind.

 

TuS-Torwart Felix Wessel ist sich im Klaren: „Uns erwartet mit Heiden ein kampfstarker Gegner, der gut aus der Serie gestartet ist, zuletzt aber etwas Federn ließ.“ Kurzum: Er rechnet mit einem hochmotivierten Widersacher, dem alles zuzutrauen ist. Da dieses Pokal-Spiel an einem herbstlichen Abend stattfindet, kommen noch erschwerte Bedingungen hinzu: „Die Lichtverhältnisse sind in Heiden dadurch immer schwierig, zudem erwartet uns vermutlich ein tiefer Platz.“ Westfälische Eiche-Coach Sascha Weber wird auf Spieler setzen, die im bisherigen Saisonverlauf eher homöopathische Einsatzzeit genossen, um diesen Akteuren Match-Praxis unter Wettkampfbedingungen zu gewährleisten. Serkan Kayrak und Dominik Jagalla (Bild links) setzen verletzungsbedingt aus, wird der eine oder andere wohl seine Spätschicht zudem nicht tauschen können. Die Verhältnisse ordnet Wessel richtig ein: „Natürlich möchte man als Spieler jedes Spiel gewinnen. Aber über allem steht in diesem Jahr das Ziel Klassenerhalt.“

 

Schiedsrichter Ravel-Lukas Geck leitet dieses Spiel in der Rotenberg-Kampfbahn ab 19.30 Uhr.

 

 

TuS Eichholz-Remmighausen vs. SG Brakelsiek/Wöbbel

(ab). „Witziger Zufall, dass wir gefühlt vorgestern erst gegen die SG Brakelsiek/Wöbbel gespielt haben“, erinnert sich TuS-Coach Tim Hosch an das Liga-Duell Ende September, das zwar 2:5 endete, genauso gut aber auch mit einem 4:4 hätte enden können. Das Ergebnis wollen die TuS-Kicker jedenfalls nicht auf sich sitzen lassen: „Wir haben in einem sehr guten Spiel zu Hause wirklich, man kann jetzt nicht unglücklich 2:5 verlieren, aber es war auf jeden Fall ein Ergebnis, das zu hoch ausgefallen ist und der Spielverlauf hätte auch einen Sieg für uns hergegeben.“ Die Liga-Erfahrung der SG, die in ihr drittes Jahr in die A-Liga geht, hat wohlmöglich den Ausschlag gegeben. „Wir sind jetzt motiviert zu zeigen, dass wir die drei Punkte in der Liga auch verdient gehabt hätte“, so Hosch, der zwar lieber die Punkte in der Liga gehabt hätte, anstatt sich im Pokal revanchieren zu müssen, aber das ist nicht das Anspruchsdenken beim TuS Eichholz-Remmighausen: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen und so auch heute. Unser Ziel ist schon ganz klar die nächste Pokalrunde. Das ist auch die interne Zielsetzung und so werden wir auch spielen.“ Wie schätzt Hosch den Gegner ein? „Die haben natürlich eine katastrophale letzte Saison gespielt und haben sich jetzt ein schönes Pölsterchen erspielt, spielen aus einer kompakten Verteidigung, haben mit dem Zehner vorne einen erfahrenen Recken geholt, der wirklich für Furore sorgt vorne. Sie haben schnelle Außenspieler, sind kaltschnäuziger vorm Tor geworden, habe ich den Eindruck, und schwimmen einfach auch so ein bisschen auf der Erfolgswelle und nehmen jetzt ganz, ganz wichtige Punkte mit.“ Wo die Reise für die SG hingeht, findet Hosch „schwer zu prognostizieren. Ich würde sagen, mit der aktuellen Form, wenn man das retten kann, dann wird das ein lockerer sicherer, oberer Mittelfeldplatz, das wäre eine ruhige Saison für die SG Brakelsiek/Wöbbel.“ Ansonsten findet Tim Hosch, dass sein Gegenüber ein „guter, freundlicher und austauschfreudiger Trainer“ ist. Demzufolge „freuen wir uns auch auf das Wiedersehen und sind der SG sehr wohlgesonnen.“

 

