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Bezirksliga Staffel 1

SC Bad Salzuflen – Aufbruchstimmung an der Waldstraße

Der SC Bad Salzuflen zeigt sich gut erholt von den schweren letzten Wochen und geht positiv in die neue Spielzeit. Am Sonntag war Saisonauftakt.

„Der SC Bad Salzuflen lebt“

Bezirksliga 1 (ab). Am Sonntag war Saisonauftakt beim SC Bad Salzuflen und alle Beteiligten waren sich schnell einig: Die Stimmung ist positiv. Der neue sportliche Leiter Jörg Pundmann und der neue Trainer Jörg Horstkötter krempeln den Verein um, wollen die Kurstädter wieder in ruhiges Fahrwasser führen. Dabei helfen sollen neben den Neuzugängen auch die Jungs, die sich letzte Saison für den Verein zerrissen haben, um den Klassenerhalt zu sichern.

 

Am Sonntag wurde die neue Mannschaft des SC Bad Salzuflen vorgestellt. Der sportliche Leiter Jörg Pundmann begrüßte die Runde, sprach vom SCB als einen „Dialyse-Patienten“, dem aber nun die „Schläuche abgenommen werden können, weil er wieder gesund ist. Die Leute, die den Verein schon begraben wollten, werden sich noch die Augen reiben.“ Der SCB stellt die Weichen für die Zukunft, kurzfristig für eine ruhige „Konsolidierungs-Saison.“ „Vor 42 Tagen haben wir uns getroffen, sind nach Kirchlengern gefahren, wo die Entscheidung gefallen ist, ob wir künftig in der A-Liga spielen oder weiterhin Bezirksliga“, so Pundmann, der einst selbst als D-Jugendlicher auf dem Hartplatz an der Waldstraße als Nachwuchs-Keeper des TuS Lockhausen spielte und davon träumte, „mal auf dem heiligen Rasen“ spielen zu dürfen. Dazu kam es allerdings nie, dafür führte ihn der Weg in die 2. Bundesliga als Torhüter bei Viktoria Aschaffenburg. Nun ist Pundmann in leitender Funktion bei „seinem“ SC Bad Salzuflen und hat „Tag und Nacht im Vereinsheim verbracht.“ Er richtet dankende Worte „an die Jungs, die sich für den Verein zerrissen und sich den Klassenerhalt erarbeitet haben.“

Neuanfang beim SCB

Zugänge: Stefanos Vasiliaras (SC Wiedenbrück II), Kordian Rudzinski (Blomberger SV), Ayhan Karadan, Yannick Moukam (beide TBV Lemgo), Necati Kezer (TuS Brake), Joel Rathmann (Post TSV Detmold II), Dilbexin Aytan (SV Wüsten), Gilles Bäcker (SG Hiddesen/Heidenoldendorf A-Jugend)

Abgänge: Nico Zünd (TSV Oerlinghausen), Cem Aksen (SC Hicret Bielefeld), Alexander Ritter (SG Hörstmar/Lieme), Jan König (unbekannt)

An der Waldstraße bleibt kein Stein auf dem anderen. Angefangen bei den Banden, die einen neuen Anstrich bekommen werden bis hin zum Herzstück, der Mannschaft, gibt und gab es einige Veränderungen. Acht Neuzugänge (siehe Info-Box rechts) wurden präsentiert, dazu auch der
neue Coach Jörg Horstkötter, zuletzt beim TuS Ahmsen tätig. Auch die Abmeldung der zweiten Mannschaft wurde noch einmal thematisiert, wird als „Entscheidung für die Zukunft“ angesehen. Man will verstärkt auf die Jugend bauen. „Gesunde Jugend bedeutet gesunder Verein“, so Pundmann. Der neu eingeschlagene Weg wird allerdings ein steiniger: „Vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gestellt“, weiß der sportliche Leiter.

Neues Leitbild und neue Partner

Neu ist auch das Leitbild des Vereins, welches auf der Homepage eingesehen werden kann. Ein Auszug daraus: „Mitglieder des SC Bad Salzuflen verstehen sich als Teil eines Vereins, der Rassismus, Diskriminierung und Gewalt nicht akzeptiert und toleriert. Auf unseren Plätzen, in unseren Kabinen und Stadien sind alle Fußballbegeisterten Willkommen, egal welcher Hautfarbe, Herkunft oder Religion sie angehören. Unser Verein steht für Leidenschaft, Spaß, Disziplin und Teamgeist – und das nicht nur innerhalb einer Mannschaft.“

Andere Vereine hätten „ein Füllhorn an Geld, das haben wir nicht“, muss man bei den Kurstädtern zumindest was die Finanzen angeht, kleinere Brötchen backen. Mit „Style & Print“ konnte man aber einen neuen Partner hinzugewinnen, der auch eng mit „Joma“ zusammenarbeitet und in dieser Saison unter anderem Arminia Bielefeld mit Trikots ausstattet. Auch der SCB bekommt neue Spieloutfits (siehe Bild links).

Horstkötter setzt auf Zusammenhalt

Leidenschaft zählt auch zu den Attributen, die für Jörg Horstkötter an oberster Stelle stehen. Dazu auch „Fleiß und ehrliche Arbeit.“ Mit dem SCB will der Coach in der kommenden Spielzeit im gesicherten Mittelfeld landen, 45 Punkte sind das Ziel. „Ein einstelliger Tabellenplatz soll es sein, wenn es aber Platz 10 wird wäre auch keiner böse drum“, so Horstkötter. „Der Abstieg ist bei uns kein Thema“, kennt aber auch der Trainer das Geschäft: „Wenn wir im Winter auf Platz 16 stehen, dann wird es auch für mich eng.“ So weit soll es aber gar nicht erst kommen. Dafür wird in den nächsten Wochen bis zum ersten Saisonspiel hart gearbeitet. „In den kommenden vier Wochen arbeiten wir an der Fitness.“ Die erste Trainingseinheit verlief positiv, Horstkötter unterbrach immer wieder und gab Tipps und Verbesserungsmöglichkeiten, auch die Spieler halfen sich untereinander. Alles Indizien dafür, dass es in der kommenden Saison wieder aufwärts gehen könnte.

„Harmonie und Teamgeist“ sind ausschlaggebende Punkte, „Identifikation mit dem Verein“ ebenso, auch für Horstkötter selbst: „Auch mein Herz muss für Bad Salzuflen schlagen“, will und muss der Coach natürlich vorangehen. „Die etablierten Spieler werden die neuen und die jungen mitziehen.“ So eine schwache Trainingsbeteiligung wie noch in der letzten Spielzeit soll es nach Vorstellung von Horstkötter nicht mehr geben. Zum Trainingsauftakt waren 22 Spieler am Platz. „Auch im Winter gibt es keine Ausreden, da können wir den Kunstrasen in Wüsten nutzen, müssen sich die Spieler halt warm anziehen“, lässt der Coach keine Ausreden durchgehen. Ohnehin: „Wer einmal aus der Gruppe ausschert, wird es schwer haben, wieder Anschluss zu finden“, geht er davon aus, dass mangelnde Trainingsbeteiligung kein Thema sein wird.

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