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Kreisliga A Detmold

Vorbericht 21. Spieltag 17/18 A Detmold

Spiele um die Tabellenspitze mit Derbycharakter, aber auch ein ganz wichtiges Spiel im Tabellenkeller sind Zutaten für die folgende Runde in Detmolds höchster Kreisliga. Schaut mal rein.

„Einzig wahre Derby“ in Heidenoldendorf

Kreisliga A Detmold (hk). Bis Mitte März mussten die Akteure der Detmolder Vorzeige-Kreisliga warten, um in ganzer Stärke mit acht Partien einen Spieltag zu absolvieren. In der 21. Runde am kommenden Sonntag könnte es tatsächlich so weit sein, dass die 16 Teams in ganzer Pracht auflaufen. Bernd könnte allerdings einen Strich durch die Rechnung machen, zumindest bei den Spielen auf dem Rasenplatz und Tenneplatz. Keine Sorge, nicht „Bernd das Brot“ wütet, vielmehr ist es das Tief Bernd, was am Samstag nasskalte Temperaturen bringen soll und die Vereinsvertreter mit Rasen-und Ascheteams zur kollektiven Schnappatmung mutieren lässt. Konkret geht es um die Plätze in Rischenau, Heiden, Pivitsheide und Lage. Ob das Wasser auch auf einem Tenneplatz effizient abfließt, bleibt unklar. Achso: Gespielt wird auch. Spitzenreiter Eintracht Jerxen/Orbke tritt in der Nachbarschaft an. Es geht zur SG Hiddesen/Heidenoldendorf, die zuletzt einen Last-Minute-Punkt für die Moral beim 2:2 gegen den TSV Rischenau geholt haben. Lukrativ: Der SC Augustdorf kann mit einem Heimsieg gegen die SG Kachtenhausen/Helpup punktemäßig zum kommenden Gegner aufschließen.

Von Henning Klefisch

CSL Detmold vs. TuS WE Lügde

Um 13.00 Uhr wird vom CSL Detmold der Kunstrasenplatz in Heiligenkirchen eröffnet, falls er bis dahin nicht zugefroren sein sollte. CSL-Obmann Andreas Janzen gibt sich realistisch: „Gegen eine starke Lügder Mannschaft können wir nicht gegenhalten und versuchen die Defensive zu stabilisieren“, könnte dies ein Erfolgsrezept sein. Der Stammkeeper Maurice Hass befindet sich in Texas, was gerade gegen solch eine offensivstarke und „lauffreudige Mannschaft“ (O-Ton: Janzen) ein Nachteil ist. Da auch die CSL-Reserve in Heiligenkirchen am Sonntag spielt, bleibt es interessant zu beobachten, für welchen Fänger sich Coach Neumann entscheidet. Janzens Wunsch in dieser „spannenden Zeit“ ist simpel: „Ich hoffe, dass es mit dem Wetter wenigstens trockener wird.“ Westfälische Eiche-Coach Andreas Hoffmann prognostiziert: „Wir gehen davon aus, dass CSL tief stehen wird und über lange Bälle und Standards zum Erfolg kommen will.“ Dennoch vertraut er auch seiner Truppe: „Wir werden vorbereitet sein und wollen die Auswärtspunkte mitnehmen.“ Um wirklich für einen oder drei Punkte in Frage zu kommen, wird es unbedingt erforderlich sein, „diesmal zwei gute Halbzeiten auf den Platz zu bringen“, erklärt Hoffmann, der neben den Langzeitverletzten auch auf Lukas Nöltker verzichten muss. Unklar, ob Philipp Deppe mitspielt.

