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Kreisliga A Detmold

Vorberichte 23. Spieltag 17/18 A Detmold

Kellerkinder können nur überraschen

Kreisliga A Detmold (hk). Am Sonntag steht auf dem Tagesordnungspunkt in der höchsten Detmolder Kreisklasse also Spieltag Nummer 23 ganz weit oben. Lippe-Kick hat nach einer kurzen Recherche bei Petrus in Erfahrung gebracht, dass der langersehnte Frühling auch wettertechnisch am Wochenende Einzug hält. Die acht Begegnungen finden parallel um 15.00 Uhr statt. Anspruchsvolle Aufgaben haben auch der Vorletzte SC Augustdorf (gegen den Tabellendritten Fortuna Schlangen) und die SG Kachtenhausen/Helpup, die den Sechsten SV Diestelbruch/Mosebeck zu Besuch hat.

Von Henning Klefisch

 

SF Berlebeck/Heiligenkirchen vs. TuS WE Lügde

Die Sportfreunde Berlebeck/Heiligenkirchen stehen im sicheren Tabellenmittelfeld. „Wir wollen den Heimsieg gegen favorisierte Gäste“, sind die anstehenden Aufgaben doch anspruchsvoll, geht es zunächst gegen den Tabellenzweiten aus Lügde, ehe danach das Duell mit dem Spitzenreiter Jerxen/Orbke ansteht. „Nach dem Auswärtssieg gegen Ditib können wir befreit und locker aufspielen“, verkündet BHK-Coach Thorsten Geffers, der geschickt den Druck Richtung Westfälischer Eiche schiebt: „Im Gegensatz zu unserer Ausgangssituation steht Lügde mehr unter Druck, wenn sie an Jerxen dranbleiben wollen.“ Geffers erhofft sich: „Das kann uns sicherlich entgegenkommen.“ Seine Truppe verfügt nach dem Sieg bei Ditib auch über das nötige Selbstvertrauen, kann fast in Bestbesetzung antreten. Die Kölner Fraktion fällt aus, Bierbaum ist verletzt und der Einsatz von Kruggel ist noch unklar.

Der Tabellenzweite aus Lügde sollte nach der Derbypleite gegen Rischenau nicht mehr allzu oft patzen, möchte man zumindest die erste Jägerrolle verteidigen. Auf sieben Zähler ist der Rückstand auf den Klassenbesten aus Jerxen/Orbke mittlerweile angewachsen. Immerhin winkt noch eine weitere Nachholpartie, um Punkte gutzumachen. Blum und Walek sind jeweils gesperrt, fehlen folglich in diesem wichtigen Spiel im Detmolder Süden. Westfälische Eiche-Trainer Andreas Hoffmann setzt sich als Maßgabe: „Für das Spiel gilt diesmal nur folgendes: Wir wollen wieder guten und schnellen Fußball spielen. Dies ist uns in den vergangenen Spielen nicht gut genug gelungen“, hat ihm dieser Leistungsverlust überhaupt nicht gefallen. Hoffmann ist überzeugt, dass die Mitnahme der vollen Punktzahl sehr realistisch ist, „sollten wir die Spielfreude wieder entwickeln“, liefert er die Voraussetzung dafür gleich hinterher. Trotz der Tatsache, dass BHK sieben Plätze und 15 Punkte schlechter dasteht, betont er: „Unterschätzen werden wir den Gegner allerdings definitiv nicht. Interessant: Es ist das Duell der beiden Team Detmold-Auswahltrainer aus diesem Jahr.

 

TuRa Heiden vs. SC Ditib Detmold

Der Anfang eines Einbruchs hat für den Turn- und Rasensportverein eine direkte Verbindung mit dem SC Ditib Detmold. Heiden-Coach Dragan Ostojic erinnert sich: „Bei Ditib fing die Negativserie an, weil wir da ziemlich überheblich aufgetreten sind und zurecht verloren haben“, ist eine Reaktion auf der heimischen Rotenbergkampfbahn nun klar erforderlich: „Wir haben da was gutzumachen!“ Unklar ist tatsächlich noch wer spielt, da die jüngsten englischen Wochen für angeschlagene Spieler gesorgt haben. Markmann und König haben muskuläre Probleme, Weiser muss eine Sperre nach der fünften Gelben verbüßen. „Gaga“ lobt den Gegner explizit, sagt: „Sie haben eine gute Offensive und zwei gute Innenverteidiger.“