SG-Coach Falk Weskamp (Bild links) findet es „ganz gut, dass direkt nach diesem Scheißspiel wieder ein Spiel kommt.“ Die Pause nach dem unnötigen, selbstverschuldeten 0:4 gegen den TSV Horn ist kurz, die Zeit zum Nachdenken daher auch. Falk Weskamp wird in Sachen Kader allerdings „ein bisschen was tauschen, weil wir viele Spieler haben, die ein paar Blessuren haben, angeschlagen sind. Und die werde ich in solchen Spielen dann nicht verheizen. Wir haben hier einen großen Kader und werden da dementsprechend auch durchtauschen.“ Zwar ist die Serie für den Coach wichtiger und hat „absolute Priorität“ dennoch will man auch „im Pokal vernünftig auftreten.“ Grundsätzlich geht für den Coach „die Gesundheit der Spieler und der maximale Erfolg in der Serie vor, so ehrlich muss man einfach sein.“ Man fährt aber trotzdem nicht nach Remmighausen und lässt sich „wegballern. Aber wir werden sicherlich eine etwas andere Truppe aufs Feld schicken. Das sind dann fünfzehn gesunde und das ist immer sinnvoller, als wenn man da verletzte Spieler einsetzt oder angeschlagene Spieler und so ist das halt auch völlig in Ordnung“, findet der Coach.

 

Um 19.30 Uhr geht es los, Patrick Kriebel leitet die Partie.

SV Diestelbruch-Mosebeck vs. SC Türkgücü Detmold

(hk). „Es steht die nächste „Englische Woche“ an. Natürlich müssen wir darauf achten, dass wir da mit den Kräften haushalten“, hat der SV Diestelbruch/Mosebeck-Obmann Arne Dreier hier ganz explizit den Energiesparmodus im Blick. Keinesfalls möchte er seine Jungs überpacen, wodurch das Verletzungsrisiko in gefährliche Regionen gelangt. Immerhin beginnt die Winterpause doch gefühlt erst kurz vor dem Weihnachtsfest. Die Kader-Architekten rund um den Dörenwald waren fleißig und perspektivisch. Dreier sagt nämlich: „Unser Kader ist breit und es stehen uns endlich wieder mehr Spieler zur Verfügung. Daher rechne ich damit, dass es einige Veränderungen in der Startelf geben wird.“ Coach Roy Wangert wird die Rotationsmaschine anwerfen. Dennoch lechzen die heißblütigen Di-Mo-Schlachtenbummler nach leidenschaftlichen Pokalkämpfen unter Flutlicht. Ähnlich wie zu seligen Zeiten am Kaiserslauterer Betzenberg könnten auch im Dörenwalder-Hexenkessel echte Pokal-Schlachten geschlagen werden, sich eine innige Symbiose zwischen Publikum und Mannschaft entwickeln. Merke: Nicht nur der Pöbelhügel mit den impulsiven, dennoch stets fachlichen Bewohnern verbreitet eine positive Energie und ganz viel Atmosphäre. Der 2:0-Sieg im Prestigespiel gegen das Spitzenteam aus Heiden hat den Bizeps wachsen lassen. Der breitschultrige Dreier wackelt mit den Brustmuskeln, sagt im Brustton der Überzeugung: „Wir werden selbstbewusst auftreten und werden versuchen, unser Spiel durchzusetzen. Wenn uns das gelingt, können wir auch eine Runde weiterkommen. Auch wenn mir die Liga wichtiger ist, wollen wir weiterhin ungeschlagen bleiben!“ Gemach, gemach: Vor dem Triumph hat der liebe Fußball-Gott aber zunächst einmal die Schweißperlen gesetzt.

 

Die 0:2-Meisterschaftsniederlage im Waldstadion hat dem SC Türkgücü Detmold richtig wehgetan. Unnötig wie ein Kropf war diese, hätten die Mannen von Coach Erhan Eksioglu längst führen müssen, als das Malheur mit den Gegentoren geschah. Der zweite Abschnitt hat ihm nicht gefallen, weshalb er nun appelliert: „Ich hoffe, dass die Jungs heute eine bessere Leistung zeigen. Wir sind Außenseiter und werden versuchen, das Spiel so lange wie möglich offenzuhalten.“ Diese Partie soll bitteschön „fair“ und „schön“ sein, so der Wunsch vom langjährigen Coach, der bereits seit 2008 das Zepter bei den Residenzlern schwingt. Die Personalsituation bei den Gästen ist kritisch: Gökhan Ak, Murat Dede, Baris Önder und Enes Bektas fallen sicher aus. Deniz Kaymaz und Furkan Altay (Bild links) werden erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden, ob sie mitwirken können.

 

Sebastian Termöllen sorgt ab 19.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Dörenwald-Stadion für Recht und Ordnung.