TSV Rischenau vs. SC Ditib Detmold

„Sie sind mit einem Sieg gestartet und haben sich im Winter gut verstärkt“, meint TSV-Obmann Sebastian Tunke, der nach dem 8:0-Hinspielsieg von seiner Mannschaft fordert: „Das deutliche Hinspiel muss aus den Köpfen raus, das wird am Sonntag ein ganz anderes Spiel“,  ist davon auszugehen. Eine Tradition, die gehört zum TSV, wie die Paradiesmühle zu Rischenau. „Wir wollen gewinnen“, sagt Tunke, soll das erste Heimspiel im neuen Fußballjahr mit einem Sieg garniert werden. Eine weite Reise in den südöstlichen Teil von Lippe steht dem SC Ditib Detmold bevor. Es geht zum starken Tabellenfünften TSV Rischenau. Sonntag gegen Rischenau mit einem neuen und sehr guten Trainer. Der Gegner hat auch in der Rückrunde gute Spiele gemacht. Dazu gesellt sich die Kulisse in Rischenau, die Ditib-Coach Erhan Eksioglu als „nicht einfach“ charakterisiert. Dennoch sind die Residenzler für die Auswärtsaufgabe gewappnet, wenn Eksioglu betont: „Wir kennen unsere Stärken und auch, wie wir den Gegner zu knacken haben.“ Gut vorbereitet gehen die Rot-Weißen also in dieses Spiel, in dem Wissen, dass es „kampfbetont wird“ und der Gegner „uns alles abfordert.“ Trotzdem soll die weite Reise nicht mit leeren Händen angetreten werden, dazu wird der Klassiker von Eksioglu garniert, der aber wahrhaftig ist: „Ich wünsche mir, dass es ein gutes und faires Match wird.“ Bestbesetzung ist angesagt, weshalb ein Quartett in die C-Ligareserve runtermuss. „Die personelle Situation ist für mich als Trainer sehr erfreulich“, gibt Erhan Eksioglu offen zu, freut sich zudem über einen echten Transfercoup. Vom hessischen Oberligisten OSC Vellmar kommt Ali Rahmati, der 28-Jährige ist ein iranischer Profifußballer, ist ab sofort spielberechtigt.

SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

Die 0:7-Auftaktniederlage bei der Fortuna aus Schlangen war schmerzhaft, aber verdient zugleich. Dazu hat BHK-Cheftrainer Thorsten Geffers deutliche Worte gefunden. Nun fordert er vor heimischer Kulisse gegen Diestelbruch/Mosebeck eine positive Reaktion, dazu „eine Steigerung in Sachen Laufbereitschaft, Kampf und Leidenschaft“, könnte allerdings der „enorme Trainingsrückstand“, der bei einem großen Teil des Teams vorherrscht, einen Strich durch diese Rechnung machen. Fänger Jan Härtel und Leader Pascal Jöstingmeier kehren zurück, dafür ist die Ausfallliste lang: Mit Florian Kersting (Urlaub), Marco Stellmach (Urlaub), Maik Watermeier (beruflich verhindert), Pit Bierbaum (Zerrung), Frank Watermeier (Nasenbeinbruch) und Tim Weber (Köln) sind sechs Stützen abwesend, weshalb Geffers schlussfolgert: „Daher sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Heimspiel sicherlich nicht optimal.“ Dennoch appelliert der zum Saisonende scheidende Coach auch an die Moral, soll sich jeder Kicker auf seine Stärken konzentrieren. „Dann“, ist hier viel Hoffnung zwischen den Zeilen wahrnehmbar, „können wir mit der richtigen Einstellung auch dem Gast aus Diestelbruch/Mosebeck Paroli bieten.“ Die Personalsituation bei den Dörenwald-Kickern ist nicht gerade zum Besten bestellt. Ex BHK-Kicker Timo Schiewe fällt wegen einer maladen Patellasehne aus, Joel Weber muss sich nach einer Blinddarm-Operation erholen, Marcel Gnadt ist vergrippt, auch Fabio Hesse und Simon Jevsovar fallen aus. „In Heiligenkirchen werden wir als klarer Favorit antreten“, spricht Di-Mo-Sprecher Lennart Rethmeier Klartext, konkretisiert diese Aussage mit Nachdruck: „Deshalb wollen wir Sonntag unbedingt drei Punkte mitnehmen.“ Naiv gehen die Weber-Mannen keineswegs an diese Aufgabe heran, ist ihnen doch vollauf bewusst, dass die Sportfreunde „kämpferisch immer sehr gut dagegenhalten“, muss man sich darauf einstellen. „Wichtig wird es sein, dass wir in der Defensive besser arbeiten“, empfiehlt Rethmeier seinen Kameraden, der in diesem Mannschaftsteil noch ein erhebliches Maß an Steigerungspotential erkannt hat. Optimistische Gedankengänge prägen sein Wesen, „wenn das passt“, diktiert er dem eifrigen Lippe-Kick-Reporter in den Notizblock.

