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Kreisliga A Lemgo

SG Bentorf/Hohenhausen – Das Ziel: Weiß soll die Weste sein

Steffen Weiß hat den Schritt gewagt. Hinaus aus seiner Komfortzone, denn beim FC Unteres Kalletal, da kannte er quasi jeden Stein. Nun geht er neue Wege, wie Lippe-Kick erfahren hat.

 

„Suchte eine neue Motivation und Herausforderung.“

 

Kreisliga A Lemgo (hk). Schauplatz: Kapstadt, Südafrika, Fußballweltmeisterschaft 2010. Ein Journalisten-Hotel, passiert im Barbereich. Ja, Kruzifix. Sein Atem roch nach Cola und Fanta. Dominiert von Jim Beam und Bacardi. Der englische Zeilenknecht John lallte und schimpfte wie ein Rohrspats lauthals über Englands Torwart Robert Green, dem so einige Patzer während des Weltturniers widerfuhren. Das Problem: Auch die Vertreter Joe Hart und David „Calamity“ James waren bei weitem nicht so sicher wie die Bank von England. Ergo: Die „Three Lions“ hatten ein handfestes Torwartproblem. Von den Großen lernen. Der vielseitig interessierte und chronisch aufmerksame Bentorf/Hohenhausen-Manager Marco Evers weiß ebenfalls um die Bedeutung von guten Schlussmännern. Bei Heiko Langer darf er sich kräftig selbst auf die Schulter klopfen. Da hat er einen echten Transfercoup im Vorjahr eingefädelt – mit einem der besten Fänger im gesamten Kreis Lippe. Um für einen potenziellen Ausfall der „Krake“ gewappnet zu sein, konnte jetzt Torhüter Steffen Weiß vom benachbarten B-Ligisten FC Unteres Kalletal von einem Wechsel überzeugt werden. Der bisherige Ersatzmann Jan-Niklas Haake komplettiert das Ben/Hoh-Torwart-Trio.

 

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Von Henning Klefisch

 

Steffen Weiß

Ein kurzer thematischer Seitenwechsel: Es passiert in diesen Tagen, Wochen und Monates viel Positives rund um die Spielgemeinschaft aus Bentorf/Hohenhausen. Der Kader ist sinnvoll in der Spitze wie Breite zusammengestellt worden. Zudem gibt auch die Drittvertretung nach einjähriger Abstinenz wieder ihr Comeback in der C-Liga, womit die Ben/Hoh-Seniorenteams alle drei Kreisligen abdecken. „Die personelle Situation gibt es derzeit her“, schwärmt Evers. Und verrät: „Betreuer und Teamchef ist Frank Behring, der Trainer wird intern angestrebt.“ Zurück zur Torwart-Story. Steffen Weiß ist der erklärte Wunschkandidat der sportlich Verantwortlichen. Evers adelt den neuen Schnapper: „Durch seine Ausflüge als Feldspieler ist er ein guter und mitspielender Torwart. Er agiert ruhig, nicht hektisch. Seine Größe und Körperbau helfen ihm beim “Eins-gegen-eins.”

 

 

Sogar das Karriere-Ende war eine Option

 

Steffen Weiß gehörte bislang zum FC Unteres Kalletal wie das Weser-Freizeitzentrum zur Region. Seit seinem sechsten Lebensjahr hielt er den Rot-Weißen die Treue. Der Traum von Weiß reifte schon seit vielen Jahren in ihm. Zusammen mit Ex-UK-Kicker Severino-Valentino Westhoff (Bild rechts) in einem Team zu spielen. Das wäre toll.

Nach einem ausführlichen Telefongespräch mit dem „blonden Engel“, dazu einer weiteren intensiven Kommunikation mit Evers gab der 28-Jährige letztlich sein Go für einen Wechsel vom einen zum anderen Kalletal-Club. Gegenüber Lippe-Kick räumt er unverhohlen ein: „Ich war eventuell auch mit mir selbst etwas unzufrieden. Weshalb ich sehr, sehr lange überlegt habe. Und es sogar fast so weit ging, dass ich sage, ich lasse es komplett sein, weil die Lust fehlt. Doch je länger ich darüber nachdachte, desto weiter weg ging zum Glück dieser Gedanke.“ Beständig blieb die Inspiration, dass „neue Motivation durch neue Herausforderungen“ erlangt werden könne.

 

„Es wird hart“

 

Um neue Luft in einem neuen Umfeld zu schnuppern, bot sich eben die aufstrebende SG Ben/Hoh an. Er möchte die gesamte Thematik nicht mit zu vielen Erwartungen überfrachten. Der Hüne will sich hier bewusst nicht aus der verbalen Deckung wagen: „Was da jetzt letztendlich daraus wird, wie meine genaue Position aussehen wird, wird sich natürlich alles mit der Zeit zeigen.“ Denn: „Ich bin gerade erst dabei, den Großteil der Mannschaft kennenzulernen und mich selbst erstmal nach der langen Pause wieder selbst zu finden.“ Ehrlichkeit ist eine Tugend, die Steffen Weiß exzellent beherrscht. Die primäre Übungseinheit hat bei ihm die Erkenntnis zutage gefördert, dass es „hart wird“ und „ich mich um einiges steigern muss.“ Dennoch dominiert die Zuversicht: „Aber es wird sicherlich eine gute und erfolgreiche Zeit. Ich hoffe, ich kann mich durch Leistung dann im späteren Verlauf erkenntlich zeigen!“, schmunzelt der Charmebolzen. Weiß ist ein gut erzogener Junge, vergisst die tolle Zeit beim FC Unteres Kalletal nicht, weshalb er sich „von ganzem Herzen für die tollen Jahre“ bedanken möchte.

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