Ditib-Coach Erhan Eksioglu befürchtet schon: „Die Spiele in Heiden sind immer sehr, sehr schwer zu spielen. Vor der Kulisse ist der Gegner extrem gefährlich“, kann hier von einem echten Heimvorteil gesprochen werden. Schwer fällt Eksioglu die Analyse, inwiefern der Trainerwechsel eine Rolle spielen könne. „Auf jeden Fall dürfen wir sie nicht unterschätzen“, sind die Heidener doch zwei Plätze und einen Zähler besser platziert als Ditib. Dies soll sich laut Eksioglu alsbald ändern, sollen doch auch in der Fremde Punkte mitgenommen werden. Die Vorbereitung auf diese Partie verläuft bis dato ansprechend, trotz der Tatsache, dass in den letzten Begegnungen die Platzsperren kein Trainieren ermöglicht haben. Eksioglu freut sich, dass sein Team in Bestbesetzung in der Rotenbergkampfbahn antritt. Die Folge: Drei bis vier Akteure werden in der C-Liga Spielpraxis sammeln. „Ich hoffe, es wird ein gutes und faires Match“, wünscht sich Eksioglu abschließend gegenüber Lippe-Kick.

 

SuS Lage vs. SuS Pivitsheide

SuS Lage-Kicker Manuel Eßer hat Blut geleckt: „Wir wollen natürlich an die letzten Spiele anschließen und uns die drei Punkte holen“, sagt er bei Lippe-Kick. Gegen die Pivitker rechnet er mit einem Spiel, was „auf Augenhöhe“ stattfinden wird. Chefcoach Christian Martens kann seine beste Formation aufbieten. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen ist die jüngste Bilanz der Zuckerstädter einfach nur delikat. Nach einem 1:1 gegen den Klassenbesten aus Jerxen sind die Gastspiele beim Post TSV Detmold II und bei der SG Kachtenhausen/Helpup jeweils mit 3:2 gewonnen worden.

Pivitsheides Abwehrstratege Marian Schulz findet vor allem wichtig, dass dieses Spiel stattfindet, um den gewünschten Spielrhythmus zu erlangen. Von den Lagensern hält er eine ganze Menge, wenn er urteilt: „Sie werden versuchen, uns ihr Spiel aufzudrücken und aggressiv gegen den Ball arbeiten und sich nicht vor Zweikämpfen scheuen“, hofft Schulz auf Gegenwehr von seinem Team. Vielmehr: Es soll das eigene Spiel durchgesetzt werden. Nach der Kurzanalyse steht für Schulz fest, dass dieses kleine Derby doch ein „sehr interessantes Spiel von beiden Seiten“ werden könnte. Selbst liegt er seit einer Woche mit einem fiesen Grippevirus flach, musste das Training zwar ausfallen lassen, ist aber am Sonntag wieder einsatzfähig. Die Maßgabe ist eindeutig: „Wir wollen einfach nach dem Sieg gegen Augustdorf noch zwei, drei Schüppen drauflegen und den nächsten Sieg einfahren, wobei dieser schwieriger wird als gegen Augustdorf“, prognostiziert er nicht allzu wagemutig beim Blick auf das Tableau.

 

SG Kachtenhausen/Helpup vs. SV Diestelbruch/Mosebeck

Einen Vergleich nach der Heimpleite gegen SuS Lage stellt Kapitän Alexander Wolf an: „Diestelbruch/Mosebeck schätze ich aktuell ähnlich stark wie Lage ein.“ Folgenden Vorschlag hat er für sein Team parat: „Wir dürfen sie nicht ständig zum Abschluss kommen lassen und hinten klare Aktionen fahren.“ Die Defizite der Derbyniederlage wurden klar analysiert, Wolf, der für die komplette Rückserie, wie auch Kevin Gronemeier, ausfallen wird, hat eine „deutliche Steigerung“ beobachtet. Die gezeigten Ansätze in der Trainingswoche machen ihm so viel Mut, dass die Hinspielausbeute, ein Sieg, auch am Sonntag vor heimischer Kulisse auf dem Rasenplatz in Helpup wiederholt werden kann. Bis auf die angesprochenen Langzeitverletzten können die Roßblätter in Bestbesetzung antreten.