SuS Lage vs. TuS Horn-Bad Meinberg

Eine Vergnügungssteuer wird aus Sicht von Lage-Coach Christian Martens wohl nicht vor dem Heimspiel an der Eichenallee erhoben. Bereits im Hinspiel war es ein hartes Stück Arbeit. Im Vergleich zur 0:1-Niederlage im ersten Duell der beiden gibt es einen markanten Unterschied: „Ein Vorteil ist jetzt aber, dass ich die Mannschaft nun kenne und auf einzelne Spieler reagieren kann.“ Zudem wird es auch menschlich eine interessante Begegnung, geht es für Martens doch gegen seinen langjährigen Mannschaftskollegen aus Nieheimer Zeiten, Kemal Akman. Wichtige Akteure wie Özlük und Abas fehlen bei den Zuckerstädtern. Dies bietet zugleich auch eine Chance für die anderen Spieler, um mit Leistung zu unterstreichen, „dass sie Ambitionen auf einen Stammplatz haben“, so der SuS-Coach, der von einer ausgeglichenen Partie ausgeht und sich ein „hoffentlich glückliches Ende für uns“, wünscht. Es sind Worte der Anerkennung, die in der Analyse vom TuS Horn-Bad Meinberg-Coach Kemal Akman mitschwingen, wenn er über den kommenden Gegner sagt: „Lage ist eine gute Truppe, die über individuell gute Spieler verfügt“, gibt der ehemalige Klasse-Kicker nicht gerade ein tiefenentspanntes Gesicht zum Besten, wenn er sich an die Hinspielpartie erinnert. „Mit großer Mühe“ gelang der knappste aller möglichen Siege, ein 1:0. Man kann die Hornschen durchaus als Aschekönige bezeichnen, denn nicht ohne einen Hauch von Stolz gibt Akman zu: „Bisher haben wir auf der Asche noch kein Spiel verloren.“ Deshalb hofft er auch: „Diese Serie wollen wir gerne weiterführen, wenn wir Sonntag auf die Asche müssen.“ Die Verfassung spricht für die Kurstädter, hat das Team trotz der überaus bitteren 2:3-Niederlage in Lügde doch eine Leistung gezeigt, die wohltuend für Körper und Geist gewesen ist. Auch deshalb übt sich Akman mit seinem prophetischen Talent: „Wenn wir die Leistung aus dem letzten Spiel gegen Lügde wiederholen können, sehe ich auch gute Chancen für uns. Wir wollen uns endlich mal wieder mit Punkten belohnen“, könnte ihm dabei in die Karten spielen, dass sein Kader in bester Ausführung daherkommt.

TuRa Heiden vs. FC Fortuna Schlangen

Eine mögliche Erfolgstaktik hat Heiden-Cheftrainer Dragan Ostojic bei Lippe-Kick bereits ausgegeben, wenn er ankündigt: „Gegen Schlangen wollen wir erstmal sicher stehen und denen die Spielfreude nehmen, dass deren gute Offensive nicht ins Rollen kommt“, spricht er voller Hochachtung bedeutungsschwere Worte: „Schlangen ist trotz des Tabellenplatz die stärkste Mannschaft der Liga!“ Er geht ins Detail: „Es ist eine körperlich starke Truppe, die sehr stark bei Standards ist“, prognostiziert Ostojic daher: „Wir werden auf eine gut organisierte Truppe treffen!“ Drei Spieler fehlen beim Turn- und Rasensportverein: Drewes (Sprunggelenk), Nispel (beruflich) und Möller (Oberschenkelprobleme). Fortuna Schlangen-Vorstandsboss Bodo Kibgies betont vor dem Spiel: „Wir sind gefasst auf einen kampfstarken Gegner, ein schweres Geläuf sowie ein engagiertes Publikum der Heimmannschaft“, ist ihm vollauf bewusst: „Das klingt zwar nach Phrasen für das Schwein, trifft aber die Ausgangslage.“ Unterschätzt werden die Heidener keineswegs, gab es doch im Hinspiel eine Punkteteilung, ein Ergebnis, was gerecht war. Dennoch hätten beide Teams auch den Sieg einfahren können. Eine negative Überraschung werden die Blau-Weißen laut Kibgies nicht erleben: „Fortuna ist gewarnt und die Mannschaft wird TuRa Heiden nicht unterschätzen.“