 

Türkischer SV Horn vs. SF Oesterholz-Kohlstädt

(ab). TSV Horn-Coach Thorsten Schmiech ist hin- und hergerissen: „Auf der einen Seite ist der Pokal natürlich besonders in dieser Saison eine zusätzliche Belastung mit zusätzlichen Wochenspielen, aber auf der anderen Seite haben wir auch richtig Bock auf den Pokal und wollen so weit wie möglich kommen.“ Deshalb wird Schmiech auch „eine schlagkräftige Truppe aufstellen, aber auch hier und da die Belastung regulieren. Aufgrund des guten Kaders sollte uns das gelingen.“ Mit den Sportfreunden bekommt es der TSV Horn „direkt mit einem Konkurrenten aus der Liga zu tun“, die dort derzeit aus Sicht des Trainers „etwas unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Eine junge Truppe mit klasse Kickern wie z.B. Sebastian Hüttmann oder David Hofmann und einem erfahrenen Trainer, den ich sehr schätze.“ Und der Coach weiß auch: „Wenn sie ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen, können sie jedem Gegner Probleme machen.“ Ziel der Hausherren ist es, „zu Hause den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen und Dominanz zu erzeugen, um das Spiel erfolgreich zu gestalten. Wenn wir weiter mit Mut und Energie agieren und fokussiert im Abschluss bleiben, wird uns das auch gelingen“, so der Coach.

 

Ohne Druck und „komplett locker“ gehen die Sportfreunde Oesterholz-Kohlstädt diese Aufgabe an, wohlwissend, dass man „nichts verlieren kann gegen eine Top A-Liga-Truppe,“ meint Obmann Björn Brinkmann. Außerdem geht die Saison vor „und wir haben ein Derby am Sonntag zu spielen.“ Die Partie am vergangenen Wochenende bei CSL Detmold ist ausgefallen, somit hatten die Sportfreunde „ein bisschen Zeit“, sich zu schonen und am Dienstag „kommen auch mal Spieler zum Zuge, die nicht so oft in der Liga spielen. Trotzdem wollen wir dem TSV Horn Paroli bieten und versuchen, eine Runde weiter zu kommen.“ Brinkmann hofft „auf eine faire Partie und dass der Schiri das Spiel 90 Minuten + X komplett im Griff haben wird, denn das war in der Vergangenheit auf dem Ascheplatz leider nicht immer der Fall. Lange her, aber nicht vergessen“, hofft Brinkmann auf „das Beste.“ Alle Spieler, bis auf die Langzeitverletzten, sind soweit einsatzbereit.

 

Schiedsrichter ab 19.30 Uhr ist Cemil Türkoglu.

 

 

Spvg Hagen-Hardissen vs. SG Istrup/Brüntrup

(ab). Die SG Istrup/Brüntrup ist für die gastgebende Spvg Hagen-Hardissen „ein unbeschriebenes Blatt“, meint Julian Krein. Aber: „Ihr Saisonstart imponiert, vor allem die Defensive scheint sehr stabil zu sein.“ Im Duell von zwei in der Liga noch ungeschlagenen Teams geht die Spvg „als klarer Außenseiter in das Spiel“ und verfolgt nicht akribisch „die Ambition, eine Runde weiterzukommen.“ Vielmehr sieht man das Spiel „als zusätzliche Trainingseinheit“, will aber „alles reinwerfen“ auf eigenem Platz.

 

Dass der Pokal immer seine eigenen Geschichten schreibt, hat die SG Istrup/Brüntrup letzte Spielzeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, als man als totaler Underdog zuerst Titelverteidiger Post TSV Detmold, dann TuRa Heiden und dann fast auch noch den Blomberger SV aus dem Pokal geschmissen hat. „Dementsprechend freuen wir uns dieses Jahr auf ein ähnliches Abendteuer“, so Andre Georg, der denkt, dass „Hagen-Hardissen über 90 Minuten alles geben wird. In der C-Liga marschieren sie bis jetzt ohne Ende. Demnach rechne ich auch damit, dass die Jungs mit Sicherheit auch gut kicken können.“ Für die Gäste heißt das, „von Anfang an dagegen zu halten und den Kampf anzunehmen. Wenn wir das machen und unser Spiel durchbringen können“, meint Georg, „gute Chancen eine Runde weiterzukommen“ zu haben. Man geht aber „mit Respekt an dieses Spiel, unterschätzt den Gegner keinesfalls und will am Ende natürlich eine Runde weiterkommen.“ Personell ist die SG zwar etwas ausgedünnt, wird „aber definitiv eine gute Truppe auf dem Platz und auch ausreichend Power von der Bank haben. Wir freuen uns auf einen geilen Pokalfight.“

 

Sükrü Bülüt leitet die Partie ab 19.30 Uhr.

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