Eine wenig ruhmreiche Tradition gibt es beim SV Diestelbruch/Mosebeck zu konstatieren, denn auch weiterhin gestaltet sich die Personalsituation „angespannt“, wie Pressesprecher Lennart Rethmeier Lippe-Kick verrät. Bruder Martin hat nach einer Untersuchung die unrühmliche Diagnose einer starken Bauchmuskelzerrung erhalten. Der polyvalente Timo Schiewe feiert erst in der kommenden Woche sein Comeback in den Trainingsbetrieb, auch hinter der Position des Schlussmannes gibt es einige Variable. Mit der aufkommenden Frühlingssonne lacht Lennart Rethmeier aber um die Wette, gibt zu Protokoll: „Dennoch sind für Sonntag drei Punkte fest eingeplant. Für Sonntag werden hohe Temperaturen erwartet und wir wollen dort keinen typischen Sommerkick hinlegen“, ist doch entscheidend auf dem Platz. Die Dörenwald-Jungs wissen, dass die Spielgemeinschaft jeden Zähler im Kampf um den Klassenerhalt benötigt. „Deshalb werden wir mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen“, sollen die ersten Saisonzähler gegen diesen Kontrahenten gesammelt werden.

 

SG Hiddesen/Heidenoldendorf vs. Post TSV Detmold II

Eine wenig glorreiche Parallele gibt es zwischen den beiden Nachbarvereinen, die keinen guten Rückrundenstart erlebt haben. Nicht einmal einen Punkt pro Spiel hat die Spielgemeinschaft gesammelt, waren zwei Punkteteilungen das Höchste der Gefühle für die Rüschenpöhler-Jungs. Die Postler warten auf ihren ersten Zähler im Jahr 2018 nach zwei Nullrunden in Serie. „Die zweite Mannschaft ist immer eine Wundertüte, zuletzt haben sie wenig von der ersten Mannschaft profitiert“, glaubt der ehemalige Postler, dass im kommenden Spiel sich dies ändern wird. Den momentanen siebten Tabellenplatz der Kaiser-Kicker hält er für gerechtfertigt. Selbst hat Hiddesen/Heidenoldendorf eine hohe Fluktuation im Kader im Vergleich zu den letzten Spielen. „Wir müssen uns an uns selbst orientieren, uns stabilisieren nach den enttäuschenden Leistungen zuletzt“, hat besonders die Niederlage in Heiden auf sein Gemüt geschlagen. Rüschenpöhler hofft vor heimischer Kulisse auf eine Reaktion seiner Mannschaft nach den zuletzt eher enttäuschenden Vorstellungen. Er prognostiziert: „Es wird ein Spiel, wo beide Teams eine gewisse Verunsicherung haben werden, aber beide Mannschaften dennoch fußballerisch gut genug sein werden, um ein gutes Match zu zeigen.“

Richtig bitter ist das jüngste Post TSV II-Match gegen SuS Lage verlaufen, zeigten sie eine ansprechende Leistung, zogen sich aber offenbar den Groll vom Fußballgott zu und verloren unglücklich mit 2:3. „Das Spiel war ganz gut von uns“, soll leistungsmäßig daran angeknüpft werden. Rot-Sünder Tim Haskins fehlt weiterhin, Erik Zweininger urlaubt, Alexander Klefisch ist in seiner neuen Heimat Leipzig. Daher: Obmann Michael Grundmann könnte ein Kadermandat erhalten. Kaiser präferiert ein gegentorloses Spiel, wodurch die Wahrscheinlichkeit auf eine Niederlage gen Null sinkt. „Wir wollen mutig nach vorne spielen“, gegen eine Mannschaft, die Coach Jens Kaiser als „spielstark“ charakterisiert mit einem „fähigen Trainer Markus Rüschenpöhler.“

 

TSV Rischenau vs. SV Eintracht Jerxen/Orbke

Der Spitzenreiter gastiert bei einem der aktuell besten Teams der Liga. Der Trend spricht für den TSV Rischenau, dass sie den Primus nicht nur zum Wanken, sondern auch zum Fallen bringen können. Ohne eine Nullrunde haben sie die Partien seit der Winterpause unter ihrem neuen Coach Wolfgang Wächter absolviert. Seit insgesamt elf Begegnungen sind die Südostlipper ohne Niederlage, soll diese beeindruckende Serie weiter fortgeführt werden. „Aber jetzt kommt ein echtes Brett“, weiß TSV-Obmann Sebastian Tunke gegenüber Lippe-Kick zu berichten. Als mögliche Erfolgsformel gibt er zu Protokoll: „Wir werden versuchen, das Spiel ähnlich wie gegen Lügde zu gestalten. Mit so einer Leistung haben wir Sonntag auch eine Chance.“ Wächter kann seine beste Formation aufbieten. Auch der zuletzt gelbgesperrte Alexander Kombeiz feiert sein Comeback.