SC Augustdorf vs. SG Kachtenhausen/Helpup

Der 2:1-Auswärtssieg beim Post TSV Detmold II hat Kräfte freigesetzt beim SC Augustdorf, der den letzten Tabellenplatz verlassen hat. Psychologisch ein ganz wichtiger Schritt. Nächstes Etappenziel: Der baldige Sprung auf einen Nichtabstiegsrang. Tatendurstig gibt sich Spielertrainer Serhat Tumani im Gespräch bei Lippe-Kick, wenn er ankündigt: „Wir werden von erster Minute an zeigen, wer der Herr im Haus ist“, gilt daher: „Wir werden definitiv auf Sieg spielen, ein Remis würde ich als Niederlage werten, aber daran denken wir erst gar nicht“, ist Attacke das richtige Stichwort, um den Matchplan zu offenbaren. Auf zwei wichtige Akteure muss er verzichten. Abdürrahim Caliskan befindet sich im Urlaub und Emre Cetin muss eine Gelb-Sperre verbüßen. Ein Trauerlied stimmt Tumani deswegen nicht an, vertraut er doch seinem breiten Kader, wenn er mit Nachdruck bei Lippe-Kick erklärt: „Unsere Alternativen stehen bereit und werden die Lücken füllen und auch für diejenigen, die nachrücken, wird es eine Gelegenheit sein.“ Altinternationale wie Fuat Kirikci und Yusuf Uzunoglu verstärken fortan die Augustdorfer mit ihrer enormen Erfahrung. Tumani lobt: „Das sind beides erfahrene Kicker, die mit ihrem Überblick und ihrer Ballsicherheit den jüngeren Spielern im Team den Rücken stärken.“ Schwer fällt es Serhat Tumani eine dezidierte Gegneranalyse anzufertigen, weiß er immerhin zu berichten, dass die SG Kachtenhausen/Helpup „für Überraschungen immer gut ist.“ Trotzdem: „Wir sehen uns als Favorit und das Hinspiel nicht wirklich als Messlatte“, wo die Blau-Weißen mit 0:4 verloren haben. Bei den Gästen ist Christoph Heidorn wieder am Start für diese Partie, auch der fußballspielende Obmann Pascal Schmale und Pius Nana Kessey sind aktiv. Kevin Gronemeier muss seinen Zehbruch auskurieren, Alexander Wolf hat sich einer Rücken-Operation zugezogen. „Wir dürfen alles, nur nicht verlieren. Für uns ein ganz wichtiges Spiel“, hebt Schmale die Bedeutung hervor. „Unser Ziel ist es drei Punkte einzufahren.“ Am Ende haut er die Phrase raus: „Am Ende zählt es auf dem Platz.“

 

 

SuS Pivitsheide vs. Post TSV Detmold II

Andre Selse hat schon so manche Schlacht auf dem Spielfeld ausgefochten. Einen gewissen Vorteil hat er für den Post TSV Detmold II erkannt: „Ich denke, dass uns die Postler etwas voraus sein werden, da sie auf Grund ihres Kunstrasenplatzes vermutlich häufiger und besser trainieren konnten“, kickt das Team von Chefcoach Carsten Skarupke ausnahmsweise auf dem Kunstrasenplatz in Jerxen ab 15.00 Uhr.  Als er den Fokus auf sein Team richtet, räumt er unvermittelt ein: „Ich kann nur schwer einschätzen, wo wir stehen und welches Gesicht wir Sonntag zeigen“, lässt er Lippe-Kick an seinen Träumen teilhaben: „Ich hoffe und wünsche mir aber, dass wir mit einem positiven Ergebnis und einer geschlossenen Mannschaftsleistung in die zweite Hälfte der Saison starten.“ Zugleich bemüht sich der Vin Diesel von der Hebbelstraße als Prophet: „Ich gehe von einem eng umkämpften Spiel aus.“ Post TSV II-Coach Jens Kaiser erklärt vor dem Spiel: „Die 1:2-Niederlage gegen den SCA aus der letzten Woche wurmt, die Vorbereitung lief so lala“, erwartet er nun Wiedergutmachung und eine Reaktion von seiner Mannschaft. Positiv: Penner, Dück und Zweininger geben ihr Comeback. Suboptimal: Droletz und Alexander Felker fallen beide aus, gehen zurück in die erste Mannschaft. Bei Alptekin steht ein Fragezeichen, hat er noch Probleme mit dem Knöchel. Büßer Tim Haskins muss seine Rot-Sperre aussitzen. „Pivitsheide ist eine technisch gute, spielstarke Mannschaft mit einem exzellenten Trainer“, hat Kaiser viel Respekt vor dieser Aufgabe.

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

„Für einige meiner Spieler ist es das einzig wahre Derby“, untermalt Hiddesen/Heidenoldendorf-Chefcoach Markus Rüschenpöhler die Bedeutung des Heimspiels gegen den Lokalrivalen Eintracht Jerxen/Orbke. Die Orte liegen so dicht beeinander, dass auch mittelmäßig trainierte Zeitgenossen einen Sonntagnachmittagspaziergang nach Heidenoldendorf unternehmen können, ohne von Seitenstichen und Schweißattacken heimgesucht zu werden. Knapp vier Kilometer sind hervorragend per pedes zu absolvieren. So werden auch die Kicker der beiden Teams agieren, nur mit Ball und möglicherweise in einem etwas schnelleren Tempo. Der Blick auf die Tabellenposition genügt, um die Eintracht in der Favoritenrolle zu sehen. „Sie haben eine stabile Saison gespielt und stehen zu Recht an der Tabellenspitze“, hebt Rüschenpöhler anerkennend den Daumen. „Wir wollen uns keinesfalls verstecken, sind der Außenseiter, aber ich würde mich auch nicht sehr wundern, wenn wir das Spiel am Sonntag siegreich gestalten. Sehr erleichtert zeigt er sich auch, dass sein Team am Dienstag zum ersten Mal in den Spielbetrieb im Jahr 2018 eingegriffen hat. Gegen den TSV Rischenau gab es vor heimischer Kulisse ein 2:2-Unentschieden nach einer tollen Moral. „Wir sind froh, dass wir etwas Sand aus dem Getriebe bekommen haben“, wiegt der Ausfall von Ole Schieffer, der sich eine Fußverletzung zugezogen hat, schwer. „Ich konzentriere mich auf die Spieler, die da sind“, erklärt Rüschenpöhler, der Ausfälle nicht als mögliche Ausreden geltend machen möchte. Die Zielsetzung ist klar: „Wir wollen drei Punkte einfahren und ein gutes Spiel machen. Wenn wir unsere Leistung bringen, wird es Jerxen/Orbke auch nicht so leicht haben.“ Dennoch warnt er, dass die Eintracht erst eine Niederlage kassiert hat, dafür viele Spiele knapp für sich entschieden hat. „Sie haben eine sehr stabile Saison gespielt“, zollt Rüschenpöhler dieser Tatsache Anerkennung. Die Eintrachtler haben nach dem 1:1 gegen SuS Lage sicherlich keinen Freudentanz aufgeführt, ist dies doch für die eigenen Ansprüche zu wenig. Durchaus aufregend ging es im Hinspiel zur Sache, wo es ein sportlich und verbal aufregendes Duell zwischen Eintracht-Abwehrstabilisator Tim Bertram und SG-Angreifer Miguel Soylu gegeben hat. Klar dürfte sein, dass beide im Sommer keinen gemeinsamen Urlaub auf Mallorca verbringen dürften. Für SVE-Obmann Hubert Orynczak ist unabhängig davon klar, dass aus den gemachten Erfahrungen beim 2:1-Hinspielsieg profitiert werden soll. „Dennoch sind die Karten wieder neu gemischt“, verhehlt er nicht. Nach dem etwas enttäuschendem 1:1 gegen SuS Lage aus der Vorwoche „sind die Weichen auf Sieg ausgerichtet“, erklärt er gegenüber Lippe-Kick und fordert: „Wir müssen noch mehr Kreativität und Entschlossenheit auf den Platz bringen.“ So sollen in diesem Derby defensive Fehler unter allen Umständen verhindert werden, soll die gegnerische Bestrafung dadurch verhindert werden. Auf die langzeitverletzten Hijazi, Merz, Kanne, Pietsch und Schüppel muss Cheftrainer Bastian Möller verzichten. Ishak Karahan pfeift diese Begegnung um 15.00 Uhr an.

 

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