Beim zweitplatzierten TuS WE Lügde gelang sogar ein überzeugender 3:2-Erfolg. Dies alles bestärkt Jerxen/Orbke-Manager Hubert Orynczak in seiner Annahme: „Es wird ein hartes Stück Arbeit, wird Wächter die Jungs sicherlich entsprechend auf uns einstimmen. Wir erwarten eine kampfbetonte Truppe, die alles geben wird“, glaubt er folglich an ein hartes Stück Arbeit. Von seinem Team wünscht er sich, dass es „in gewohnter Weise druckvoll spielt und das Spiel an uns reißt“, soll die Durchschlagskraft im Torabschluss eine Tugend darstellen. Die Langzeitverletzten fehlen auch weiterhin.

 

SC Augustdorf vs. FC Fortuna Schlangen

Von „eine der spielstärksten und torgeilsten Mannschaft und den besten Trainer der Liga“ spricht SC Augustdorf-Spielertrainer Serhat Tumani voll des Lobes über den FC Fortuna Schlangen. „Wir werden uns gut vorbereiten und versuchen, die Schlänger Jungs den Platz noch enger zu machen, als er eh schon ist und den Gegner früh zu stören, so dass sie nicht in Fahrt kommen, was aber nicht heißen soll, dass wir uns hinten reinstellen werden.“ Immerhin ist für Tumani einleuchtend, dass „Angriff die beste Verteidigung ist.“ Bis auf die urlaubenden Mehmet Tumani und Emre Cetin kann er wohl seine beste Formation aufbieten. Auch der jüngste 13:0-Sieg gegen die SG Kachtenhausen/Helpup hat ihn spürbar beeindruckt, weshalb er diesen Erfolg als Wachmacher dienlich sieht. „Das wird uns nicht passieren“, vertraut er hier seinem Team.

Ein zweikampfintensives Spiel mit vielen direkten Eins-gegen-eins-Duellen erwartet Fortuna-Abwehrchef Yannik Vukadinovic, der seine Truppe „entsprechend vorbereitet“ sieht. Nach dem erfolgreichen Rückrundenstart mit dem jüngsten Rekordergebnis gegen Kachtenhausen/Helpup wollen die Blau-Weißen weiterhin Selbstvertrauen demonstrieren. Vukadinovic hat auch den „sehr kleinen Kunstrasenplatz“ im Hinterkopf, sieht die SCA-Kicker unter Druck, müssen sie doch als Kellerkind dringend punkten. „Ich denke, dass sie gerade in Heimspielen den Vorteil ihres kleinen Platzes ausnutzen wollen.“

 

CSL Detmold vs. TuS Horn-Bad Meinberg

Da das Wetter sich von seiner besten Seite präsentiert, wird um 15.00 Uhr auf dem Rasenplatz in Hohenloh diese Begegnung stattfinden. Berufliche und private Gründe hindern das Mitwirken von einigen Kickern. Obmann Andreas Janzen ist dennoch überzeugt: „Wir werden eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen.“ Das „Heimspiel“ gegen die Horner wird als „schwer“ bewertet, schließlich ist der Gegner doch „unbequem“, der mit einer tollen Moral aufwartet. „Wir müssen cleverer spielen als im Hinspiel. Auswärts drei Tore geschossen und trotzdem hat es nicht gereicht“, versteht er dieses Scheitern immer noch nicht. Die Sportplatzsituation verhindert einen vernünftigen Trainingsbetrieb. „Das ist einfach nur wettbewerbswidrig“, ärgert sich Janzen über diese Problematik sehr.

Mit den Sonnenstrahlen um die Wette strahlt derweil Horn-Bad Meinberg-Coach Kemal Akman: „Wir hatten zu Beginn der Rückrunde drei Mannschaften, die oben mitspielen. Trotzdem haben wir bewiesen, dass wir gut mithalten konnten.“ Konstanz heißt für die Kurstädter das Zauberwort: „Wenn wir unsere Leitung wie in den letzten Spielen abrufen können, werden wir siegen“, gibt sich Akman selbstbewusst. Eine Warnung spricht er bezüglich einer „eigenen Überschätzung“ aus. „Selbst gegen Mannschaften wie CSL, die unten stehen“, soll kein Schlendrian Einzug halten. In Bestbesetzung treten die Gäste die Reise nach Heiligenkirchen an. „Wir wollen uns am Wochenende mit einem Sieg belohnen“, sagt Akman.

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